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Wer Cannabis auf Rezept bekommt, muss Waffenschein abgeben

Wer aus medizinischen Gründen Cannabis konsumieren darf, muss seinen Waffenschein abgeben. Das geht aus einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs hervor, das am Mittwoch in München veröffentlicht wurde. (münchen.tv, 31.01.2018)

https://www.muenchen.tv/wer-cannabis-auf-rezept-bekommt-muss-waffenschein-abgeben-257747/

Neumünster/Kiel. Einbruch beim eigenen Arzt

Neumünster. Weil er in eine Kieler Arztpraxis eingebrochen ist und dort Medikamente und Rezeptblöcke im großen Stil gestohlen hat, ist ein 46-jähriger Neumünsteraner gestern vor dem Amtsgericht zu fünf Monaten Haft verurteilt worden. (...)

Pech des Patienten (und des Arztes): Nur wenige Tage vor dem Einbruch war dem damals wohnungslosen Mann seine komplette Methadon-Ration gestohlen worden. Den Verlust seinem Arzt zu gestehen, habe er sich nicht getraut, betonte der 46-Jährige vor Gericht: „Dann hätte ich meine Rationen wahrscheinlich täglich abholen müssen. Das konnte ich nicht.“ (Holsteinischer Courier, 06.02.2018)

https://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/einbruch-beim-eigenen-arzt-id19003781.html

Regensburg: Verwaltungsgericht Regensburg - Widerruf der Approbation als Arzt; Berufspflichten bei der Substitutionsbehandlung; fehlerhafte rechtliche Würdigung in einem Strafbefehl (AZ RN 5 K 12.1156, Urteil der 5. Kammer vom 4.Juli 2013)

http://www.vgh.bayern.de/media/vgregensburg/presse/12a01156u.pdf

Suizidbeihilfe: Gutachten sorgt für erneute Debatte

Dtsch Arztebl 2018; 115(4): A-128 / B-114 / C-114

Richter-Kuhlmann, Eva

https://www.aerzteblatt.de/archiv/196019/Suizidbeihilfe-Gutachten-sorgt-fuer-erneute-Debatte

Berlin - Seit einem Jahr hat die Staatsanwaltschaft Lübeck gegen Dr. Matthias Heißler wegen Verstoßes gegen Apotheken- und Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Nun wurde Anklage gegen den Chefarzt der psychiatrischen Abteilung des Geesthachter Johanniter-Krankenhauses erhoben. (APOTHEKE ADHOC, 09.09.2017)

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/betrug-mit-methadon-vom-chefarzt-zum-angeklagten/

Undercover in der illegalen Drogen-Therapie-Szene

Drogen als Therapie? Manchmal sogar mit Sex? Wir zeigen, wie selbsternannte Heiler, aber auch Ärzte und Therapeuten psychisch kranke Menschen in Lebensgefahr bringen.

(SAT 1, 16.01.2018), Video, 15:32)

https://www.sat1.de/tv/akte/video/2018-undercover-in-der-illegalen-drogen-therapie-szene-clip

Laut Anklageschrift soll er Patienten in 2903 Fällen unerlaubt verschreibungspflichtige Medikamente gegeben haben. (shz.de, 07.09.2017)

https://www.shz.de/lokales/geesthacht-anklage-gegen-chefarzt-erhoben-id17769721.html

Haftstrafe für Arzt wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen

Ansbach – Wegen sexuellen Missbrauchs von drei psychisch labilen Patientinnen ist ein Arzt in Bayern zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Er darf außerdem fünf Jahre lang keine Frauen psychotherapeutisch behandeln. (aerzteblatt.de, 18.01.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87623/Haftstrafe-fuer-Arzt-wegen-sexuellen-Missbrauchs-von-Patientinnen

Sie waren am Rande der Legalität, teils wohl jenseits davon: Die früher üblichen Praktiken in der Geesthachter Methadon-Ambulanz haben die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Breite Kritik, auch unter Medizinern, teilen auch zwei Hamburger Fachärzte, die jüngst in den Räumen der Alkohol- und Drogenberatung (ADB) eine Suchtmedizinische Ambulanz eröffnet haben. (Bergedorfer Zeitung, 21.07.2017)

http://m.bergedorfer-zeitung.de/nachrichten/article211318157/Mediziner-kritisieren-kriminelle-Praktiken.html

Ansbach. Hermann S. (63) drohen bis zu fünf Jahre Haft - Frauen bei angeblicher Sex-Therapie missbraucht?

