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Cannabis erreicht die Muttermilch

Amarillo/Texas – Wenn Schwangere Cannabis rauchen, sei es zum Vergnügen oder aus medizinischer Indikation, dann gelangt der psychoaktive Wirkstoff THC auch in die Muttermilch, wie eine pharmakokinetische Untersuchung in Obstetrics & Gynecology (2018; doi: 10.1097/AOG.0000000000002575) herausfand. (aerzteblatt.de, 17.04.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/93519/Cannabis-erreicht-die-Muttermilch

Cannabispolitik: Maßnahmen zur Befähigung, zum Schutz und Hilfen für junge Menschen (DHS)

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. hat bereits 2015 in ihrer Stellungnahme „Cannabis-politik in Deutschland“ auf die vier grundsätzlichen Ziele der Suchtpolitik hingewiesen, die der Verhinderung und Reduzierung von Schäden durch Cannabiskonsum sowie der Sicherung der gesellschaftlicher Teilhabe dienen. Bezogen auf junge Menschen gilt (ebenso wie für Erwachsene):

1. Weniger Menschen konsumieren Cannabis. Alle Menschen, die nicht konsumieren, werden in ihrer Entscheidung bestärkt, kein Cannabis zu sich zu nehmen.

2. Menschen, die Cannabis konsumieren, beginnen den Konsum möglichst spät, weisen möglichst risikoarme Konsummuster auf und konsumieren nur in Situationen und unter Bedingungen, in denen Risiken nicht zusätzlich erhöht werden.

3. Konsumierende, deren Cannabiskonsum zu Problemen führt, erhalten möglichst früh effektive Hilfen zur Reduzierung der mit dem Konsum verbundenen Risiken und Schäden.

4. Konsumierende, die ihren Konsum beenden möchten, erhalten uneingeschränkten Zugang zu Beratung, Behandlung und Rehabilitation nach den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Standards.

Herausgeber: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)

http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/dhs_stellungnahmen/2018_PositionspapierCannabis.pdf

The impact of cannabis use on patients enrolled in opioid agonist therapy in Ontario, Canada.

Franklyn AM, Eibl JK, Gauthier GJ, Marsh DC (2017)

PLoS ONE12(11): e0187633. doi.org/10.1371/journal.pone.0187633

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0187633

Kanada. What are the health effects of cannabis?

Cannabis can affect your body, your brain and your mental state with both short- and long-term health effects. (Government of Canada, 2018)

https://www.canada.ca/en/services/health/campaigns/marijuana-cannabis.html

Wenig Evidenz für medizinisches Cannabis, vielfältige Risiken beim Freizeitkonsum

Berlin – Welche Evidenz gibt es für den Nutzen von Cannabinoiden zum medizini­schen Gebrauch? Welche Risiken hat Cannabis als Freizeitkonsum? Die heute vom Bundes­gesundheitsministerium (BMG) offiziell veröffentliche Studie „Cannabis: Potential und Risiken. Eine wissenschaftliche Analyse (CaPRis)“ fasst den aktuellen Forschungsstand zum Thema Cannabis in einer Metaanalyse zusammen. Gefördert wurde die Studie vom BMG, das sich von den Ergebnissen mehr Klarheit in den aktuellen Debatten zum Thema Cannabis verspricht. (aerzteblatt.de, 28.11.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83706/Wenig-Evidenz-fuer-medizinisches-Cannabis-vielfaeltige-Risiken-beim-Freizeitkonsum

Solving the problem of cannabis quantification

Hindocha, Chandni et al.

The Lancet Psychiatry , Volume 5 , Issue 4 , e8

http://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(18)30088-9/fulltext

WHO. CANNABIDIOL (CBD) - Pre-Review Report

Agenda Item 5.2

Expert Committee on Drug Dependence, Thirty-ninth eeting, Geneva, 6-10 November 2017

http://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/5.2_CBD.pdf

Potency of Δ9–tetrahydrocannabinol and other cannabinoids in cannabis in England in 2016: Implications for public health and pharmacology.

Potter DJ, Hammond K, Tuffnell S, Walker C, Di Forti M.

