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VCA - VERBAND DER CANNABIS VERSORGENDEN APOTHEKEN e.V.

Das Ziel des VCA ist die effiziente & bezahlbare Versorgung von Patient*innen mit medizinischem Cannabis. (2019)

https://vca-deutschland.de/

Für eine effizientere Medizinalhanfversorgung: Verband der Cannabis versorgenden Apotheken gegründet

Die medizinische Cannabisbranche boomt – doch bei der Patientenversorgung in der Apotheke tauchen noch viele Probleme auf. Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA) hat sich auf die Fahne geschrieben, die Medizinalhanfversorgung effizienter und patientenfreundlicher zu gestalten. Außerdem setzt sich der Verband unter anderem für Vereinfachungen bei der Identitätsprüfung und für die angemessene Honorierung pharmazeutischer Dienstleistungen rund um medizinisches Cannabis ein. (DAZ- Deutsche Apotheker Zeitung , 10.06.2019)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/06/07/verband-der-cannabis-versorgenden-apotheken-gegruendet/chapter:1

Medizinalhanf. Der Deutsche Bundestag hat am 6. Juni 2019 ein Gesetz verabschiedet, das einige Verbesserungen des Cannabis-Gesetzes aus dem Jahr 2017 einhergeht. 

Zwei Gesetzentwürfe der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/die GRÜNEN, die weitere Verbesserungen vorsehen, wurden von der Mehrheit der Mitglieder des Deutschen Bundestags abgelehnt.

Im Einzelnen sieht das von den Fraktionen CDU/CSU und SPD unterstützte neue Gesetz einige wichtige Änderungen vor:

  1. Ein Wechsel zwischen Cannabis in Form von getrockneten Blüten oder zwischen Cannabisextrakten in standardisierter Qualität sowie eine Änderung der Dosierung soll keiner erneuten Genehmigung durch die Krankenkasse bedürfen.
  2. Hat ein Patient ein cannabisbasiertes Medikament während eines stationären Aufenthaltes erhalten, so soll die Krankenkasse innerhalb von 3 Tagen über ein Kostenübernahmeantrag durch den weiterbehandelnden niedergelassenen Arzt entscheiden, sodass möglichst keine oder nur eine kurze Unterbrechung der Therapie stattfindet. Ob es wirklich nur zu kurzen Unterbrechungen kommt, wird von verschiedener Seite infrage gestellt. Im Referentenentwurf des Bundesministeriums der Gesundheit vom 14.11.2018 war noch vorgeschlagen worden, dass im Falle einer Behandlung mit einem Cannabisarzneimittel im Rahmen eines stationären Aufenthaltes von dem weiterbehandelnden Arzt kein Kostenübernahmeantrag mehr gestellt werden müsse. 

Zudem möchte die Bundesregierung eine Reduzierung der Preise für Cannabisblüten erreichen. Gegenwärtig kostet ein Gramm Medizinalcannabisblüten der gleichen Sorte Bedrocan in niederländischen Apotheken zwischen 5 und 7 € und in Deutschland nach § 4 Arzneimittelpreisverordnung je nach Einkaufspreis zwischen etwa 20 und 25 €, also ein Vielfaches. (ACM-Mitteilungen vom 16. Juni 2019)

http://www.cannabis-med.org/german/acm-mitteilungen/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=289#1

Effectiveness and tolerability of THC:CBD oromucosal spray as add-on measure in patients with severe chronic pain: analysis of 12-week open-label real-world data provided by the German Pain e-Registry.

Ueberall MA, Essner U, Mueller-Schwefe GH.

J Pain Res. 2019 May 20;12:1577-1604. doi: 10.2147/JPR.S192174.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6535492/

Universität Hohenheim will Cannabis genauer untersuchen

Stuttgart – Um Cannabispflanzen besser erforschen zu können, hat die Universität Hohenheim ein internationales Forschungsnetzwerk aufgebaut. Gemeinsam mit kanadischen Kollegen und Unternehmen wollen die Wissenschaftler um die Agrarforscherin Simone Graeff-Hönninger das phytocannabinoidreiche Cannabis genauer unter die Lupe nehmen. (aerzteblatt.de, 17.06.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/103924/Universitaet-Hohenheim-will-Cannabis-genauer-untersuchen

Association between medical cannabis laws and opioid overdose mortality has reversed over time

Chelsea L. Shover, Corey S. Davis, Sanford C. Gordon, Keith Humphreys

Proceedings of the National Academy of Sciences Jun 2019, 201903434; DOI: 10.1073/pnas.1903434116 

https://www.pnas.org/content/early/2019/06/04/1903434116

Cannabis für medizinische Zwecke: Entwicklung von Arzneibuchmonographien als Qualitätsstandard

Manns, D., Norwig, J. & Reh, K. 