Die Anklage: sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses. Hermann S. gab im Februar 2017 nach seiner Festnahme seine Approbation zurück.

Sollte S. verurteilt werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Mediziner vor Gericht steht. 2006 wurde er im sogenannten Methadon-Prozess (unerlaubte Abgabe von Methadon in 455 Fällen) zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. (Bild, 11.12.2017)

http://www.bild.de/regional/nuernberg/landgericht-ansbach/ansbach-prozess-sex-arzt-54150538.bild.html

Tödliche Methadon-Dosis: 2008 wurde ein Apotheker im schleswig-holsteinischen Pinneberg wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 9000 Euro verurteilt. Er hatte einer 26-jährigen Patienten versehentlich eine Überdosis des Substitutionsmittels Methadon verabreicht, woraufhin die Frau ins Koma fiel und zwei Tage später starb. (APOTHEKE ADHOC, 14.07.2017)

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/apothekenpraxis/nachricht-detail-apothekenpraxis/apotheker-fehler-medikament-haftung-gericht/

Ulm. Prof. Dr. Miltner, Ärztlicher Direktor des Instituts für Rechtsmedizin Ulm, erstattet Anzeige wegen fahrlässiger Tötung aufgrund eines Artikels zum Einsatz von Methadon in der Krebstherapie

Hamburg (ots) - Für unseren Mandanten, Herrn Prof. Dr. Erich Miltner, Ärztlicher Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Ulm, teilen wir das Folgende mit:

Eine Mitarbeiterin unseres Mandanten am Institut für Rechtsmedizin, die Chemikerin Frau Dr. Claudia Friesen, veröffentlichte im Jahr 2013 ihre Forschungsergebnisse, nach welchen es Anzeichen dafür gibt, dass der als Heroin-Ersatzstoff im Rahmen von Substitutionsprogrammen zur Anwendung kommende Wirkstoff Methadon zur Unterstützung und Verstärkung in der konventionellen Chemotherapie eingesetzt werden kann, also eine bessere Bekämpfung von Krebserkrankungen ermöglichen könnte. Hierüber wurde in den Medien umfassend berichtet, die Forschungen werden bis heute fortgeführt.

Unter Medizinerkollegen entbrannte erwartungsgemäß eine entsprechende wissenschaftliche Diskussion, die absolut legitim und begrüßenswert ist. Im August 2017 indes wurde ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt (Jg. 114, Heft 33-34, Seite A1530 ff.) unter dem Titel "Methadon in der Onkologie - Strohhalmfunktion ohne Evidenz" veröffentlicht, in welchem ein Fallbeispiel dargelegt wurde, in dem eine Patientin aufgrund einer Behandlung mit dem Medikament "L-Polamidon" (enthält den Wirkstoff L-Methadon) angeblich verstorben sein soll. Dieser Artikel hat nun dazu geführt, dass sich behandelnde Ärzte grundsätzlich scheuen, Methadon in der Krebstherapie im sog. Off-Label Use anzuwenden. Unseren Mandanten und Frau Dr. Friesen erreichen täglich zahlreiche Anfragen besorgter Patienten, deren Arzt eine Verschreibung aufgrund dieses angeblichen Gesundheitsrisikos ablehnt.

