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Medizinalhanf: Sind Cannabisblüten tatsächlich oder „gefühlt“ zu teuer?

Als „unverhältnismäßig teuer“ bezeichnete die Barmer Cannabisblüten vor wenigen Tagen in einer Stellungnahme. Doch sind die Blüten wirklich kostspieliger als andere Cannabis-Präparate und auf welcher Grundlage basiert dieser Vergleich? DAZ.online befragte dazu Kassen, Hersteller, Importeure und den Cannabisexperten Dr. Franjo Grotenhermen. (Deutsche Apothekerzeitung, 31.08.2018)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/08/31/teure-cannabisblueten-mythen-und-fakten/chapter:all

Kann Cannabis Schmerzen wirklich lindern?

Schmerzen gehören zu den wichtigsten Anwendungsgebieten von medizinischem Cannabis und die meisten Anwender scheinen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Wie die Wirkung zustande kommt, ist jedoch nicht genau bekannt und die Experimente zur analgetischen Wirkung sind keineswegs eindeutig, wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt. (aerzteblatt.de, 21.09.2018)

https://www.aerzteblatt.de/blog/98040/Kann-Cannabis-Schmerzen-wirklich-lindern

Cannabis and the doctor-patient relationship.

Charbonneau G.

Can Fam Physician. 2018 Jun;64(6):477. 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5999253/

Association of Cannabinoid Administration With Experimental Pain in Healthy AdultsA Systematic Review and Meta-analysis.

De Vita MJ, Moskal D, Maisto SA, Ansell EB. JAMA Psychiatry.Published online September 19, 2018. doi:10.1001/jamapsychiatry.2018.2503

https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2701671

Cannabis and Cannabinoids (PDQ®): Health Professional Version.

PDQ Integrative, Alternative, and Complementary Therapies Editorial Board.

PDQ Cancer Information Summaries [Internet]. Bethesda (MD): National Cancer Institute (US); 2002-.
2018 Jun 19.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK65755/

Effectiveness of Raw, Natural Medical Cannabis Flower for Treating Insomnia under Naturalistic Conditions.

Vigil JM, Stith SS, Diviant JP, Brockelman F, Keeling K, Hall B.

Medicines (Basel). 2018 Jul 11;5(3). pii: E75. doi: 10.3390/medicines5030075.

http://www.mdpi.com/2305-6320/5/3/75

USA. FDA Approves First Drug Derived from Marijuana

Last week, the Food and Drug Administration (FDA) approved Epidiolex® (cannabidiol, or CBD), a medication extracted from marijuana, for the treatment of two severe pediatric seizure disorders, Lennox-Gastaut syndrome and Dravet syndrome. CBD is a compound typically found in very small quantities in the marijuana plant, and it has been of interest to scientists and the public for several years due to its anti-seizure properties and other possible therapeutic benefits. The approval comes at the end of a four-year series of trials showing the benefits of CBD in relieving the symptoms of these seizure disorders, which are highly resistant to existing treatments. (FDA, Nora’s blog, 02.07.2018)

https://www.drugabuse.gov/about-nida/noras-blog/2018/07/fda-approves-first-drug-derived-marijuana

Patient-Reported Symptom Relief Following Medical Cannabis Consumption

Sarah S. Stith, Jacob M. Vigil, Franco Brockelman, Keenan Keeling and Branden Hall

Front. Pharmacol., 28 August 2018 | doi.org/10.3389/fphar.2018.00916 

https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphar.2018.00916/full

Effect of cannabis use in people with chronic non-cancer pain prescribed opioids: findings from a 4-year prospective cohort study

Gabrielle Campbell, Wayne D Hall, Amy Peacock, Nicholas Lintzeris, Raimondo Bruno, Briony Larance, Suzanne Nielsen, Milton Cohen, Gary Chan, Richard P Mattick, Fiona Blyth, Marian Shanahan, Timothy Dobbins, Michael Farrell, Louisa Degenhardt

Lancet Public Health 2018; 3: e341–50

https://www.thelancet.com/journals/lanpub/article/PIIS2468-2667(18)30110-5/fulltext

