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Viele Cannabispatienten setzen sich berauscht ans Steuer

Berlin/Michigan – Viele US-amerikanische Patienten fahren nach der Einnahme von medizinischem Cannabis Auto. Das haben Forscher der University of Michigan in den USA herausgefunden. Den Wissenschaftlern zufolge fuhren mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer Auto, kurz nachdem sie Cannabis konsumiert hatten. 21 Prozent der Befragten, also rund jeder Fünfte, gab an, bereits „sehr high“ am Steuer gesessen zu haben. Auch in Deutschland dürfen Ärzte Cannabis verschreiben, es gibt aber keine derartigen Erhebungen. (aerzteblatt.de, 14.02.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100319/Viele-Cannabispatienten-setzen-sich-berauscht-ans-Steuer

Medicinal Cannabis-Potential Drug Interactions.

Alsherbiny MA, Li CG.

Medicines (Basel). 2018 Dec 23;6(1). pii: E3. doi: 10.3390/medicines6010003. Review.

https://www.mdpi.com/2305-6320/6/1/3/htm

ABDA: Apotheken riskieren Strafen für günstige Medizinal-Cannabisblüten

Patienten berichteten in letzter Zeit immer wieder von Apotheken, die aus Angst vor finanziellen und berufsrechtlichen Konsequenzen die Preise für Cannabis Flos erhöht haben. Konkret geht es hier um Fälle aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hat jetzt auf Anfrage bestätigt, dass Apotheken, die Cannabis abgeben, ohne die derzeit heiß diskutierten Aufschläge vollends zu berechnen, eine Ahndung durch die jeweilige Landesapothekenkammer riskieren. Vier zeitgleiche Anfragen bei den Apothekenkammern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen (Lippe) und der Bundesapothekerkammer (BAK) haben übereinstimmend ergeben, dass Cannabis derzeit für rund 24 Euro pro Gramm verkauft werden muss, wenn die Apotheken sich wie gesetzlich vorgeschrieben an die Arnzeimittelpreisverordnung (AmPreisV) halten. (DHV – Deutscher Hanfverband, 01.11.2018)

https://hanfverband.de/nachrichten/news/abda-apotheken-riskieren-strafen-fuer-guenstige-medizinal-cannabisblueten

WHO: Die Übersicht zu Cannabis bleibt unter Verschluss 

Die mit Spannung für den 7. Dezember erwartete Veröffentlichung der Ergebnisse der zweijährigen wissenschaftlichen Bewertung von Cannabis, das „Critical Review on Cannabis“, im Rahmen des CND-Treffens (Commission on Narcotic Drugs) in Wien, fand nicht statt. Die letzte Einschätzung der WHO aus dem Jahr 1954 hatte das weltweite Verbot im Rahmen des UNO-Drogenkontrollvertrags gestärkt.

Als es an der Zeit war, die Ergebnisse im überfüllten Saal zugänglich zu machen, waren alle verblüfft, zu erleben, wie der Sprecher der WHO bekannt gab, dass das Ergebnis zu Cannabis vertraulich bleibt, und nicht einmal einen weiteren Termin für die Veröffentlichung nannte. Sprecher von Nicht-Regierungs-Organisationen kritisierten, dass die WHO sich nicht an ihre eigenen Regeln und Richtlinien halte. (IACM, 22.12.2018)

http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=553#1

Cannabis and cannabinoids for the treatment of people with chronic noncancer pain conditions: a systematic review and meta-analysis of controlled and observational studies.

Stockings E, Campbell G, Hall WD, Nielsen S, Zagic D, Rahman R, Murnion B, Farrell M, Weier M, Degenhardt L.

