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München. 22. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin: "Covid19 und Opioidsubstitution - positive Erfahrungen & bestimmte Ausnahmeregelungen dauerhaft nutzen!?" (01.07.2022, 14:15-15:45)

Hexal Symposium im Rahmen des 22. Interdisziplinären Kongresses für Suchtmedizin, München

Freitag, 01.07.2022, 14:15-15:45

Hexal - Symposium München - 1.7.22

Bielefeld. Neue Nutzung der alten Post in Bielefeld – Genehmigung der Bezirksregierung steht noch aus - Anlaufstelle für Drogenkranke

Diamorphin ist wie Methadon eine künstlich hergestellte Substanz, die schwer Suchtkranken dabei helfen kann, von der Droge Heroin loszukommen. Eine private Klinik zur ambulanten Verabreichung dieses Mittels soll in der alten Hauptpost an der Ecke Herforder/Nahariyastraße eröffnen. Das strebt der Düsseldorfer Mediziner Christian Plattner an. (Westfalen-Blatt, 08.06.2022)

https://www.westfalen-blatt.de/owl/bielefeld/anlaufstelle-fur-drogenkranke-2583219

Hamburg. Arne (62) spritzt sich die reine Droge auf Rezept - Heroin hat mich gerettet!“ - In der Hamburger Spezialambulanz werden Schwerstabhängige betreut

Hamburg – Der Stoff, der ihn fast umgebracht hat, rettete ihm auch das Leben.

Arne (62) galt als hoffnungsloser Fall: „Mein Leben drehte sich nur um Drogen“, erzählt der gebürtige Berliner. Körperlich war er ein Wrack. Er überfiel Banken, um seine Heroin-Sucht zu finanzieren. 15 Jahre seines Lebens saß er im Knast. 

Damit war Schluss, als er 2001 an der Hamburger Diamorphin-Studie teilnahm. Ein Programm für Schwerstabhängige, die sich unter ärztlicher Aufsicht reines Heroin (Diamorphin) spritzen. Seit 2009 legal, aber nur in wenigen Spezialambulanzen in Deutschland für Schwerstabhängige zugelassen, bei denen andere Therapien scheitern.

Zweimal täglich fährt Arne in die Sucht-Ambulanz an der Holstenstraße mitten in Hamburg. Morgens spritzt er sich dort 90 ml Diamorphin, abends 130 ml. 365 Tage im Jahr. (Bild Hamburg, 20.06.2022)

https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/arne-62-spritzt-sich-die-droge-auf-rezept-heroin-hat-mich-gerettet-80444682.bild.html

PODCAST. Rausch, Trauma und Sucht im Spiegel der Kunst

Dieser Podcast entführt Sie in die Welt des kunstvollen Rausches. Lassen Sie sich beglücken und ermuntern, genießen Sie ekstatische Momente in der Musik, der Literatur und der bildenden Kunst. Alle zwei Monate werden wir Ihnen unterhaltsam, fachkundig und mit Lust an der Kunst Auszüge berauschender Musik präsentieren. Mit künstlerischem Anspruch und größter Wertschätzung für die Autor*innen rezitieren wir Literatur, werden aber dabei die Schattenseiten des Rausches – nämlich Sucht und Trauma – beim Namen nennen. (Juni 2022)

https://mohnblueten.com/

Ostalbkreis. Durch Methadon dem Heroin entkommen

Der Kreisbeauftragte für Suchtprophylaxe, Tobias Braun, blickt auf die Szene: An den fünf Substitutionspraxen im Ostalbkreis sind aktuell 320 Substituierende in Behandlung. (Schwäbische Post, 23.06.2022)

https://www.schwaebische-post.de/ostalb/ostalbkreis/durch-methadon-dem-heroin-entkommen-91624380.html

Prävalenz von sexuell und durch Blut übertragenen Infektionen und Tuberkulose bei Menschen in Wohnungslosigkeit in Berlin – Erste Ergebnisse der Pilotstudie POINT

Steffen G und Weber C, Cawley C, Sarma N, Jansen K, Leicht A, Zimmermann R, Kröger S, Kajikhina K, Hövener C, Bremer V (2022):

