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100.000 Substituierte - Eine Initiative der Deutschen Aidshilfe, des JES-Bundesverbands sowie von Akzept mit Unterstützung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung 

https://www.aidshilfe.de/shop/pdf/12004

05.05.2021: Aktionstag Substitution

Wir wissen, dass die meisten Einrichtungen der Aids- und Drogenhilfe seit mehr als einem Jahr unter besonderen und erschwerten Bedingungen arbeiten. Dennoch haben wir uns entschlossen, erstmalig einen Aktionstag Substitution zu lancieren, der Vor Ort mit geringem Aufwand durchgeführt werden kann.

Hier findet ihr nun das Anschreiben als SAVE THE DATE sowie eine Datei, in der wir Formen der Umsetzung vorschlagen, die die aktuelle Situation in euren Einrichtungen berücksichtigt. Wie freuen uns, wenn sich auch eure Einrichtung beteiligt und ein Zeichen für den Ausbau der Substitution setzt. (JES-Bundesverband, 21.03.2021)

https://www.jes-bundesverband.de/2021/03/save-the-date-05-05-2021-aktionstag-substitution/

DAH. „Drogentote sind oft Opfer verfehlter Drogenpolitik“

Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 1.581 Menschen infolge des Konsums illegalisierter Drogen – und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr (1.398). Der Anstieg der letzten Jahre setzte sich damit fort. Das geht aus einer heute vorgelegten Statistik der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), hervor. (DAH – Deutsche AIDS-Hilfe, 26.03.2021)

https://www.aidshilfe.de/meldung/drogentote-oft-opfer-verfehlter-drogenpolitik

Zahl der Drogentoten erneut deutlich gestiegen

Berlin – Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist erneut deutlich gestiegen. Wegen des Konsums illegaler Substanzen starben im vergangenen Jahr 1.581 Menschen, wie die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) heute mitteilte. Das waren 183 gemeldete Fälle (13 Prozent) mehr als 2019. (aerzteblatt.de, 25.03.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/122397/Zahl-der-Drogentoten-erneut-deutlich-gestiegen

Zukunftsfähige Perspektiven für Suchtberatungsstellen - Suchthilfe stärker als kommunale Dienstleistung positionieren

Wolfgang Rosengarten in Konturen online, 16.03.2021

https://www.konturen.de/fachbeitraege/zukunftsfaehige-perspektiven-fuer-suchtberatungsstellen/

FDP fordert mehr Daten zur Prävention von Medikamentenmissbrauch

Berlin – Experten gehen von 2,9 Millionen Fällen von schädlichem und abhängigem Konsum von Medikamenten bei Erwachsenen zwischen 18-bis 64 Jahren aus (12-Monats-Prävalenz). Prävention, Angebote der Suchthilfe sowie Aufklärung und verantwortungsvolle Abgabe von Ärzten und Apothekern können dem Problem entgegenwirken.

Der Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Wieland Schinnenburg, wirft der Bundesregierung jetzt vor, sich nicht ausreichend mit dem Thema Medikamentenmissbrauch zu beschäftigen. (aerzteblatt.de, 19.02.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121344/FDP-fordert-mehr-Daten-zur-Praevention-von-Medikamentenmissbrauch

Krank ohne Kasse – Gesundheitsversorgung in Deutschland – Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Andrew Ullmann, Gyde Jensen, Michael Theurer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP– Drucksache 19/25747 

Deutscher Bundestag, Drucksache 19/26113, 19. Wahlperiode, 25.01.2021

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/261/1926113.pdf

Mehr als 60.000 Menschen ohne Krankenversicherung

Berlin – In Deutschland leben rund 61.000 Menschen ohne Krankenversicherungsschutz – Menschen ohne Papiere nicht eingerechnet. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor. (aerzteblatt.de, 02.02.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120777/Mehr-als-60-000-Menschen-ohne-Krankenversicherung