Pain. 2018 Oct;159(10):1932-1954. doi: 10.1097/j.pain.0000000000001293.

https://journals.lww.com/pain/pages/articleviewer.aspx?year=2018&issue=10000&article=00006&type=Fulltext

Patienten mit Muskelspastiken können von Cannabistherapie profitieren

Mailand – Patienten mit Erkrankungen der motorischen Endplatte und daraus resultierenden Spastiken können von einer Therapie mit Cannabis profitieren. Das berichten Wissenschaftler um Nilo Riva vom San Raffaele Scientific Institute in Mailand in Lancet Neurology(2018; doi: 10.1016/S1474-4422(18)30406-X). (aerzteblatt.de, 19.12.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99949/Patienten-mit-Muskelspastiken-koennen-von-Cannabistherapie-profitieren

Jamaika/Kanada. Jamaica Makes First Shipment Of Medical Marijuana To Canada

Jamaica has made its first shipment of medical marijuana extract oil to Canada.

The shipment marks the first step in positioning Jamaica as the medical marijuana hub for the world.

In making the announcement, Minister of Industry, Commerce, Agriculture and Fisheries Audley Shaw, “Jamaica is uniquely positioned to be a global player and we are committed to providing the leadership and resources required for opening the international markets including Canada and Europe for our licensed and regulated Jamaican companies.” (Jamaica Gleaner, Jamaika, 27.09.2018)

http://jamaica-gleaner.com/article/news/20180927/jamaica-makes-first-shipment-medical-marijuana-canada

„Nicht nur das letzte Mittel“ Mediziner kämpft für mehr Einsatz von Cannabis (Ein kurzes Interview mit Dr. Grotenhermen in der Kölnischen Rundschau)

Köln-Franjo Grotenhermen studierte Medizin in Köln und spezialisierte sich auf die Therapie mit Cannabis und Cannabinoiden. Thomas Geisen hat mit ihm gesprochen. (IACM, 15.12.2018)

http://www.cannabis-med.org/german/acm-mitteilungen/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=276#4

Emerging Evidence for Cannabis' Role in Opioid Use Disorder.

Wiese B, Wilson-Poe AR.

Cannabis Cannabinoid Res. 2018 Sep 1;3(1):179-189. doi: 10.1089/can.2018.0022. 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6135562/

WHO. „...the outcome on Cannabis was kept confidential“

Vienna, UN headquarters. World Health Organization (WHO) much anticipated release of findings of two year scientific assessment of Cannabis leaves observers stunned and upset.The last assessment by WHO in 1954 fuelled global prohibition under the UN drug control Treaty framework. (FAAAT think & do tank, 07.12.2018)

http://conference.faaat.net/blog/press-statement-faaat-think-do-tank

Restored Self: A Phenomenological Study of Pain Relief by Cannabis.

Lavie-Ajayi M, Shvartzman P.

Pain Med. 2018 Sep 12. doi: 10.1093/pm/pny176. 

Abstract

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30215782

Umsatz mit medizinischem Cannabis steigt, Hausärzte beurteilen Therapie zwiespältig

Waldems-Esch/ München – Seit der Zulassung als Arzneimittel im März 2017 wächst der Umsatz mit medizinischem Cannabis in Deutschland. Im dritten Quartal 2018 erzielten Cannabisblüten und cannabishaltige Zubereitungen ohne Fertigarzneimittel einen Umsatz von mehr als 17 Millionen Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Das entspricht laut Analysen des Informationsdienstleisters Insight Health nahezu einer Verdreifachung gegenüber dem dritten Quartal 2017. (aerzteblatt.de, 13.12.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99843/Umsatz-mit-medizinischem-Cannabis-steigt-Hausaerzte-beurteilen-Therapie-zwiespaeltig?rt=d6cfe4d1fe7c480f77346cced692a561

High-intensity cannabis use is associated with retention in opioid agonist treatment: a longitudinal analysis.

Socías ME, Wood E, Lake S, Nolan S, Fairbairn N, Hayashi K, Shulha HP, Liu S, Kerr T, Milloy MJ.

Addiction. 2018 Sep 20. doi: 10.1111/add.14398.

