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Reform des Substitutionsrechts: GBA folgt dem schadensmindernden Ansatz von BtMVV und BÄK-Richtlinien

Hamburg (eigener Bericht). Zum Jahresende wird es aller Voraussicht nach neue GBA-Richtlinien zur arzneimittelgestützten Behandlung der Opioidabhängigkeit geben. Nach gut einem Dutzend Sitzungen einer dazu eingerichteten Arbeitsgruppe zeichnet sich ab, dass die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland (GBA) den evidenzbasierten Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK-RL) folgen werden. (Forum Substitutionspraxis, 10.07.2018)

Dokument Reform des Substitutionsrecht

Gesundheitsministerkonferenz der Länder 2018 – Evaluation der Neuregelung zur substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Menschen

In der Gesundheitsministerkonferenz, die am 20./21.06. in Düsseldorf stattfand, haben die Ministrinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder einen Beschluss zur Evaluation der Neuregelung zur substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Menschen gefasst.

Sie begrüßen die mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) angestoßene Weiterentwicklung der Substitutionsbehandlung opioidabhängiger Menschen.

Sie messen der Evaluation der Auswirkungen dieser Neuregelung insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung und Weiterentwicklung dieses etablierten und evidenzbasierten Behandlungsangebots für drogenabhängige Menschen eine zentrale Bedeutung bei.

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder bitten das Bundesministerium für Gesundheit, die für Gesundheit zuständigen Landesressorts in die Entwicklung und Begleitung der Evaluation frühzeitig und kontinuierlich einzubeziehen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die inhaltliche Konkretisierung der zu erhebenden Daten sowie die zu untersuchenden Fragestellungen. (Beschlüsse der 91. GMK (2018), TOP: 10.18 Evaluation der Neuregelung zur substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Menschen) 

https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=727&jahr

Joint versus separate inpatient rehabilitation treatment for patients with alcohol use disorder or drug use disorder: an observational study.

Bender S, Specka M, Buchholz A, Hölscher S, Rist F, Heinz TW, Schifano F, Scherbaum N.

Subst Abuse Rehabil. 2018 Jun 25;9:23-29. doi: 10.2147/SAR.S136523.

https://www.dovepress.com/joint-versus-separate-inpatient-rehabilitation-treatment-for-patients--peer-reviewed-fulltext-article-SAR

DSÄ: Die Auswertungen der PSB-Umfragen sind veröffentlicht

Der Dachverband substituierender Ärzte (DSÄ) hat Ärzt/Ärztinnen und PSB-Einrichtungen ein umfangreichen Katalog zur jeweils eigenen Arbeit und zur Kooperation gestellt. Die Auswertung liegt für die Berufsgruppen getrennt vor. (DSÄ, 03.07.2018)

https://www.dsae.de/news_detail.php

Deutschland. Analyse drogeninduzierter Todesfälle

Ludwig Kraus & Nicki-Nils Seitz 

Institut für Therapieforschung München, Mai 2018

https://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Drogenbeauftragte/4_Presse/1_Pressemitteilungen/2018/2018_II.Q/18-05-15_DT_Pressegespraech_finfin.pdf

Piloting online self-audit of methadone treatment in Irish general practice: results, reflections and educational outcomes.

Van Hout MC, Crowley D, McBride A, Delargy I.

BMC Med Educ. 2018 Jun 27;18(1):153. doi: 10.1186/s12909-018-1259-2.

https://bmcmededuc.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12909-018-1259-2

Schweiz. Mortalität in substitutionsgestützten Behandlungen im Kanton Zürich, 1992-2016

CARLOS NORDT & MARCUS HERDENER 

(RESULTATE AUS DER BEGLEITEVALUATION DER METHADONBEHANDLUNGEN IM KANTON ZÜRICH NR. 22; Mai 2018)

http://www.dppp.uzh.ch/dam/jcr:4cbfe9c0-2b99-4caf-ac03-30473bf13cf5/MethiInfo22.pdf

