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Substitol®-Lieferstopp - Stand vom 21.7.2021: Compensan® kann ab sofort verordnet werden

  1. Zum Monatswechsel April/Mai zeichnete sich bei Mundipharma ein Produktionsproblem für Substitol® ab. Erst Ende Juni ließ die Firma auf Anfrage aus Fachkreisen wissen, dass bis mindestens Ende August eine „Out of Stock Situation“ herrsche, was mit der Übersetzung „Lieferengpass“ verharmlost wurde. Kurz darauf meldeten die ersten Apotheken, dass sie nicht mehr mit Substitol® beliefert wurden.
  2. Das BfArM hat den „Lieferengpass“ bestätigt und mitgeteilt, dass Morphinpräparate aus der Schmerzbehandlung nicht ersatzweise verordnet werden dürfen, da diese zur Opioidbehandlung nicht zugelassen sind. Auch die Abgabe von nicht benutzten Substitol®-Kapseln in Praxen und Ambulanzen ist betäubungsmittelrechtlich nicht gestattet.
  3. Zur Versorgung der mit Substitol® substituierten ca. 1.700 Opioidabhängigen hierzulande steht ersatzweise lediglich das retardierte Morphinpräparat Compensan® zur Verfügung, für das der österreichische Hersteller Gerot Lannach (GL Pharma) eine Zulassung für die Substitutionsbehandlung in unserem Nachbarland besitzt. Das BfArM hat gegenüber den Landesbehörden erklärt, „dass ein Import von Compensan® aus Österreich zur Überwindung des Lieferengpasses für Substitol® befürwortet wird, da die Versorgung einzelner Patientinnen und Patienten ansonsten nicht möglich ist.“ Aus arzneimittel- und betäubungsmittelrechtlicher Sicht bestehen keine Bedenken für den Import und die hiesige Verordnung von Compensan®, sichert das BfArM den Krankenkassen und den für Import und Lagerung zuständigen Landesbehörden zu. In einer Mitteilung des BfArM von heute heißt es: „Das BfArM hat den handelnden Personen (Zulassungsinhaber von Compensan, Landesbehörden, AOK-Bundesverband) die betäubungsmittelrechtlichen Regelungen für Importe von Compensan aus Österreich erläutert. Es hat angeregt, den § 73 Absatz 3 AMG (Zuständigkeit Landesbehörden) so auszulegen, dass ein Importeur die notwendigen Mengen an Compensan importiert und die Verteilung an die bestellenden Apotheken durch diesen Importeur (oder von ihm beauftragte Händler) erfolgt. Ein Einzelimport durch Apotheken ist aufgrund der zwingend einzuhaltenden betäubungsmittelrechtlichen Regelungen, sowohl in Österreich als auch in Deutschland, unrealistisch und auch unökonomisch.“ 
  4. Der GKV – Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland wiederum bittet seine Mitgliedskassen, „im Interesse einer unterbrechungsfreien Versorgung der Patientinnen und Patienten und unter Berücksichtigung der besonderen Umstände eine zeitweise Versorgung mit Compensan®, für die Dauer des Lieferengpasses zu unterstützen“. Auf Nachfrage von Forum Substitutionspraxis führt der GKV aus: „Der GKV-Spitzenverband kann seinen Mitgliedskassen das beschriebene Vorgehen nur empfehlen. Wir gehen aber davon aus, dass die betroffenen Krankenkassen im Sinne einer unterbrechungsfreien Patientenversorgung die Empfehlung berücksichtigen.“
  5. Eine Anfrage an die AOKen vom 18.07.2021, ob die Ortskrankenkassen der Empfehlung des GKV folgen, blieb bis gestern Abend unbeantwortet. 
  6. GL Pharma hat erklärt, die Versorgung der in Deutschland mit Substitol® medikamentös behandelten Opioidabhängigen mit Compensan® ohne Mehrkosten für die Krankenkassen übernehmen zu können.
  7. Die Bundesopiumstelle im BfArM hat einem Importeur die betäubungsmittelrechtliche Erlaubnis bzw. Genehmigung zum Import von Compensan aus Österreich erteilt. Die Exportgenehmigung aus Österreich wurde GL Pharma erteilt
  8. Die Ware ist in Deutschland eingetroffen.
  9. Ab sofort (Mittwoch, 21.07.2021) kann gemäß §73 (3) AMG bestellt werden:

AEP GmbH

Industriegebiet Süd A31

63755 Alzenau

www.aep.de

Telefon: +49 (0) 6188.99 37 37 0

Fax: +49 (0) 6188 99 37 37 3

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

10. Die Verordnungen können ausgestellt werden für: 

Compensan (Morphin HCl) retard Filmtabletten, 100mg und 200mg. Das Medikament liegt in der Packungsgröße 30 Stück Filmtabletten vor.