Bundesgesundheitsbl (2019). doi.org/10.1007/s00103-019-02963-5

Abstract

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-019-02963-5

  1. Deutscher Ärztetag: Medizinischer Nutzen von Cannabis sollte wissenschaftlich belegt werden

Münster – Der 122. Deutsche Ärztetag hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Forschungsprogramm zum medizinischen Nutzen von Cannabisarzneimitteln und -blüten aufzulegen. (aerzteblatt.de, 03.05.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/103555/Medizinischer-Nutzen-von-Cannabis-sollte-wissenschaftlich-belegt-werden

CME-zertifizierte Live-Webinare „Cannabinoide in der Medizin“ Start 12. Juni 2019

In drei Terminen wird medizinisches Cannabis in seinen Darreichungsformen vorgestellt, der Einsatz bei chronischem Schmerz, Tumorschmerz, neuropathischem Schmerz, massiver Gewichtsabnahme bei Tumorerkrankungen, Übelkeit, Erbrechen, Depression, Spastik bei Multipler Sklerose, Epilepsie und Parkinson, bei Tourette-Syndrom, dargelegt und bezüglich Studienlage und Erfahrung diskutiert. Zahlreiche Fallbeispiele werden gegeben. Die bestehenden Regularien zur Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Regress werden praxisnah aufbereitet und abschließend Risiken und Sucht-Aspekte des nichtmedizinischen Cannabis-Gebrauchs kritisch beleuchtet.
Referenten: Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl, Prof. Dr. Sven Gottschling, Prof. Dr. Mathias Mäurer. 
Wissenschaftlicher Leiter: PD Dr. med. Andreas Jähne, Ärztlicher Direktor Rhein-Jura-Klinik. 

(Mit freundlicher Unterstützung von Allmiral Hermal GmbH und Geca Pharma GmbH)

https://www.medcram.de/online-fortbildungen/cannabis/

Dissociable effects of cannabis with and without cannabidiol on the human brain’s resting-state functional connectivity.

Wall, M. B., Pope, R., Freeman, T. P., Kowalczyk, O. S., Demetriou, L., Mokrysz, C., … Curran, H. V. (2019). 

Journal of Psychopharmacology. doi.org/10.1177/0269881119841568

Abstract

https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0269881119841568

Cannabisarzneimittel: Schmerz steht an erster Stelle

Gießelmann, Kathrin

Dtsch Arztebl 2019; 116(21): A-1055 / B-868 / C-856

https://www.aerzteblatt.de/archiv/207849?rt=ce503d31234107dd9b898b2d9bb1902d

Cannabidiol for the Reduction of Cue-Induced Craving and Anxiety in Drug-Abstinent Individuals With Heroin Use Disorder: A Double-Blind Randomized Placebo-Controlled Trial.

Hurd YL, Spriggs S, Alishayev J, Winkel G, Gurgov K, Kudrich C, Oprescu AM, Salsitz E.

Am J Psychiatry. 2019 May 21:appiajp201918101191. doi: 10.1176/appi.ajp.2019.18101191.

Abstract

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31109198

Begleiterhebung: Medizinalcannabis vor allem für Schmerzpatienten

Dtsch Arztebl 2019; 116(20): A-983 / B-815 / C-803

Gießelmann, Kathrin

https://www.aerzteblatt.de/archiv/207520

Medical Cannabis Safe, Effective for Neurologic Symptoms in the Elderly

(Medscape, USA, 06.05.2019)

https://www.medscape.com/viewarticle/912624

Quantifying hepatic enzyme kinetics of (-)-Δ9-tetrahydrocannabinol (THC) and its psychoactive metabolite, 11-OH-THC, through in vitro modeling

Gabriela I. Patilea-Vrana and Jashvant D. Unadkat

Drug Metabolism and Disposition May 2, 2019, dmd.119.086470; doi.org/10.1124/dmd.119.086470

http://dmd.aspetjournals.org/content/dmd/early/2019/05/02/dmd.119.086470.full.pdf