Bei einer Überprüfung des Artikels musste unser Mandant jedoch feststellen, dass nach den Angaben des besagten Fallbeispiels tatsächlich eine erhebliche Medikamentenüberdosierung für den Tod verantwortlich war. Sollte es tatsächlich zu diesem Todesfall gekommen sein, hätten sowohl der behandelnde Arzt, welcher das Medikament verschrieben hat, als auch der Notfallmediziner, welcher die Patientin am Ende auf der Intensivstation behandelt hat, einen groben ärztlichen Behandlungsfehler begangen. So wurde der Patientin - glaubt man den Angaben des Fallbeispiels - im Rahmen der Behandlung das ca. 3- bis 4-Fache der Tageshöchstdosis verabreicht, was eine hochtoxische Dosis darstellt. Nach Auftreten von Vergiftungszeichen wurde die Patientin sodann offenkundig in eine Intensivstation eingeliefert. Anstelle eines bei einer solchen Vorgeschichte üblichen Gegengiftes erhielt die Patientin dort aber weiterhin ein anderes Opioid.

Aus Sicht unseres Mandanten ergibt sich nach alledem das eindeutige Bild, dass dieses Fallbeispiel nicht auf eine grundsätzlich erhöhte Gesundheitsgefahr durch die Behandlung mit Methadon im Rahmen der Krebstherapie hinweist, sondern dass vielmehr eine extreme Überdosierung sowie eine Falschbehandlung zum Tode der Patientin geführt haben. Im Interesse aller Patienten ist dieser Fall somit umfassend aufzuklären. Da Rückfragen bei den Autoren des Artikels zu keinerlei weiterführenden Informationen geführt haben, haben wir für unseren Mandanten am 24.11.2017 Strafanzeige gegen Unbekannt insbesondere wegen des Verdachtes auf fahrlässige Tötung erstattet, die bei der Staatsanwaltschaft Hamburg bearbeitet wird (Aktenzeichen 7200 UJs 2/17).

Stephan Mathé, M.B.A., Rechtsanwalt, Hamburg, 05.12.2017
https://www.presseportal.de/pm/128908/3807017

Leipzig – Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Anfang März entschieden (Az.: BVerwG 3 C 19.15), dass der Staat Patienten in extremen Ausnahmefällen den Zugang zu einem tödlichen Medikament nicht verwehren darf. Die zuständige Adresse dafür ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) untersteht. Nun liegt die 27-seitige Urteilsbegründung vor. Patientenvertreter nennen die Ausführungen zu schwammig. (aerzteblatt.de, 18.05.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/75790/Staatliche-Suizidbeihilfe-BfArM-und-BMG-pruefen-Urteilsbegruendung-des-Bundesverwaltungsgerichts

Substitutionsrecht: Substitutionsarzt, die Zweite – hier: Take-Home-Vergabe

(...) Aktuell beschäftigte sich das Verwaltungsgericht Köln mit einem Arzt, dem von der Staatsanwaltschaft Bonn vorgeworden wird, im Rahmen einer sog. Take-Home-Verschreibung Patienten das Substitutionsmittel Methadon für bis zu sieben Tage mit nach Hause gegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft Bonn erhob deshalb wegen unerlaubter Abgabe von Betäubungsmitteln zum Landgericht Bonn Anklage. (...)Fazit: Eine Mitgabe von Substitutionsmitteln durch den Arzt an den Patienten ist als unerlaubte Abgabe von Betäubungsmitteln nach § 29 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BtMG strafbar. (Jörn Patzak in beck-community, 03.06.2012 (!))

https://community.beck.de/2012/06/03/substitutionsarzt-die-zweite-hier-take-home-vergabe

Das Kölner Amtsgericht sprach gestern einen HIV-positiven Mann von dem Vorwurf der versuchten gefährlichen Körperverletzung frei. Der 42-Jährige war von zwei Frauen angezeigt worden, nachdem er mit ihnen Geschlechtsverkehr ohne Kondom hatte und sie erst hinterher über seine HIV-Infektion aufklärte.

Ein im Zeugenstand vorgetragenes Gutachten von Dr. Heinrich Rasokat, Leiter der Infektiologie an der Kölner Uniklinik, wo der Angeklagte seit 2012 in Behandlung ist, hatte das Gericht überzeugt: Eine kontrollierte und gut eingestellte Therapie mit HIV-Medikamenten sei ein "besserer Schutz vor einer Übertragung als ein Kondom", erläuterte Rasokat laut einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers. Auch die Behandlung des Beschuldigten sei erfolgreich. Weder zum Tatzeitpunkt noch heute habe man das Virus bei ihm nachweisen können, folglich habe er die Frauen gar nicht mit HIV anstecken können.

