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BfArM-Bundesopiumstelle: Bericht zum Substitutionsregister für 2018

Der Bericht zum Substitutionsregister wird jährlich aktualisiert zur Verfügung gestellt. Er enthält Angaben zum rechtlichen Hintergrund, zum Meldeverfahren und zur Nutzung der Daten des Substitutionsregisters. Des Weiteren sind aktuelle Zahlen zu Substitutionspatienten, substituierenden Ärzten und verschriebenen Substitutionsmitteln, sowie deren Entwicklung seit Beginn der Meldepflicht in 2002 dargestellt. Die Angaben sind für Deutschland und teilweise zusätzlich für die einzelnen Bundesländer recherchiert. Die Daten werden regelmäßig auch im Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung veröffentlicht. (BfArM - Bundesopiumstelle, 23.01.2019)

https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Substitutionsregister/Bericht/_node.html

Substanzgebrauch in der Schwangerschaft: Willkommen zur CaSCH-T1 Befragung

Die Forschungsgruppe für Cannabinoide der Ludwig-Maximilians-Universität führt eine vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie zum Thema „Substanzgebrauch während der Schwangerschaft“ durch. Der Hintergrund dieser Studie ist zu ermitteln, ob und welchen Substanzgebrauch es während der Schwangerschaft in Deutschland gibt, welche Erfahrungen die Frauen und das medizinische Fachpersonal dazu berichten und ob Auswirkungen des Gebrauchs auf Mutter und Kind zu beobachten sind. Dazu führen wir eine anonyme Befragung von schwangeren Frauen und Müttern sowie Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und anderem Fachpersonal durch. Die Beantwortung der Fragen wird ungefähr 10 Minuten dauern.

Ihre Teilnahme wird entscheidend dazu beitragen, einen ersten Eindruck zur Häufigkeit und den Effekten des Substanzgebrauchs während der Schwangerschaft zu erhalten. (LMU – Ludwig Maximilian Universität, Klinikum der Universität München, 2018)

https://www.umfragen-am-klinikum.de/index.php/622226

Olpe/Nordrhein-Westfalen. Caritas schlägt Alarm: Versorgung mit Methadon gefährdet

Im Kreis Olpe werden seit den 90er-Jahren Drogenabhängige mit Methadon therapiert. Doch nur wenige Ärzte nehmen diese Patienten auf. (Westfalenpost, 06.02.2019)

https://www.wp.de/staedte/kreis-olpe/caritas-schlaegt-alarm-versorgung-mit-methadon-gefaehrdet-id216383249.html

Bayern. Kalter Entzug: Drogensüchtige in bayerischen Gefängnissen

Wegen Handels mit Betäubungsmitteln musste sich ein Häftling der JVA Kaisheim vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. In bayerischen Gefängnissen werden Drogensüchtige kaum mit Ersatzstoffen wie Methadon behandelt. Dadurch floriert der Handel. (Bayerischer Rundfunk, BR24, 24.01.2019)

https://www.br.de/nachrichten/bayern/kalter-entzug-drogensuechtige-in-bayerischen-gefaengnissen,RFtxtEd

DAK-Retax: Kindersicherer Verschluss: 1 Cent zu teuer 

Berlin- Die DAK zeigt Kulanz bei unbegründeter Retax: Im vergangenen Jahr häuften sich Retaxationen kindergesicherter Verschlüsse, die der Kasse im Rahmen der Substitutionstherapie in Rechnung gestellt wurden. Zu Unrecht, denn bei Take-home-Verordnungen sind diese Kassenleistung. Dies erkennt die DAK jedoch nur teilweise an und feilscht um einen Cent. (APOTHEKE ADHOC, 06.02.2019)

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apo-tipp/kindersicherer-verschluss-1-cent-zu-teuer-dak-retax

BVKA – Bundesverband klinik- und heimversorgender Apotheker e.V. – Fachgruppe Substitutionsversorgung

Die Fachgruppe "Substitutionsversorgung" ist eine der vier Fachgruppen innerhalb des BVKA. Sie vertritt die etwa 500 Apotheken in Deutschland, die einen Schwerpunkt in der Substitutionsversorgung haben. Auf den jährlichen BVKA-Tagungen findet jeweils ein eigenes Satelliten-Symposium "Substitutionsversorgung" statt. (Stand Januar 2019)

http://www.bvka.de/bereiche/substitutionsversorgung.html

Substitutionstherapie: G-BA hat MVV-Richtlinie angepasst

Die KBV erläutert die neuen G-BA MVV-Richtlinie zur Opioid-Substitutinsbehandlung. (KV-Info aktuell, 17. September 2018 / Nr. 194, Substitution)