Buprenorphin-Naloxone: Mundipharma bringt Zubsolv®

Berlin- Die Substitutionstherapie opioidabhängiger Patienten erfolgt durch medizinische, soziale und psychotherapeutische Maßnahmen. Mundipharma bringt mit Zubsolv neue Sublingualtabletten mit Buprenorphin und Naloxon auf den Markt. (apotheke adhoc, 17.05.2018)

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/mundipharma-bringt-zubsolv-opioidabhaengigkeit/

Neuer HIV-Impfstoff erzielt robuste Immunität bei Affen und Menschen

Boston – Ein sogenannter Mosaik-Impfstoff, der Antigene verschiedener Varianten des HI-Virus enthält, hat in einer ersten klinischen Studie eine robuste Immunantwort erzielt. Nach den begleitenden tierexperimentellen Untersuchungen könnte der Impfstoff zwei Drittel aller Geimpften vor einer Infektion schützen. Die im Lancet (2018; doi: 10.1016/S0140-6736(18)31364-3) publizierten Ergebnisse haben eine Folgestudie veranlasst, die derzeit in fünf afrikanischen Ländern durchgeführt wird. (aerzteblatt.de, 09.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96316/Neuer-HIV-Impfstoff-erzielt-robuste-Immunitaet-bei-Affen-und-Menschen

Pharmacokinetic and pharmaceutical properties of a novel buprenorphine/naloxone sublingual tablet for opioid substitution therapy versus conventional buprenorphine/naloxone sublingual tablet in healthy volunteers.

Jönsson M, Mundin G, Sumner M.

Eur J Pharm Sci. 2018 Jun 22;122:125-133. doi: 10.1016/j.ejps.2018.06.024.

Abstract 

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S092809871830280X

AIDS-Gesellschaften stellen Leitlinie zur HIV-Präexpositionsprophylaxe vor

Köln/Berlin –Eine gemeinsame Leitlinie zur HIV-Präexpositionsprophylaxe PrEP haben die Deutsche und die Österreichische AIDS-Gesellschaft (DAIG) vorgestellt. An der Leitlinie auf dem Niveau S2K haben sich unter anderen die Deutsche Arbeitsge­meinschaft niedergelassener Ärzte in der HIV-Versorgung (DAGNÄ), die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie, die Gesellschaft für Virologie und das Robert-Koch-Institut beteiligt. (aerzteblatt.de, 03.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96218/AIDS-Gesellschaften-stellen-Leitlinie-zur-HIV-Praeexpositionsprophylaxe-vor

Die Umstellung von y-Agonisten auf Buprenorphin

Dr.med.F. Matschinski, Schwerpunktpraxis für Suchtmedizin Ravensburg

Präsentation (Folien) von der DSÄ-Fortbildungsveranstaltung vom 14.04. in Köln-Sürth

https://www.dsae.de/kcfinder/upload/files/praesentationen/Umstellung_auf_Buprenorphin-Matschinski_2018_Koeln.pdf

Cardiovascular Involvement in Chronic Hepatitis C Virus Infections - Insight from Novel Antiviral Therapies.

Poller W, Haghikia A, Kasner M, Kaya Z, Bavendiek U, Wedemeier H, Epple HJ, Skurk C, Landmesser U.

J Clin Transl Hepatol. 2018 Jun 28;6(2):161-167. doi: 10.14218/JCTH.2017.00057. Epub 2018 Jan 26. Review.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6018314/

USA. Methadone and buprenorphine reduce risk of death after opioid overdose - NIH research confirms effective treatments for opioid use disorder are underutilized. 

