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Substitutionstherapie: G-BA hat MVV-Richtlinie angepasst

Die KBV erläutert die neuen G-BA MVV-Richtlinie zur Opioid-Substitutinsbehandlung. (KV-Info aktuell, 17. September 2018 / Nr. 194, Substitution)

KV-InfoAktuell_194_Substitution_MVV-Richtlinie_G-BA (2018-09-17)

Die neue Praxisleitlinie Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie (POM)

Ein bis drei Prozent der Patienten mit einer Langzeitverordnung von Opioiden zur Schmerztherapie entwickeln einen „Fehlgebrauch“. Abhängigkeit und Suchtverhalten können die Folge sein. Die neue DGS-Praxisleitlinie „Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie“ widmet sich erstmalig diesem speziellen Problembereich.

Opioide haben per se ein Gewöhnungs- und Suchtpotenzial. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen der physischen Abhängigkeit und Gewöhnung (Toleranz) und einer psychischen Abhängigkeit (Sucht). Die klinischen Zeichen einer Abhängigkeit und Sucht gehen mit einer Verhaltensänderung einher: Es steht nicht mehr die Schmerzlinderung bei der Einnahme des Opioids im Vordergrund, sondern das Erleben von Euphorie und das intensive, nicht zu unterdrückende Verlangen nach dem Opiat. 

Bei Anzeichen von „Fehlgebrauch“ ist die Diagnose Prescription Opioid Misuse (POM) zu stellen. Steht die Diagnose POM und ist die Entscheidung zu einem Therapiewechsel gefallen, kann der Einsatz eines Substitutionsmittels erwogen werden. Zur Substitution stehen heutzutage mehrere Substanzen zur Auswahl, die ihrerseits als Opioide in der Schmerztherapie Verwendung finden, sich aufgrund ihrer langen Halbwertszeit und aus pharmakologischen Gründen aber auch für kontrollierte Substitutionsbehandlungen eignen. (CME-Verlag, CME-Kurs, zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz, 15.08.2018, bis 14.08.2019 zertifiziert)

https://www.cme-kurs.de/kurse/praxisleitlinie-substitutionsbehandlung-opioidfehlgebrauch-schmerztherapie/

Berlin - „Bessere Therapiemöglichkeiten und mehr Rechtssicherheit für Ärzte – dieses Ziel verfolgt  die neue Substitutions-Richtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) zur Behandlung Opioidabhängiger, die am kommenden Montag in Kraft tritt.“ Darauf weist Dr. Josef Mischo hin, der als Vorsitzender der BÄK-Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ gemeinsam mit dem Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, und einer ärztlichen Expertengruppe die Richtlinie erarbeitet hat. Den Patienten könne nun ärztlicherseits noch besser geholfen werden, ihr Leben zu ordnen, nicht mehr straffällig zu werden und einen Weg zurück ins Arbeitsleben zu finden. (Bundesärztekammer, 29.09.2017)

http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/bessere-therapiemoeglichkeiten-und-mehr-rechtssicherheit-fuer-aerzte/

AWMF fordert nachhaltige, unabhängige Finanzierung hochwertiger Leitlinien

Düsseldorf – Für hochwertige interdisziplinäre, evidenzbasierte Leitlinien ist eine nachhaltige, unabhängige Finanzierung erforderlich. Das hat gestern die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) gefordert und gleich eine Geldquelle dafür ausgemacht. Aus Sicht der AWMF ist der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) „die geeignete Struktur, um eine solche Förderung sinnvoll und effizient umzusetzen“. (aerzteblat.de, 07.09.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97693/AWMF-fordert-nachhaltige-unabhaengige-Finanzierung-hochwertiger-Leitlinien

ABDA: Leitlinien und Arbeitshilfen zur -> Opioidsubstitution

Arbeitshilfe: Vereinbarung zur Überlassung von Substitutionsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch (Sichtbezug) im Rahmen der Opioidsubstitution in der Apotheke

Zu beachten: Nr.11!

