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SuizidbeihilfeGesundheitsministerium verwehrt Schwerstkranken todbringende Medikamente

Schwerstkranke dürfen nach einem Gerichtsurteil in "extremen Notlagen" Medikamente erhalten, um ihr Leben zu beenden. Das will das Gesundheitsministerium künftig unterbinden. (Spiegel online, 29.06.2018)
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/suizidbeihilfe-schwerstkranke-erhalten-keine-todbringenden-medikamente-a-1215871.html

Berlin. Expertenstreit über Cannabis

Berlin: (hib/PK) Eine mögliche Legalisierung und kontrollierte Abgabe von Cannabis ist unter Experten weiter heftig umstritten. Das zeigte sich bei einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses am Mittwoch in Berlin, in der es um Anträge der Fraktionen von FDP und Die Linke sowie um einen Cannabis-Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ging. (hib – Heute im Bundestag, 27.06.2018)

https://www.bundestag.de/hib#url=L3ByZXNzZS9oaWIvMjAxOF8wNi8tLzU2MjIwNA==&mod=mod454590

Klöckner gegen Mindestpreis für Alkohol in Deutschland

Berlin – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat die Forderung von Suchtexperten nach einem am Beispiel Schottlands angelehnten Mindestpreis für Alkohol in Deutschland zurückgewiesen. „Wein zum Beispiel schadet der Gesundheit nicht – wenn man ihn maßvoll genießt“, sagte Klöckner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (aerzteblatt.de, 22.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95332/Kloeckner-gegen-Mindestpreis-fuer-Alkohol-in-Deutschland

Berlin. Anhörung im Gesundheitsausschuss: Experten streiten über Cannabis-Legalisierung im Bundestag

Was lange währt, wird endlich legal? Das Stimmungsbild bei der öffentlichen Anhörung zur Cannabis-Legalisierung im Bundestag am gestrigen Mittwoch war gemischt. Die Argumente der Befürworter und Gegner der Cannabisprohibition wiederholen sich seit Jahren. Sollte es zu einer Legalisierung kommen, sind sich Grüne, Linke und der Deutsche Hanfverband einig, dass Freizeit-Cannabis kein Fall für die öffentliche Apotheke ist.  (Deutsche Apotheker Zeitung, 28.06.2018)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/06/28/cannabis-expertenanhoerung-flashback-der-argumente/chapter:1

Zahl der Drogentoten nimmt erstmals seit 2012 ab 

2017 starben an den Folgen ihres Drogenkonsums fünf Prozent weniger Menschen als 2016. Die Drogenbeauftragte fordert, dass wer mit Drogen erwischt wird, wählen darf, wie er bestraft wird. (sueddeutsche.de, 15.05.2018)

http://www.sueddeutsche.de/panorama/drogenbeauftragte-der-bundesregierung-zahl-der-drogentoten-nimmt-erstmals-seit-ab-1.3980392

Experten halten Deutschland für drogenpolitisches Entwicklungsland

Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen Drogen nach Ansicht von Suchtexperten die falschen Prioritäten.

Rekordzahlen bei der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten stehe ein Versagen im Eindämmen des Tabak- und Alkoholkonsums gegenüber, heißt es in dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2018.

Neben einer Regulierung der Abgabe und der Kontrolle der Qualität von Drogen fordern die Autoren unter anderem ein vollständiges Werbe- und Sponsoringverbot für Tabakfirmen, eine Anhebung der Alkoholsteuer sowie Warnhinweise etwa auf Weinflaschen. Außerdem spricht sich der Bericht für eine Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten aus. (Frankfurter Rundschau, 27.06.2018)

http://www.fr.de/politik/sucht-experten-halten-deutschland-fuer-drogenpolitisches-entwicklungsland-a-1533602

Deutschland. 1 272 Menschen verstarben 2017 an den Folgen ihres Drogenkonsums

Drogenbeauftragte: „Ein Ausbau der kommunalen Suchthilfe und frühere Hilfen für Abhängige können Leben retten!“ 

Berlin. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, hat heute in Berlin die neuen Zahlen der an illegalen Drogen verstobenen Menschen vorgestellt. Waren es 2016 noch 1 333, verstarben im vergangenen Jahr 1 272 Personen. Demnach sind 2017 fünf Prozent weniger Menschen als 2016 an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben. Die größte Gruppe bilden wie in den vorherigen Jahren Männer, das durchschnittliche Alter der Verstorbenen betrug 39 Jahre. (Bundesdrogenbeauftragte, 15.05.2018)

https://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/2018/2018-2quartal/1-272-menschen-verstarben-2017-an-den-folgen-ihres-drogenkonsums/

Der 5. Alternative Drogen- und Suchtbericht wurde am 27.06. in Berlin vorgestellt. 