KV-InfoAktuell_194_Substitution_MVV-Richtlinie_G-BA (2018-09-17)

Substitutionspatient*innen sehen sich mit einer immer größeren Vielfalt und Anzahl an Medikamenten zur Substitutionsbehandlung konfrontiert. Unser Anliegen als Interessenvertretung von Drogengebraucher*innen und Substitutionspatient*innen ist es, dass Patient*innen möglichst individuell behandelt werden und sie jene Informationen erhalten, um eine informierte Entscheidung treffen zu können. (...)
Mitglieder des JES-Bundesverbands haben sich entschlossen eine Aktion mit dem Titel „Ich substituiere jetzt mit Tablette.“ zu unterstützen. Diese mit Hilfe des Unternehmens Hexal durchgeführte Aktion bietet substituierten Patient*innen die Möglichkeit ihre Gründe für eine tablettengestützte Behandlung zu artikulieren. (JES-Kurier Extrablatt, JES – Junkies, Ehemalige und Substituierte, Februar 2019; zu bestellen unter aidshilfe.de/shop)

Drogenkurier-Extrablatt_Feb_2019.pdf

„Für mich war die Substitution der Weg zurück ins Leben. Ich lerne wieder, mich mehr und mehr zu fühlen und am Alltag teilzunehmen.
Die diskrete Einnahme einer Tablette ist dabei ein weiterer Schritt zur Normalität.“
Drei verschiedene Motive im Format A3. (Hexal und JES – Junkies, Ehemalige und Substituierte, Februar 2019)

JES-Hexal_poster_tabletten.pdf

Lund/Mannheim, 12. Februar 2019 – Wie Camurus (NASDAQ STO: CAMX) heute bekannt gab, ist das wöchentlich oder monatlich anzuwendende Buvidal® (Buprenorphin-Depotlösung zur subkutanen Injektion) ab sofort in Deutschland verfügbar. Buvidal® ist das erste in Europa zugelassene Depotpräparat zur Behandlung der Opioidabhängigkeit bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren. (Camurus, Pressemitteilung vom 12.02.2019)

PM_Camurus_Launch_Buvidal_12022019.pdf

Langeoog. Kurs Suchtmedizinische Grundversorgung im Rahmen der 67. Woche der Praktischen Medizin (3. bis 7. Juni 2019) - Programm, Wochenplan und Anmeldung

Datum: 02.06. - 07.06.2019 Ort: Langeoog, Kosten: 650,00 €

Kursleiter: Frau Professor U.Havemann-Reinecke und Herr Dr. K.Cimander

https://www.aekn.de/fortbildung/langeooger-fortbildungswochen/67-woche-der-praktischen-medizin/

Twenty years of the methadone treatment protocol in Ireland: reflections on the role of general practice

Ide Delargy, Des Crowley and Marie Claire Van Hout 

Harm Reduction Journal 2019, 16:5, doi.org/10.1186/s12954-018-0272-4

https://harmreductionjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12954-018-0272-4

Schweiz. Rauschakzeptierende Substitution in der Schweiz – auch in Deutschland möglich?

Der JES-Bundesverband freut sich sehr, dass Marc Vogelund Hannes Strassereinen Beitrag über innovative Entwicklungen der Substitutionsbehandlung in der Schweiz für diese Ausgabe des DROGENKURIERverfasst haben. Die Schweiz war bei vielen Entwicklungen stets Wegbereiter und auch Vorbild für spätere Entwicklungen in Deutschland. Als wir erstmals von den in der Schweiz beschrittenen neuen Wegen der Behandlung der Opiatabhängigkeit hörten, entstand sofort die Frage „Wäre eine rauschakzeptierende Substitution auch in Deutschland möglich?“ (Drogenkurier, Herausgeber: JES-Bundesverband, Ausgabe 116, Seiten 18-19, Dezember 2018)

http://www.jes-bundesverband.de/fileadmin/user_upload/PDF/Drogenkurier/Kurier_116_Internet.pdf

Measurement-based care using DSM-5 for opioid use disorder: can we make opioid medication treatment more effective?.