Arbeitshilfe: Beispiel für eine Erklärung zur Schweigepflichtsentbindung im Rahmen der Opioidsubstitution

Arbeitshilfe: Vorbereitung des Sichtbezugs im Rahmen der Opioidsubstitution

Arbeitshilfe: Patientenbezogene Dokumentation im Rahmen der Opioidsubstitution

(ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V., 2017)

https://www.abda.de/themen/apotheke/qualitaetssicherung0/leitlinien/leitlinien0/

GBA. Methodenbewertung: Substitutionsgestützte Therapie von Opioidabhängigen: Klarstellungen zum GKV-Leistungsangebot beschlossen

Berlin. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die Regelungen geändert, nach denen Opioidabhängige zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eine substitutionsgestützte Therapie erhalten können. Das derzeitige Leistungsangebot wurde an die neuen Vorgaben der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) und die Feststellungen der Bundesärztekammer (BÄK) angepasst. Die erforderlichen Klarstellungen zur substitutionsgestützten Behandlung von Opioidabhängigen als GKV-Leistung liegen nun vor. (GBA, Pressemitteilung 31/2018, 06.09.2018)

https://www.g-ba.de/downloads/34-215-762/31_2018-09-06_MVV-RL.pdf

Richtlinie der Bundesärztekammer zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger - Anhang zur Patientenaufklärung -

Bundesärztekammer, 2017

http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/RL/Substitution-Anhang-Patientenaufklaerung.pdf

GBA. Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung: Änderung der Anlage I Nummer 2 – Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger 

Beschlusstext (119,7 kB, PDF)

Tragende Gründe zum Beschluss (88,5 kB, PDF)

Anlage zu den Tragenden Gründen (1,1 MB, PDF) 

Weiterführende Informationen 

Richtlinie: Richtlinie zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der vertragsärztlichen Versorgung

Zuständig: Unterausschuss Methodenbewertung

Beschlussdatum: 06.09.2018
Inkrafttreten: noch nicht in Kraft 

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3472/

Berlin – Ärzte können die Substitutionstherapie von Opiatabhängigen künftig sehr viel genauer an die individuellen Bedürfnisse ihrer Patienten anpassen. Das sieht die neue Substitutionsrichtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) vor, die am Montag in Kraft tritt. (aerzteblatt.de, 02.10.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/80627/Neue-Richtlinie-der-Bundesaerztekammer-flexibilisiert-Substitutionstherapie

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg erklärt Qualitätsprüfungs-Richtlinie für rechtswidrig

Berlin – Das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg hat die Qualitätsprüfungs-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für rechtswidrig erklärt (Az.: L 7 KA 52/14). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) rät den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die entsprechenden Stichprobenprüfungen zunächst auszusetzen. Der G-BA muss die betroffene Richtlinie laut KBV nun überarbeiten. Die Revsision hat das LSG nicht zugelassen. (aerzteblatt.de, 06.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96310/Landessozialgericht-Berlin-Brandenburg-erklaert-Qualitaetspruefungs-Richtlinie-fuer-rechtswidrig

Leitlinie 020/005 Tabakentwöhnung bei COPD S3 - Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.

S. Andreas, A. Batra, J. Behr, J.-F. Chenot, A. Gillissen, T. Hering, F.J.F. Herth, M. Kreuter, R. Meierjürgen, S. Mühlig, D. Nowak, M. Pfeifer, T. Raupach, K. Schultz, H. Sitter, J. W. Walther, H.Worth

Unter Mitwirkung der folgenden Wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Institutionen:

Wissenschaftlicher Aktionskreis Tabakentwöhnung (WAT) e.V., Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) e.V., Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM), Bundesverbandes der Pneumologen (BDP), Klinische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V., Deutsche Atemwegsliga e.V.

Verabschiedet von den Vorständen der beteiligten Fachgesellschaften am 21.12.2013

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/020-005l_S3_Tabakentw%C3%B6hnung_bei_COPD_2014-03.pdf

ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (S3-Leitlinie)

Registernummer 028 – 045, Klassifikation S3, Stand: 02.05.2017 , gültig bis 01.05.2022

Federführende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP), Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ) 

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/028-045.html

Methamphetamin-bezogene Störungen

Clinical practice guideline: Methamphetamine-related disorders

Dtsch Arztebl Int 2017; 114(26): 455-61; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0455

Gouzoulis-Mayfrank, Euphrosyne; Härtel-Petri, Roland; Hamdorf, Willem; Havemann-Reinecke, Ursula; Mühlig, Stephan; Wodarz, Norbert

https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=191887

KV-Qualitätsprüfungen in der Opioid-Substitutionsbehandlung: Versichertenbezogene Prüfung nach § 135 Absatz 2 SGB V

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat in einem Urteil vom 9. Mai 2018 entschieden, dass die versichertenbezogene Übermittlung, so wie sie die Qualitätsprüfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss vorsieht, nicht im Einklang steht mit § 299 SGB V, der eine Pseudonymisierung der Versichertendaten verlangt. Die Frage ist, ob auch bei Qualitätsprüfungen auf Basis der bundesmantelvertraglichen Vereinbarungen nach § 135 Absatz 2 SGB V eine Pseudonymisierung der Versichertendaten erforderlich ist.