Herausgeber: akzept e.V.

http://www.akzept.org/uploads0517/akzeptADSB2018web.pdf

Ärztetag. Tabakaußenwerbeverbot erneut angemahnt

Erfurt – Bereits der 120. Deutsche Ärztetag hat die Bundesregierung aufgefordert, Tabakaußenwerbung gesetzlich zu verbieten. Der 121. Ärztetag hat diese Mahnung in diesem Jahr erneuert. Ein Werbeverbot leiste einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Raucherprävalenz und der mit dem Tabakkonsum assoziierten Krankheits- und Todesfälle, heißt es von den Delegierten des Ärzteparlaments. Sie monierten, Deutschland sollte nicht als letztes europäisches Land Tabakaußenwerbung erlauben, sondern vielmehr seinen Bürgern den bestmöglichen Gesundheitsschutz bieten. (aerzteblatt.de, 14.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95139/Tabakaussenwerbeverbot-erneut-angemahnt

Welt-Drogentag 2018. Bundesärztekammer: Finger weg von Drogen

Berlin - „Finger weg von jeglichen Drogen.“ Dazu rufen Dr. Josef Mischo und Erik Bodendieck, beide Vorsitzende der Bundesärztekammer-Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“, zum Welt-Drogentag am 26. Juni auf. Das gelte für sogenannte legale Drogen wie Tabak und erst recht für illegale Substanzen. Dabei solle auch der Konsum von Cannabis nicht verharmlost werden. „Je jünger die Konsumenten, desto schwerwiegender die Folgen“, so Mischo. 

Durch eine Legalisierung von Cannabis würden die gesundheitlichen Gefahren des Cannabiskonsums verharmlost und präventive Bemühungen im Suchtbereich konterkariert, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zur öffentlichen Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags am 27. Juni 2018. Nach Einschätzung der BÄK würde eine Cannabis-Freigabe zu steigenden Konsumentenzahlen führen und den medizinischen Behandlungsbedarf erhöhen. Die jüngst vorgelegte und vom Bundesgesundheitsministerium geförderte CaPRis-Studie zeigt unter anderem auf, dass es durch Cannabiskonsum zu eingeschränkter Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Psychomotorik sowie hirnstrukturellen Veränderungen kommt. Zudem steigt das Risiko für psychotische Störungen und die Entwicklung eines cannabisbezogenen Abhängigkeitssyndroms deutlich an. (Bundesärztekammer, 25.06.2018)

http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/finger-weg-von-drogen/

Maßnahmen gegen Alkoholkonsum"Ich halte Mindestpreise für eine sehr gute Idee"

Fast elf Liter reiner Alkohol pro Jahr: Der Alkoholkonsum in Deutschland ist höher als in vielen anderen europäischen Ländern. Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation rät zu harten Maßnahmen. (Spiegel online, 08.05.2018)

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/who-experte-zu-alkohol-konsum-mindestpreise-sind-eine-gute-idee-a-1206796.html

Neue BZgA-Daten zum Cannabiskonsum zeigen deutlichen Anstieg bei jungen Männern
Zum Weltdrogentag am 26. Juni 2018 warnen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor den Risiken des Cannabiskonsums. Wie neue Studienergebnisse der BZgA zeigen, ist der Konsum von Cannabis bei 12- bis 25-Jährigen in Deutschland in den vergangenen Jahren angestiegen.
So gaben 16,8 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent. Besonders deutlich ist der Anstieg bei jungen Männern in dieser Altersgruppe. Aktuell gibt etwa jeder Vierte (22,9 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis zu sich genommen zu haben (2008: 14,8 Prozent).
Dazu erklärt Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Dieser Anstieg ist keine gute Nachricht und verdeutlicht mal wieder, dass Cannabis nicht weiter verharmlost werden darf. Gerade mit Blick auf diese Droge brauchen wir mehr Prävention. Die ständige Debatte um die Legalisierung führt in die falsche Richtung. Sie suggeriert gerade den Jüngeren, Cannabis sei eine ungefährliche Substanz - das ist schlicht und einfach falsch! Das Cannabis von heute hat mit der vergleichsweise schwachen Droge von vor 20 Jahren wenig gemein. Unser Ziel muss weiterhin sein, die Menschen davon zu überzeugen gar nicht zu kiffen, anstatt ihnen den Weg zum nächsten Joint so leicht wie möglich zu machen.“ (BZgA, 21.06.2018)
https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=1227