Cannabisversorgung: Bundesversicherungsamt weist einzelne Kassen zurecht

Bonn – Das Verfahren für die Kostenübernahme einer Therapie mit Cannabisarzneimitteln hat sich grundsätzlich bewährt – von Ausnahmen abgesehen. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesversicherungamt (BVA) in seinem neuen Jahresbericht. (aerzteblatt.de, 30.08.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97498/Cannabisversorgung-Bundesversicherungsamt-weist-einzelne-Kassen-zurecht

Cannabinoide in der Medizin – Digitales Handbuch

Forum Suchtmedizin Ostschweiz, 19.04.2018

https://www.fosumos.ch/fosumos/index.php/de/cannabis/cannabinoide-in-der-medizin

Effect of Cannabidiol on Medial Temporal, Midbrain, and Striatal Dysfunction in People at Clinical High Risk of Psychosis - A Randomized Clinical Trial.

Bhattacharyya S, Wilson R, Appiah-Kusi E, et al. 

JAMA Psychiatry.Published online August 29, 2018. doi:10.1001/jamapsychiatry.2018.2309

https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2697762

FDA approves first drug comprised of an active ingredient derived from marijuana to treat rare, severe forms of epilepsy

U.S. Food&Drug Administtration, 25.06.2018)

https://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm611046.htm

Medizinalhanf. Deutschland importiert mehr Cannabis aus den Niederlanden

Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis in Deutschland ist deutlich größer als erwartet. Nach SPIEGEL-Informationen haben die Niederlande jetzt zugesagt, künftig bis zu 1,5 Tonnen pro Jahr zu liefern. (spiegel.de, 24.08.2018)

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/deutschland-importiert-mehr-medizinisches-cannabis-aus-den-niederlanden-a-1224736.html

Neue Fachzeitschrift: Medical Cannabis and Cannabinoids

Die Nummer 1 der neuen online verfügbaren Zeitschrift Medical Cannabis and Cannabinoids ist gerade erschienen. Sie enthält ein Editorial, Interviews mit den Mitgliedern des Beirats, Forschungsbeiträge und Übersichten zu Grundlagenforschung, vorklinischen und klinischen Studien sowie Kommentare. Sie wird von Karger Publishers in Basel produziert. Sie ist die offizielle Zeitschrift der Schweizer Arbeitsgruppe zu Cannabinoiden in der Medizin (SACM) und eine neue Partnerzeitschrift der IACM. Herausgeber ist Dr. Rudolf Brenneisen, schweizerische Akademie der pharmazeutischen Wissenschaften, Bern (Schweiz).

Die Zeitschrift bietet ein internationales Forum, um jüngere Fortschritte im sich schnell entwickelnden und herausfordernden Feld der medizinischen Verwendung von Cannabis und Cannabinoiden zu präsentieren und zu diskutieren. Es versucht, die Kluft zwischen empirischer und evidenzbasierter klinischer Medizin durch Einschluss aktueller Grundlagenforschung sowie angewandter als auch transnationaler Forschungsthemen zu überbrücken. Zusätzlich zu Originalartikeln, Übersichten und Kurzübersichten wird die Zeitschrift kurze Mitteilungen, Fallberichte, technische Anmerkungen, Briefe und Konferenzberichte bringen. (IACM-Informationen vom 23.06.2018)

https://www.karger.com/Journal/Issue/277324

Krankenkassenkosten für Medizinalcannabis explodieren

Berlin – Die Kosten für Medizinalcannabis sind stark gestiegen: Während die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Juni 2017 noch 2,31 Millionen Euro für cannabishaltige Fertigarzneimittel, -Zubereitungen und -Blüten ausgegeben hat, lag der Bruttoumsatz für Cannabisausgaben allein im Monat April 2018 bereits bei etwa 5,36 Millionen Euro. Das teilte der GKV-Spitzenverband auf Anfrage desDeutschen Ärzteblattesmit. (aerzteblatt.de, 03.08.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96908/Krankenkassenkosten-fuer-Medizinalcannabis-explodieren

Evidence for cannabis and cannabinoids for epilepsy: a systematic review of controlled and observational evidence