Abstract

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30238568

Kein Cannabis auf Rezept für ADHS-Patienten

Celle – Ein an der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidender 31-Jähriger ist mit seiner Klage vor Gericht gescheitert, seine Erkrankung mit Cannabis behandeln zu wollen. (aerzteblatt.de, 10.12.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99716/Kein-Cannabis-auf-Rezept-fuer-ADHS-Patienten

Wissenschaft/Mensch: Drogenabhängige befolgen häufiger eine Opioid-Ersatztherapie, wenn sie Cannabis konsumieren

In einer großen Studie mit 820 Menschen, die illegale Drogen konsumierten und sich einer Opioidagonist-Therapie unterzogen, war die Befolgung der Behandlung besser, wenn sie gleichzeitig mindestens täglich Cannabis konsumierten. Wissenschaftler des Zentrums für Substanzkonsum von British Columbia in Vancouver (Kanada) veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Addiction. Die Teilnehmer begannen ihre Behandlung mit Methadon oder Buprenorphin/Naloxon zwischen September 1996 und Mai 2016. Der wichtigste Zielparameter war die Beibehaltung der Behandlung, definiert als Beibehaltung der Behandlung (auf der Basis von Methadon oder Buprenorphin/Naloxon) für zwei aufeinanderfolgende 6-monatige Beobachtungszeiträume.

Mindestens täglicher Cannabiskonsum zusätzlich zu Methadon oder Buprenorphin war im Vergleich zu Nichtkonsumenten von Cannabis oder weniger Konsumierenden positiv mit einer Beibehaltung der Behandlung assoziiert. Die Autoren folgerten, dass bei „Menschen in Vancouver, die illegale Drogen konsumieren und mit einer Opioidagonist-Behandlung beginnen, mindestens täglicher Cannabiskonsum mit einer etwa 21 % größeren Wahrscheinlichkeit für die Beibehaltung der Therapie verglichen mit weniger als täglichen Konsum verbunden ist“. (IACM-Informationen vom 29. September 2018)

http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=547#2

Cannabis Therapeutics and the Future of Neurology.

Russo EB.

Front Integr Neurosci. 2018 Oct 18;12:51. doi: 10.3389/fnint.2018.00051.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6200872/

Medizinalhanf: Sind Cannabisblüten tatsächlich oder „gefühlt“ zu teuer?

Als „unverhältnismäßig teuer“ bezeichnete die Barmer Cannabisblüten vor wenigen Tagen in einer Stellungnahme. Doch sind die Blüten wirklich kostspieliger als andere Cannabis-Präparate und auf welcher Grundlage basiert dieser Vergleich? DAZ.online befragte dazu Kassen, Hersteller, Importeure und den Cannabisexperten Dr. Franjo Grotenhermen. (Deutsche Apothekerzeitung, 31.08.2018)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/08/31/teure-cannabisblueten-mythen-und-fakten/chapter:all

Cannabis Systematics at the Levels of Family, Genus, and Species.

McPartland JM.

Cannabis Cannabinoid Res. 2018 Oct 1;3(1):203-212. doi: 10.1089/can.2018.0039. 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6225593/

Kann Cannabis Schmerzen wirklich lindern?

Schmerzen gehören zu den wichtigsten Anwendungsgebieten von medizinischem Cannabis und die meisten Anwender scheinen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Wie die Wirkung zustande kommt, ist jedoch nicht genau bekannt und die Experimente zur analgetischen Wirkung sind keineswegs eindeutig, wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt. (aerzteblatt.de, 21.09.2018)

https://www.aerzteblatt.de/blog/98040/Kann-Cannabis-Schmerzen-wirklich-lindern

Cannabis, from plant to pill.

Grof, C. P. L. (2018) 

Br J Clin Pharmacol, 84: 2463–2467. doi.org/10.1111/bcp.13618

https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/bcp.13618

Association of Cannabinoid Administration With Experimental Pain in Healthy AdultsA Systematic Review and Meta-analysis.