Ärztetag fordert besseren Schutz von Ärzten vor Gewalt

Erfurt – Der 121. Ärztetag in Erfurt hat an Politik und Gesellschaft appelliert, mehr Anstrengungen zu unternehmen, Ärztinnen und Ärzte, medizinisches Personal und Rettungskräfte vor Gewalt und Aggressionen zu schützen. (aerzteblatt.de, 10.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95094/Aerztetag-fordert-besseren-Schutz-von-Aerzten-vor-Gewalt

Kiel. Landtag fordert Rauchverbot in Autos mit Kindern

Kiel – Im schleswig-holsteinischen Landtag ist parteiübergreifend ein bundesweites Rauchverbot in Autos gefordert worden, in denen Kinder sitzen. „Das Rauchverbot für Autos mit Kindern muss her, besser heute als morgen“, sagte der SPD-Abgeordnete Tobias von Pein. Deutschland hinke im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern hinterher, in denen es bereits ein solches Verbot gebe. (aerzteblatt.de, 15.06.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95848/Landtag-fordert-Rauchverbot-in-Autos-mit-Kindern

Berlin. G-BA-Legitimation: FDP geht auf Frontationskurs zum Gesundheitsministerium

Berlin – Die FDP hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Streit um ein Gutachten zur verfassungsgemäßen Legitimation des Gemeinsamen Bundesausschus­ses (G-BA) offiziell um die Informationserteilung nach dem Informationsfreiheitsgesetz gebeten. (aerzteblatt.de, 10.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95078/G-BA-Legitimation-FDP-geht-auf-Frontationskurs-zum-Gesundheitsministerium

Eine moderne Drogenpolitik nützt allen - Eine Handreichung für die Politik 

Inhalt

Einleitung – Gemeinsam das Mögliche möglich machen: Drogenpolitik auf wissenschaftlicher Basis kann viele Menschen vor Abhängigkeit, Gesundheitsschäden und dem Tod bewahren. 

Das Betäubungmittelgesetz auf den Prüfstand: Eine Evaluation und Reform der deutschen Drogengesetzgebung hilft Betroffenen und ermöglicht mehr Kontrolle.

Keine Werbung für Suchtmittel: Gegen die immensen Schäden durch Tabak und Alkohol helfen ein Werbeverbot und Schadensminimierung.

Ein Nasenspray, das Leben rettet: Das Notfallmedikament Naloxon kann die Zahl der Drogentoten senken.

Raum für Sicherheit: Drogenkonsumräume retten Leben, verhindern HIV- und Hepatitis-Infektionen und beruhigen Wohnviertel. 

Prävention gehört hinter Gitter: Zahlreiche HIV- und Hepatitis-Infektionen sowie Rückfälle in Haft 

lassen sich vermeiden.

Sicher durch die Nacht: „Safer Nightlife“ wirkt gegen Todesfälle, Gesundheitsschäden und Sucht.

Barcelona weist den Weg: Katalonien und seine Hauptstadt hatten den Mut zu einer innovativen Drogenpolitik. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Herausgeber: Deutsche AIDS-Hilfe e.V., akzept e.V., JES – Bundesverband e.V., 2018

http://www.akzept.org/uploads0517/MediumDrogenpolitik40SInternet.pdf

Arzneimittelfälschungsschutz betrifft rund 700 Millionen Packungen pro Jahr

Bonn – Auf die Bedeutung des kommenden Fälschungsschutzes für Arzneimittel hat heute das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hingewiesen. „Arzneimittelfälschungen können für Patienten gravierende gesundheitliche Folgen haben. Die Fälscher nehmen in Kauf, dass schwerkranke Patienten möglicherweise mit verfälschten oder unwirksamen Substanzen behandelt werden“, sagte der BfArM-Präsident Karl Broich heute bei einer Tagung zum Thema. (aerzteblatt.de, 08.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95028/Arzneimittelfaelschungsschutz-betrifft-rund-700-Millionen-Packungen-pro-Jahr

Aufruf: 21. Juli 2018 - Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

Bundesarbeitsgemeinschaft der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, JES Bundesverband, Deutsche AIDS-Hilfe,  Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, akzept

http://www.akzept.org/uploads0517/Gedenktag2018final.pdf

Deutschland: Suchtexperten fordern höhere Preise für Alkohol

Ein Mindestpreis wie in Schottland würde auch in Deutschland übermäßigen Konsum verhindern, meinen Experten. Die Bundesregierung zeigt sich offen dafür. (zeit.de, 04.05.2018)

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-05/deutschland-alkohol-mindestpreis-suchtexperten-schottland