Lebensgefährliche synthetische Cannabinoide bedrohen Bevölkerung

Berlin. Der Deutsche Hanfverband ruft Bundesgesundheitsminister Spahn dazu auf, die Gesundheit von Millionen Cannabiskonsumenten zu schützen. Es gibt in den Medien alarmierende Berichte über Menschen, die sich unwissentlich mit synthetischen Cannabinoiden vergiftet haben. Viele Erfahrungsberichte, die beim DHV eingehen, bestätigen das. Synthetische Cannabinoide, die bis zu hundert Mal stärker als das in Cannabis enthaltene THC wirken und ein höheres Abhängigkeitspotential besitzen, werden auf CBD-Hanf oder minderwertige Cannabisblüten aufgetragen und sorgen so für zum Teil tödlichen Vergiftungen. Sie bergen unkalkulierbare gesundheitliche Gefahren, da die Konsumenten annehmen, sie würden herkömmliches Cannabis und keine hochpotenten synthetischen Cannabinoide konsumieren. (DHV – Deutscher Hanfverband, 25.01.2021)

https://hanfverband.de/nachrichten/pressemitteilungen/lebensgefaehrliche-synthetische-cannabinoide-bedrohen-bevoelkerung

Verordnung von Medizinalcannabis: FDP will Genehmigungspflicht der Kassen abschaffen

Berlin – Die Verordnung von medizinischem Cannabis sollte nicht länger an eine verpflichtende Genehmigung durch die Krankenkasse geknüpft sein. Das sieht ein Gesetzentwurf der FDP-Fraktion vor, der dem Deutschen Ärzteblatt eklusiv vorliegt, und den die Partei jetzt beschlossen hat. Der Entwurf soll zeitnah dem Bundestag zur weiteren Beratung zugeleitet werden. (aerzteblatt.de, 21.01.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120389/Verordnung-von-Medizinalcannabis-FDP-will-Genehmigungspflicht-der-Kassen-abschaffen

Von der Abstinenz zur Akzeptanz. Wegmarken der deutschen Drogenpolitik und Suchthilfe

Henning Schmidt-Semisch, bpb - Bundeszentrale für politische Bildung, 27.11.2020

https://www.bpb.de/apuz/rausch-und-drogen-2020/321820/wegmarken-der-deutschen-drogenpolitik-und-suchthilfe

Sanofi Symposium beim 29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin e.V.: „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“ (Video)

Wie erging es Substitutionspatienten während der ersten Pandemie-Phase? Wie wurde deren Versorgung sichergestellt? Wie waren Ihre Erfahrungen während dieser Zeit? 

In einem Interview mit einer Substitutionspatientin wurden diese Fragen erläutert. Gerade in dieser besonderen Zeit mit vielen neuen Herausforderungen zeigte sich, wie man die Substitutionsversorgung in Deutschland noch verbessern kann.

Die Substitutionsärzte Dr. Ulrich Bohr und Dr. Christoph von Ascheraden sowie die Apothekerin Christiane Fahrmbacher-Lutz diskutierten anlässlich des diesjährigen DGS Kongresse über „Die Corona-Pandemie – eine Chance für die Versorgung?“ u.a. mögliche Lösungsansätze für die Gewährleistung der Substitutionstherapie durch eine interdisziplinäre Kooperation. Vorgestellt und diskutiert wurden Strategien und Möglichkeiten die Substitutionstherapie während der Corona-Pandemie zu sichern, dabei wurden Vorteile und Limitationen über die Kooperation zwischen Apotheken und Praxen beleuchtet.

Zugeschaltet waren über 150 Teilnehmer, darunter Ärzte und Apotheker sowie Vertreter des Suchthilfesystems und Politik, die sich durch den Chat interaktiv am Diskurs beteiligten. (Sanofi, 07.12.2020, Video, 01:02:30)

https://www.youtube.com/watch?v=lNlLb3KEbKk

Drogenkonsum: FDP, Grüne und Linke attackieren den Drogenbericht der Bundesregierung

Die FDP kritisiert den Mangel an belastbaren Daten und bezeichnet den Bericht als „Ego-Show“ der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU). Ihr Drogenbericht enthalte wenig Neues, dafür jedoch jede Menge Fotos von Ludwig, kritisiert die Opposition. (Berliner Zeitung, 26.11.2020)

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/fdp-gruene-und-linke-attackieren-den-drogenbericht-der-bundesregierung-li.121586