Vermerken Sie auf dem Rezept den Zusatz: Verordnung gemäß §73 (3) AMG.

 11. Leiten Sie diese Informationen bitte auch weiter an die mit Ihnen kooperierenden Apotheken und an substituierende ärztliche Kolleginnen und Kollegen. Und informieren Sie Ihre mit retardiertem Morphin substituierten Patientinnen und Patienten, dass sie ab sofort als Substitol®-Substitut Compensan® retard Filmtabletten in den Zubereitungen 100mg und 200mg verordnet bekommen können. Die Auslieferung in die Apotheken müsste bei umgehender Bestellung bis spätestens Freitag, 23.7.2021, vonstatten gehen können.

Stefan Walcher, München, https://dgsuchtmedizin.de">DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, Vorstand

Hans-Günter Meyer-Thompson, Hamburg,  www.forum-substitutionspraxis.de , Redakteur

21. Juli 2021

Substitol®-Lieferstopp - Stand vom 21.7.2021- Compensan kann ab sofort verordnet werden

Nach Hochwasser: Bundesärztekammer bittet um Spenden für betroffene Ärzte

Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) hat sich gemeinsam mit den Landesärztekammern aus den betroffenen Hochwasserregionen in Deutschland mit einem Spendenaufruf an alle Ärzte in Deutschland gewandt. Darin werden alle Ärzte um Geldspenden für die in Not geratenen Kollegen gebeten. (aerzteblatt.de, 24.07.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125833/Nach-Hochwasser-Bundesaerztekammer-bittet-um-Spenden-fuer-betroffene-Aerzte

Opioidagonistentherapie: Wie nach der Pandemie alles besser werden soll

ÖGABS Expert*innen Web-Konferenz zum Thema „Versorgung von Suchtpatient*innen währendund nach der Corona-Krise. Ein Follow-up im Ländervergleich zwischen Deutschland, Schweiz undÖsterreich“, 5. März 2021

Die in der Opioidagonistentherapie (OAT) tätigen Zentren in Österreich, Deutschland und derSchweiz sind bislang gut durch die COVID19-Pandemie gekommen. COVID-Erkrankungen von Patient*innen in OAT sind die Ausnahme geblieben. Flexibilisierung und Liberalisierung der Therapie wurden durch die Gegebenheiten erzwungen, haben sich bislang aber sogar als vorteilhaft für die Patient*innen erwiesen. Vieles, was in den letzten Monaten versucht wurde, soll in Zukunft beibehalten werden.

Opioidagonistentherapie - Wie nach der Pandemie alles besser werden soll

DIE STILLE NORMALISIERUNG (© A. SPRINGER) - „Versorgung von Suchtpatient*innen während und nach der Corona-Krise“ HANS HALTMAYER (Präsentation)

21. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin, 2.Juni 2021, München

Stille Normalisierung_H.Haltmayer-München 2021_last.pdf

The impact of COVID-19 on opioid treatment program (OTP) services: Where do we go from here? 

Tracy K, Wachtel L, Friedman T. 

J Subst Abuse Treat. 2021 Apr 9;131:108394. doi: 10.1016/j.jsat.2021.108394. Epub ahead of print. PMID: 34098292; PMCID: PMC8032399.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8032399/

Interview mit Daniela Ludwig, Bundesdrogenbeauftragte, und Dr. med. (I) Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer: „Die ärztliche Tätigkeit fällt auf fruchtbaren Boden“

Dtsch Arztebl 2021; 118(24): A-1213 / B-1000

Bühring, Petra

Die Substitutionsbehandlung ebnet schwer opiatabhängigen Menschen einen Weg zurück in die Normalität. In den nächsten Jahren gehen viele substituierende Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand. Daniela Ludwig und Klaus Reinhardt werben gemeinsam für mehr Ärzte, die sich in der Substitutionsbehandlung engagieren.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/219745/Interview-mit-Daniela-Ludwig-Bundesdrogenbeauftragte-und-Dr-med-(I)-Klaus-Reinhardt-Praesident-der-Bundesaerztekammer-Die-aerztliche-Taetigkeit-faellt-auf-fruchtbaren-Boden

