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Geesthacht/Lübeck. Unerlaubt Methadon verabreicht- Prozessauftakt gegen Ärzte vor Lübecker Landgericht 

In einem Prozess um die unerlaubte Abgabe der Ersatzdroge Methadon hat einer der beiden angeklagten Ärzte die Vorwürfe am Mittwoch vor dem Lübecker Landgericht zurückgewiesen. „Wir haben niemanden geschädigt, sondern schwerstkranken Patienten geholfen, die kein niedergelassener Arzt und kein Apotheker in seinen Räumen haben wollte“, sagte der 63 Jahre alte frühere Leiter der psychiatrischen Abteilung des Johanniter-Krankenhauses in Geesthacht. (Welt, 12.07.2018)

https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article179198074/Unerlaubt-Methadon-verabreicht.html

NRW / HolthausenMethadon gibt’s erstmal nur noch innenstadtnah

Holthausen(rö) Weil seit Ende Juni die Methadonpraxis an der Itterstraße geschlossen ist, wollten die Grünen nun von der Verwaltung im Gesundheitsausschuss wissen, wo deren Patienten seitdem versorgt werden. (rp-online, 10.07.2018)

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/holthausen-methadon-gibts-nur-noch-innenstadtnah_aid-23867421

Gesundheitsministerium: BfArM darf keine Suizidmittel ausgeben

Bonn/Berlin – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wendet sich gegen eine Ausgabe tödlicher Medikamente zum Zweck der Selbsttötung durch staatliche Verwaltungsbehörden. Es forderte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn auf, Patienten keine tödliche Dosis eines Betäubungsmittels zu verschaffen. (aerzteblatt.de, 29.06.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96168/Gesundheitsministerium-BfArM-darf-keine-Suizidmittel-ausgeben

Geesthacht. Methadon 2903 Mal illegal abgegeben: Chefarzt vor Gericht 

Vor dem Lübecker Landgericht beginnt am heutigen Mittwoch der Prozess gegen den früheren Chefarzt der psychiatrischen Abteilung des Geesthachter Johanniter-Krankenhauses. Der Mediziner soll laut Anklage der Staatsanwaltschaft in 2903 Fällen unerlaubt den Heroinersatzstoff Methadon abgegeben haben. (Lübecker Nachrichten, 11.07.2018)

http://www.ln-online.de/Lokales/Lauenburg/Methadon-2903-Mal-illegal-abgegeben-Chefarzt-vor-Gericht

Berlin. Expertenstreit über Cannabis

Berlin: (hib/PK) Eine mögliche Legalisierung und kontrollierte Abgabe von Cannabis ist unter Experten weiter heftig umstritten. Das zeigte sich bei einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses am Mittwoch in Berlin, in der es um Anträge der Fraktionen von FDP und Die Linke sowie um einen Cannabis-Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ging. (hib – Heute im Bundestag, 27.06.2018)

https://www.bundestag.de/hib#url=L3ByZXNzZS9oaWIvMjAxOF8wNi8tLzU2MjIwNA==&mod=mod454590

Lübeck. Prozess um unerlaubte Abgabe von Methadon

Lübeck – In einem Prozess um die unerlaubte Abgabe der Ersatzdroge Methadon hat einer der beiden angeklagten Ärzte die Vorwürfe heute vor dem Lübecker Landgericht zurückgewiesen. „Wir haben niemanden geschädigt, sondern schwerstkranken Patienten geholfen, die kein niedergelassener Arzt und kein Apotheker in seinen Räumen haben wollte“, sagte der 63 Jahre alte frühere Leiter der psychiatrischen Abteilung des Johanniter-Krankenhauses in Geesthacht. (aerzteblatt.de, 11.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96406/Prozess-um-unerlaubte-Abgabe-von-Methadon

Berlin. Anhörung im Gesundheitsausschuss: Experten streiten über Cannabis-Legalisierung im Bundestag