De Vita MJ, Moskal D, Maisto SA, Ansell EB. JAMA Psychiatry.Published online September 19, 2018. doi:10.1001/jamapsychiatry.2018.2503

https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2701671

EMCDDA. Medical use of cannabis and cannabinoids: questions and answers for policymaking

Summary

What is the evidence base for the medical use of cannabis and cannabinoids? What is the difference between cannabis preparations and medicinal products and why is this important? How is this issue regulated in the EU? These and other questions are explored in this report which responds to growing interest in this topic as more European countries develop policies and practice in this area. (EMCDDA, Lissabon, December 2018)

http://www.emcdda.europa.eu/publications/rapid-communications/medical-use-of-cannabis-and-cannabinoids-questions-and-answers-for-policymaking_en

Effectiveness of Raw, Natural Medical Cannabis Flower for Treating Insomnia under Naturalistic Conditions.

Vigil JM, Stith SS, Diviant JP, Brockelman F, Keeling K, Hall B.

Medicines (Basel). 2018 Jul 11;5(3). pii: E75. doi: 10.3390/medicines5030075.

http://www.mdpi.com/2305-6320/5/3/75

Cannabis: Spahn streicht Apothekenhonorar 

Berlin- Geht es nach Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wird die Vergütung der Abgabe von Cannabis neu geregelt. Laut Referentenentwurf zum Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) können rund 25 Millionen Euro eingespart und somit die Ausgaben für medizinisches Cannabis halbiert werden. Seit der Freigabe von Medizinalhanf ist eine Debatte über die Apothekerpreise entbrannt. (Apotheke adhoc, 16.10.2018)

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/cannabis-25-millionen-euro-sparen-verguetung-und-arbeitspreise/

Patient-Reported Symptom Relief Following Medical Cannabis Consumption

Sarah S. Stith, Jacob M. Vigil, Franco Brockelman, Keenan Keeling and Branden Hall

Front. Pharmacol., 28 August 2018 | doi.org/10.3389/fphar.2018.00916 

https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphar.2018.00916/full

Berlin. Grüne setzen sich für erleichterte Cannabis-Anträge ein

(...)  Die Grünen setzen sich für leichtere Bedingungen bei der Behandlung mit Cannabis ein. Sie fordern, dass die Krankenkassen bei der Verordnung von Cannabis als Medikament künftig nicht mehr mitreden dürfen. Aerzteblatt.de, 20.11.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99264/Gruene-setzen-sich-fuer-erleichterte-Cannabis-Antraege-ein

Cannabisversorgung: Bundesversicherungsamt weist einzelne Kassen zurecht

Bonn – Das Verfahren für die Kostenübernahme einer Therapie mit Cannabisarzneimitteln hat sich grundsätzlich bewährt – von Ausnahmen abgesehen. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesversicherungamt (BVA) in seinem neuen Jahresbericht. (aerzteblatt.de, 30.08.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97498/Cannabisversorgung-Bundesversicherungsamt-weist-einzelne-Kassen-zurecht

Hope for cannabis as treatment for opioid addiction 

(...) The interactions between opioids and cannabis have been explored at the clinical and pharmacological levels for decades. But the potential of cannabis to modulate the addictive effects of a much harder opioid class drug such as heroin or fentanyl is just beginning to be explored. (The Conversation, UK, 22.11.2018)

https://theconversation.com/hope-for-cannabis-as-treatment-for-opioid-addiction-104467

Effect of Cannabidiol on Medial Temporal, Midbrain, and Striatal Dysfunction in People at Clinical High Risk of Psychosis - A Randomized Clinical Trial.

Bhattacharyya S, Wilson R, Appiah-Kusi E, et al. 

JAMA Psychiatry.Published online August 29, 2018. doi:10.1001/jamapsychiatry.2018.2309

https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2697762

Commentary on Socias et al. (2018): Clinical research perspectives on cannabis use in opioid agonist treatment.

Timko, C., and Cucciare, M. A. (2018) 

Addiction, 113: 2259–2260. doi.org/10.1111/add.14432.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/add.14432