BÄK. Die Sucht und ihre Stoffe (podcast)

Der Bundestag hat einer Erhöhung und einer Erweiterung der Tabaksteuer zugestimmt, auch Liquids für E-Zigaretten werden künftig besteuert. Das ist Anlass für uns, uns mit der Abhängigkeit von Suchtstoffen zu beschäftigen – und mit ihrer Regulierung. Wir machen aber beim Nikotin nicht halt, sondern sprechen auch über die Legalisierung und die Schädlichkeit von Marihuana sowie über Substitutionstherapie für Heroinabhängige. (Bundesärztekammer, Juli 2021, podcast „sprechende Medizin“, 15:10)

https://www.bundesaerztekammer.de/presse/informationsdienst/sprechende-medizin/

Bundesdrogenbeauftragte. Dritter Runder Tisch zur Substitutionsversorgung

Drogenbeauftragte Ludwig: „Suchtmedizin und speziell die Behandlung Opiatabhängiger muss festes Thema in der ärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung werden!“ (Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 23.06.2021)

https://www.drogenbeauftragte.de/presse/detail/dritter-runder-tisch-zur-substitutionsversorgung/

Corona und Drogenhilfe – Zur Situation in ‚harten Drogenszenen‘ (Sachbericht)

B. Werse, G. Kamphausen

Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung, Centre for Drug Research, Juni 2021

Sachbericht CuD Werse_final.pdf

Befragung Substituierter zu Erleichterungen 

Anlässlich des „Aktionstag Substitution“ am 05.05.21 haben JES NRW und der JES Bundesverband eine bundesweite Befragung von Substituierten initiiert, um mehr Informationen zum Wissensstand dieser Gruppe bzgl. der Möglichkeiten einer erleichterten Substitution zu erlangen. Entgegen der Aussage vieler substituierender Ärzt*innen, dass substituierte Patient*innen über die Veränderungen im Rahmen der Covid 19 Pandemie und auch die positiven Veränderungen der BtMVV von 2017 (z.B. Take-Home bis zu einem Monat möglich) umfassend informiert wurden, stellt sich die Situation in Gesprächen mit Substituierten oftmals gänzlich anders dar. (JES NRW und Bundesvorstand, 04.05.2021)

https://jesnrw.de/befragung-substituierter-zu-erleichterungen/

EBM. Regelungen zur Substitutionsbehandlung mit Depotpräparat verlängert

Berlin – Die Vergütung für eine Substitutionsbehandlung von Opioidabhängigen mit einem Depotpräparat erfolgt zunächst weiter wie bisher. (aerzteblat.de, 02.07.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125257/Regelungen-zur-Substitutionsbehandlung-mit-Depotpraeparat-verlaengert

Initiating buprenorphine to treat opioid use disorder without prerequisite withdrawal: a systematic review. 

Adams KK, Machnicz M, Sobieraj DM. 

Addict Sci Clin Pract. 2021 Jun 8;16(1):36. doi: 10.1186/s13722-021-00244-8. PMID: 34103087; PMCID: PMC8186092.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8186092/

Factors associated with opioid overdose during medication-assisted treatment: How can we identify individuals at risk?. 

Au, V.Y.O., Rosic, T., Sanger, N. et al.

Harm Reduct J 18, 71 (2021). https://doi.org/10.1186/s12954-021-00521-4

https://harmreductionjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12954-021-00521-4

Opioid Toxidrome Following Grapefruit Juice Consumption in the Setting of Methadone Maintenance. 

Ershad M, Cruz MD, Mostafa A, Mckeever R, Vearrier D, Greenberg MI. 

J Addict Med. 2020 Mar/Apr;14(2):172-174. doi: 10.1097/ADM.0000000000000535. PMID: 31206401.

Abstract

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31206401/

Consensus Recommendations on the Treatment of Opioid Use Disorder in the Emergency Department. 

Hawk K, Hoppe J, Ketcham E, LaPietra A, Moulin A, Nelson L, Schwarz E, Shahid S, Stader D, Wilson MP, D'Onofrio G. 

Ann Emerg Med. 2021 Jun 22:S0196-0644(21)00306-1. doi: 10.1016/j.annemergmed.2021.04.023. Epub ahead of print. PMID: 34172303.

https://www.annemergmed.com/article/S0196-0644(21)00306-1/fulltext

Mobile methadone dispensing in Delhi, India: implementation research. 