Marsden, J., Tai, B., Ali, R., Hu, L., Rush, A. J., and Volkow, N. (2019) 

Addiction, doi.org/10.1111/add.14546.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/add.14546

Methadone Safety: A Clinical Practice Guideline From the American Pain Society and College on Problems of Drug Dependence, in Collaboration With the Heart Rhythm Society

Chou, Roger et al.

The Journal of Pain , Volume 15 , Issue 4 , 321 - 337 

https://www.jpain.org/article/S1526-5900(14)00522-7/fulltext

Liver damage indices as a tool for modifying methadone maintenance treatment: a cross-sectional study.

Ključević Ž, Benzon B, Ključević N, Veršić Bratinčević M, Sutlović D.

Croat Med J. 2018 Dec 31;59(6):298-306.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6330771/

Alcohol Drinking in Chinese Methadone-maintained Clients: A Self-medication for Depression and Anxiety?

Zhong BL, Xu YM, Xie WX, Lu J, Yu WB, Yan J.

J Addict Med. 2019 Jan 4. doi: 10.1097/ADM.0000000000000500. 

https://pdfs.journals.lww.com/journaladdictionmedicine/9000/00000/Alcohol_Drinking_in_Chinese_Methadone_maintained.99394.pdf

The impact of opiate substitution treatment on mortality risk in drug addicts: a natural experiment study.

Steer CD, Macleod J, Tilling K, Lim AG, Marsden J, Millar T, Strang J, Telfer M, Whitaker H, Vickerman P, Hickman M.

Southampton (UK): NIHR Journals Library; 2019 Jan.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK536756/

USA: Studie macht Pharmamarketing für Anstieg der Opioid-Todesfälle mitverantwortlich

Boston – Ein kostenloses Essen für den Arzt oder andere Geschenke des Pharma­marketings könnten den Drogentod einzelner Patienten fördern. In den USA kam es laut einer Studie in JAMA Network Open(2019; 2: e186007) in den letzten Jahren überall dort zu überdurchschnittlich vielen Todesfällen durch Opioid-Überdosierungen, wo die Ärzte besonders intensiv von den Herstellern umworben wurden. (aerzteblatt.de, 21.01.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100516/USA-Studie-macht-Pharmamarketing-fuer-Anstieg-der-Opioid-Todesfaelle-mitverantwortlich?rt=d6cfe4d1fe7c480f77346cced692a561

Why Europe Has Dodged America's Fentanyl Crisis

Europe's most lucrative heroin markets seem ripe for a fentanyl takeover. But why the no-show? (Vice, UK, 07.02.2019)

https://www.vice.com/en_uk/article/9kpkb5/why-europe-has-dodged-americas-fentanyl-crisis

Increasing proportions of HIV-1 non-B subtypes and of NNRTI resistance between 2013 and 2016 in Germany: Results from the national molecular surveillance of new HIV-diagnoses.

Hauser A, Hofmann A, Meixenberger K, Altmann B, Hanke K, Bremer V, et al. (2018) 

PLoS ONE 13(11): e0206234. doi.org/10.1371/journal.pone.0206234

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0206234

Patientenrechte: DSGVO: Mehr Datenschutz auch für Menschen mit HIV

Schluss mit dem sorglosen Umgang mit gesundheitsbezogenen Daten: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), seit Mai 2018 in Kraft, stärkt die Persönlichkeitsrechte. Davon profitieren auch Menschen mit HIV. (DAH – Deutsche AIDS-Hilfe, 25.01.2019)

https://magazin.hiv/2019/01/25/dsgvo-mehr-schutz-fuer-menschen-mit-hiv/

NIDA. Scientists closer to finding inherited traits in addiction

Scientists have concluded that the risk of addiction is a complex combination of both genes and environmental influences. Despite advances in the science of genetics, it has been extremely difficult to identify the possible genetic contributions to addiction because it likely involves a combination of inherited variants in multiple genes. To find answers related to nicotine addiction, for example, scientists must study complex and nuanced questions like, do certain genetic variants play a role in initiation of smoking and others play a role in behaviors leading to heavy smoking? (NIDA News, USA, 14.01.2019)

https://www.drugabuse.gov/news-events/news-releases/2019/01/scientists-closer-to-finding-inherited-traits-in-addiction

FACTSHEET E-ZIGARETTE VOM TYP JUUL

Sucht Schweiz, Januar 2019

https://shop.addictionsuisse.ch/download/2b8e0a29b6bef13491a55352e1560fa89ac60040.pdf

WHO. Die Weltgesundheitsorganisation akzeptiert den medizinischen Nutzen von Cannabis und Cannabinoiden

In einem Schreiben an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, vom 24. Januar informierte der Generaldirektor der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, die UNO über vorgeschlagene Änderungen der internationalen Drogenkonventionen. Diese Vorschläge folgten den Sitzungen des WHO-Expertenausschusses für Drogenabhängigkeit (ECDD) im Juni und November 2018.

