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Drogenbeauftragte Daniela Ludwig berät sich mit Ärzteschaft: Substitutionsversorgung in Deutschland stärken, zukunftsfest machen und Engpässe verhindern

Die Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, hat heute Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigungen, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer zu einem Runden Tisch eingeladen, um konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung der Substitutionsbehandlung zu besprechen. Ziel ist es, die Versorgung suchtkranker Männer und Frauen weiter sicherzustellen und flächendeckend anbieten zu können. (Berlin, 30. Juni 2020)

https://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/2020/i-quartal/substitutionsversorgung-in-deutschland-staerken-zukunftsfest-machen-und-engpaesse-verhindern.html

Wuppertal. Eröffnung der Heroinambulanz zum 1. Juli 2020 (Flyer)

Wuppertal-heroingestützte Behandlung FLYER WDA 2020.pdf

Interview mit Dr. Guido Kruse: Die Apotheke als Akteur in der Versorgung opioidabhängiger Substitutionspatient*innen - in Coronazeiten und danach 

Dr. Guido Kruse ist Apotheker und führt in dritter Generation drei Apotheken im Rhein-Main-Gebiet. Er ist stellvertretender Vorsitzender des hessischen Apothekerverbandes und Beirat des Bundesverbands der Versorgungsapotheker e.V. (BVVA). In der Schwanen-Apotheke in Offenbach hat er einen Schwerpunktbereich für die Versorgung substituierter Patient*innen. (Interview zur Verfügung gestellt von Sanofi, 20.05.2020)

Interview Sanofi_Apotheker Dr. Kruse_Corona_FINAL(1)

Substitution bei Opioidabhängigkeit. Suchtmediziner wollen Sichtbezug in den Apotheken ausweiten

Nicht nur die Apotheker wollen möglichst viele ihrer Sonderrechte über die Coronakrise hinausretten: Auch die Suchtmediziner sehen in den Regellockerungen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Substitutionsbehandlung Mitte April per Eilverordnung möglich gemacht hat, eine Chance für die Zukunft. Unter anderem fordern sie, die wohnortnahe Versorgung durch Apotheken stärker zu nutzen. (Deutsche Apotheker Zeitung, 08.06.2020)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/06/08/suchtmediziner-wollen-sichtbezug-in-den-apotheken-ausweiten

Initiative Substitutionsversorgung Opioidabhängiger Patient*innen: 10-Eckpunkte-Papier zur Lösung der Versorgungskrise

Frankfurt/Main, 6. Mai 2020. „Versorgungssicherung in der Substitution braucht einen Pakt“ – unter dieser Überschrift hat gestern die Initiative Substitutionsversorgung opioidabhängiger Patient*innen ein 10-Eckpunkte-Papier zur Lösung der Versorgungskrise veröffentlicht. Ein zusätzlicher Abschnitt erläutert die Anpassung der Vergabebedingungen in der Corona-Pandemie.

Mit dem 10-Eckpunkte-Papier richtet sich eine interdisziplinär besetzte Expertengruppe an die Politik, die Kassenärztlichen Vereinigungen sowie an die Ärzte- und Apothekerkammern, die nötigen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen zur Sicherung der Versorgung opioidabhängiger Menschen zu schaffen. Um eine drohende Mangelversorgung abzuwenden, die sich in Zeiten der Corona-Pandemie zudem verschärft, identifizieren sie in zehn Handlungsfeldern konkret umsetzbare, mehrgliedrige Maßnahmen und Praxisbeispiele für eine in Zukunft nachhaltige Verbesserung der Versorgung. Die 10 Eckpunkte der Initiative werden von 22 Fachgesellschaften und Patientenorganisationen, sowie auch von Sanofi, unterstützt. Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig, die sich bereits mehrfach für pragmatische und aktive Hilfe für Suchtkranke stark gemacht hat, sprach sich für die „Initiative Substitutionsversorgung opioidabhängiger Patient*innen“ aus.

