Neues synthetisches Opioid: Cychlorphin breitet sich in Deutschland aus
Neues synthetisches Opioid: Cychlorphin breitet sich in Deutschland aus
Seit Mitte 2024 verzeichnen europäische Frühwarnsysteme einen besorgniserregenden Anstieg neuer synthetischer Opioide aus der Benzimidazol – „Orphin“ – Familie. Dazu gehört auch Cychlorphin, das mittlerweile in fünf EU-Ländern sowie vor kurzem auch in Karlsruhe und Berlin nachgewiesen wurde.
Pharmakologisches Profil und Gefahrenpotenzial
Im Dezember 2025 wurde Cychlorphin in das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) aufgenommen. Cychlorphin (N-Propionitrile Chlorphin) ist ein synthetisches Opioid, das als Designer-Droge verkauft wird und strukturell den bekannten Opioid-Agonisten wie Brorphin und Spirochlorphin ähnelt.
Es wird beschrieben, dass Cychlorphin 50- bis 200-mal stärker als Heroin und ähnlich oder sogar potenter als Fentanyl ist, obwohl bislang keine pharmakologischen Daten veröffentlicht wurden.
Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit mit Brorphin ist davon auszugehen, dass Atemdepression das wesentliche Gesundheitsrisiko darstellt.
(Dr. rer. hum. biol. Lars Wilhelm, Fachingenieur für Toxikologie, Abteilungsleiter Toxikologie, LADR Zentrallabor Dr. Kramer & Kollegen, Geesthacht, 13.01.2026)
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