Was lange währt, wird endlich legal? Das Stimmungsbild bei der öffentlichen Anhörung zur Cannabis-Legalisierung im Bundestag am gestrigen Mittwoch war gemischt. Die Argumente der Befürworter und Gegner der Cannabisprohibition wiederholen sich seit Jahren. Sollte es zu einer Legalisierung kommen, sind sich Grüne, Linke und der Deutsche Hanfverband einig, dass Freizeit-Cannabis kein Fall für die öffentliche Apotheke ist.  (Deutsche Apotheker Zeitung, 28.06.2018)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/06/28/cannabis-expertenanhoerung-flashback-der-argumente/chapter:1

Drogenentzugssyndrom bei Babys nicht abrechnungsfähig

Celle – Tabak ist nach einem Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen keine Droge, zumindest hinsichtlich des Krankenhausvergütungsrechts. Unabhängig davon, ob Tabak und Nikotin im allgemeinen Sprachgebrauch als Drogen aufgefasst werden oder nicht, werde Tabak im Gesundheitssystem nicht mit Opiaten, Methadon oder Heroin gleichgesetzt, urteilten die Celler Richter in einem heute veröffentlichten Urteil (Az.: L 16 KR 43/16). (aerzteblatt.de, 09.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96321/Drogenentzugssyndrom-bei-Babys-nicht-abrechnungsfaehig

Experten halten Deutschland für drogenpolitisches Entwicklungsland

Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen Drogen nach Ansicht von Suchtexperten die falschen Prioritäten.

Rekordzahlen bei der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten stehe ein Versagen im Eindämmen des Tabak- und Alkoholkonsums gegenüber, heißt es in dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2018.

Neben einer Regulierung der Abgabe und der Kontrolle der Qualität von Drogen fordern die Autoren unter anderem ein vollständiges Werbe- und Sponsoringverbot für Tabakfirmen, eine Anhebung der Alkoholsteuer sowie Warnhinweise etwa auf Weinflaschen. Außerdem spricht sich der Bericht für eine Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten aus. (Frankfurter Rundschau, 27.06.2018)

http://www.fr.de/politik/sucht-experten-halten-deutschland-fuer-drogenpolitisches-entwicklungsland-a-1533602

Supermärkte dürfen Schockbilder von Zigarettenpackungen an Ladenkasse verdecken

München – Das Münchner Landgericht hat ein Urteil mit Signalwirkung für Tabakin­dustrie und Einzelhandel gesprochen: Supermärkte müssen die Schockbilder auf Zigarettenschachteln an der Ladenkasse nicht sämtlichen Kunden präsentieren, sondern dürfen diese im Verkaufsautomaten verdecken. (aerzteblatt.de, 05.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96267/Supermaerkte-duerfen-Schockbilder-von-Zigarettenpackungen-an-Ladenkasse-verdecken

Der 5. Alternative Drogen- und Suchtbericht wurde am 27.06. in Berlin vorgestellt. 

Herausgeber: akzept e.V.

http://www.akzept.org/uploads0517/akzeptADSB2018web.pdf

Neuer Preis für Maviret®: 8 Wochen 29.990 € 

Der neue Preis für das Hepatitis C-Medikament Maviret® (Glecaprevir/Pibrentasvir) gilt ab 1. Juli 2018. Die bestehenden Rabattverträge laufen weiter. (hepatitisandmore.de, 21.06.2018)

https://www.hepatitisandmore.de/aktuell/2018-06/hepatitis-c-maviret.shtml

Welt-Drogentag 2018. Bundesärztekammer: Finger weg von Drogen

Berlin - „Finger weg von jeglichen Drogen.“ Dazu rufen Dr. Josef Mischo und Erik Bodendieck, beide Vorsitzende der Bundesärztekammer-Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“, zum Welt-Drogentag am 26. Juni auf. Das gelte für sogenannte legale Drogen wie Tabak und erst recht für illegale Substanzen. Dabei solle auch der Konsum von Cannabis nicht verharmlost werden. „Je jünger die Konsumenten, desto schwerwiegender die Folgen“, so Mischo. 