Begleiterhebung zur Cannabis-Therapie: Erste Ergebnisse vorgestellt

Beim Deutschen Anästhesiecongress in Leipzig wurden am 9. Mai durch das BfArM die ersten Ergebnisse aus der Begleiterhebung zur Cannabis-Therapie vorgestellt. (leafly.de, 09.05.2019)

https://www.leafly.de/begleiterhebung-erste-ergebnisse-vorgestellt/

Karl Broich im Interview: „Jedes andere Medikament mit Nebenwirkungen wie Cannabis hätten wir längst verboten“ 

Der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte spricht über Marihuana als Medizin, Lieferengpässe und den geplanten Anbau in Deutschland. (Handelsblatt,  21.04.2019)

https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/karl-broich-im-interview-jedes-andere-medikament-mit-nebenwirkungen-wie-cannabis-haetten-wir-laengst-verboten-/24235638.html

Für verantwortungsvollen Umgang mit Medizinalcannabis & cannabisbasierten Arzneimitteln: Fachgesellschaften appellieren an Ärzteschaft, Politik, Krankenkassen und Redaktionen

Warnung vor unkritischem Cannabis-Einsatz - Wissensstand unzulänglich - Dringend erforderlich: Forschungsförderung 

Berlin. Medizinische Fachgesellschaften und Fachverbände warnen vor einem unkritischen Einsatz von Cannabis. Auch wenn die Behandlung mit cannabisbasierten Arzneimitteln oder Medizinalhanf bei einzelnen Indikationen sinnvoll ist, betrachtet eine Reihe von Fachgesellschaften und Fachverbänden die Entwicklung seit Verabschiedung des Gesetzes zur „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ vom März 2017 mit Sorge. Seither können Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen Cannabisblüten, den sogenannten Medizinalhanf, wie auch cannabisbasierte Arzneimittel verschreiben. „Durch dieses Gesetz ist Deutschland das einzige Land in Europa, in dem die Verschreibung von Medizinalcannabis und cannabisbasierten Arzneimittel nicht auf spezielle Indikationen beschränkt wurde.“ heißt es in einem heute veröffentlichten Appell an Ärzteschaft, Politik, Krankenkassen und Redaktionen, in dem acht Fachgesellschaften gemeinsam mit weiteren Fachverbänden für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medizinalcannabis und cannabisbasierten Arzneimitteln plädieren. (Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V., DGPPN, DHS, Deutsche Schmerzgesellschaft, Dachverband der Suchtfachgesellschaften u.a.. 17.04.2019)

https://www.dgpalliativmedizin.de/phocadownload/stellungnahmen/20190417_Appell_Medizinalhanf_und_Cannabisbasierte_Arzneimittel.pdf

Cannabis-Forschung: Universität Hohenheim startet internationales Forschungsnetzwerk

Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Deutschland und Kanada arbeiten gemeinsam daran, Cannabis ohne Rauschmittel-Eignung für den Markt zu erschließen. (Unversität Hohenheim, 16.04.2019)

https://idw-online.de/de/news714215

Cannabis Based Medicinal Products for Use in Chronic Pain Management Therapy (White Paper)

Professor Mike Barnes, Dr. David McDowell & Dr. Dani Gordon

The Academy of Medical Marijuana, USA, March 2019 

https://taomc.org/wp-content/uploads/2019/04/TAOMC_ChronicPain_WhitePaper_March2019.pdf

Microdeletion in a FAAH pseudogene identified in a patient with high anandamide concentrations and pain insensitivity

Habib, Abdella M. et al.

