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| Hans-Günter Meyer-Thompson | National

Rassismus in der Praxis: Leitfaden klärt über rechtliche Handlungsmöglichkeiten auf 

Rassismus in der Praxis: Leitfaden klärt über rechtliche Handlungsmöglichkeiten auf 

Im Wartezimmer entbrennt zwischen zwei Patientinnen ein Streit. Dabei beleidigt die eine Patientin die andere rassistisch. MFA und Ärztin versuchen, die Situation zu schlichten. Doch welche Verantwortung trägt die Praxisinhaberin für die diskriminierenden Äußerungen? Und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen in dieser Situation? Kann die Patientin der Praxis verwiesen werden? Diese und weitere Fragen beantwortet der kürzlich erschienene Leitfaden des Projekts „Empowerment für Diversität“ der Charité Berlin: „Rassismus im Gesundheitswesen – Fallsammlung und juristische Einordnung“ [https://go.sn.pub/sh88o3]. 

Im Leitfaden ordnen Juristinnen und Juristen sechs reale Fälle mit rassistischen Diskriminierungssituationen aus verschiedenen juristischen Blickwinkeln ein: dem Arbeitsrecht, dem Berufsrecht und dem allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG). Darüber hinaus enthält der Leitfaden Informationen, wie man sich als Ärztin oder Arzt in solchen Situationen rechtskonform verhält sowie welche Risiken und noch ungeklärte juristische Fragen es gibt.

Der Leitfaden soll rechtliche Handlungsmöglichkeiten verständlich machen und Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, rassistische Situationen zu erkennen, einzuordnen und ihnen im Arbeitsalltag sicherer zu begegnen. 

(Uro-News -Ausgabe 10/2026, 08.10.2026, Anmeldung erforderlich)

https://www.springermedizin.de/leitfaden-klaert-ueber-rechtliche-handlungsmoeglichkeiten-auf/53823670