Durch eine Legalisierung von Cannabis würden die gesundheitlichen Gefahren des Cannabiskonsums verharmlost und präventive Bemühungen im Suchtbereich konterkariert, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zur öffentlichen Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags am 27. Juni 2018. Nach Einschätzung der BÄK würde eine Cannabis-Freigabe zu steigenden Konsumentenzahlen führen und den medizinischen Behandlungsbedarf erhöhen. Die jüngst vorgelegte und vom Bundesgesundheitsministerium geförderte CaPRis-Studie zeigt unter anderem auf, dass es durch Cannabiskonsum zu eingeschränkter Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Psychomotorik sowie hirnstrukturellen Veränderungen kommt. Zudem steigt das Risiko für psychotische Störungen und die Entwicklung eines cannabisbezogenen Abhängigkeitssyndroms deutlich an. (Bundesärztekammer, 25.06.2018)

http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/finger-weg-von-drogen/

Neuer Preis für Epclusa® und Harvoni®. 

Die neuen Preise gelten ab 15. Juli. (hepatitisandmore.de, 27.06.2018)

https://www.hepatitisandmore.de/aktuell/2018-06/hepatitis-c-3.shtml

Petition: Forschung - Gezielter Einsatz von Forschungsgeldern für klinische Studien zum Einsatz von D,L-Methadon in der Krebstherapie vom 30.04.2018 (Zeichnungsfrist: 12.06.2018 – 10.07.2018)

Text der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Forschungsgelder aus öffentlicher Hand gezielt für klinische Studien zum Einsatz von D,L-Methadon (Methadonhydrochlorid) bei der Behandlung von Krebspatienten unterschiedlichster Tumorerkrankungen zur Verfügung gestellt werden sollen. Aufgrund abgelaufener Patentrechte lässt sich der Wirkstoff nicht mehr als Neuentwicklung vermarkten, daher ist das wirtschaftliche Interesse privater Firmen nicht vorhanden. (Zeichnungsfrist: 12.06.2018 – 10.07.2018)

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2018/_04/_30/Petition_78411.html

Gesundheitsministerkonferenz der Länder 2018 – Evaluation der Neuregelung zur substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Menschen

In der Gesundheitsministerkonferenz, die am 20./21.06. in Düsseldorf stattfand, haben die Ministrinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder einen Beschluss zur Evaluation der Neuregelung zur substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Menschen gefasst.

Sie begrüßen die mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) angestoßene Weiterentwicklung der Substitutionsbehandlung opioidabhängiger Menschen.

Sie messen der Evaluation der Auswirkungen dieser Neuregelung insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung und Weiterentwicklung dieses etablierten und evidenzbasierten Behandlungsangebots für drogenabhängige Menschen eine zentrale Bedeutung bei.

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder bitten das Bundesministerium für Gesundheit, die für Gesundheit zuständigen Landesressorts in die Entwicklung und Begleitung der Evaluation frühzeitig und kontinuierlich einzubeziehen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die inhaltliche Konkretisierung der zu erhebenden Daten sowie die zu untersuchenden Fragestellungen. (Beschlüsse der 91. GMK (2018), TOP: 10.18 Evaluation der Neuregelung zur substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Menschen) 

https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=727&jahr

Cannabis-Anbau: Keine Selbstbehandlung ohne Genehmigung 

Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) kippt den Freispruch eines Cannabis-Gärtners, der das Rauschgift zur Bekämpfung starker Schmerzen angebaut hatte. (Frankfurter Rundschau, 06.06.2018)

http://www.fr.de/rhein-main/cannabis-anbau-keine-selbstbehandlung-ohne-genehmigung-a-1519309

Baden-Württemberg. Sozial-und Integrationsminister Manne Lucha begrüßt Entscheidung der CDU-Landtagsfraktion, kein Veto für Drogenkonsumraum in Karlsruhe einzulegen

(MINISTERIUM FÜR SOZIALES UND INTEGRATION, 15.06.2018) 

http://www.suchtfragen.de/landesstellenbrief/2018/2018_05/PM056-Drogenkonsumraum.pdf