10 Eckpunktepapier Versorgung_Sanofi_Final22_06052020

Schweiz. Medizinische Empfehlungen für Opioidagonistentherapie (OAT) bei Opioidabhängigkeits-Syndrom 2020 

Erstellt durch Mitglieder der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin, SSAM 

Verfalldatum: Januar 2025 

https://www.ssam.ch/cmf/site/assets/files/1102/28_04_2020_medizinische_empfehlungen_fur_opioidagonistentherapie_oat_bei_opioidabhangigkeits-syndrom_2020.pdf

Kanada. Injectable opioid agonist treatment for patients with opioid dependence: a review of clinical and cost-effectiveness. Ottawa: CADTH; 2020 May. 

(CADTH rapid response report: summary with critical appraisal). 

https://cadth.ca/sites/default/files/pdf/htis/2020/RC1277-iOAT%20Final.pdf

Retention of patients in opioid substitution treatment: A systematic review.

O’Connor AM, Cousins G, Durand L, Barry J, Boland F (2020) 

PLoS ONE 15(5): e0232086. doi.org/10.1371/journal.pone.0232086

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0232086

Fahrtkosten zu einer Methadon-Substitutionsbehandlung: Landessozialgericht Baden-Württemberg 3. Senat | L 3 AS 3212/18
Urteil:| 1. Bei täglich entstehenden Fahrtkosten zu einer Methadon-Substitutionsbehandlung handelt es sich um einen unabweisbaren, laufenden, nicht nur einmaligen Bedarf im Sinne des § 21 Abs. 6 Satz 1 SGB II (Anschluss an LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 19.03.2015 - L 6 AS 1926/14 -).2. Der Fahrtkostenbedarf ist insbesondere auch unabweisbar, weil er nicht durch Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckt ist (Anschluss an LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 15.02.2016 - L 7 AS 1681/15 B -).3. Die Trennung der Leistungssysteme der Grundsicherung für Arbeitsuchende und der gesetzlichen Krankenversicherung steht einem Anspruch nach § 21 Abs. 6 Satz 1 SGB II nicht grundsätzlich entgegen (Anschluss an BSG, Urteil vom 12.12.2013 - B 4 AS 6/13 R -). | § 21 Abs 6 S 1 SGB 2, § 60 Abs 1 S 3 SGB 5

Quelle: juris.de, 18.03.2020

https://www.juris.de/jportal/prev/JURE200004727

Bad Kreuznach Frau bewahrt Methadon in Sirup-Flasche auf: 16-Jähriger trinkt davon und stirbt

Eine Frau steht seit Montag vor dem Landgericht Bad Kreuznach, weil sie durch Unterlassen einen 16-Jährigen getötet haben soll. (Tag24, 08.06.2020)

https://www.tag24.de/justiz/gerichtsprozesse-fankfurt-am-main/bad-kreuznach-prozess-frau-bewahrt-methadon-in-sirup-flasche-auf-16-jaehriger-trinkt-davon-und-stirbt-1540922

Vereinbarung nach § 5 Abs. 10 BtMVV

Zwischen dem beauftragenden Arzt (Name, Anschrift, Telefon, Fax, Mobilnummer mit Notfallnummer

 

und

dem beauftragten Pflegeheim………… (vertretungsbefugte Person) 

Name, Anschrift, Telefon, Fax, mit Notfallnummer (Mobilnummer) 

Für Patient ______________________ , Geburtsdatum ______________________

Pflegeheim-Vereinbarung-forum-substitutionspraxis-2020-final

Vereinbarung nach § 5 Abs. 10 BtMVV

Zwischen dem beauftragenden Arzt (Name, Anschrift, Telefon, Fax, Mobilnummer mit Notfallnummer

und

dem beauftragten Pflegedienst………… 

(vertretungsbefugte Person) 

Name, Anschrift, Telefon, Fax, mit Notfallnummer (Mobilnummer) 

Für Patient ______________________ , Geburtsdatum ______________________

Pflegedienst-Vereinbarung-forum-substitutionspraxis-2020-final

Weltweit erstes App-System mit Blockchain-Technologie – Urintests kontaktlos und ohne Sichtkontrolle

