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| Hans-Günter Meyer-Thompson | International

Schweiz. Buprenorphin-Engpass in der Schweiz: Welche Massnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten? 

Schweiz. Buprenorphin-Engpass in der Schweiz: Welche Massnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten? 

Seit Ende 2025 herrscht in der Schweiz ein akuter Engpass bei Buprenorphin, einem Opioid, das insbesondere zur Behandlung chronischer Schmerzen sowie für Substitutionstherapien bei Opioidabhängigkeit eingesetzt wird. Grund für den Engpass ist der Rückzug des Originalpräparats «Subutex» vom Markt. Der Hersteller Indivior stellte die Vermarktung ein, nachdem die Zulassung am 12. Januar 2026 ausgelaufen war. Laut den verfügbaren Informationen machen in der Schweiz rund 18.000 Patientinnen und Patienten eine Substitutionstherapie und knapp 10 Prozent von ihnen werden mit Buprenorphin behandelt. Für solche Personen kann es gravierende Folgen haben, wenn ein Medikament plötzlich nicht mehr verfügbar ist: stärkere Schmerzen, erhebliche Nebenwirkungen bei der Umstellung der Behandlung oder Spitaleinweisung. Der Buprenorphin-Engpass wurde dadurch verschärft, dass die Zulassung des Arzneimittels abgelaufen ist, bevor ausreichend Lagerbestände angelegt oder Alternativen entwickelt werden konnten. (Web Services of the Swiss Parliament, 27.04.2026)

https://ws-old.parlament.ch/affairs/20261014