Epid Bull (13): 25-32 | DOI 10.25646/9856

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/13_22.pdf

Hash-Codes und Z-Daten für alle Rezepturen

Was bisher nur für parenterale und cannabishaltige Zubereitungen sowie die Abgabe von Teilmengen galt, wird jetzt für alle auf Papierrezept verordneten Rezepturen Pflicht: Die Übermittlung von Hash-Code und Z-Datensatz. Die Übergangsfrist endet am 30. Juni. (PTA Forum, 22.06.2022)

https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/hash-codes-und-z-daten-fuer-alle-rezepturen-133820/

Peer-Berater:in für traumatisierte Geflüchtete gesucht

Das Projekt „Entwicklung und Erprobung eines Peer-gestützten Ansatzes zur nachhaltigen psychosozialen Unterstützung traumatisierter Geflüchteter“ wird gefördert durch: Das Koordinierende Zentrum für traumatisierte Geflüchtete (Centra) ist Teil des Psychosozialen Zentrums des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Für unsere Aufgaben werden wir von der Sozialbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Unser Team ist interkulturell, mehrsprachig und berufsübergreifend. Es besteht u.a. aus Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen, Krankenpfleger*innen und Peer-Berater*innen. Bei Bedarf beziehen wir geschulte Sprachmittler*innen ein. Wir beraten und behandeln traumaspezifisch, kultursensibel und mit einem ganzheitlichen Verständnis.

In einem Projekt zur psychosozialen Unterstützung traumatisierter Geflüchteter bietet Centra eine Fortbildung zum/zur Peer-Berater:in in der psychosozialen Unterstützung traumatisierter Geflüchteter an. Dafür suchen wir interessierte Teilnehmende mit eigener oder familiärer Fluchterfahrung. Ziel des Trainings und der anschließenden Tätigkeit ist die niedrigschwellige psychosoziale Beratung und Begleitung von traumatisierten Geflüchteten sowie deren Weitervermittlung in das Gesundheitssystem. (Centra / UKE Hamburg, 24.06.2022)

https://www.hamburg.de/contentblob/15378146/986348114beea7d5f73efbfad68b6c62/data/ausschreibung-training-peer-beratung.pdf

EBM. Substitutionstherapie mit Depotpräparat: Therapiegespräch weiterhin berechnungsfähig

23.06.2022 - Bei der substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger mit einem Depotpräparat ist das therapeutische Gespräch weiterhin berechnungsfähig. Einen entsprechenden Beschluss hat der Bewertungsausschuss gefasst. 

Demnach wird die Gebührenordnungsposition (GOP) 01953 (130 Punkte / 14,65 Euro) für die substitutionsgestützte Behandlung Opioidabhängiger mit einem Depotpräparat in die Leistungslegende der GOP 01952 (Zuschlag Therapiegespräch / 154 Punkte / 17,35 Euro) aufgenommen.

Die Änderung im EBM gilt rückwirkend ab 1. April dieses Jahres. Sie ermöglicht das therapeutische Gespräch im Zusammenhang mit der Behandlung eines Opioidabhängigen mit einem Depotpräparat. Zudem erfolgt mit der Änderung der Abrechnungsbestimmung der GOP 01952 eine formale Anpassung an die EBM-Systematik. KBV-Praxisnachrichten, 23.06.2022)

https://www.kbv.de/html/1150_58744.php

Ausnahmen von der BtMVV für die Opioidsubstitution 

(Stand: 01. Juni 2022)

Mit der Verlängerung der SARS-Cov2-Arzneimittelversorgungsverordnung ab dem 1.6.2022, werden einige Regelungen, die die Opioidsubstitution betreffen, nochmals bis zum 25.11.2022 verlängert. Eine Übersicht über diese verlängerten Regelungen haben wir für Sie im Anhang zusammengestellt. (Hexal AG, 21.06.2022)

Ausnahmen_von_BTMVV_Juni22

Deutschland. Anbaufläche von Schlafmohn erreicht mit 1077 Hektar neuen Rekordwert

In Deutschland wurde im Jahr 2021 auf 1077 Hektar Schlafmohn angebaut. Das entspricht einer Fläche von 1500 Fußballfeldern. Die Anbaufläche hat sich damit seit 2016 mehr als versechsfacht. Das ergibt eine aktuelle Auswertung der beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelten Bundesopiumstelle. (Pressemitteilung des BfArM 4/22 vom 13.05.2022)

https://www.bfarm.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/pm04-2022.html