Die WHO erkennt das therapeutische Potenzial von Cannabis und Cannabinoiden an und ändert ihre Position von 1954, wonach "Anstrengungen unternommen werden müssen, um Cannabis von jeder legitimen medizinischen Praxis auszuschließen." Die von der WHO vorgeschlagene neue internationale Klassifizierung bietet den Ländern die Möglichkeit, einen legalen und sicheren Zugang zur medizinischen Verwendung von Cannabis zu gewähren sowie dessen medizinischen Wert zu erforschen. Nun müssen 53 UN-Länder diese Empfehlungen der WHO billigen und somit die Klassifizierung in den Konventionen ändern, indem die einfache Mehrheit der Stimmen, also 27 Länder, dafür stimmt. Ursprünglich für März 2019 geplant, ist es durchaus möglich, dass die Verzögerung der Veröffentlichung der Ergebnisse um 2 Monate auch die Abstimmung bis März 2020 verzögert. (IACM Nachrichten, 02.02.2019)

http://faaat.net/wp-content/uploads/ECDD-cannabis-final-outcome.pdf

USA. Philadelphia Cracks Down on Drug-User Camp, Creates More Suffering

Just after 5 am on January 31, a small army of police, city officials and outreach workers descended on the East Kensington neighborhood of Philadelphia. Its goal was to remove “Emerald City” (pictured above), the last of four drug-user camps that popped up in the wake of the 2017 closure of “El Campamento”—a sizable, largely hidden drug-user site in West Kensington that became a subject of sensationalized media reports. (Filter Magazine, USA, 01.02.2019)

https://filtermag.org/2019/02/01/philadelphia-cracks-down-on-drug-user-camp-creates-more-suffering/

Schweiz. Fazit. ForschungsSpiegel von Sucht Schweiz: Was Sie schon immer über den illegalen Drogenmarkt wissen wollten. 

Wie sieht der Markt für illegale Substanzen in der Schweiz aus? Wieviel Heroin wird konsumiert und was kostet es? Wie und wo kann der Stoff gekauft werden? Wie rein ist Heroin resp. wie oft wird es gestreckt? Und womit? In welcher Form wird das Heroin verkauft und wer kontrolliert den Heroinmarkt in der Schweiz? Wieviel kann in diesem Markt umgesetzt und verdient werden? Auf diese und weitere Fragen liefert MARSTUP – eine Studie zum Markt von illegalen Substanzen im Kanton Waadt – zum Teil erstaunliche Antworten. Es handelt sich um die erste interdisziplinäre Studie dieser Art in der Schweiz. (SUCHTMAGAZIN, 05/2018, Schweiz)

https://shop.addictionsuisse.ch/download/9682310932a769dda3f96bb9832db690048461d4.pdf

Auslandsreisen unter Substitutionsbehandlung mit Methadon oder Buprenorphin. 

Gauss, Hartmann (2018)

Akzeptanzorientierte Drogenarbeit / Acceptance-Oriented Drug Work 15:1-16,

https://indro-online.de/wp-content/uploads/2018/12/gauss2018.pdf

Zugang zu wissenschaftlichen Artikeln: Sesam öffne dich

Lenzen-Schulte, Martina

Dtsch Arztebl 2018; 115(33-34): A-1498 / B-1260 / C-1252

Was tun, wenn die eigene Universitäts- oder Klinikbibliothek keinen Zugang zum vollständigen Text einer wichtigen Publikation hat? Oder wenn einem die Nutzung einer solchen Institution nicht offensteht? Für sie alle gibt es jede Menge Schleichwege, die auch ans Ziel – zum Fulltext – führen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/199460/Zugang-zu-wissenschaftlichen-Artikeln-Sesam-oeffne-dich