A National Institutes of Health-funded study found that treatment of opioid use disorder with either methadone or buprenorphine following a nonfatal opioid overdose is associated with significant reductions in opioid related mortality. The research, published today  in the Annals of Internal Medicine, was co-funded by the National Institute on Drug Abuse (NIDA) and the National Center for Advancing Translational Sciences, both parts of NIH. (NIH-NIDA, 19.06.2018)

https://www.nih.gov/news-events/news-releases/methadone-buprenorphine-reduce-risk-death-after-opioid-overdose

Going knock—Recurrent comatose GHB intoxication in the Netherlands & Flanders (Belgium)

Jean-Paul Grund, Dirk de Bruin, Sanne van Gaalen

International Journal of Drug Policy, Volume 58, August 2018, Pages 137–148, doi.org/10.1016/j.drugpo.2018.06.010

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0955395918301725

Methadone in Primary Care — One Small Step for Congress, One Giant Leap for Addiction Treatment

Jeffrey H. Samet, M.D., M.P.H., Michael Botticelli, M.Ed. and Monica Bharel, M.D., M.P.H.

N Engl J Med 2018; 379:7-8, DOI: 10.1056/NEJMp1803982

https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1803982

Neue Fachzeitschrift: Medical Cannabis and Cannabinoids

Die Nummer 1 der neuen online verfügbaren Zeitschrift Medical Cannabis and Cannabinoids ist gerade erschienen. Sie enthält ein Editorial, Interviews mit den Mitgliedern des Beirats, Forschungsbeiträge und Übersichten zu Grundlagenforschung, vorklinischen und klinischen Studien sowie Kommentare. Sie wird von Karger Publishers in Basel produziert. Sie ist die offizielle Zeitschrift der Schweizer Arbeitsgruppe zu Cannabinoiden in der Medizin (SACM) und eine neue Partnerzeitschrift der IACM. Herausgeber ist Dr. Rudolf Brenneisen, schweizerische Akademie der pharmazeutischen Wissenschaften, Bern (Schweiz).

Die Zeitschrift bietet ein internationales Forum, um jüngere Fortschritte im sich schnell entwickelnden und herausfordernden Feld der medizinischen Verwendung von Cannabis und Cannabinoiden zu präsentieren und zu diskutieren. Es versucht, die Kluft zwischen empirischer und evidenzbasierter klinischer Medizin durch Einschluss aktueller Grundlagenforschung sowie angewandter als auch transnationaler Forschungsthemen zu überbrücken. Zusätzlich zu Originalartikeln, Übersichten und Kurzübersichten wird die Zeitschrift kurze Mitteilungen, Fallberichte, technische Anmerkungen, Briefe und Konferenzberichte bringen. (IACM-Informationen vom 23.06.2018)

https://www.karger.com/Journal/Issue/277324

Schnell-sicher-rechtskonform. Optimierung der Opioidsubstitution mit einem Dosierautomaten in der öffentlichen Apotheke (Poster)

KATHARINA HOLTSCHULZE, HOFGARTEN APOTHEKE, SULZBACH-ROSENBERG; COMPWARE MEDICAL, GERNSHEIM

München: 19. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin, 05. bis 07.Juli 2018;

Optimierung eines Herstellprozesses in der Opioidsubstitution bei Take-Home und Sichtvergabe außerhalb der Apotheke mit einem Dosierautomaten von Compware Medical (MeDoSys compact©). Am Beispiel von Methadon wird der verbesserte Herstell- und Dokumentationsprozess gemäß neuer BtMVV (05/2017) aufgezeigt. Das vorteilhafte Verfahren mit „MeDoSys compact©“ wird einem herkömmlichen, meist manuellen Herstellverfahren mit Dispensette gegenübergestellt.

Schnell-sicher-rechtskonform. Optimierung der Opioidsubstitution mit einem Dosierautomaten in der öffentlichen Apotheke (Poster)