Entwicklung der Zahl der 2000 bis 2020 in den Krankenhäusern wegen einer akuten Alkoholintoxikation vollstationär behandelten Patient*innen mit Wohnsitz in Deutschland je 100.000 Einwohner*innen – Ein Kurzüberblick

Theo Baumgärtner

Sucht Hamburg, Hamburg, Frühjahr 2022

https://www.sucht-hamburg.de/images/kategorien/information/publikationen/Baumgaertner_2022_-_Alkoholintoxikationen_2000-2020_Kurzueberblick.pdf

Psychotherapeuten für Mindestpreis für Alkohol und freies Cannabis

Berlin – Deutschlands Psychotherapeuten fordern eine Verteuerung von Alkohol und eine Legalisierung von Cannabis. Beides sollte zudem wie alle anderen legalen Rauschmittel nur noch in lizenzierten Geschäften abgegeben werden dürfen, so die Bundespsychotherapeutenkammer in einer Stellungnahme.

Die Kammer plädiert zugleich für ein Mindestalter von 18 Jahren für den Kauf aller legalen Drogen. Die Abgabe an Minderjährige müsse stärker als bislang sanktioniert werden. (aerzteblatt.de, 11.06.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/134957/Psychotherapeuten-fuer-Mindestpreis-fuer-Alkohol-und-freies-Cannabis

Saarland. Vier Drogentote im Jahr 2022 im Saarland registriert, aber alle sind schon letztes Jahr gestorben

Saarbrücken: In diesem Jahr hat die Polizei bereits vier Drogentote zu vermelden. Aber keiner von ihnen ist überhaupt im Jahr 2022 verstorben. Die Toten sind alle im Sommer des vergangenen Jahres aufgefunden worden. Doch erst jetzt liegen die Ergebnisse der toxikologischen Gutachten vor, die im Auftrag der Ermittlungsbehörden veranlasst worden sind. Und weil erst jetzt die Todesursache eindeutig feststeht, fließen die vier Leichen aus dem letzten Jahr in die aktuelle Drogentotenstatistik mit ein. (breaking-news-saarland.de, 09.02.2022)

https://breaking-news-saarland.de/vier-drogentote-im-jahr-2022-im-saarland-registriert-aber-alle-sind-schon-letztes-jahr-gestorben/

25 Jahre Gedenktag am 21. Juli - Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen

25 Jahre Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Herr Burkhard Blienert.

Grußwort des Drogenbeauftragten und bundesweiter Flyer für Veranstaltungen. (DAH, alzept e.V., DGS, JES)

https://www.gedenktag21juli.de/

JES. Stark steigende Todesfälle ein Zeichen für Versagen der Drogenpolitik

1.826 Menschen sind nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit 2021 in Deutschland an den Folgen von Überdosierungen und Schwarzmarktsubstanzen verstorben. Wenn es noch eines Zeichens für einen Wechsel in der Drogenpolitik bedurft hätte, sind das diese 1826 Todesfälle. (Pressemitteilung JES Bundesverband und JES NRW, 17.05.2022)

https://jesnrw.de/pm-stark-steigende-todesfaelle-ein-zeichen-fuer-versagen-der-drogenpolitik/

126. Deutsche Ärztetag. Suchtmittel: Werbeverbot, höhere Preise, mehr Prävention

Bremen – Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie hat der 126. Deutsche Ärztetag 2022 erneut auf die gesundheitlichen Risiken und Schädigungen sowie die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten aller Abhängigkeitserkrankungen aufmerksam gemacht. (aerzteblatt.de, 30.05.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/134580/Suchtmittel-Werbeverbot-hoehere-Preise-mehr-Praevention

Drogentodesfälle in Deutschland erneut um 15 Prozent angestiegen – Fast zweieinhalbfache Steigerung in Nordrhein-Westfalen seit 2019 – BKA: Todesursächlichkeit in vielen Fällen nicht zweifelsfrei

(Forum Substitutionspraxis, 10.06.2022). „Im Jahr 2021 ist im vierten Jahr in Folge ein Anstieg der an Drogen verstorbenen Menschen zu verzeichnen. Starben im Jahr 2017 noch 1.272, so waren es 2021 1.826 Menschen.

