Synthetische Cathinone: Was Substitutionsärzte über die neue Generation stimulierender NPS wissen sollten
Synthetische Cathinone: Was Substitutionsärzte über die neue Generation stimulierender NPS wissen sollten
Wenn über Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) gesprochen wird, stehen derzeit meist synthetische Opioide wie Fentanyl oder Nitazene im Mittelpunkt. Dabei gerät eine andere Stoffgruppe leicht aus dem Blickfeld: die synthetischen Cathinone. Sie sind seit Jahren auf dem europäischen Drogenmarkt präsent, werden kontinuierlich weiterentwickelt und tauchen in immer neuen Varianten auf.
Für die Substitutionsmedizin sind synthetische Cathinone vor allem deshalb relevant, weil sie häufig als Begleitkonsum auftreten und klinisch nicht immer leicht einzuordnen sind. Viele dieser Substanzen wirken stark stimulierend und können Symptome hervorrufen, die klassischen Amphetaminen oder Kokain ähneln. Berichtet werden unter anderem ausgeprägte Unruhe, Schlaflosigkeit, Angstzustände, paranoide Gedanken, Halluzinationen und aggressives Verhalten. Insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit bestehender Suchterkrankung können solche Effekte erhebliche Auswirkungen auf Therapieadhärenz, psychosoziale Stabilität und Risikoverhalten haben.