Drug Test Anal. 2018;1-8. doi.org/10.1002/dta.2368

Abstract

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/dta.2368/abstract;jsessionid=F7192EE696C6F7A373D4C95B47C640F3.f04t04

Meet the ‘Father of Marijuana Research’

Raphael Mechoulam started his first marijuana project by walking into a police station and asking for some confiscated weed—for research purposes. 

“I went there, drank coffee with the policemen and got 5 kilos of cannabis, hashish,” he said.

Decades later, the 87-year-old Israeli chemist is known widely as the “father of marijuana research,” after he used those 5 kilos to discover THC (marijuana’s psychoactive ingredient) in the 1960s, and then later discovered the structure of CBD (its non-psychoactive ingredient, often used for medicinal purposes). Over the years, the U.S.'s National Institute on Drug Abuse (NIDA) has funded much of his extensive research, including examining the effects of marijuana on epilepsy, nausea, anxiety and schizophrenia. (Newsweek, 08.12.2017)

http://www.newsweek.com/meet-father-marijuana-research-742678

Warum der Nachweis von Cannabis so lange möglich ist

Schon ein Milliardstel Gramm reicht aus. Wer mit einem Nanogramm THC pro Milliliter Blut im Straßenverkehr erwischt wird, muss mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. Der Nachweis des Cannabiswirkstoffs ist aber häufig auch dann noch möglich, wenn der Rausch schon längst verklungen ist. (drugcom.de, Topthema, März 2018)

https://www.drugcom.de/?id=topthema&sub=211

Wissenschaftsgeschichte: Raphael Mechoulam - Pionier der Cannabis-Forschung

Raphael Mechoulam entdeckte die wesentlichen Wirkstoffe des Cannabis. Der Israeli fand damit neue Wege in der Medizin - und wurde zum Idol der Kiffer.

Spätestens nach der Geschichte mit dem Kuchen war Raphael Mechoulam klar geworden, was er da entdeckt hatte. Seine Frau Dalia hatte ihn gebacken, Freunde wurden eingeladen, jeder bekam ein Stück ab. Plötzlich wurde allen ganz seltsam: Dalia träumte vor sich hin; ein Knesset-Abgeordneter hörte nicht mehr auf zu reden; einer behauptete, nichts zu spüren, kicherte zugleich; eine junge Frau erlitt fast einen psychotischen Anfall. "Glücklicherweise hatten wir einen Psychologen unter uns", erzählt Mechoulam - um eine Einsicht reicher: Zehn Milligramm Tetrahydrocannabinol im Kuchen sind zu viel. (sueddeutsche.de, 10.12.2017)

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/wissenschaftsgeschichte-der-pionier-der-cannabis-forschung-1.3783646

Cannabis und Schadensminderung in Deutschland - Cannabis and Harm Reduction in Germany

Jakob Manthey, Heino Stöver, Hans-Günter Meyer-Thompson

CC BY-NC-ND 4.0 · Suchttherapie, DOI: 10.1055/s-0043-112067

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/s-0043-112067

Kurzbericht "Cannabis: Potential und Risiken (CaPRis)"

Der aktuelle Forschungsstand zum Thema Cannabis wurde durch eine wissenschaftliche Analyse von in den letzten zehn Jahren publizierten Daten erhoben. Die Risiken des Cannabiskonsums zu Rauschzwecken werden erneut bestätigt. Besonders schädlich ist der Cannabiskonsum in der frühen Jugend. Im Bereich der medizinischen Anwendung von Cannabisarzneimitteln wurde vor allem deutlich, dass der Forschungsstand noch sehr uneinheitlich ist. Aufgrund der begrenzten Datenlage kann zu vielen Krankheitsbildern noch keine Aussage zur Wirksamkeit von Cannabis gemacht werden. Hier sind weitere Studien notwendig. (BMG – Bundesgesundheitsministerium, 27.11.2017)

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/drogen-und-sucht/details.html?bmg[pubid]=3104

The April 20 Cannabis Celebration and Fatal Traffic Crashes in the United States.

Staples JA, Redelmeier DA.