Das Kölner Unternehmen Ruma erweitert sein weltweit einziges Marker-System für manipulationssichere Urinproben um eine digitale Anwendung. Vor allem in der Suchtmedizin, aber auch in anderen Bereichen ermöglicht das neue Ruma Digital System eine kontaktlose Probennahme bei zeitlich flexibler Nutzung und vereinfachten Praxisabläufen. Die weltweit erstmals in einer Medizin-App eingesetzte Blockchain-Technologie sorgt für einen geschützten und fälschungssicheren Datentransfer. (RUMA, Köln, 08.06.2020)

app system ortsunabhängige urinkontrolle

Ruma Digital-System (Grafik)

Von der Produktion bis zur Abrechnung.

DS_Grafik _Ruma_Digital-System

Ruma Einnahme Markerkapsel_neu_20200327.mp4 (Video)
Anleitung für PatientInnen (Video, 03:36)
https://drive.google.com/file/d/1HY6wDdpYHoZLX64psScQaO99mxL1-SCX/view
 

Covid-19 und Substitution

Forum Substitutionspraxis hat eine neue Rubrik zum Thema Covid-19 und Substitution eingerichtet. (15.03.2020)

https://www.forum-substitutionspraxis.de/covid-und-substitution

Abdominal pain related to adulterated opium: An emerging issue in drug addicts. 

Vahabzadeh M, Mégarbane B. 

World J Psychiatry. 2020;10(5):95‐100. Published 2020 May 19. doi:10.5498/wjp.v10.i5.95

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7243618/

Prisoners should not be left behind in HCV research and policies. 

Moazen, B., Stöver, H., Dolan, K. et al. 

Harm Reduct J 17, 33 (2020). doi.org/10.1186/s12954-020-00379-y

https://harmreductionjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12954-020-00379-y

Peer outreach point-of-care testing as a bridge to hepatitis C care for people who inject drugs in Toronto, Canada 

Broad J, Mason K, Guyton M, Lettner B, Matelski J, Powis J. 

[published online ahead of print, 2020 May 13]. Int J Drug Policy. 2020;80:102755. doi:10.1016/j.drugpo.2020.102755

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0955395920300967

Alkoholkonsum richtig ansprechen

Berlin – Um Patienten konstruktiv auf das Thema Alkoholkonsum anzusprechen, ist viel ärztliches Fingerspitzengefühl erforderlich. Ein rund 50-seitiger aktualisierter Leitfaden für die ärztliche Gesprächsführung soll dabei helfen. Entwickelt wurde er von der Bundesärztekammer (BÄK) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (aerzteblatt.de, 19.05.2020)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/113006/Alkoholkonsum-richtig-ansprechen

Kanada. Canada Quietly Lifts Ban on Peer Injection Assistance at Safe Consumption Sites 

On March 1, the Canadian harm reduction movement enjoyed a quiet win. Health Canada, the country’s national health agency, permitted all safe consumption sites (SCS, also known as overdose prevention sites) in the country to consider supporting peer injection assistance. (Filter Magazine, USA, 18.05.2020)

https://filtermag.org/peer-injection-assistance/

Berlin. Fixpunkt e.V.: Stellenausschreibung Geschäftsführung 25.05.2020

Fixpunkt gGmbH Geschäftsführung Stellenangebot

Racism and Policing Are Global Problems. Drug Control is a Vehicle.

There is now substantial evidence that the war on drugs has disproportionately targeted Black and Brown communities in the US, resulting in profound racial injustice. For decades, politicians in the US have used fear and misinformation to perpetuate racist stereotypes and link Black and Brown people to drug offences, creating irreparable harm to individuals and communities. Nearly half of the people in US federal prisons serving sentences for drug offences are Black and almost 60 percent are Latino. This doesn’t include those in state prisons and local jails, where the disproportionate impact on communities is even clearer. (Talking Drugs, UK, 04.06.2020)

https://www.talkingdrugs.org/racism-and-policing-are-global-problems-drug-control-is-a-vehicle

