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Risikofaktoren für multiplen Drogenkonsum - Konsum von Cannabis in der Jugend, Missbrauchserfahrungen oder Migration erhöhen die Gefahr für eine extreme Form des Drogenkonsums

Viele Drogenabhängige nehmen nicht nur eine Substanz ein, sondern mehrere. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin in Göttingen haben untersucht, welche Rolle Gene und Umwelt bei der Entstehung eines solchen multiplen Substanzgebrauchs spielen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass neben genetischen Faktoren gerade die Anhäufung mehrerer ungünstiger Umweltfaktoren dazu führt, dass Menschen in eine solch extreme Form des Drogenkonsums abrutschen. Unter den Risikofaktoren waren neben sexuellem und körperlichem Missbrauch, dem Leben in der Großstadt und Migrationserfahrungen auch der Konsum von Cannabis und Alkohol vor dem 18. Lebensjahr. So könnten Cannabis und Alkohol für anfällige Personen geradezu als Einstiegsdrogen fungieren und den Weg hin zu problematischerem Substanzgebrauch ebnen. (Max-Planck-Gesellschaft, 29.04.2021)

https://www.mpg.de/16812450/polytoxikomanie-risikofaktoren