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6. Alternativer Drogenbericht 2019

Herausgeber: akzept e.V und Deutsche AIDS-Hilfe; Pabst Science Publishers, Lengerich, 2019

Inhalt (u.a.):

Naloxon als Nasenspray: endlich der erhoffte „Türöffner“?, Kerstin Dettmer

Der Stellenwert der Psycho-sozialen Begleitung in der Substitutionsbehandlung, Dirk Schäffer&Heino Stöver

Substitutionsbehandlung im Gefängnis aus einer menschenrechtlichen Perspektive, Susanne Schuster&Jan Fährmann

https://alternativer-drogenbericht.de/wp-content/uploads/2019/07/akzeptADSB2019.pdf

Mehr Expertise bei neuer Drogenbeauftragten gewünscht

Berlin – Die Herausgeber des 6. Alternativen Sucht- und Drogenberichts 2019 haben heute vor der Presse die Arbeit der kürzlich aus dem Amt geschiedenen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), kritisiert. Sie wurde in das Europarlament gewählt. (aerzteblatt.de, 05.07.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/104434/Mehr-Expertise-bei-neuer-Drogenbeauftragten-gefordert

Notruf Suchtberatung: Stabile Finanzierung jetzt!

Die Hilfen für suchtkranke Menschen sind bedroht!

(...) Die kommunale Finanzierung der Suchtberatungsstellen, die den größten Anteil der Finanzierung ausmacht, stagniert in den letzten Jahren weitgehend. Dabei muss immer mehr für immer weniger geleistet werden: Personalkosten steigen, die Anforderungen an Qualität nehmen zu und die Hilfeangebote müs-sen flexibler und individueller gestaltet werden. Die Folgen sind absehbar und betreffen alle. (DHS – Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, 29.04.2019)

https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/news/2019-04-14_Notruf_Suchtberatung.pdf

CDU-Gesundheitsexpertin Maag rechnet mit baldiger Einigung auf Tabakwerbeverbot

Berlin – Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag, rechnet mit einer baldigen Einigung auf ein Tabakwerbeverbot. Sie gehe davon aus, dass nach der Sommerpause eine Einigung vorliege, die „im Wesentlichen ein Tabakwerbeverbot vorsieht„, sagte Maag im Deutschlandfunk. Diskutiert werde derzeit noch über Übergangsregelungen sowie über die Frage, wie mit Werbung für E-Zigaretten umgegangen werde. (aerzteblatt.de, 01.07.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/104286/CDU-Gesundheitsexpertin-Maag-rechnet-mit-baldiger-Einigung-auf-Tabakwerbeverbot

Weltdrogentag 2019. Neue BZgA-Daten: Anstiege beim Cannabiskonsum junger Menschen

Zum Weltdrogentag am 26. Juni 2019 warnen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor mit dem Konsum von Cannabis verbundenen Risiken. Neue Studiendaten der BZgA zeigen, dass der Konsum von Cannabis bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren in Deutschland seit 2016 weiter angestiegen ist. (BZgA und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 24.06.2019)

https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/2019-06-24-weltdrogentag-2019/

DHS Jahrbuch Sucht 2019- Daten und Fakten

Das DHS Jahrbuch Sucht 2019der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) liefert die aktuellenZahlen, Fakten und Trends zum Konsum legaler und illegaler Drogen sowie zu abhängigem Verhalten.Dielegalen Drogen Alkohol und Tabak sind nach wie vor für den größten Teil der Suchtproblematik in Deutschland verantwortlich. Daher fordert die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zum wiederholten Male effektive Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen, Angebotsreduzierung und eine Beschränkung der Werbung für Alkohol. Zudem sind das Verbot der Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren und die Optimierung des Jugendschutzes notwendig. Darüber hinaus gilt es, in der Prävention die unterschiedlichen Problemlagen von Frauen und Männernsowie die soziale Benachteiligung stärker zu berücksichtigen.(DHS, 17.04.2019)

https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/news/PM_Daten_und_Fakten_DHS_Jahrbuch_Sucht_2019.docx.pdf

