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Ulm/Hamburg. Krebstherapie mit Methadon: Anzeige wegen fahrlässiger Tötung

Der Ulmer Rechtsmediziner Prof. Erich Miltner will den Tod einer Patientin klären lassen, die mit Methadon behandelt wurde.

(...) Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren ist, werden die beiden Ulmer Wissenschaftler indirekt mit dem Tod der 57-Jährigen in Verbindung gebracht, um den Wirkstoff Methadon zur Unterstützung und Verstärkung einer konventionellen Chemotherapie bei Krebserkrankungen in Verruf zu bringen. Auf Ärztekongressen sei vor allem Dr. Friesen, die seit Jahren die Wirksamkeit von Methadon in der Krebstherapie erforscht, persönlich attackiert und für diesen Tod verantwortlich gemacht worden. (Südwest Presse, 06.12.2017)

http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/anzeige-wegen-fahrlaessiger-toetung-24246640.html

Ulm. Prof. Dr. Miltner, Ärztlicher Direktor des Instituts für Rechtsmedizin Ulm, erstattet Anzeige wegen fahrlässiger Tötung aufgrund eines Artikels zum Einsatz von Methadon in der Krebstherapie

Hamburg (ots) - Für unseren Mandanten, Herrn Prof. Dr. Erich Miltner, Ärztlicher Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Ulm, teilen wir das Folgende mit:

Eine Mitarbeiterin unseres Mandanten am Institut für Rechtsmedizin, die Chemikerin Frau Dr. Claudia Friesen, veröffentlichte im Jahr 2013 ihre Forschungsergebnisse, nach welchen es Anzeichen dafür gibt, dass der als Heroin-Ersatzstoff im Rahmen von Substitutionsprogrammen zur Anwendung kommende Wirkstoff Methadon zur Unterstützung und Verstärkung in der konventionellen Chemotherapie eingesetzt werden kann, also eine bessere Bekämpfung von Krebserkrankungen ermöglichen könnte. Hierüber wurde in den Medien umfassend berichtet, die Forschungen werden bis heute fortgeführt.

Unter Medizinerkollegen entbrannte erwartungsgemäß eine entsprechende wissenschaftliche Diskussion, die absolut legitim und begrüßenswert ist. Im August 2017 indes wurde ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt (Jg. 114, Heft 33-34, Seite A1530 ff.) unter dem Titel "Methadon in der Onkologie - Strohhalmfunktion ohne Evidenz" veröffentlicht, in welchem ein Fallbeispiel dargelegt wurde, in dem eine Patientin aufgrund einer Behandlung mit dem Medikament "L-Polamidon" (enthält den Wirkstoff L-Methadon) angeblich verstorben sein soll. Dieser Artikel hat nun dazu geführt, dass sich behandelnde Ärzte grundsätzlich scheuen, Methadon in der Krebstherapie im sog. Off-Label Use anzuwenden. Unseren Mandanten und Frau Dr. Friesen erreichen täglich zahlreiche Anfragen besorgter Patienten, deren Arzt eine Verschreibung aufgrund dieses angeblichen Gesundheitsrisikos ablehnt.

Bei einer Überprüfung des Artikels musste unser Mandant jedoch feststellen, dass nach den Angaben des besagten Fallbeispiels tatsächlich eine erhebliche Medikamentenüberdosierung für den Tod verantwortlich war. Sollte es tatsächlich zu diesem Todesfall gekommen sein, hätten sowohl der behandelnde Arzt, welcher das Medikament verschrieben hat, als auch der Notfallmediziner, welcher die Patientin am Ende auf der Intensivstation behandelt hat, einen groben ärztlichen Behandlungsfehler begangen. So wurde der Patientin - glaubt man den Angaben des Fallbeispiels - im Rahmen der Behandlung das ca. 3- bis 4-Fache der Tageshöchstdosis verabreicht, was eine hochtoxische Dosis darstellt. Nach Auftreten von Vergiftungszeichen wurde die Patientin sodann offenkundig in eine Intensivstation eingeliefert. Anstelle eines bei einer solchen Vorgeschichte üblichen Gegengiftes erhielt die Patientin dort aber weiterhin ein anderes Opioid.