Rao R, Yadav D, Bhad R, Rajhans P. 

Bull World Health Organ. 2021 Jun 1;99(6):422-428. doi: 10.2471/BLT.20.251983. Epub 2021 Mar 19. PMID: 34108752; PMCID: PMC8164184.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8164184/

Bayern. Interview: „Letztlich empfahl der Anstaltsarzt meinem Bruder, sich im Hof Drogen zu besorgen“

Claudia Jaworski hat ihrem heroinabhängigen Bruder Substitutionsmittel ins Gefängnis gebracht, weil ihm in Haft die Behandlung verweigert wurde – und steht nun selbst vor Gericht. Aus einer besorgten Schwester wurde eine Aktivistin. (Deutsche AIDS-Hilfe, hiv-magazin, 14.06.2021)

https://magazin.hiv/2021/06/14/drogen-haft-substitution-claudia-jaworski/

Baden-Württemberg. Expertenkommission übergibt Medizinkonzept für Justizvollzug

Die Expertenkommission zur medizinischen Versorgung im baden-württembergischen Justizvollzug hat Justizminister Guido Wolf ihren Abschlussbericht übergeben. Im Bericht sind 30 konkrete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung der Gefangenen angeführt. (Staatsministerium Baden-Württemberg, 19.03.2021)

https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/expertenkommission-uebergibt-medizinkonzept-fuer-justizvollzug/

The state of harm reduction in prisons in 30 European countries with a focus on people who inject drugs and infectious diseases. 

Stöver, H., Tarján, A., Horváth, G. et al.

Harm Reduct J 18, 67 (2021). doi.org/10.1186/s12954-021-00506-3

https://harmreductionjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12954-021-00506-3

Naloxon. Bundesmodellprojekt „NALtrain“ startet am 1. Juli 2021

Take Home Naloxon (THN) durch Kurzinterventionen für Opioidkonsument*innen und Substituierte ermöglichen 

1581 Drogentodesfälle im Jahr 2020. Etwa 600 Drogentodesfälle stehen in Verbindung mit dem Konsum von Heroin und anderen Opioiden. Die Verschreibung eines Naloxon Nasensprays geschieht lediglich in Einzelfällen (2019 etwa 370 Sprays). (DAH – Deutsche AIDS-Hilfe, 24.06.2021)

https://www.naloxontraining.de/naltrain/ein-zentraler-baustein-zur-lebensrettung-bundesmodellprojekt-naltrain-startet-am-1-juli-2021/

Schottland. MAT Standards Informed Response for Benzodiazepine Harm Reduction 

Call to action The unprecedented harm associated with street benzodiazepines in Scotland is a public health emergency that demands a different approach. The false notion that postponing change in prescribing practice is the safest position and the current status quo,is unacceptable. The current rate of high levels of benzodiazepine related harm seen in Scotland qualify in the Orange Guidelinesas ‘exceptional circumstances’. We all have a responsibility to listento, assess and understand a person’s unique story of benzodiazepineuse to identify appropriate treatment and care. Initial conversations should address immediate risk of harm, particularly overdose and death. Conversations should be underpinned by principles of psychological and trauma informed care including safety, empowerment, choice, collaboration and trust, in line with the MAT standards (Appendix A). (SDF – Scottish Draugs Forum, Juki 2021)

http://www.sdf.org.uk/wp-content/uploads/2021/06/MAT-Standards-Informed-Response-for-Benozdiazepine-Harm-Reduction_interim-guidance_June21.pdf

Neues Leitbild für eine akzeptierende Drogenarbeit

Die Deutsche Aidshilfe und akzept e.V. haben ihre Grundlagen für eine moderne und erfolgreiche Drogenarbeit überarbeitet. (Deutsche AIDS-Hilfe, 09.06.2021)

https://www.aidshilfe.de/meldung/neues-leitbild-akzeptierende-drogenarbeit

Directly observed therapy at opioid substitution facilities using sofosbuvir/velpatasvir results in excellent SVR12 rates in PWIDs at high risk for non-adherence to DAA therapy.

Schmidbauer C, Schwarz M, Schütz A, Schubert R, Schwanke C, Gutic E, Pirker R, Lang T, Reiberger T, Haltmayer H, Gschwantler M.

