130. Deutscher Ärztetag - Umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Substitutionsbehandlung - Beschluss
130. Deutscher Ärztetag - Umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Substitutionsbehandlung - Beschluss
Der 130. Deutsche Ärztetag 2026 fordert das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Selbstverwaltung auf, wie vom Bundesrechnungshof in seiner Stellungnahme vom 28.04.2026 gerügt, wirksame Maßnahmen und Rahmensetzungen zur finanziellen und organisatorischen Verbesserung der Substitutionsbehandlung opioidabhängiger Menschen zu ergreifen. Dazu zählen insbesondere:
Entlastung und Entstigmatisierung der Praxen und Ambulanzen durch Abbau bürokratischer Vorgaben. Dazu zählen der Entfall der durch G-BA-Beschluss seit Jahrzehnten durchzuführenden anlassunabhängigen hohen Zahl von in den Praxen und Ambulanzen aufwendig zu bearbeitenden Stichprobenprüfungen.
Einrichtung der videogestützten Substitution über Modellprojekte hinaus und damit verbesserte wohnortnahe Substitution.
Finanzielle Sicherung der Substitution mit Berücksichtigung der erforderlichen psychosozialen Begleitmaßnahmen wie therapeutischer Gespräche und sozialmedizinischer Begleitung.
Beauftragung der Krankenkassen, die bundesweite Finanzierung des Sichtbezugs in Apotheken zu regeln.
Wie vom Bundesrechnungshof auch gefordert, Regelungen in der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) zu flexibilisieren.
Finanzierung der Naloxonbehandlung für Suchthilfeeinrichtungen
(130. Deutscher Ärztetag, Hannover, 12.05. - 15.05.2026, Beschlussprotokoll Seite 491 ff von 739)