Deutsche Aidshilfe fordert unabhängige und fachlich versierte Drogenbeauftragte

Die bisherige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, wechselt Anfang Juli ins Europaparlament nach Brüssel. Für die Nachfolge fordert die Deutsche Aidshilfe (DAH) die Besetzung mit einer von der Politik unabhängigen und anerkannten Fachperson.(Deutsche AIDS-Hilfe, 29.05.2019)

https://www.aidshilfe.de/meldung/deutsche-aidshilfe-fordert-unabhaengige-fachlich-versierte-drogenbeauftragte

  1. Deutscher Ärztetag: Beschlüsse und Vorstandsüberweisungen zu Sucht und Drogen 

Ib – 86 Förderung der substitutionsgestützten Suchttherapie für Drogenabhängige 173 

Ib - 73 Substitution in Justizvollzugsanstalten 174 

Ib - 87 Förderung der telemedizinischen Versorgung von Suchtkranken in Haft 175 

Ib - 103 Verbesserung der gesundheitlichen Situation drogenabhängigerMenschen 176 

Ib - 96 Substitution und antivirale Therapie bei Inhaftierten 177

Beschlussprotokoll des 122. Deutschen Ärztetages in Münster vom 28. bis 31.05.2019

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/122.DAET/122DAETBeschlussprotokoll.pdf

Tabakentwöhnung soll nach Ansicht der Grünen Kassenleistung werden

Berlin – Die Grünen treten dafür ein, die Tabakentwöhnung zur Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu machen. Es sei „unverständlich“, dass Arzneimittel, die bei der Überwindung der Nikotinabhängigkeit helfen könnten, nicht von der GKV bezahlt werden dürften, sagte die drogenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Kirsten Kappert-Gonther, dem Tagesspiegel. (aerzteblatt.de, 03.05.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/103552/Tabakentwoehnung-soll-nach-Ansicht-der-Gruenen-Kassenleistung-werden

Werbeverbot sollte auch für E-Zigaretten und Tabakerhitzer gelten

Berlin – Bei einer möglichen Erweiterung des Tabakwerbeverbots sollten aus Sicht von Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), auch E-Zigaretten und Tabakerhitzer erfasst werden. (aerzteblatt.de, 23.04.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/102569/Werbeverbot-sollte-auch-fuer-E-Zigaretten-und-Tabakerhitzer-gelten

Deutsche Aidshilfe fordert bundesweite Strategie gegen Drogentodesfälle

Notfallmedikament Naloxon bisher oft nicht verfügbar / Lücken schließen bei Angeboten zur Verminderung von Gesundheitsrisiken / Gefragt sind politischer Wille und mehr Ressourcen in der kommunalen Drogenpolitik. (DAH – Deutsche AIDS-Hilfe, 10.04.2019)

https://www.aidshilfe.de/meldung/deutsche-aidshilfe-fordert-bundesweite-strategie-gegen-drogentodesfaelle

Drogenbeauftragte dringt auf Gesetz gegen Tabakwerbung

Augsburg – Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) dringt auf einen schnellen neuen Anlauf für ein umfassendes Verbot der Plakatwerbung für Tabakwaren und E-Zigaretten in Deutschland. (aerzteblatt.de, 17.04.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/102500/Drogenbeauftragte-dringt-auf-Gesetz-gegen-Tabakwerbung

Bundesregierung sieht keine Anzeichen für Opioidkrise wie in den USA

Berlin – Das Risiko für eine Opioidkrise wie in den USA ist in Deutschland gering. Diese Auffassung vertritt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag. (aerzteblatt.de, 16.04.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/102459/Bundesregierung-sieht-keine-Anzeichen-fuer-Opioidkrise-wie-in-den-USA

Einflussnahme auf Politiker: Mit diesen Tricks wollen Lobbyisten die Tabakwerbung retten 