Nach Forum Substitutionspraxis vorliegenden Informationen werden deshalb die Qualitätsprüfungen in der Opioid-Substitutionsbehandlung bis Ende des Jahres ausgesetzt. (KBV, 17.07.2018)

KV-Qualitätsprüfungen in der Opioid-Substitutionsbehandlung: Versichertenbezogene Prüfung nach § 135 Absatz 2 SGB V

Fünf Fragen an Josef Mischo, der gemeinsam mit dem Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, der BÄK-Arbeitsgruppe Sucht und Drogen vorsitzt. Mischo ist auch Präsident der Ärztekammer des Saarlands. (aerzteblatt.de, 23.06.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76554/Die-Substitutionsrichtlinie-soll-helfen-die-Zahl-der-Drogentodesfaelle-zu-reduzieren

Reform des Substitutionsrechts: GBA folgt dem schadensmindernden Ansatz von BtMVV und BÄK-Richtlinien

Hamburg (eigener Bericht). Zum Jahresende wird es aller Voraussicht nach neue GBA-Richtlinien zur arzneimittelgestützten Behandlung der Opioidabhängigkeit geben. Nach gut einem Dutzend Sitzungen einer dazu eingerichteten Arbeitsgruppe zeichnet sich ab, dass die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland (GBA) den evidenzbasierten Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK-RL) folgen werden. (Forum Substitutionspraxis, 10.07.2018)

Reform des Substitutionsrechts: GBA folgt dem schadensmindernden Ansatz von BtMVV und BÄK-Richtlinien

Version: 2.0 für Fachkreise

Verantwortlicher Leitlinienautor: PD Dr. med. Michael A. Überall

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, 2015

http://www.dgs-praxisleitlinien.de/index.php/leitlinien/gute-substitutionspraxis-schmerz-u-palliativmedizin

Leitlinien für webbasierte Interventionen der selektiven Suchtprävention. 

Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL-Koordinationsstelle Sucht. 2015. 

Münster.

http://www.clickforsupport.eu/sites/default/files/click%20for%20support_Guideline_D.pdf

Richtlinie der Bundesärztekammer zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung (vom Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung am 27./28. April 2017 verabschiedet).

http://www.forum-substitutionspraxis.de/images/Download/PDF/RL_Substitution_BV_Vorstand_ueF.pdf

Substitution und Apotheke - Neuerungen der BtMVV sowie der BÄK-Richtlinien

Apotheker Heinrich Queckenberg, Gelsenkirchen

Präsentation (Folien) von der DSÄ-Fortbildungsveranstaltung vom 14.04. in Köln-Sürth

https://www.dsae.de/kcfinder/upload/files/praesentationen/BTMVV_und_RiLiBAeK_2017_aus_Sicht_der_Apotheke-Queckenberg_2018_Koeln.pdf

Die neuen Regelungen der BÄK-Richtlinie zur substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger

Vortrag von Herrn Bodendieck (Bundesärztekammer), gehalten am 27.11.2017 im Rahmen des Erfahrungsaustausches der Bundesärztekammer zu aktuellen Themen der Suchtmedizin

http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Sucht/Bodendieck.pdf

DGS-Praxisleitlinie: Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie (POM, Prescription Opioid Misuse) - Kommentierung

Diese DGS-PraxisLeitlinie besteht in ihrer Kommentierungsversion aus 66 Aussagen. Bitte lesen Sie jede Aussage aufmerksam durch und schreiben Sie Ihre Kommentare und Anregungen in die Kommentarfelder zu der entsprechenden Aussage.