No Time Like The Present: The BASIS Special Series on Race and Addiction

We are privileged to have The BASIS as a worldwide platform for our thoughts and to highlight important research that clarifies the devastating impacts of racism. Because there is no time like the present to start anti-racism work, this month we will feature a special series on race and addiction, addressing addiction-related discrimination, social determinants of health, health equity, and race. (Cambridge Health Alliance, Harvard Medical School, Juni 2020)

https://www.basisonline.org/2020/06/special-series-race-addiction.html

Racial Profiling, institutioneller Rassismus und Interventionsmöglichkeiten

Wenn Menschen allein aufgrund ihres physischen Erscheinungsbildes oder ethnischer Merkmale polizeilich kontrolliert werden, spricht man von Racial Profiling. Ein Beitrag darüber, warum es zu kurz greift, eine solche grundgesetzwidrige Praxis nur als Fehlverhalten Einzelner zu betrachten. (bpb – Bundeszentrale für politische Bildung, 27.04.2020)

https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/308350/racial-profiling-institutioneller-rassismus-und-interventionsmoeglichkeiten

ETHNISCHES PROFILING IN EUROPA: WAS VERSTEHT MAN UNTER ETHNISCHEM PROFILING? 

Unter ethnischem Profiling sind selektive ordnungsbehördliche Kontrollen zu verstehen, die aufgrund von Kriterien wie Ethnizität, Rasse, Religion und nationaler Herkunft, nicht jedoch aufgrund des persönlichen Verhaltens bzw. objektiver Indizien vorgenommen werden. (Open Society Foundations, Justice Initiative, 2020)

https://www.justiceinitiative.org/uploads/241c9d9f-2e91-4fe0-9c27-6dc73e780399/profile-ger-20200403.pdf

Global Commission on Drug Policy: Enforcement of Drug Laws: Refocusing on Organized Crime Elites

In this first report of this decade, the Global Commission on Drug Policy outlines how the current international drug control regime works for the benefit of transnational organized crime. It highlights how years of repressive policies targeted at nonviolent drug offenders have resulted in mass incarceration and produced countless adverse impacts on public health, the rule of law, and social cohesion, whilst at the same time reinforcing criminal elites.

(…)

The report contains research on the prerequisites for a successful transition towards the reform of the outdated ideology-based international drug control regime, and provides cutting-edge recommendations on how to ensure that international criminal organizations are effectively disempowered by the transition towards a legally regulated drug market under the control of governments.

https://www.globalcommissionondrugs.org/reports/enforcement-of-drug-laws

Singapur. Malaysian man sentenced to death in Singapore via Zoom call

Punithan Genasan, a 37-year-old Malaysian, received the sentence for his role in a 2011 heroin transaction. (Al Jazeera, Katar, 20.05.2020)

https://www.aljazeera.com/news/2020/05/malaysian-man-sentenced-death-singapore-zoom-call-200520044841246.html

Umgehung des Menthol-Verbots: Der bösartige Erfindungsreichtum der Tabakkonzerne 

In Europa soll von Mittwoch an eine besonders gefährliche Zigarette aus dem Handel verschwinden. Doch mit gewohnter Hinterlistigkeit unterläuft die Industrie das Verbot. (Spiegel online, 20.05.2020)

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/mentholzigaretten-der-boesartige-erfindungsreichtum-der-tabakkonzerne-a-f7fe8de9-9cf9-4b1f-8895-611febc29ccb

Zugang zu wissenschaftlichen Artikeln: Sesam öffne dich

Lenzen-Schulte, Martina

Dtsch Arztebl 2018; 115(33-34): A-1498 / B-1260 / C-1252

Was tun, wenn die eigene Universitäts- oder Klinikbibliothek keinen Zugang zum vollständigen Text einer wichtigen Publikation hat? Oder wenn einem die Nutzung einer solchen Institution nicht offensteht? Für sie alle gibt es jede Menge Schleichwege, die auch ans Ziel – zum Fulltext – führen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/199460/Zugang-zu-wissenschaftlichen-Artikeln-Sesam-oeffne-dich