Stockings E, Zagic D, Campbell G, et al

J Neurol Neurosurg Psychiatry 2018;89:741-753. 

https://jnnp.bmj.com/content/89/7/741

IQWiG sieht Zusatznutzen von Cannabis sativa bei Spastik infolge von MS

Köln – Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Spastik aufgrund von Multipler Sklerose (MS), die nicht angemessen auf eine andere antispastische Arzneimitteltherapie angesprochen haben und die eine klinisch erhebliche Verbesserung während eines Anfangstherapieversuchs aufzeigen, können von einer Zusatztherapie mit Cannabis sativa profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einer neuerlichen Bewertung von Studiendaten, die der pharmazeutische Unternehmer vorgelegt hat. (aerzteblatt.de, 02.08.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96873/IQWiG-sieht-Zusatznutzen-von-Cannabis-sativa-bei-Spastik-infolge-von-MS

IACM. Presentation for the 40th WHO ECDD in Geneva on 31 May 2018 (Video)

(Franjo Grotenhermen, MD, IACM, Video, 06:51)

https://www.youtube.com/watch?v=6DnHeu_ngWo

Bundesverfassungsgericht: Verfassungsbeschwerde betreffend die Versorgung mit Medizinalcannabis zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen nicht zur Entscheidung angenommen (Beschluss) 

BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 26. Juni 2018 
- 1 BvR 733/18 - Rn. (1-8),
http://www.bverfg.de/e/rk20180626_1bvr073318.html

WHO. ECDDD40 - Procedural, methodological and terminological bias.

Joint Civil Society Contribution to the 40th Meeting of the WHO Expert Committee on Drug Dependence. Geneva. May 31st, 2018.

http://faaat.net/wp-content/uploads/ECDD40-CIVIL-SOCIETY-CONTRIBUTION.pdf

Bundesverfassungsgericht: Verfassungsbeschwerde betreffend die Versorgung mit Medizinalcannabis zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen nicht zur Entscheidung angenommen (Pressemitteilung) 

(...) Die Entscheidung des Landessozialgerichts, in der dem Beschwerdeführer die Versorgung mit Medizinalcannabis untersagt wurde, verstößt nicht gegen Art. 19 Abs. 4 GG.

Das Landessozialgericht hat in seiner Entscheidung festgestellt, dass keine Aussicht auf eine spürbare Verbesserung des Krankheitsverlaufs von Cluster-Kopfschmerzen durch die Versorgung von Cannabis besteht und dabei ein Gutachten des medizinischen Dienstes zugrunde gelegt. Das Gutachten wiederum stützt sich auf drei Veröffentlichungen, die unter anderem zu dem Ergebnis kommen, dass Cannabis diesen Patienten nur empfohlen werden kann, wenn eine bis dato nicht vorliegende, kontrollierte Studie Erfolge zeigen sollte. Diese Erwägungen und Feststellungen lassen eine hinreichende Prüfung der Voraussetzungen für die Versorgung mit Cannabis gemäß § 31 Abs. 6 Satz 1 Nr. 2 SGB V erkennen und erfüllen damit die Anforderungen gemäß Art. 19 Abs. 4 GG für die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes. (Bundesverfassungsgericht, Pressemitteilung Nr. 61/2018 vom 20. Juli 2018)

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/bvg18-061.html

WHO. Fortieth meeting of the Expert Committee on Drug Dependence - a specially convened session dedicated to carrying out pre-reviews of cannabis and cannabis-related substances

The Fortieth meeting of the Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) will be held in Geneva, Switzerland, 4-7 June 2018. 
The 40th ECDD will be a specially convened session dedicated to carrying out pre-reviews of cannabis and cannabis-related substances: 

- Cannabis plant and cannabis resin

- Extracts and tinctures of cannabis*

- Delta-9-tetrahydrocannabinol (THC)

- Isomers of THC

http://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/ecdd_40_meeting/en/

Suchtmedizin: Mit Cannabis gegen Opiat-Verlangen?