Aus Sicht unseres Mandanten ergibt sich nach alledem das eindeutige Bild, dass dieses Fallbeispiel nicht auf eine grundsätzlich erhöhte Gesundheitsgefahr durch die Behandlung mit Methadon im Rahmen der Krebstherapie hinweist, sondern dass vielmehr eine extreme Überdosierung sowie eine Falschbehandlung zum Tode der Patientin geführt haben. Im Interesse aller Patienten ist dieser Fall somit umfassend aufzuklären. Da Rückfragen bei den Autoren des Artikels zu keinerlei weiterführenden Informationen geführt haben, haben wir für unseren Mandanten am 24.11.2017 Strafanzeige gegen Unbekannt insbesondere wegen des Verdachtes auf fahrlässige Tötung erstattet, die bei der Staatsanwaltschaft Hamburg bearbeitet wird (Aktenzeichen 7200 UJs 2/17).

Stephan Mathé, M.B.A., Rechtsanwalt, Hamburg, 05.12.2017
https://www.presseportal.de/pm/128908/3807017

Methadone as a "Tumor Theralgesic" against Cancer.

Michalska M, Katzenwadel A, Wolf P.

Front Pharmacol. 2017 Oct 31;8:733. doi: 10.3389/fphar.2017.00733. eCollection 2017.

https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphar.2017.00733/full

Methadon bei Krebspatienten: Zweifel an Wirksamkeit und Sicherheit

Ulrich Schuler, Bernhard Wörmann, Arbeitskreis Palliativmedizin

Unter dem Titel „Methadon - Warum ein preiswertes Mittel für Krebspatienten nicht erforscht wird“ hat das Politmagazin Plusminus am 12. April 2017 über Heilversuche mit diesem Opioid berichtet[1]. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie beschäftigt sich intensiv mit neuen Krebsmedikamenten[2], auch mit komplementären Verfahren[3]. Bei Methadon hat sie Anlass, vor unrealistischen Erwartungen und möglichen Gefahren zu warnen. ((DGHO – Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie, Berlin, 15.07.2017)

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/Methadon%20bei%20Krebspatienten%20Arzt%2020170715.pdf

Patienteninformation „Methadon in der Krebstherapie“ veröffentlicht

Berlin. Seit April 2017 wurde in verschiedenen Medien über den Einsatz von Methadon bei Krebspatienten berichtet. Die Reaktionen sind enorm. Viele Patienten und ihre Angehörigen erkundigen sich nach den Möglichkeiten einer Methadontherapie.
Die DGHO hat nun eine Information für Patienten veröffentlicht. Darin wird deutlich zwischen einem möglichen Einsatz von Methadon in der Schmerztherapie von Krebspatienten und einem Einsatz als Krebsmedikament unterschieden. (DGHO – Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie, Berlin, 10.07.2017)

https://www.dgho.de/informationen/nachrichten/patienteninformation-201emethadon-in-der-krebstherapie201c-veroeffentlicht

Bonn. Stellungnahme der Deutschen Krebshilfe zu aktuellen Nachfragen zu 'Methadon in der Krebstherapie' sowie geförderten Forschungsarbeiten/klinischen Studien von Frau Dr. Friese , Universitätsklinikum Ulm, Institut für Rechtsmedizin, Molekularbiologisches Forschungslabor. (Deutsche Krebshilfe, Juli 2017)

https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Stellungnahmen/Stellungnahme_Methadon_07_2017.pdf

Methadon bei Schmerzen: Wirksame Rezeptur ohne Zulassung

Dtsch Arztebl 2017; 114(39): A-1754 / B-1490 / C-1460

Gießelmann, Kathrin

https://www.aerzteblatt.de/archiv/193607/Methadon-bei-Schmerzen-Wirksame-Rezeptur-ohne-Zulassung