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Die Kommentierung öffnet sich in einem neuen Tab / Fenster, sobald Sie den folgenden Link klicken:

Kommentierung der DGS-PraxisLeitlinie "Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie" beginnen. (DGS - Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, März 2017)

http://www.dgs-praxisleitlinien.de/index.php/leitlinien/opioidmissbrauch/kommentierung

DGS-Praxisleitlinie: Cannabis in der Schmerztherapie (Diese Leitlinie befindet sich in der Kommentierungsphase)

Autoren: Johannes Horlemann, Norbert Schürmann, Christina Horlemann

Cannabinoide nehmen in der schmerz- und palliativmedizinischen Versorgung der betroffenen, schwerkranken Patienten einen zunehmend wichtigen Platz ein. Gleichzeitig besteht eine weitreichende Verunsicherung in der praktischen Anwendung der verschiedenen Cannabinoid - Wirkstoffe in der praktischen Medizin. Unsicherheit im Umgang mit Cannabinoiden aufgrund einer niedrigen bis mäßigen Evidenzlage ist weit verbreitet insbesondere in den vorhandenen wissenschaftlichen Publikationen, weniger bei den Anwendern. Der „medical need“ in vielen Indikationen, für die Cannabinoide eine Rolle spielen könnten, ist offenbar so hoch, dass es für viele Patienten unzumutbar erschiene, auf größere, zumal höherrangige RCT-Studien (randomisierte kontrollierte Studien) zu warten, obschon solide Daten selbstverständlich weiterhin dringlich erforderlich und erwünscht sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) definiert sich als Vertretung einer „best practice“, also einer patientenzentrierten Versorgung; sie möchte mit dieser Praxisleitlinie eine Hilfestellung für die Anwendung von Cannabinoiden in der konkreten Betreuung von schwerstkranken Patienten bieten. Eine Förderung des Freizeitgebrauchs von Cannabis wird ausdrücklich abgelehnt.

https://dgs-praxisleitlinien.de/index.php/leitlinien/cannabis

DGS-Praxisleitlinie: Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie (POM, Prescription Opioid Misuse)

Diese Leitlinie befindet sich in der Kommentierungsphase

Autoren: Oliver M.D. Emrich, Johannes Horlemann, Michael Überall, Sylvia Maurer, Klaus H. Längler, Gerhard.H.H. Müller Schwefe

Die PLL Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie ist eine von der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS e.V.) entwickelte Leitlinie, die den aktuellen Wissenstand über das Syndrom Abhängigkeitsentwicklung bei Therapie mit Opioiden in der Schmerztherapie spiegelt und in Handlungsempfehlungen mündet, die den erwartbar besten Umgang mit den Patienten und den Beschwerden, die man diesem Problem zuschreibt, vermitteln soll. Deshalb ist diese Leitlinie keine puristische Akkumulation von Studienergebnissen, sondern nach Sackett die gemeinsame Rationale von Expertenerfahrungen, Patientenerwartungen und Ergebnissen von Studien, deren Resultante nützliche Hinweise zu Diagnostik von Abhängigkeitserkrankungen von Opioiden und der Substitutionstherapie gemäß BtmG (Betäubungsmittelgesetz) und der BtmVV (Betäubungsmittelverschreibungsverordnung) geben soll.

Eine Leitlinie zu diesem speziellen Problembereich gibt es bislang nicht. Bisherige Leitlinien beziehen sich auf Diagnostik und Therapie von Polytoxikomanien, liefern aber wertvolle Hinweise auch für den Umgang mit der Substitutionsbehandlung von abhängig gewordenen Schmerzpatienten. Die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS e.V.) hat 2013 in 2 Konsensuskonferenzen hierzu eine Leitlinie Therapie der Opiatabhängigkeit vorgelegt. In diesem Zusammenhang sei weiter auch verwiesen auf Richtlinien der Bundesärztekammer zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger aus 2010, den Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger der Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen ebenfalls 2010 veröffentlicht. Die derzeit gültigen Richtlinien wurden im Deutschen Ärzteblatt ebenfalls 2010 veröffentlicht.

Problemstellung:

Bis etwa 3% der Patienten mit einer Langzeitverordnung von Opioiden zur Schmerztherapie entwickeln einen „ungünstigen“ Verlauf, „Fehlgebrauch“, Abhängigkeit und Suchtverhalten. Wirklich belastbare Daten gibt es aber nicht. Die Anzahl von Patienten mit diesbezüglichen Problemen im Zuge einer Schmerzbehandlung mit Opioiden dürfte aber bei Patienten mit vorbestehenden Opioidproblemen oder anderen Abhängigkeitserkrankungen eher höher liegen.

