RKI. Long COVID bei Erwachsenen – eine aktuelle Bestandsaufnahme zu gesundheitlichen Langzeitfolgen nach SARS-CoV-2-Infektion
RKI. Long COVID bei Erwachsenen – eine aktuelle Bestandsaufnahme zu gesundheitlichen Langzeitfolgen nach SARS-CoV-2-Infektion
Abstract:
Hintergrund: SARS-CoV-2-assoziierte gesundheitliche Langzeitfolgen stellen Public Health und Gesundheitsforschung weltweit vor große Herausforderungen.
Methode: Basierend auf einer fortlaufenden Literaturrecherche wurde ein narratives Review (Stand Juni 2025) zu Epidemiologie und Public-Health-Auswirkungen von Long COVID bei Erwachsenen erarbeitet.
Ergebnisse: Anhand von bevölkerungsbezogenen, kontrollierten Studien treten Long-COVID-Symptome mit einer Häufigkeit von etwa 10 – 15 % bei SARS-CoV-2-infizierten Erwachsenen auf. Neben dem COVID-19-Impfstatus und der Virusvariante wird das Risiko für Long-COVID-Symptome vor allem durch gesundheitliche Vorbelastungen und soziodemografische Faktoren beeinflusst. Bei den meisten Betroffenen bilden sich die Long-COVID-Symptome innerhalb eines Jahres zurück. Insbesondere multiple und länger anhaltende Beschwerden können mit erheblichen Einschränkungen von Lebensqualität, Funktionsfähigkeit und Teilhabe sowie einem erhöhten medizinischen Versorgungbedarf einhergehen. Darüber hinaus mehren sich Hinweise auf einen infektions-assoziierten Anstieg an neu diagnostizierten Symptomkomplexen, Organschäden und chronischen Erkrankungen, was zur fortwährenden Public-Health-Relevanz von Long COVID beiträgt.
Schlussfolgerungen: Long COVID stellt nicht nur für Betroffene und ihre Angehörigen eine große Belastung dar, sondern geht auch mit nicht einschätzbaren längerfristigen Folgen für die Bevölkerungsgesundheit und das Versorgungssystem einher.
RKI – Robert Koch Institut, Berlin, Stand: 25.02.2026