Nach langem Widerstand wollen sich CDU und CSU dazu durchringen, die Tabakwerbung einzuschränken. Doch Lobbyisten verunsichern Politiker gezielt mit irreführenden Behauptungen. (Spiegel online, 15.04.2019)

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/tabakwerbung-das-maerchen-vom-totalen-werbeverbot-a-1262677.html

Zahl der Drogentoten stagniert auf hohem Niveau

Berlin – Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist nach einem leichten Rückgang zu­letzt fast konstant geblieben – doch im Kampf gegen Heroin, Kokain und immer neue Psycho-Substanzen gibt es keine Entwarnung. Am Konsum illegaler Stoffe starben im vergangenen Jahr 1.276 Menschen. (aerzteblatt.de, 10.04.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/102330/Zahl-der-Drogentoten-stagniert-auf-hohem-Niveau

Notfallmedikament nicht verfügbar: Regulieren und entkriminalisieren

Mehr als 1.200 Drogentote im Jahr 2018: Verbände fordern Ende der Verbotspolitik. (Junge Welt, 16.04.2019)

https://www.jungewelt.de/artikel/353110.notfallmedikament-nicht-verf%C3%BCgbar-regulieren-und-entkriminalisieren.html

JES. 1276 Drogentodesfälle - Trauer allein hilft wenig. Konsequente Risikominimierung ist angesagt!

Anlässlich der Verkündung der Zahl der drogenbedingten Todesfälle des Jahres 2018, greift die Bundesdrogenbeauftragte in ihren Überlegungen zur Reduktion von Todesfällen erneut deutlich zu kurz. 
Nach Einschätzung des JES Bundesverbands sowie des Landesverbands JES NRW kommt dem Thema der Schadensminderung (Harm Reduktion) eine zu geringe Bedeutung in der Arbeit der Drogenbeauftragten zu. 

Wir vermissen die Darstellung der positiven Effekte von evidenzbasierten Maßnahmen und Angeboten wie Drogenkonsumräumen, Drug Checking (also eine Analyse illegalisierter Drogen) und Naloxon durch die Drogenbeauftragte. Dies wäre ein wichtiges Signal an die Kommunen und Länder. Stattdessen wird das Thema „Harm Reduktion“ als wichtige Säule der Drogenpolitik in Deutschland fast ganz verschwiegen. (JES Bundesverband, 12.04.2019)

https://www.openpr.de/news/1045292/1276-Drogentodesfaelle-Trauer-allein-hilft-wenig-Konsequente-Risikominimierung-ist-angesagt.html

Bundestagsanfrage: Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten

Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion

Deutscher Bundestag, Drucksache 19/8294, 19. Wahlperiode, 13.03.2019

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/082/1908294.pdf

Nordrhein-Westfalen unterstützt bundesweites Rauchverbot in Autos

Düsseldorf – Die Front für ein bundesweites Rauchverbot in Autos, wenn Minderjährige oder Schwangere Beifahrer sind, wird größer. Auch Nordrhein-Westfalen (NRW) macht nun Druck auf die Bundesregierung. (aerzteblatt.de, 21.03.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101825/Nordrhein-Westfalen-unterstuetzt-bundesweites-Rauchverbot-in-Autos

Drogenbeauftragte: Lobbyisten reden Patienten Cannabis ein

(...) „Uns ist vollkommen klar, dass es Druck von Patienten gibt, denen von Lobbyisten eingeredet wird, dass Cannabis immer die beste Medizin ist“, sagte Marlene Mortler am Rande einer UN-Drogenkonferenz in Wien. (aerzteblatt.de, 18.03.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101717/Drogenbeauftragte-Lobbyisten-reden-Patienten-Cannabis-ein

Mehrheit der Bevölkerung für völliges Verbot von Tabakwerbung

Berlin – In der Diskussion um Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ist laut einer Umfrage eine große Mehrheit der Bundesbürger für ein Ende der Tabakwerbung (...) wie die Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft ergab. (aerzteblatt.de, 25.02.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101296/Mehrheit-der-Bevoelkerung-fuer-voelliges-Verbot-von-Tabakwerbung

