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Psychodiagnostik im interkulturellen Kontext

Das Open-Access-Portal Q-cultural stellt psychometrisch geprüfte Fragebögen zur Diagnostik psychischer Störungen und Belastungen sowie Risiko- und Schutzfaktoren von Geflüchteten für Praktiker:innen und Forscher:innen in verschiedenen Sprachen bereit. Es ist als modulares Tool konzipiert. Im Kernmodul werden Fragebögen zur Verfügung gestellt, mit denen die häufigsten psychischen Störungen Geflüchteter erfasst werden können. Im Zusatzmodul werden weitere Instrumente bereitgestellt, die ergänzend eingesetzt werden können. (Q-cultura Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, aufgerufen am 07.11.2022)

https://www.q-cultural.de/

Plattform soll Gesundheitskompetenz von Migranten verbessern

Berlin – Ein neues Tool des Instituts für Technologie und Arbeit (ITA) der Technischen Universität Kaiserslautern soll Ärzten und Pflegern helfen, Migranten bei der Verbesserung ihrer Gesundheitskompetenz zu unterstützen. Leitfäden, Trainingsmaterialien und eine digitale Trainingsplattform sollen auch Eingewanderten selbst helfen, relevantes Wissen und Fähigkeiten auszubauen. (aerzteblatt.de, 20.10.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/138251/Plattform-soll-Gesundheitskompetenz-von-Migranten-verbessern

Hilfe bei Drogen und Alkohol und belastenden Erfahrungen für Geflüchtete - in farsi und arabisch

Das ZIS – Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung in Hamburg untersucht in einer Studie das Therapieprogramm „PREPARE“ für geflüchtete Männer mit belastenden Erfahrungen und Substanzkonsum. Die Teilnehmer sollen mithilfe des kostenlosen und dolmetschergestützten Gruppencoachings besser mit ihren Emotionen umgehen lernen, um ihren Substanzkonsum regulieren oder beenden zu können. Gruppen werden aktuell in Bremen, Hamburg, Berlin und München angeboten. Weitere Informationen finden sich hier:

https://www.sucht-und-flucht.de/forschung/info-gruppenangebote

sucht-und-flucht.de – Hilfen für geflüchtete Menschen mit Suchtproblemen

Hilfen für geflüchtete Menschen mit Suchtproblemen ist eine Online-Plattform im Aufbau.

Unser Anliegen ist es, Fachkräfte im Bereich der Arbeit mit Geflüchteten im Zusammenhang mit Substanzgebrauch, Konsum- und suchtbezogenen Problemen zu unterstützen. Gleichermaßen richtet sich diese Seite an Betroffene, deren Angehörige, die Selbsthilfe und sogenannte Key Persons, also Menschen mit zumeist eigenem Migrationshintergrund, die in der Aufklärungsarbeit mit Betroffenen mit speziellen kulturellen Hintergründen von immenser Bedeutung sind.

Die Plattform ist als Suchportal konzipiert und soll eine Auflistung von zumeist frei online verfügbaren Materialien liefern. Ein erster Fokus liegt hierbei auf Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen und Schriften, die in der Prävention, Beratung und Behandlung zum Einsatz kommen können. Hierbei bemühen wir uns, besonders auf Material zu verweisen, welches kultursensitiv und kulturvermittelnd entwickelt wurde. In den folgenden Projektschritten wird dieses Portal um weitere Materialientypen ergänzt, die sich spezifischer an bestimmte Settings und Anforderungen der verschiedenen Disziplinen und Berufsgruppen richten, etwa diagnostische Hilfsmittel und an die Fachöffentlichkeit gerichtete Publikationen.

Dieser entstehende nationale Ressourcenpool wird am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) im Rahmen der gebündelten Aktivitäten des PREPARE-Forschungsverbundes entwickelt. Dieser Verbund wird in Laufe der kommenden Jahre Befunde über verschiedene Wege zur Hilfestellung für Geflüchtete entwickeln und diese Materialien ebenfalls schnellstmöglich über dieses Suchportal den Hilfesystemen und der Forschung zugänglich machen. Das Suchportal wird in enger Abstimmung mit derDeutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) entwickelt und profitiert hierdurch durch die hohe Kompetenz und Sichtbarkeit des bundesweiten Dachverbandes der Fachstellen und Akteure in der Suchthilfe.

Das Projekt wird über eine Zuwendung des Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung gefördert.