Leben retten mit Naloxon Erfahrungen aus Deutschland, Europa und den USA 
Das Buch berichtet über aktuelle Erfahrungen mit der Take-Home Naloxon-Vergabe (THN) in Deutschland, Europa und den USA. Jahrelang wurde die Drogennotfallprophylaxe mit Naloxon von Trägern und Verbänden der Drogenhilfe vernachlässigt. Erst seit ca. 5 Jahren wird sie in Deutschland intensiver diskutiert und punktuell umgesetzt. Dabei liegen ermutigende Praxiserfahrungen und überzeugende Forschungsergebnisse aus Berlin und europäischen Städten seit fast 20 Jahren vor. Dass darüber hinaus auch eine nationale Verbreitung möglich ist, beweist das weltweit erste Nationale THN-Programm in Schottland. Dennoch ist die Naloxonabgabe an medizinische Laien immer noch umstritten und wird bisher nicht flächendeckend eingesetzt. Das Buch beschreibt Gemeinsamkeiten und Besonderheiten des Einsatzes von THN durch Träger niedrigschwelliger Drogenhilfe und der Selbsthilfe sowie seine Bedeutung für das Leben und Überleben von Betroffenen. Die Beispiele aus Bayern, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen zeigen, dass sich seit unserer ersten deutschen Veröffentlichung zum Thema Naloxon im Jahr 2015 nun auch Landesregierungen dazu entschlossen haben, THN-Projekte zu fördern und wissenschaftlich begleiten zu lassen.

Anna Dichtl, Heino Stöver, Kerstin Dettmer (Hrsg.), ISBN: 978-3-947273-01.0, April 2018

http://fhverlag.de/show.php?action=show&record=24.0&thema=6&page=1&from=th&UID=v651DS67A9

Auricular Medicine in Neonatal Care.

Raith W.

Med Acupunct. 2018 Jun 1;30(3):138-140. doi: 10.1089/acu.2018.1299.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6011372/

Schweiz. Sorgen wir endlich für mehr Sicherheit und Gesundheit: Schaffen wir einen regulierten Markt!

Poster und Postkarte von ARUD - Arud Zentrum für Suchtmedizin, Zürich, Juni 2018

https://arud.ch/docs/Webshop/Poster_und_Postkarten/Arud_Poster_Jahresbericht_2017.pdf

The Epidemic of Neonatal Abstinence Syndrome, Historical References of Its' Origins, Assessment, and Management.

Gomez-Pomar E, Finnegan LP.

Front Pediatr. 2018 Feb 22;6:33. doi: 10.3389/fped.2018.00033. eCollection 2018. Review.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5827164/

Aufruf: 21. Juli 2018 - Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

Bundesarbeitsgemeinschaft der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, JES Bundesverband, Deutsche AIDS-Hilfe,  Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, akzept

http://www.akzept.org/uploads0517/Gedenktag2018final.pdf

Drogenentzugssyndrom bei Babys nicht abrechnungsfähig

Celle – Tabak ist nach einem Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen keine Droge, zumindest hinsichtlich des Krankenhausvergütungsrechts. Unabhängig davon, ob Tabak und Nikotin im allgemeinen Sprachgebrauch als Drogen aufgefasst werden oder nicht, werde Tabak im Gesundheitssystem nicht mit Opiaten, Methadon oder Heroin gleichgesetzt, urteilten die Celler Richter in einem heute veröffentlichten Urteil (Az.: L 16 KR 43/16). (aerzteblatt.de, 09.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96321/Drogenentzugssyndrom-bei-Babys-nicht-abrechnungsfaehig

JES. DROGENKURIER 113 ONLINE

„Drogen in Europa“ so lautet das Topthema dieser Ausgabe. Wir wolleneuch einige interessante Themen des  aktuellen Europäischen Drogenberichts vorstellen. 

Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe  des Jahres 2018 steht ferner das Thema „Substitutionsbehandlung“, das wir aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.
Der jedes Jahr von der Bundesopiumstelle herausgegebene „SUBSTITUTIONSBERICHT“ gibt einen Überblick über Patient_innenzahlen, verschriebene Medikamente und vieles mehr. Wir stellen den aktuellen Bericht nicht nur vor, sondern Kommentieren ihn auch. (JES – Junkies, Ehemalige und Substituierte e.V., Drogenkurier 113, Juli 2018)

http://www.jes-bundesverband.de/fileadmin/user_upload/PDF/Drogenkurier/Kurier_113_Internet.pdf