Stiftung Warentest: Methadon bei Krebs: Große Hoffnungen, wenig Belege

Laut Medienberichten soll Methadon gegen Krebs helfen, indem es die Wirkung von Chemotherapien verstärkt. Ausreichend belegt ist das bislang allerdings nicht. Zu diesem Fazit kommen die Arzneimittelexperten der Stiftung Warentest nach Sichtung der Studienlage. test.de berichtet über die Hintergründe und sagt, was Krebspatienten beachten sollten. (Stiftung Warentest, 13.11.2017)

https://www.test.de/Methadon-bei-Krebs-Grosse-Hoffnungen-wenig-Belege-5249867-0/

Bielefeld. Bielefelder Gesundheitsamt verbietet Vortrag über Krebsbehandlung

Methadon: Behörde untersagt Info-Veranstaltung in Hotelräumen, denn der einladende Mediziner soll unzulässig für hartes Medikament werben. Der Mediziner schaltet einen Fachanwalt ein. (Neue Westfälische, 15.11.2017)

http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21978059_Bielefelder-Gesundheitsamt-verbietet-Vortrag-ueber-Krebsbehandlung.html

Forschungspreis Komplementärmedizin 2017 für Dr. Claudia Friesen

Am Sonntag, den 29. Oktober wurde im Rahmen der 51. Medizinischen Woche Baden-Baden der diesjährige mit 3.000 Euro dotierte Forschungspreis der NATUM an die Ulmer Wissenschaftlerin Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Claudia Friesen verliehen. (natum - Naturheilkunde, Akupunktur und Umwelt- und Komplementärmedizin in der Frauenheilkunde, Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG))

http://www.natum.de/363-0-Forschungspreis-2017.html

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zum Einsatz von D,L-Methadon zur Tumortherapie

Wie ist der Einsatz von D,L-Methadon zur Tumortherapie (also NICHT zur Schmerztherapie) zu bewerten?

Die Aussagen zur Wirksamkeit von D,L-Methadon als „Antitumor-Medikation“ gehen auf die Forschun- gen der Diplom Chemikerin Frau Dr. rer. nat. Claudia Friesen vom Institut für Rechtsmedizin in Ulm zu- rück (1, 2). Darauf Bezug nehmend kam es seit ca. 2014 zu einer Vielzahl von Berichten, überwiegend in der Laienpresse, über die angebliche Wirksamkeit von D,L-Methadon bei Krebspatienten mit unter- schiedlichsten Tumorentitäten. Die Aussagen zur Wirkung von D,L-Methadon bei Tumorpatienten, wie beispielsweise im FAQ der Rechtsmedizin Ulm, sind aus unserer Sicht sehr kritisch zu hinterfragen und zu bewerten (3). (DGP, 05.07.2017)

https://www.dgpalliativmedizin.de/images/20170705_DGP_Stellungnahme_Methadon.pdf

Faktenblatt: Methadon

Fazit

Derzeit ist die Gabe von Methadon bei Patienten mit Tumorerkrankungen mit dem Ziel, den Tumor zu bekämpfen nicht sinnvoll. Auch wenn die Nachfrage der Patienten aufgrund der zahlreichen Berichte in den Medien verständlich ist, so muss bei fehlender nachgewiesener Wirkung, aber nachgewiesenen Risiken von der Anwendung von Methadon außerhalb der Schmerztherapie abgeraten werden.

Universitätsklinikum Jena, Mai 2017

http://www.kim2.uniklinikum-jena.de/kim2_media/H%C3%A4maOnko/Integrative+Onkologie/Methadon_2017_Pat.pdf

Methadon in der Krebstherapie - Information für Patienten

Seit April 2017 wurde in verschiedenen Medien über den Einsatz von Methadon bei Krebspatienten berichtet. Die Reaktionen sind enorm. Viele Patienten und ihre Angehörigen erkundigen sich nach den Möglichkeiten einer Methadontherapie. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) hat nun eine Information für Patienten veröffentlicht. Darin wird deutlich zwischen einem möglichen Einsatz von Methadon in der Schmerztherapie von Krebspatienten und einem Einsatz als Krebsmedikament unterschieden. (Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO), 31.07.2017)

http://www.ado-homepage.de/meldungen-details/methadon-in-der-krebstherapie.html

Methadon in der Krebs- und Schmerztherapie: Überblick zu sämtlichen relevanten Studien und Artikeln