Abgabe von Suizidmitteln: Diskussion beginnt von Neuem

Osterloh, Falk

Dtsch Arztebl 2019; 116(9): A-401 / B-329 / C-325

https://www.aerzteblatt.de/archiv/205805

Ärzte gegen Verkauf von Suizidmitteln für Schwerkranke

Berlin – Die Bundesärztekammer lehnt Neuregelungen ab, die Schwerkranken den Kauf von Medikamenten zur Selbsttötung ermöglichen. „Ärzte leisten Hilfe beim Sterben, aber nicht zum Sterben“, heißt es in der Stellungnahme für eine Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags an diesem Mittwoch. (aerzteblatt.de, 19.02.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101190/Aerzte-gegen-Verkauf-von-Suizidmitteln-fuer-Schwerkranke

Tabakwerbeverbot. Montgomery: Umfassendes Tabakwerbeverbot muss jetzt kommen

Berlin – Zur Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), sich für weitere Einschränkungen bei der Tabakwerbung einzusetzen, erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer:

„Es ist gut, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein Werbeverbot für Tabakprodukte unterstützt. Mit einem Verbot der Werbung an Hauswänden oder Bushaltestellen würde Deutschland endlich zum Rest der EU aufschließen, denn in allen anderen EU-Ländern sind solche Plakate schon längst nicht mehr erlaubt. In Anbetracht von 120.000 Tabak-Toten jährlich reicht ein Ende der Plakatwerbung allein allerdings nicht aus. Weitere Schritte müssen folgen. Wir brauchen ein umfassendes Werbeverbot, das auch die E-Zigaretten mit einschließt. Dies fordern die Bundesärztekammer und Deutsche Ärztetage schon seit Jahren. Natürlich würde ein konsequentes ‚Nein‘ zur Tabakwerbung den Zigarettenherstellern nicht schmecken. Aber es wäre ein klares Signal der Politik, dass ihr die Gesundheit der Bevölkerung wichtiger ist als die Gewinne der Tabak-Konzerne.“ (Bundesärztekammer, Pressemitteilung, 12.02.2019)

https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/montgomery-umfassendes-tabakwerbeverbot-muss-jetzt-kommen/

Experten fordern mehr Hilfen für Kinder mit suchtkranken Eltern

Berlin – Nach Angaben von Experten wachsen in Deutschland rund drei Millionen Kinder in Familien mit suchtkranken Eltern auf. Für die betroffenen Kinder könne dies schwerwiegend Folgen haben, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), heute in Berlin. (aerzteblatt.de, 11.02.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101034/Experten-fordern-mehr-Hilfen-fuer-Kinder-mit-suchtkranken-Eltern

Spahn für weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten

Hamburg – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich im Kampf gegen Krebs für ein weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten ausgesprochen. „Die Zahlen sprechen für sich: Ein Fünftel aller neuen Krebserkrankungen lassen sich allein aufs Rauchen zurückführen“, sagte Spahn dem Spiegel. Als Gesundheitsminister unterstütze er deshalb Vorschläge, die Tabakwerbung weiter einzuschränken. (aerzteblatt.de, 11.02.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101009/Spahn-fuer-weitreichendes-Werbeverbot-fuer-Zigaretten

Bewegung im Streit um Verbot der Tabak-Plakatwerbung

Berlin – In die seit langem festgefahrene Debatte um ein Verbot der Tabakwerbung auf Plakatflächen in Deutschland kommt erste Bewegung. Die Fachpolitiker der Union im Bundestag einigten sich weitgehend darauf, dass die bestehenden Beschränkungen auch auf Außenwerbung ausgeweitet werden sollen. (aerzteblatt.de, 04.02.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100852/Bewegung-im-Streit-um-Verbot-der-Tabak-Plakatwerbung