Methode

Das Expertenpanel unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin bewertete bislang vorhandenes Wissen über Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie stets im Hinblick auf die praktische Patientenversorgung bezüglich sinnvoller Diagnostik und Therapie. Zu jeder Aussage über die Charakteristika des Syndroms, den empfohlenen Diagnoseschritten und den Therapiemepfehlungen wurde das Expertengremium und die Patientenorganisation DSL zu Bewertungen aufgefordert. Die relevanten Literaturbezüge sind numerisch in Klammern aufgeführt. (DGS - Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, März 2017)

http://www.dgs-praxisleitlinien.de/index.php/leitlinien/opioidmissbrauch

Neue Auflage: Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger (Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen)

Die 4. vollständig überarbeitete Auflage der BAS-Publikation "Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger" steht Ihnen ab sofort zum Download zur Verfügung.
Hierbei wurden die neue BtMVV (2017) sowie die überarbeiteten Richtlinien der Bundesärztekammer (2017) berücksichtigt. (BAS, Januar 2018)

http://www.bas-muenchen.de/fileadmin/documents/pdf/Publikationen/Papiere/BAS_Substitutionsleitfaden_final_2018_1.pdf

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2017: DGS stellt PraxisLeitlinie bei Opioidfehlgebrauch vor

Frankfurt.  Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. hat eine PraxisLeitlinie zur Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie (POM) entwickelt. Diese wurde jetzt beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt vorgestellt. In der nun beginnenden vierwöchigen Kommentierungsphase haben Ärzte, Pfleger und Patienten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen unter www.dgs-praxisleitlinien.de/ mit einzubringen. (Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V., 24.03.2017)

https://idw-online.de/de/news670260

Substitutionsgestützte Behandlung von Opioidabhängigen – Themenseite der Bundesärztekammer

Inhalt (u.a.)

Richtlinie der Bundesärztekammer zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger
vom Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung am 27./28. April 2017 verabschiedet

Richtlinie der Bundesärztekammer zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger – Anhang zur Patientenaufklärung

NEU: Arbeitshilfe für die Substitutionsbehandlung in externen Einrichtungen

BÄK, 01.03.2018

http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/suchtmedizin/illegale-drogen/substitutionsgestuetzte-behandlung-von-opioidabhaengigen/

The German medical association’s revised guidelines for OST: legal framework, treatment regulations and scientific rationale

Wilfried Kunstmann, German Medical Association, Berlin, Lisbon Addictions 2017, Second European Conference on Addictive Behaviours and Dependencies, Lissabon, 24.-26.10.2017

http://www.emcdda.europa.eu/system/files/attachments/7470/11H00_4_Wilfried Kunstmann.ppt

Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger (2016, 3. vollständig überarbeitete Auflage)

Nach der letzten Auflage aus dem Jahr 2010 liegt nunmehr eine vollständige Überarbeitung vor, die um wesentliche Kapitel (z.B. Substitution in Haft, diamophingestützte Behandlung, neue Substitutionsmittel) ergänzt wurde. (BAS – Bayerische Akademie für Suchtfragen, 26.10.2016)

http://www.bas-muenchen.de/fileadmin/documents/pdf/Publikationen/Papiere/161013_GesamtSubstleifaden_final.pdf

Alkohol- und Tabakabhängigkeit sind in Deutschland die schwerwiegendsten Suchterkrankungen. Jedes Jahr sterben etwa 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs. Rund 110.000 Todesfälle sind auf das Rauchen zurückzuführen. In Berlin wurden am 03. Februar 2015 zwei neue Behandlungsleitlinien vorgestellt, die den aktuellen Kenntnisstand um Diagnose und Behandlung von schädlichem und abhängigem Alkohol- und Tabakkonsum zusammenfassen. 

Die neuen Leitlinien entstanden in einem vierjährigen Entwicklungsprozess im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlich Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF). Die Federführung lag bei der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Mehr als 50 Fachgesellschaften, Berufsverbände, Gesundheitsorganisationen, Selbsthilfe- und Angehörigenverbände sowie über 60 ausgewiesene Suchtexpertinnen und -experten waren in die Entwicklung eingebunden.

http://www.dg-sucht.de/s3-leitlinien/

Richtlinie der Bundesärztekammer zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger

Dtsch Arztebl 2017; 114(40): A-1829 / B-1553 / C-1519

Bekanntmachungen

vom Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung am 27./28. April 2017 verabschiedet

https://www.aerzteblatt.de/archiv/193800/Richtlinie-der-Bundesaerztekammer-zur-Durchfuehrung-der-substitutionsgestuetzten-Behandlung-Opioidabhaengiger