Die aktuelle Zahl bedeutet einen Anstieg um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2020, in welchem 1.581 Menschen starben“, teilte Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, am 16. Mai mit.

„Die pandemische Lage war für viele suchtkranke Menschen eine herausfordernde Zeit. Auch wenn ein Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Drogentotenzahlen und den Herausforderungen der Pandemie nicht auszuschließen ist, liegen uns noch keine validen Studien oder Zahlen z.B. zur konkreten Therapie- und Versorgungssituation während der Pandemie vor“, heißt es auf Anfrage von Forum Substitutionspraxis aus dem Büro des Drogenbeauftragten.

Ein Blick auf die Drogentodesfälle in den Bundesländern zeigt, dass für den weit überwiegenden Anteil des Anstiegs in der Pandemie die Zahlen aus Nordrhein-Westfalen das Bild bestimmen. In NRW hat sich die Anzahl der Drogentodesfälle von 203 (2017) auf 693 (2021) verdreieinhalbfacht, in den zwei Covid-19-Jahren verzweieinhalbfacht, lautet die Auskunft des Bundeskriminalamtes.

In den anderen Bundesländern sind die Zahlen weitgehend auf dem Niveau von 2019 geblieben oder sogar leicht gesunken.

Drogentodesfälle in Deutschland erneut angestiegen -fin

126. Deutscher Ärztetag, Bremen, 24.05. - 27.05.2022, Beschlüsse zu Abhängigkeitserkrankungen 

(Forum Substitutionspraxis, 01.06.2022) Der diesjährige Ärztetag hat sich mit mehreren Anträgen zu Abhängigkeitserkrankungen beschäftigt. Die Opioidsubstitutionsbehandlung war ebenfalls Inhalt mehrerer Beschlüsse.

126. Deutscher Ärztetag, Bremen, 24.05. - 27.05.2022, Beschlüsse zu Abhängigkeitserkrankungen

„Junge Suchtmedizin“ – Begeistert für Suchtmedizin

Wir, die „Junge Suchtmedizin“, sind eine bunte Gruppe von Studierenden und Berufseinsteiger*innen aus verschiedenen Bereichen (Medizin, soziale Arbeit, Psychologie, o.A.). Uns verbindet unsere Begeisterung für die suchttherapeutische Arbeit. 

Wir treffen uns regelmäßig online und arbeiten basisdemokratisch. 

Wir organisieren regelmäßig digitale „Roadshows“ und planen eine Summer School zu verschiedenen Themen. Unser Ziel ist es, auf relevante Aspekte der Suchttherapie aufmerksam zu machen und Interesse an der Suchtmedizin zu wecken. Also schau doch mal vorbei!

Unterstützt werden wir durch die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS).

https://jungesuchtmedizin.de

Nachruf auf Gerd Glaeske -- 13. Mai 1945 - 27. Mai 2022

Wir trauern um Prof. Dr. Gerd Glaeske, Gesundheitswissenschaftler und Pionier der Versorgungsforschung, der im Alter von 77 Jahren am 27. Mai nach langer Krankheit verstorben ist. (Universität Breme, socium – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, 02.06.2022)

https://www.socium.uni-bremen.de/ueber-das-socium/aktuelles/?news=482&print=1&newsdetail=534

Lebenssituation von erwachsenen Geflüchteten in Deutschland. Repräsentative Erhebung zur Verbreitung des Substanzkonsums in Einrichtungen der Flüchtlingshilfe (LOGIN)

Dr. Heike Zurhold, Dr. Silke Kuhn

Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg, 2022

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Drogen_und_Sucht/Kurzbericht/LOGIN_Kurzbericht_200422_RS_bf.pdf

Opioidreport 2022 (begleitender Foliensatz)

Gerd Glaeske 

unter Mitarbeit von Andrea Ernst, Friederike Höfel, Elisabeth Horn, Mona Lorenz, Julia Misonow, Lutz Muth, Anna Nymbach-Dietrich, Jonas Poskowsky 