Iserlohn. Die „Werkstatt“ ist einmalig im ganzen Land

Grünen-Landeschef Felix Banaszak macht bei seiner Zusammenhalts-Tour in der südlichen Innenstadt Halt. (...) In Gesprächen mit dem Leiter der AWO-Einrichtung, Achim Rabenschlag, und der angeschlossenen Ärztin Martina Harbrink-Schlegel, die knapp 200 Drogenkranke aus dem ganzen Märkischen Kreis mit der Ersatzdroge Methadon versorgt, hat er die in 30 Jahren gewachsene Nähe in der „Werkstatt“ kennen gelernt, den geschützten Rückzugsort für Junkies und viele der erschütternden Geschichten der dort Gestrandeten. (IKZ - Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 14.06.2018)

https://www.ikz-online.de/staedte/iserlohn/die-werkstatt-ist-einmalig-im-ganzen-land-id214571127.html

SuizidbeihilfeGesundheitsministerium verwehrt Schwerstkranken todbringende Medikamente

Schwerstkranke dürfen nach einem Gerichtsurteil in "extremen Notlagen" Medikamente erhalten, um ihr Leben zu beenden. Das will das Gesundheitsministerium künftig unterbinden. (Spiegel online, 29.06.2018)
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/suizidbeihilfe-schwerstkranke-erhalten-keine-todbringenden-medikamente-a-1215871.html

Neue BZgA-Daten zum Cannabiskonsum zeigen deutlichen Anstieg bei jungen Männern
Zum Weltdrogentag am 26. Juni 2018 warnen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor den Risiken des Cannabiskonsums. Wie neue Studienergebnisse der BZgA zeigen, ist der Konsum von Cannabis bei 12- bis 25-Jährigen in Deutschland in den vergangenen Jahren angestiegen.
So gaben 16,8 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent. Besonders deutlich ist der Anstieg bei jungen Männern in dieser Altersgruppe. Aktuell gibt etwa jeder Vierte (22,9 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis zu sich genommen zu haben (2008: 14,8 Prozent).
Dazu erklärt Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Dieser Anstieg ist keine gute Nachricht und verdeutlicht mal wieder, dass Cannabis nicht weiter verharmlost werden darf. Gerade mit Blick auf diese Droge brauchen wir mehr Prävention. Die ständige Debatte um die Legalisierung führt in die falsche Richtung. Sie suggeriert gerade den Jüngeren, Cannabis sei eine ungefährliche Substanz - das ist schlicht und einfach falsch! Das Cannabis von heute hat mit der vergleichsweise schwachen Droge von vor 20 Jahren wenig gemein. Unser Ziel muss weiterhin sein, die Menschen davon zu überzeugen gar nicht zu kiffen, anstatt ihnen den Weg zum nächsten Joint so leicht wie möglich zu machen.“ (BZgA, 21.06.2018)
https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=1227

Diagnose Brustkrebs: Methadon soll Chemo unterstützen

Alertshausen.  Susanne Womelsdorf aus Altershausen leidet an Brustkrebs. Eine an den Bundestag eingereichte Petition soll Studien zur Methadontherapie zulassen. (Westfalenpost, 28.06.2018)

https://www.wp.de/staedte/wittgenstein/diagnose-brustkrebs-methadon-ist-ihre-letzte-hoffnung-id214711911.html

12. Internationaler akzept Kongress, 11./12.10.2018 in Hamburg

http://www.akzept.org/uploads0517/12akzeptkongress2018web.pdf

NeussSuchtkranke berichtenEin Leben auf Methadon

Drei Suchtkranke, die seit vielen Jahren unter ärztlicher Kontrolle Methadon statt Heroin nehmen, berichten, wie sie drogenabhängig wurden und schildern ihre Substitutionstherapie. Eine Heilung gibt es für sie nicht. (NGZ online, 

https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/drobs-neuss-ein-leben-auf-methadon_aid-23625111

Aufruf: 21. Juli 2018 - Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

Bundesarbeitsgemeinschaft der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, JES Bundesverband, Deutsche AIDS-Hilfe,  Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, akzept

http://www.akzept.org/uploads0517/Gedenktag2018final.pdf