PLoS One. 2021 Jun 4;16(6):e0252274. doi: 10.1371/journal.pone.0252274. PMID: 34086708; PMCID: PMC8177501.

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0252274

Neues Online-Rechercheportal: Sucht und Flucht – Hilfen für geflüchtete Menschen mit Suchtproblemen

Ein neues Rechercheportal zum Thema Sucht bei geflüchteten Menschen ist ab sofort online: sucht-und-flucht.de. Das Rechercheportal möchte Fachkräfte im Bereich der Arbeit mit Geflüchteten im Zusammenhang mit Substanzgebrauch, Konsum- und suchtbezogenen Problemen unterstützen. Neben den Fachkräften können auch Betroffene, deren Angehörige, die Selbsthilfe und sogenannte Key Persons, also Menschen mit zumeist eigenem Migrationshintergrund, das Portal nutzen. (DHS – Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen und ZIS – Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg, Juni 2021)

www.sucht-und-flucht.de

Umfrage. Stand der Implementierung von Strategien „Guter Praxis“ in der Versorgung geflüchteter Menschen

Mit dieser Umfrage wird der Stand der Umsetzung wissenschaftlich identifizierter Strategien „Guter Praxis“ in der Versorgung geflüchteter Menschen in allen Suchthilfe-Einrichtungen in Deutschland erhoben. Diese Erhebung ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung & Forschung finanzierten Verbundprojektes PREPARE. 

Die Teilnahme ist bis zum 31. Juli 2021 möglich. (Prepare und Charité, 2021)

https://prepare.limequery.org/739945?lang=de

USA. Suboxone Manufacturer Indivior's Former Chief Executive Officer Sentenced to Jail Time in Connection with Drug Safety Claims 

ABINGDON, VIRGINIA – Shaun Thaxter, the former chief executive officer of Indivior PLC, was sentenced today in U.S. District Court in Abingdon to 6 months in federal prison. He was also ordered to pay a fine of $100,000 and forfeit $500,000.  Thaxter pleaded guilty to a one-count misdemeanor information on June 30, 2020 for his role in causing the introduction into interstate commerce of misbranded shipments of the opioid drug Suboxone Film, a violation of the Federal Food, Drug, and Cosmetic Act. Acting United States Attorney Daniel P. Bubar announced the sentence today. (Department of Justice
U.S. Attorney’s Office, Western District of Virginia, USA, 22.10.2020)

https://www.fda.gov/inspections-compliance-enforcement-and-criminal-investigations/press-releases/suboxone-manufacturer-indiviors-former-chief-executive-officer-sentenced-jail-time-connection-drug

Berlin/Charité. SysMedSUDs-Studie - Wie wirkt sich der Konsum unterschiedlicher Suchtmittel auf das Gehirn aus? Studienteilnehmende gesucht!

Welches Ziel verfolgt die Studie? 

In dieser Studie möchten wir die neurobiologischen Grundlagen von Suchterkrankungen erforschen. Konkret möchten wir mithilfe von Magnetresonanztomographie (MRT) die Konzentration spezifi-scher Botenstoffe im Gehirn untersuchen, welche zur Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen beitragen können. (…)

Wie können Sie an der Studie teilnehmen? 

Sie können an der Studie teilnehmen, wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen diagnostiziert wurde: 

Opiatabhängigkeit (in Substitutionstherapie)

Cannabisabhängigkeit 

Nikotinabhängigkeit

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Flyer_SysMedSUDs_Charité

Master-Studiengang Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe (M.A.) an der Frankfurt University of Applied Sciences

Sie wollen Suchttherapeut:in werden? Bewerben Sie sich an der Frankfurt University of Applied Sciences und studieren Sie den berufsbegleitenden Master Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe.

Master-Studiengang Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe (M.A.) an der Frankfurt University of Applied Sciences

Zugang zu wissenschaftlichen Artikeln: Sesam öffne dich

Lenzen-Schulte, Martina

Dtsch Arztebl 2018; 115(33-34): A-1498 / B-1260 / C-1252

Was tun, wenn die eigene Universitäts- oder Klinikbibliothek keinen Zugang zum vollständigen Text einer wichtigen Publikation hat? Oder wenn einem die Nutzung einer solchen Institution nicht offensteht? Für sie alle gibt es jede Menge Schleichwege, die auch ans Ziel – zum Fulltext – führen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/199460/Zugang-zu-wissenschaftlichen-Artikeln-Sesam-oeffne-dich