JAMA Intern Med. Published online February 12, 2018. doi:10.1001/jamainternmed.2017.8298

https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2672202

What has research over the past two decades revealed about the adverse health effects of recreational cannabis use?.

Hall, W. (2015)

Addiction, 110: 19–35. doi:10.1111/add.12703

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/add.12703/full

Stronger cannabis linked to rise in demand for drug treatment programmes

Study drawing on data from the Netherlands is the first to show how admissions to treatment centres rise and fall in line with cannabis strength. (The Guardian, UK, 31.01.2018)

https://www.theguardian.com/science/2018/jan/31/stronger-cannabis-linked-to-rise-in-demand-for-drug-treatment-programmes

HIV-infected cannabis users have lower circulating CD16+ monocytes and IP-10 levels compared to non-using HIV patients.

Rizzo MD, Crawford RB, Henriquez JE, Aldhamen Y, Gulick P, Amalfitano A, Kaminski NE.

AIDS. 2017 Nov 30. doi: 10.1097/QAD.0000000000001704.

Abstract

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29194121

Changes in cannabis potency and first-time admissions to drug treatment: A 16-year study in the Netherlands.

Freeman, T., Van der Pol, P., Kuijpers, W., Wisselink, J., Das, R., Rigter, S., . . . Lynskey, M. (2018).

Psychological Medicine, 1-7. doi:10.1017/S0033291717003877

https://www.cambridge.org/core/journals/psychological-medicine/article/changes-in-cannabis-potency-and-firsttime-admissions-to-drug-treatment-a-16year-study-in-the-netherlands/998695133558A106254C6291CD12FC06/share/f4da50507c99bf4bb1838630c6198358f0d93572

Regular marijuana use linked to more sex

The first study to examine the relationship between marijuana use and frequency of sexual intercourse at the population level in the United States shows a positive correlation between the two. (Stanford Medicine News Centre, 27.10.2017)

http://med.stanford.edu/news/all-news/2017/10/regular-marijuana-use-linked-to-more-sex.html

Berlin. Konferenz Cannabis Normal! 2017 (Aftermovie)

Legalisierung liegt in der Luft - die Vergabe der ersten Anbaulizenzen in Deutschland, Anträge für Cannabis-Modellprojekte, Diskussionen in Parteien und Medien, es bewegt sich was, soviel ist klar!

Um diese positiven Entwicklungen voran zu treiben, richtete der DHV im November 2017 seine erste eigene Konferenz Cannabis Normal! aus. Unter dem Motto "Kurz vor fair - sei dabei!" diskutierten wir zwei Tage lang gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Aktivismus darüber, wie weit die Legalisierungsdebatte in Deutschland und in Fachkreisen vorangeschritten ist und wie wir gemeinsam diese Entwicklung weiter fördern können. (Deutscher Hanfverband (DHV), 6.1.2018)

https://hanfverband.de/nachrichten/news/official-aftermovie-cannabis-normal-die-konferenz-2017

Hanf/Cannabis: Schadenspotentiale und Schadensminderung (Video)

Die umstrittene Substanz Cannabis: Anmerkungen zum Schadenspotential und Risiken, zum hedonistischen Konsum und zur medizinischen Verwendung, zu Harm Reduction, Safer Use und Public Health

Tagung: Jugend auf Drogen? Jugendlicher Substanzkonsum zwischen Verharmlosung und Dämonisierung. Linz, 28.März 2017 2017

Veranstalter: Institut Suchtprävention Oberösterreich, Referent: Hans-Günter Meyer-Thompson

Bildungs TV, Österreich, Video, 48:30

https://www.youtube.com/watch?v=QnR-sSBWBJc&t=187s

USA. More Adults Use Marijuana in States Where It Is Legal

Daily use of marijuana as well as past month rates rose for both men and women aged 26 and older in states with medical marijuana laws in effect, according to researchers at Columbia University’s Mailman School of Public Health. Marijuana use among those younger than 26 years old was generally unaffected by changes in the law. The results of the study are published online in Prevention Science. (Columbia University’s Mailman School of Public Health, NY, 13.11.2017)

https://www.mailman.columbia.edu/public-health-now/news/more-adults-use-marijuana-states-where-it-legal