März 2022, Universität Bremen, SOCIUM, Mary-Somerville-Str. 5, 28359 Bremen 

Begleitender Foliensatz

https://www.hkk.de/fileadmin/dateien/allgemeines_uebergeordnet/reports/gesundheitsreports/2022_foliensatz_hkk_gesundheitsreport_opioide_aktualisiert.pdf

Opioidreport 2022 

Gerd Glaeske 

unter Mitarbeit von Andrea Ernst, Friederike Höfel, Elisabeth Horn, Mona Lorenz, Julia Misonow, Lutz Muth, Anna Nymbach-Dietrich, Jonas Poskowsky 

März 2022, Universität Bremen, SOCIUM, Mary-Somerville-Str. 5, 28359 Bremen 

https://www.hkk.de/fileadmin/dateien/allgemeines_uebergeordnet/reports/gesundheitsreports/2022_hkk_gesundheitsreport_opioide_web.pdf

Zu früh, zu oft: Werden Opioide von Ärzten unterschätzt? Studie unter Leitung des Arzneimittelexperten Prof. Dr. Gerd Glaeske

Forscherteam der Universität Bremen ermittelt steigende Vergabe bei zweifelhaften Indikationen - trotz hoher Suchtgefahr

Kritik: Leichtfertige Verordnung von Opioiden wie Fentanyl

Aktionstag gegen den Schmerz am 7. Juni

(HKK - Handelskrankenkasse, Bremen, 02.06.2022)

https://www.hkk.de/presse/pressemitteilungen/2022-06-02-hkk-gesundheitsreport-opioide

Medizinische Ungleichbehandlung von Geflüchteten beenden

München/Berlin – Ein Bündnis von 57 Organisationen und Verbänden aus den Bereichen Flucht und Gesundheit fordert einen diskriminierungsfreien Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Geflüchteten. Die menschenrechtswidrige Ungleichbehandlung von Flüchtlingen in Deutschland müsse beendet werden, heißt es in einer heute veröffentlichten Erklärung. (aerzteblatt.de, 01.06.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/134729/Medizinische-Ungleichbehandlung-von-Gefluechteten-beenden

Gelsenkirchen: Not bei Methadonversorgung in Praxen droht

Weniger Arztpraxen sind bereit, die Methadonversorgung Suchtkranker in Gelsenkirchen zu übernehmen. Wie sie weiterhin gesichert werden könnte. (WAZ – Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 04.06.2022)

https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchen-not-bei-methadonversorgung-in-praxen-droht-id235511857.html

Forscherteam fordert mehr Substitution im Maßregelvollzug

Psychisch kranke oder suchtkranke Straftäter, die nach § 64 Strafgesetzbuch (StGB) im Maßregelvollzug (Entziehungsanstalt) untergebracht sind, werden kaum substituiert. Um die Situation zu verbessern, hat ein Team um Prof. Dr. Heino Stöver, Leiter des Instituts für Suchtforschung Frankfurt am Main (ISFF) an der Frankfurt University of Applied Sciences, Chancen und Barrieren der Substitutionstherapie im Maßregelvollzug analysiert. Der subletter erhielt die Studie vorab. (Ursula Katthöfer, Wissenschaftsjournalistin, Bonn, in: subLetter 3/2022, Juni 2022, 29.05.2022, Anmeldung für Fachkreise erforderlich)

https://www.subletter.de/content/forscherteam-fordert-mehr-substitution-im-massregelvollzug

Deutsche Aidshilfe: Drogentodesfälle dramatisch gestiegen – Politikwechsel jetzt!

1.826 Menschen sind 2021 in Deutschland an den Folgen von Drogenkonsum und – vor allem – der gescheiterten Drogenverbotspolitik gestorben, fast 16 Prozent mehr als 2020 und 44 Prozent mehr als 2017. Dieser dramatische Anstieg erfordert einen unverzüglichen Politikwechsel hin zu Entkriminalisierung und staatlicher Regulierung. (DAH – Deutsche AIDS-Hilfe, 17.05.2022)

https://www.aidshilfe.de/meldung/drogentodesfaelle-2021-dramatisch-gestiegen-politikwechsel

Zweiunddreißigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften 

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 24, ausgegeben zu Bonn am 21. Mai 2021, , Inkrafttreten: 19.05.2021

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/B/32._BtMAEndV.pdf