Jahresbericht: Drogenpolitik setzt im Wesentlichen auf Prävention

Berlin – Einen deutlichen Zuwachs an Kokain und synthetischen Drogen gibt es aktuell auf dem Schwarzmarkt. Den größten Schaden richten immer noch die legalen Drogen Al­kohol und Tabak an. Hoch ist auch weiterhin der Konsum illegaler Drogen wie zum Bei­spiel Cannabis. Glücksspiele und Sportwetten nehmen zu. (aerzteblatt.de, 26.11.2020)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118756/Jahresbericht-Drogenpolitik-setzt-im-Wesentlichen-auf-Praevention

Neuer Bericht der Drogenbeauftragten Daniela Ludwig

Berlin. „Die Corona-Pandemie stellt auch Suchthilfesystem vor eine Jahrhundertaufgabe: Hilfe muss weitergehen – für Suchtkranke, ihre Familien und Kinder!“ 

(…) Schwerpunkte der Drogenbeauftragten sind aktuell der Ausbau lebensrettender Maßnahmen wie Substitution oder die bundesweite Verbreitung des Nasensprays Naloxon gegen Atemstillstand bei Überdosierungen. Hierdurch sollen Todesfälle durch den Konsum illegaler Drogen verhindert werden. (Bundesdrogenbeauftragte, 26.11.2020)

https://www.drogenbeauftragte.de/presse/detail/neuer-bericht-der-drogenbeauftragten-ludwig/

Sicherer Rauschmittelkonsum: Hessen will Drogentests ermöglichen 

Das Bundesinstitut für Arzneimittel blockiert bisher jeden Versuch für Drugchecking-Projekte. Hessen will seinen Versuch nun gerichtlich durchsetzen. (taz, 18.11.2020)

https://taz.de/Sicherer-Rauschmittelkonsum/!5725978/

Wohlfahrtsverbände wollen verlässliche Finanzierung der Suchtberatung

Berlin – Caritas, Diakonie und andere Wohlfahrtsverbände fordern, Suchtberatungsstellen in den Kommunen dauerhaft und verlässlich zu finanzieren. (aerzteblatt.de, 05.11.2020)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118089/Wohlfahrtsverbaende-wollen-verlaessliche-Finanzierung-der-Suchtberatung

Liebe Kiffer, Daniela Ludwig ist die falsche Zielscheibe

Die Drogenbeauftragte wird immer wieder Ziel von Shitstorms. Dabei müssten sich Leute, die Cannabis legalisieren wollen, eigentlich an jemand anderes wenden. (Vice, 19.10.2020)

https://www.vice.com/de/article/m7aq9p/liebe-kiffer-daniela-ludwig-ist-die-falsche-zielscheibe-cannabis-legalisierung

Gesundheit ist Menschenrecht. Der anonyme Krankenschein (Video)

In einem der reichsten Länder der Erde sollte man meinen, dass alle Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Aber Menschen ohne Aufenthaltsstatus haben keinen Zugang zum regulären Gesundheitssystem in Deutschland.Verschiedene Initiativen möchten das ändern.

Der Film stellt drei dieser Modelle vor. Während das Medinetz Bremen und die Humanitäre Sprechstunde Bremen nur über geringe Ressourcen verfügen und beileibe nicht alle adäquat versorgen können, bietet der Anonyme Krankenschein Thüringen (AKST) ein System, dass sowohl für die Patient*innen als auch die Ärzt*innen verlässlicher ist. 

Es kommen Menschen aus Jena und Bremen zu Wort, die sich engagiert um die kümmern, die krank sind und unsichtbar bleiben müssen. Eine Bremerin, die eine Zeit lang ohne Papiere leben musste, erzählt, wie sie mitten in Bremen aus allem ausgeschlossen war, bis sie über Medinetz ärztliche Hilfe bekommen konnte. Und die Mitarbeiter des AKST erzählen von Thüringen, wo ein anonymisierter Krankenschein allen Wege in das Gesundheitssystem öffnet – ganz ohne Angst und überlebenswichtig für viele.

Ein Film von Anne Frisius, in Zusammenarbeit mit MediNetz Bremen und Solidarity City Bremen (Jena/Bremen 2020, 34 min.)

https://vimeo.com/447258595

Umgang mit Drogen in der Öffentlichkeit: Welche Herausforderungen ergeben sich für die Sicherheit in Städten?