British Journal of Anaesthesia , Volume 0 , Issue 0 , 

https://bjanaesthesia.org/article/S0007-0912(19)30138-2/fulltext

Genmutation: Körpereigene Cannabinoide machen Frau schmerzlos, sorgenfrei, aber auch leichter verletzbar

London – Eine genetische Funktionsstörung in einem Enzym, das ein körpereigenes Cannabinoid abbaut, hat einer 67-jährigen Frau aus Schottland zu einem offenbar fröhlichen Leben ohne Schmerzen und Ängste verholfen. Doch die Mutationen, die im British Journal of Anaesthesia(2019; doi: 10.1016/j.bja.2019.02.0199) vorgestellt wurden, schaffen im Alltag auch Probleme. (aerzteblatt.de, 29.03.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/102050/Genmutation-Koerpereigene-Cannabinoide-machen-Frau-schmerzlos-sorgenfrei-aber-auch-leichter-verletzbar

Cannabis-Verordnungen. Tipps für Ärztinnen und Ärzte zur Vermeidung von Problemen mit Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden

In den vergangenen Wochen haben einige Ärztinnen und Ärzte Probleme mit der Staatsanwaltschaft, dem Regierungspräsidium oder dem Gesundheitsamt Probleme bekommen. In einem Fall reichte ein Vortrag über das Thema Cannabis als Medizin durch eine Ärztin, dass das Regierungspräsidium alle Betäubungsmittelrezepte einsehen wollte. In einem anderen Fall stellte das Gesundheitsamt die weitere Teilnahme am Betäubungsmittelverkehr infrage, weil (sehr wenige) Durchschläge von Betäubungsmittelrezepten fehlten. In einem weiteren Fall monierte die Staatsanwaltschaft das Fehlen einer ausreichenden Indikation für die Verschreibung von Cannabis und damit einen Verstoß gegen § 13 Betäubungsmittelgesetz. Auch ein fehlendes A bei Überschreitung der Höchstverschreibungsmenge kann zu Problemen führen. (ACM-Mitteilungen vom 10. März 2019)

http://www.cannabis-med.org/german/acm-mitteilungen/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=282#2

Cannabis and Cannabinoids (PDQ®): Patient Version.

PDQ Integrative, Alternative, and Complementary Therapies Editorial Board.

PDQ Cancer Information Summaries [Internet]. Bethesda (MD): National Cancer Institute (US); 2002-.
2019 Feb 15.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK65875/

Nachfrage nach medizinischem Cannabis steigt rasant

Berlin – Zwei Jahre nach der Liberalisierung von medizinischem Cannabis in Deutschland ist die Nachfrage rasant gestiegen. 2018 gaben Apotheken rund 145.000 Einheiten cannabishaltiger Zubereitungen und unverarbeiteter Blüten auf Basis von etwa 95.000 Rezepten zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ab. (aerzteblatt.de, 04.03.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101417/Nachfrage-nach-medizinischem-Cannabis-steigt-rasant

Cannabidiol enhancement of exposure therapy in treatment refractory patients with phobias: study protocol of a randomized controlled trial.

van der Flier FE, Kwee CMB, Cath DC, Batelaan NM, Groenink L, Duits P, van der Veen DC, van Balkom AJLM, Baas JMP.

BMC Psychiatry. 2019 Feb 13;19(1):69. doi: 10.1186/s12888-019-2022-x.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6373100/

The Association between Cannabis Product Characteristics and Symptom Relief.

Stith SS, Vigil JM, Brockelman F, Keeling K, Hall B.

Sci Rep. 2019 Feb 25;9(1):2712. doi: 10.1038/s41598-019-39462-1.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6389973/

Complete biosynthesis of cannabinoids and their unnatural analogues in yeast.

Luo X, Reiter MA, d'Espaux L, Wong J, Denby CM, Lechner A, Zhang Y, Grzybowski AT, Harth S, Lin W, Lee H, Yu C, Shin J, Deng K, Benites VT, Wang G, Baidoo EEK, Chen Y, Dev I, Petzold CJ, Keasling JD.

Nature. 2019 Feb 27. doi: 10.1038/s41586-019-0978-9. 

https://www.nature.com/articles/s41586-019-0978-9

„Grüne“ Drogenfabriken: Hefe produziert preiswerte Cannabinoide

Berkeley – Forschern der University of California ist es gelungen, Hefe so umzuprogrammieren, dass sie die Hauptbestandteile von Marihuana produziert: Tetrahydrocannabinol (THC), nicht psychoaktives Cannabidiol (CBD) sowie neuartige Cannabinoide. (aerzteblatt.de, 01.03.2019)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101352/Gruene-Drogenfabriken-Hefe-produziert-preiswerte-Cannabinoide

Crystal Structure of the Human Cannabinoid Receptor CB2

Li, Xiaoting et al.

Cell , Volume 176 , Issue 3 , 459 - 467.e13 

https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0092867418316258