Substitutionstherapie mal anders: Einer aktuellen Pilotstudie der Ludwig-Maximilians-Universität München zufolge könnte Cannabis bei Opiatabhängigen den Suchtdruck lindern. Da Cannabis eine höhere therapeutische Breite hat als etwa Methadon, sehen die Forscher ein mögliches Potenzial für die Hanfpflanze in der Suchtmedizin. Klinische Studien sind in Planung. (DAZ – Deutsche Aüpotheker Zeitung, 23.07.2018)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/07/20/suchtmedizin-mit-cannabis-gegen-opiat-verlangen

Bis zu 14.000 Cannabispatienten in Deutschland

Bremen – Bundesweit werden derzeit zwischen 12.000 und 14.000 Patienten aus medizinischen Gründen mit Cannabis versorgt. Das geht aus einer gestern veröffent­lichten Antwort des Bremer Senats auf eine parlamentarische Anfrage hervor, für die die größeren Landesverbände der Krankenkassen befragt wurden. (aerzteblatt.de, 31.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95539/Bis-zu-14-000-Cannabispatienten-in-Deutschland

Medical Cannabis Legalization and Opioid Prescriptions: Evidence on US Medicaid Enrollees during 1993-2014.

Liang D, Bao Y, Wallace M, Grant I, Shi Y.

Addiction. 2018 Jul 10. doi: 10.1111/add.14382.

Abstract

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29989239

Cannabis for the Management of Cancer Symptoms: THC Version 2.0?

Guzmán Manuel

Cannabis and Cannabinoid Research 2018 3:1, 117-119

https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/can.2018.0009

Neue Ausschreibung: BfArM stockt Cannabisvolumen auf

Bonn – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat heute eine neue Ausschreibung für den Anbau und den Kauf von Cannabis zu ausschließlich medizinischen Zwecken veröffentlicht. Die Ausschreibung umfasst jetzt statt ursprünglich geplanten 6,6 Tonnen ein Gesamtvolumen von 10,4 Tonnen Cannabis, verteilt auf vier Jahre mit jeweils 2.600 Kilogramm. Eine erste Ausschreibung hat das BfArM aufgrund eines Beschlusses des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom März 2018 aufheben müssen. (aerzteblatt.de, 20.07.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96618/Neue-Ausschreibung-BfArM-stockt-Cannabisvolumen-auf

USA/Kanada. Here's How Much Marijuana Costs in the United States vs Canada

A tidal wave of change is hitting the cannabis industry in both the United States and Canada. (Forbes, USA, 18.05.2018)

https://www.forbes.com/sites/priceonomics/2018/05/18/heres-how-much-marijuana-costs-in-the-united-states-vs-canada/#971c2ef538a8

SUCHTMEDIZIN: Cannabis als Substitutionsmittel

Berlin - Das Potenzial der Cannabispflanze in der Suchtmedizin ist noch wenig erforscht. Bisher gibt es Hinweise darauf, dass Cannabidiol (CBD) die morphinabhängige Belohnungsreaktion im Gehirn und die Rückfallrate bei Morphinabhängigkeit reduzieren kann. Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München legen nahe, dass Patienten mithilfe von Cannabis das Verlangen nach Suchtmitteln wie Alkohol, Benzodiazepine oder Opioide reduzieren können. (apotheke adhoc, 17.07.2018)

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/cannabis-als-substitutionsmittel-suchtmedizin/

Wirksamkeit von Cannabis als Medizin zweifelhaft

Berlin. Medizinisches Cannabis ist nur selten eine Alternative zu den bewährten Therapien, kann aber Patienten im Einzelfall helfen. Das ist eines der Ergebnisse des „Cannabis-Reports“, den die Techniker Krankenkasse (TK) bei dem Arzneimittelexperten Gerd Glaeske, Universität Bremen, und dem Forschungszentrum socium in Auftrag gegeben hat. (aerzteblatt.de, 17.05.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95270/Wirksamkeit-von-Cannabis-als-Medizin-zweifelhaft

Simplified guideline for prescribing medical cannabinoids in primary care. 

Allan GM, Ramji J, Perry D, Ton J, Beahm NP, Crisp N, et al. 

Can Fam Physician. 2018;64:111–20. (Eng), e64–75 (Fr).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5964385/