Die Wissenschaftler von TAS e.V. haben das erste Ziel des Projekts "Analyse der vielversprechenden Daten zu Methadon in der Krebstherapie" erreicht. Finanziert durch die Spenden auf betterplace.org konnten alle vorhandenen Daten, Artikel und präklinischen Studien zum Einsatz von Methadon in der Schmerz- und Krebstherapie gesichtet werden. Als relevant für eine ausführliche Analyse wurden dabei insgesamt 84 Veröffentlichungen bewertet. (TAS e.V., 27.07.2017)

https://www.tas-ev.org/aktuelles/methadon-in-der-krebs-und-schmerztherapie-ueberblick-relevanten-studien.html

Wirkprinzip von Methadonrazemat in der Tumortherapie mit Zytostatika - nach Dr. C. Friesen und Dr. H Hilscher MAE

Palliativmedizinischer Konsiliardienst NIL, 2017

http://pkdnil.de/methadon/

Methadon – neben analgetischen auch antineoplastische Eigenschaften?

Hans-Jörg Hilscher, Eberhard Albert Lux

Schmerzmedizin 2016; 32 (1), Seite 37-39

http://dgschmerzmedizin.de/download/schmerzmedizin/2016_01_Schmerzmedizin.pdf

Patienteninformation. BISLANG KEIN NUTZEN BELEGT: METHADON IN DER KREBSBEHANDLUNG

Sie haben fortgeschrittenen Krebs und fragen sich, ob Methadon Ihnen helfen kann? In dieser Information lesen Sie, was man über die Wirkung von Methadon und mögliche Risiken weiß. Sie erfahren, warum Experten derzeit einstimmig davon abraten, es gegen Krebs einzusetzen. Sie lernen außerdem, wie sich die Wirksamkeit von Medikamenten nachweisen lässt und wie gut diese Nachweise sein müssen, um Menschen auch außerhalb von Studien damit zu behandeln. (patienten-information.de (Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), im Auftrag von: Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK), Oktober 2017, DOI: 10.6101/AZQ/000394)

http://www.patienten-information.de/kurzinformationen/krebs/methadon

Methadon bei Krebs: Patienteninformation des ÄZQ steht online

Berlin – Im Auftrag der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Bundes­ärztekammer (BÄK) hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) eine Patienteninformation zum Thema Methadon in der Krebstherapie verfasst. Diese können Ärzte ab sofort online abrufen und ihren Patienten ergänzend zum Gespräch übergeben. (aerzteblatt.de, 26.10.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83123/Methadon-bei-Krebs-Patienteninformation-des-AeZQ-steht-online

Todkranke kümmern sich nicht um Risiken und Nebenwirkungen, wenn ein Medikament Hoffnung verspricht, und sei sie noch so vage. Sterbende können nicht verstehen, wenn Mediziner gleichwohl auf den Regeln der Zunft und des Zulassungsrechts bestehen. Dann kommt es zu Komplikationen. Michael Haselrieder und Milan Panek zeigen einen Fall, der an medizinische und moralische Grenzen führt: Methadon für Krebskranke. (Frontal 21 vom 17. Oktober 2017, ab Sendeminute 24:50, Länge 08:12, Video verfügbar bis 17.10.2018, 21:00)

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal-21-vom-17-oktober-2017-100.html

Methadon gegen Krebs – auch eine Frage für die Ethik und Theorie der Medizin

Winkler, E. Ethik Med (2017). doi.org/10.1007/s00481-017-0460-x

https://link.springer.com/article/10.1007/s00481-017-0460-x

Wundermittel gegen Krebs?

Krebsspezialisten befassen sich auf Druck von Patienten mit der Ersatzdroge. Eine Forscherin hat Hoffnung geweckt. (Sächsische Zeitung, 20.10.2017)

http://www.sz-online.de/ratgeber/wundermittel-gegen-krebs-3799493.html

Die umstrittene Rolle von Methadon in der Onkologie - Unverantwortlich oder Chance?

Hans-Georg Hoffmann aus der Diako Fachambulanz Kiel zur aktuellen Diskussion über Methadon gegen Krebs. Eigene Beobachtung von 45 Einzelfällen ‒ keine Studie.

Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt, Ausgabe Oktober 2017, Seite 32-33

https://www.aeksh.de/aerzteblatt/2017/10

Können Schmerzmedikamente oder Psychopharmaka Krebs heilen? Zur Klärung bräuchte es Forschungsgeld. Wissenschaftler berichten, wie schwer es ist, an Studien zu kommen. (Stuttgarter Nachrichten, 11.10.2017)

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wissenschaftliche-studien-mit-methadon-und-co-gegen-krebs.ab6c2820-b27e-4bb5-a2c8-0b97f15c8b80.html

Methadon in der Krebstherapie
Methadon ist eine Substanz, die seit Jahrzehnten in der Drogensubstitution eingesetzt wird. Sie hat keine euphorisierende Wirkung, also keine typische Drogenwirkung, hat aber starke schmerzstillende Effekte. (dgo – Deutsche Gesellschaft für Onkologie, September 2017)

https://www.dgo.de/methadon-in-der-krebstherapie/

Jeder würde diese Chance nützen wollen

(...) Wenn Sie als Patient mit Hirntumor, die Prognose vom Arzt mitgeteilt bekommen, dass Sie nur noch wenige Monate zu leben haben. Wie würden Sie reagieren? Man hat doch nichts mehr zu verlieren. Können Sie sich vorstellen, was es heißt, es könnte einem eventuell mittels Methadon ein zweites Leben geschenkt werden? (...) (  Badische Zeitung, 08.10.2017, Leserbrief zu: "Falsche Hoffnung", Beitrag von Michael Brendler (gesund leben, 2. Oktober)

http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-68/jeder-wuerde-diese-chance-nuetzen-wollen--142991411.html

DÄB. Methadon: Nicht teuer verkaufbar (Briefe)

Dtsch Arztebl 2017; 114(39): A-1763 / B-1501 / C-1471

Ullmann, Rainer

Methadon wird derzeit als nebenwirkungsarmes Heilmittel gegen Krebs angepriesen. Die evidenzbasierte Medizin scheint machtlos zu sein. Eine kritische Auseinandersetzung und ein Seite-Eins-Kommentar (DÄ 33-34/2017: „Strohhalmfunktion ohne Evidenz“ von Jutta Hübner et al. und „Bedenkliches Ausmaß“ von Kathrin Gießelmann).

https://www.aerzteblatt.de/archiv/193589/Methadon-Nicht-teuer-verkaufbar

Berlin. Im April dieses Jahres wurde erstmals in der ARD über den möglichen Einsatz von Methadon als Krebsmedikament berichtet. Dieser Bericht und nachfolgende Beiträge in unterschiedlichen Medien haben zu hohen Erwartungen bei Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen und ihren Angehörigen geführt. Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie fand die Debatte „Methadon als Tumortherapeutikum? Pro und Contra“ mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. (DGHO, 05.10.2017)

https://www.dgho.de/informationen/presse/pressemitteilungen/pro-und-contra-methadon-als-krebsmedikament-ohne-weitere-klinische-studien-ist-der-einsatz-bei-patienten-nicht-vertretbar

Methadon gilt vielen Krebspatienten plötzlich als letzte Hoffnung. Warum aber warnen Onkologen vehement? Fragen an Jutta Hübner, Professorin an der Uniklinik Jena. (sueddeutsche.de, 14.09.2017)

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/methadon-streit-sie-haben-lebenszeit-zu-verlieren-ganz-einfach-1.3664686

Eine Forscherin, die eine Entdeckung macht, trifft auf Schwerkranke, die nichts unversucht lassen wollen. Wie der Hype um ein angebliches Mittel gegen Krebs das Vertrauen in die Schulmedizin untergräbt. (Welt / N24, 14.09.2017)

https://www.welt.de/gesundheit/article168573925/Streit-um-Methadon-entzweit-Krebskranke-und-Aerzte.html

Viele Krebspatienten hoffen auf eine neue Therapie. Doch bislang ist ein Behandlungserfolg noch nicht erwiesen.

Lässt sich mit Methadon, bislang bekannt aus der Drogentherapie, das Wachstum von Tumoren bremsen oder gar stoppen? Forschungen stehen dazu stehen aus. Doch immer wieder wird über das vermeintliche Wundermittel berichtet. Ein Überblick über die unbeantworteten Fragen. (CORRECT!V, 11.09.2017)

https://correctiv.org/echtjetzt/artikel/2017/09/11/methadon-wundermittel-oder-betrug-am-krebspatienten/