Bitte tragen Sie sich in den Newsletter der DHS ein. Hierüber werden Sie über Neuigkeiten in diesem Themenbereich sowie zur Weiterentwicklung dieses Suchportals informiert.

https://www.sucht-und-flucht.de/

Substanzkonsum geflüchteter Menschen - Anknüpfungspunkte für die Versorgung durch Einrichtungen der Suchthilfe

Dass geflüchtete Menschen Suchtmittel konsumieren, ist anzunehmen. Dennoch wissen wir wenig über die Art der konsumierten Substanzen, über Konsummuster oder -motivationen. Insgesamt gibt es international wenig Daten zum Substanzkonsum von geflüchteten Menschen. Studien, wie beispielsweise zusammengefasst in dem systematischen Review von Horyniak et al. (2016) oder Lo et al. (2017), weisen jedoch auf eine erhebliche Heterogenität in den Mustern sowie Prävalenzraten des Suchtmittelkonsums hin. (Laura Hertner, Panagiotis Stylianopoulos, Dr. Simone Penka in: Konturen online, 26.09.2022)

https://www.konturen.de/fachbeitraege/substanzkonsum-gefluechteter-menschen/

Addiction Audio: Substance use among refugees with Ebtesam Saleh 

In this episode of Addiction Audio Rob talks to Ebtesam Saleh a Doctoral student at the Charite University in Berlin. Ebtesam talks about her recent systematic review of qualitative research on substance use among refugees. 

Ebtesam talks about the limitations of using survey data to explore this issue and how qualitative research can help contextualise the problems faced by refugees in a culturally sensitive way. She discusses the impact that research can have, and how researchers can minimise the potential for re-traumatisation from research interviews. (Addiction Audio, UK, 04.10.2022)

https://play.acast.com/s/5eaeb1c98ad11b317bf47794/633419cc5e1cce001361142e

EMCDDA. Responding to drug-related problems among migrants, refugees and ethnic minorities in Europe

Migration has had an increasing impact on European policymaking over the past decade, in the wake of what has been called the ‘refugee migration peak’. In addition to an influx of refugees, European countries have experienced relatively new intra-European migration flows, while health and social disparities persist among populations with longer-established migration patterns.

This paper presents the available prevalence studies of illicit substance use among migrants and ethnic minorities and discusses their limitations, as well as looking at prevalence and risk factors for substance use among refugees. Two subsections focus on specific issues among non-refugee third-country nationals and Roma. Section 2 of this paper summarises risk and protective factor mechanisms in an ecosocial framework, while sections 3 and 4 are the core of this paper, and focus on social responses targeting migrant and ethnic populations in prevention, treatment and harm reduction, as well as highlighting broader responses which support these interventions. Finally, sections 5 and 6 conclude the report with a discussion of major challenges in addressing drug-related problems among these populations and examine some possible implications for policy and practice. (EMCDDA, Lissabon, September 2022)

https://www.emcdda.europa.eu/drugs-library/responding-drug-related-problems-among-migrants-refugees-and-ethnic-minorities-europe_en

Schweiz. Konsum geflüchteter Menschen (Themenseite)

Menschen, die geflüchtet sind, leben in einer mehrfach belastenden Situation, der sie nicht selten durch den Konsum psychoaktiver Substanzen entfliehen. Die Frage, wie Asylzentren und Hilfsorganisationen auf der einen und Suchtprävention und Suchthilfe auf der anderen Seite damit umgehen, ist weitgehend unbeantwortet. Der Fachverband Sucht nimmt sich dieser Frage an. (Fachverband Sucht, Schweiz, November 2019)

https://fachverbandsucht.ch/de/fachwissen/themen/konsum-gefluchteter-menschen

Substance use disorders in refugee and migrant groups in Sweden: A nationwide cohort study of 1.2 million people.

Harris S, Dykxhoorn J, Hollander A-C, Dalman C, Kirkbride JB (2019) 

PLoS Med 16(11): e1002944. doi.org/10.1371/journal.pmed.1002944

https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1002944

Epidemiology and management of hepatitis C virus infections in immigrant populations.

Coppola N, Alessio L, Onorato L, Sagnelli C, Macera M, Sagnelli E, Pisaturo M.

Infect Dis Poverty. 2019 Mar 15;8(1):17. doi: 10.1186/s40249-019-0528-6. Review.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6419370/