HIV-Tests bei den Klägerinnen hatten zudem bestätigt, dass diese nicht mit HIV infiziert worden waren. "Wir haben heute viel über medizinischen Fortschritt gelernt", sagte der vorsitzende Richter in seiner Urteilbegründung und lobte den Beschuldigten zudem für seine konsequente Therapietreue als "Musterpatienten". (Aidshilfe NRW, 13.04.2017)

http://www.ahnrw.de/aidshilfe-nrw/front_content.php?idcat=1975&idart=5949

Prozess um Massenrausch von Handeloh endet mit Bewährungsstrafe

Stade – Ein Psychotherapeut ist dafür verantwortlich, dass mehrere Menschen zeitweise in Lebensgefahr schwebten. Sie nahmen in seinem Seminar in Handeloh bei Hamburg Drogen, um ihr Bewusstsein zu erweitern. Am Ende landeten alle im Krankenhaus. Richter haben den 53-Jährigen heute in Stade zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt – wegen des Besitzes und der Abgabe von Drogen. Die Mindeststrafe hätte in diesem Fall bei einem Jahr gelegen. Ein Berufsverbot verhängte die Kammer nicht. (awerzteblatt.de, 22.11.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83599/Prozess-um-Massenrausch-von-Handeloh-endet-mit-Bewaehrungsstrafe

Eine Krankenschwester verwechselt zwei Medikamente und gibt einer Patientin versehentlich eine tödliche Dosis Methadon. Vor Gericht schweigt die Frau zu der Tat. Zwei Ungereimtheiten geben Rätsel auf. (Frankfurter Rundschau online, 16.03.2017)

http://www.fr.de/rhein-main/kriminalitaet/prozess-in-frankfurt-schwester-gibt-toedlichen-schlummertrunk-a-1231115

Stade. Massenrausch: Prozess gegen Psychotherapeut startet

Ein Psychotherapeut steht seit heute wegen des Massenrausches bei einem Heilpraktikerseminar in der Lüneburger Heide vor Gericht. Der 52-Jährige soll 2015 Drogen an die Teilnehmer des Treffens im niedersächsischen Handeloh verteilt haben. (aerzteblatt.de, 02.11.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83232/Massenrausch-Prozess-gegen-Psychotherapeut-startet

Vier Zeugen äußern sich zu den Vorwürfen.

Dem Zeitungsbericht zufolge habe die Ärztin ihn bereits als Minderjährigen substituiert, ohne seine Eltern zu informieren. Außerdem habe er später als Berufskraftfahrer keine Belehrung erhalten, dass er unter Opiaten kein Fahrzeug führen dürfe, geschweige denn Personen befördern. Er habe sich immer fahrtüchtig gefühlt, berichtet die Gifhorner Rundschau von der Zeugenvernehmung am vierten Verhandlungstag. (Gifhorner Rundschau, 1.2.2017)

http://www.gifhorner-rundschau.de/gifhorn/article209468655/Aerztin-gab-Berufs-Busfahrer-Methadon-als-Heroinersatz.html

Dachau. Tödliches Ende einer Freundschaft

Eine Münchnerin sucht, weil es ihr psychisch schlecht geht, ihren Freund in Karlsfeld auf. Beide trinken mehrere Biere und einige Schnäpse, dann gibt der Ex-Junkie der 40-Jährigen Methadon. Am Morgen ist die Frau tot

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/prozess-am-amtsgericht-toedliches-ende-einer-freundschaft-1.3722752

68 Schwerkranke fordern Medikament zur Selbsttötung

Hamburg – Das Thema Sterbehilfe wird auch die neue Bundesregierung weiter beschäftigen: 68 Patienten hätten beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) einen Antrag zum Erwerb eines todbringenden Medikaments eingereicht, berichtete der Spiegel. (aerzteblatt.de, 16.10.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/81894/68-Schwerkranke-fordern-Medikament-zur-Selbsttoetung