Institut für Suchtforschung der Frankfurt UAS evaluiert Maßnahmen und entwickelt Handlungsempfehlungen zur Schadensminimierung/offene Drogenszenen Frankfurts im Fokus. (Frankfurt University of Applied Sciences, 13.10.2020)

https://idw-online.de/de/news755779

Frankfurt/M. Bahnhofsviertel: „Frankfurt ist schuld am Crack-Konsum“

Forscher Bernd Werse spricht im FR-Interview über eine mögliche kontrollierte Abgabe von Crack und über die Situation der offenen Drogenszene im Bahnhofsviertel in Frankfurt.

Frankfurts Gesundheitsdezernent Majer (Grüne) fordert eine kontrollierte Abgabe von Crack im Bahnhofsviertel.

Forscher Bernd Werse von der Goethe-Uni sieht das kritisch.

Laut Werse sollte der Zugang zu Substitutionsmitteln weiter erleichtert werden. (Frankfurter Rundschau, 24.10.2020)

https://www.fr.de/frankfurt/crack-in-frankfurt-fuer-abhaengige-ist-die-stadt-schuld-an-ihrem-konsum-90079267.html

7. Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2020 

Hrsg.: akzept e.V., Deutsche Aidshilfe, Berlin im Oktober 2020

https://alternativer-drogenbericht.de/wp-content/uploads/2020/10/akzeptADSB2020web.pdf

WHO ruft Berlin zu schärferen Maßnahmen gegen das Rauchen auf

Genf – Deutschland hat im Kampf gegen das Rauchen nach Überzeugung der Weltge­sund­heitsorganisation (WHO) immer noch Nachholbedarf. (aerzteblatt.de, 28.09.2020)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116885/WHO-ruft-Berlin-zu-schaerferen-Massnahmen-gegen-das-Rauchen-auf

Ärzte für neues Tabakwerbeverbot – und weitere Schritte

Berlin – Ärztepräsident Klaus Reinhardt begrüßt die neuen Werbeverbote für dass Rauchen, die der Bundesrat heute beschlossen hat und fordert zugleich weitere Schritte vor allem zum Schutz von Kindern. (aerzteblatt.de, 18.09.2020)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116615/Aerzte-fuer-neues-Tabakwerbeverbot-und-weitere-Schritte

Rauschgiftkriminalität: Mehr Prävention und mehr Hilfsangebote

Berlin – Die Gesellschaft muss ihre Scheu ablegen, über Suchterkrankungen zu sprechen. Das hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), heute in Berlin angemahnt. „Sucht ist eine schwere Erkrankung“, sagte sie bei der Vorstellung des „Bundeslagebilds Rauschgiftkriminalität 2019“ des Bundeskriminalamtes (BKA). (aerzteblatt.de, 08.09.2020)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116317/Rauschgiftkriminalitaet-Mehr-Praevention-und-mehr-Hilfsangebote

Deutsche Drogenpolitik im Dornröschenschlaf? – Diachrone Betrachtungen aus der Kultur- und Sozialgeschichte

(…) Die Drogenstrategien vieler Länder – Portugal, Schweiz, Uruguay, USA, Kanada – haben sich entscheidend geändert. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren vergleichsweise wenig bewegt. Einzig das „medizinische Cannabisgesetz“ ist zu erwähnen. Ansonsten Stillstand allerorten. Und Stillstand ist im Kontext von Bewegung Rückschritt. Die deutsche Drogenpolitik – es sollte eigentlich die Rede von einer Substanz- und Gesundheitspolitik sein – ist immer noch im Dornröschenschlaf. Die Unmündigkeit und Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger in Sachen Substanzwissen und –konsum erscheint als leitende Handlungsmaxime. Deutsche Drogenpolitik nach fast einem Viertel im 21. Jahrhundert ist immer noch in den übermäßig prohibitiven Denkschablonen der Drogenpolitik des 20. Jahrhunderts verhaftet. (M.Klein in addiction.de, 03.09.2020)

https://www.addiction.de/deutsche-drogenpolitik/

Keine Krankenversicherung: SPD-Fraktion will Behandlung sicherstellen

Berlin – Die SPD im Bundestag fordert mit Blick auf die steigende Zahl von Menschen ohne Krankenversicherung einen Finanzierungsfonds für deren Behandlung. (aerzteblatt.de, 17.08.2020)

Keine Krankenversicherung: SPD-Fraktion will Behandlung sicherstellen