Reitox Jahresbericht für Deutschland 2017

Mit dem Reitox-Bericht 2017 erscheint das aktuelle Standardwerk zur Situation illegaler Drogen in Deutschland. Der ca. 10-seitige deutschsprachige Kurzbericht gibt einen kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Ausführliche Informationen zu einzelnen Themen finden sich in den jeweiligen Workbooks in deutscher und englischer Sprache.  (DBDD – Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, 2018)

https://www.dbdd.de/

Höhere Preise für Alkohol in Deutschland angemahnt

Berlin – Suchtexperten und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung dringen auf höhere Preise für Alkohol in Deutschland. „Wer den Alkoholkonsum reduzieren will, muss dafür sorgen, dass die in Deutschland unverhältnismäßig niedrigen Preise für alkoholische Getränke angehoben werden“, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Raphael Gaßmann, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (aerzteblatt.de, 04.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/94920/Hoehere-Preise-fuer-Alkohol-in-Deutschland-angemahnt

EMCDDA. Der Country Drug Report 2018: Germany

Der Country Drug Report präsentiert einen Überblick über die Drogenproblematik in Deutschland. Die statistischen Daten wurden, falls nicht anders angegeben, von der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen- und Drogensucht an die EMCDDA übermittelt. 

Der Country Drug Report ist ausschließlich auf Englisch zum Download erhältlich.

http://www.emcdda.europa.eu/system/files/publications/8872/germany-cdr-2018-with-numbers.pdf

Drogenbeauftragte warnt vor Verharmlosung von Cannabis

Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), warnt vor einer Verharmlosung von Cannabis. „Wegen keiner anderen illegalen Droge müssen heute so viele Menschen behandelt werden wie wegen Cannabis“, sagte sie der Welt. Das Cannabis auf dem Markt sei nicht harmlos und solle nicht als Lifestyleprodukt bagatellisiert werden. (aerzteblatt.de, 03.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/94892/Drogenbeauftragte-warnt-vor-Verharmlosung-von-Cannabis

Tabakwerbeverbot: Bundesregierung missachtet das Parlament

Berlin – Die Bundesregierung missachtet beim Tabakwerbeverbot, das nach wie vor nicht in Deutschland umgesetzt ist, den Bundestag. Das Parlament habe der Regierung bereits im Jahr 2004 mit der Verabschiedung des Gesetzes zum Tabakrahmenübereinkommen einen eindeutigen Handlungsauftrag gegeben, alle Formen des Tabakmarketings zu unterbinden, heißt es in einem Antrag der Linken. (aerzteblatt.de, 08.06.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95730/Tabakwerbeverbot-Bundesregierung-missachtet-das-Parlament

Vortrag der DHS Fachkonferenz 2017: Soziale Ungleichheit, Armut und Gesundheit – „Suchtprävention muss eben auch gleichzeitig anknüpfen an eine Verringerung oder Bekämpfung der sozialen Ungleichheit, sonst wird sie keinen Erfolg haben.“

Die vergangene 57. Fachkonferenz Sucht beleuchtete mit Suchtfragen verwandte Themen. Häufig betont, aber wenig beachtet, werden die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit, Armut und Suchtfragen. Statistische Daten hierzu liegen in großer Zahl vor. Alleine: Gesundheitspolitik in Deutschland, gleich auf welcher Ebene, ist selten konsistent, und vor allem geht sie in ihrem tatsächlichen Handeln von der Vorstellung aus, soziale Faktoren seien als gegeben hinzunehmen. Dabei zeigte uns schon das sog. „Hartz IV“, wie schnell und grundlegend soziale Verhältnisse geändert werden können. Wenn auch in die falsche, weil exkludierende, Richtung. Gelegentlich der vergangenen DHS Fachkonferenz Sucht hielt Prof. Dr. Christoph Butterwegge einen Vortrag zu diesen Zusammenhängen, den wir mit seiner freundlichen Genehmigung an dieser Stelle gerne veröffentlichen. (DHS-Newsletter, 1/2018, 27.04.2018)

http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Veranstaltungen/Fachkonferenz_2017/Vortrag_Butterwegge.pdf

Bundesärztekammer plädiert für Verbot der Tabakaußenwerbung

Berlin – Für ein Verbot der Außenwerbung für Tabakprodukte in Deutschland hat sich anlässlich des heutigen Welt-Nichtrauchertags erneut die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) ausgesprochen. Deutschland sollte nicht als letztes europäisches Land Tabakaußen­werbung erlauben, sondern vielmehr seinen Bürgern den bestmöglichen Gesund­heitsschutz bieten, sagte Josef Mischo, Vorsitzender der BÄK-Arbeitsgruppe Sucht und Drogen. Ein Tabakwerbeverbot sei eine gezielte Präventionsmaßnahme, mit der tabakbedingte Erkrankungen eingedämmt werden könnten. (aerzteblatt.de, 31.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95523/Bundesaerztekammer-plaediert-fuer-Verbot-der-Tabakaussenwerbung