Nach langem Schweigen: Andrea Nahles befürwortet Cannabis-Modellprojekte

Bewegen sich die Sozialdemokraten beim Cannabis? Am vergangenen Donnerstag erklärte SPD-Chefin Andrea Nahles auf dem Portal „Abgeordnetenwatch“, eine Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten und Modellprojekte zur regulierten Abgabe zu befürworten. Erst wenige Tage zuvor hatte die SPD-Bundestagsfraktion ihre Beschlussfassung zur Cannabispolitik verschoben. (DAZ – Deutsche Apothekerzeitung, 21.01.2019)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/01/21/nach-langem-schweigen-andreas-nahles-befuerwortet-cannabis-modellprojekte/

Verbände fordern umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte und E-Zigaretten

Tabakwerbung und die Werbung für E-Zigaretten ist insbesondere für Jugendliche und auch Kinder attraktiv und macht ein umfassendes Verbot unumgänglich. Studien zeigen, dass insbesondere junge Menschen auf Tabakaußenwerbung reagieren – 75 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehmen diese wahr. Besonders ins Auge fallen dabei Plakatwände. Neben dem Freundeskreis ist Zigarettenwerbung der häufigste Grund für junge Menschen, mit dem Rauchen anzufangen. Stärker als bei anderen Produkten haben Studien eine klare Verbindung zwischen der Wahrnehmung von Zigarettenwerbung und dem Rauchverhalten festgestellt. Dabei zeigen Tabakwerbeverbote Wirkung: In Ländern mit umfassenden Verbotsregelungen ist ein deutlich größerer Rückgang des Tabakkonsums zu verzeichnen. Allerdings funktioniert das vor allem dann, wenn Werbeverbote umfassend sind.

Ein Bündnis von 13 Verbänden und Organisationen fordert daher ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte und E-Zigaretten. Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Deutschen Krebshilfe, dem Deutschen Krebsforschungszentrum, dem IFT Nord und der Deutschen Allianz Nichtübertragbarer Krankheiten haben u.a. das Netzwerk rauchfrei plus, die Fachstelle für Suchtprävention Berlin, der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, die Verbraucherorganisation SumOfUs und das Projekt Unfairtobacco den Appell unterzeichnet. (berlin-suchtpraevention.de, 29.01.2019)

https://www.berlin-suchtpraevention.de/verbaende-fordern-umfassendes-werbeverbot-fuer-tabakprodukte-und-e-zigaretten/

BZgA. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit – eine Herausforderung für Kommunen

Köln, 06. Dezember 2018.Gemeinden und Kreise werden künftig bei der Prävention jugendlichen Alkoholkonsums stärker auf integrierte Strategien setzen. Darüber informiert die Dezember-Ausgabe des Newsletters ALKOHOLSPIEGEL der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Auf diese Weise wollen Kommunen auf Herausforderungen reagieren, die mit neuen Entwicklungen beim jugendlichen Ausgehverhalten einhergehen – etwa dem „Vorglühen“ im öffentlichen Raum, auf Grünflächen, Spielplätzen oder auf dem Bürgersteig vor Verkaufsstellen. Dieser Trend ist in vielen Städten mit Problemen wie Rauschtrinken, häufig auch mit Lärm, Müll, Sachbeschädigungen, Unfällen und Gewaltdelikten verbunden.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, weist in diesem Zusammenhang auf die Präventionsangebote als Hilfe für die Kommunen hin: „Um alkoholbedingten Problemen in Kommunen begegnen zu können, müssen sich alle beteiligten Akteure vernetzen und austauschen. Dazu gehören Suchtpräventionskräfte, die Jugendhilfe, Ordnungs- und Gesundheitsämter, aber auch die Polizei sowie Festveranstalter und Gastronomiebetreiber. Die BZgA unterstützt Kommunen bei diesem Netzwerkmanagement mit Fortbildungen, individuellen Beratungen und Projektbegleitung vor Ort sowie mit überregionalen Multiplikatorenkonferenzen.“ (BZgA, Pressemitteilung, 06.12.2018)

https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/2018-12-06-alkoholkonsum-in-der-oeffentlichkeit-eine-herausforderung-fuer-kommunen/