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München – Wegen des Anstiegs der Drogentoten will Bayern die medizinische Versorgung für Abhängige verbessern. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte in München an, das Therapieangebot auszuweiten.

„Substitution ist eine Überlebenshilfe. Dadurch wird den Betroffenen geholfen, sich gesundheitlich, aber auch sozial zu stabilisieren“, meinte Huml aus Anlass des Internationalen Tags gegen Drogenmissbrauch. (aerzteblatt.de, 26.06.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76575/Bayern-will-Versorgung-fuer-Drogenabhaengige-verbessern

Erfurt – Die Hilfe für Familien, in denen Mütter oder Väter drogensüchtig sind, scheitert nach Einschätzung von Beratungsorganisationen in Thüringen oft an der Bürokratie. (aerzteblatt.de, 15.06.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76369/Drogenberater-kritisieren-Buerokratie-bei-Familien-Hilfen

Berlin – Eine „Gegenöffentlichkeit“ herstellen wollen die Herausgeber des Alternativen Drogen- und Suchtberichts 2017, der in diesem Jahr zum vierten Mal erscheint. In der Kritik ist dabei vor allem die Drogenpolitik der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU). (aerzteblatt.de, 30.05.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76048/Kritik-an-Drogenpolitik-der-Bundesregierung

4. Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2017

Herausgeber akzept e.V., Pabst Science Publishers, Lengerich, 2017

http://www.akzept.org/uploads0517/adsb2017web.pdf

Deutschland bei Tabakkontrolle auf dem vorletzten Platz von 34 europäischen Ländern / Prof. Dr. Heino Stöver vom Institut für Suchtforschung der Frankfurt UAS nimmt Stellung anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai . (Frankfurt University of Applied Sciences, 26.05.2017)

https://idw-online.de/de/news675329

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) feiert sich in einer Studie dafür, dass weniger Jugendliche Alkohol trinken. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Wir haben uns die Zahlen mal nüchtern angeschaut. (orange by Handelsblatt, 18.05.2017)

http://orange.handelsblatt.com/artikel/27171

Der Bundestag verschleppt das Tabakwerbeverbot. Und die Unternehmen verführen Jugendliche weiter zum Rauchen – vor allem auf Musikfestivals. (faz-net, 01.05.2017)

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundestag-verschleppt-tabakwerbeverbot-14983103.html

Gießen – Infolge des Skandals mit viruskontaminierten Gerinnungspräparaten haben sich in den 1980er-Jahren in Deutschland mehr als 4.000 Bluter mit Hepatitis C und HIV infiziert. Während der Bund den HIV-Infizierten noch in dieser Legislaturperiode lebenslange Entschädigungszahlungen zugestehen wird, sollen HCV-Infizierte trotz identischer Infektionsursachen weiterhin keinerlei Entschädigung erhalten. (aerzteblatt.de, 25.04.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74324/Die-Bundesregierung-muss-ihre-Haltung-zu-Entschaedigungszahlungen-fuer-HCV-Opfer-ueberdenken

Berlin – Die Abgeordneten des Bundestags sollen den Widerstand gegen das von der Regierung beschlossene Tabakwerbeverbot aufgeben. Dazu hat Christian Schmidt (CSU), Bundesminister für Ernährung, aufgerufen. (aerzteblatt.de, 18.04.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74192/Tabakwerbeverbot-Bundestag-soll-Widerstand-aufgeben

Der Bundestag hat am Donnerstag, 30. März 2017, mehrere Oppositionsanträge zum Betäubungsmittelrecht abgelehnt. Mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen wurde ein Antrag der Linksfraktion zur „Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten“ (18/11610) direkt im Plenum abgestimmt und abgelehnt. Eine weitere Vorlage (18/1613), in der die Oppositionsfraktionen gemeinsam die strikte Anti-Drogen-Politik vieler Staaten kritisieren, wurde mit der Mehrheit von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Linksfraktion und Grünen überstimmt. Dem Votum lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Gesundheit (18/10445) zugrunde. (Deutscher Bundestag, Online Dienste, 30.03.2017)

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw13-de-drogenkonsum/499946

Das Positionspapier der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen erschien vor nunmehr knapp zwei Jahren, im Sommer 2015. An der wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnis hat sich bisher nichts geändert: Alkoholkonsum unterhalb von 18 Jahren ist noch einmal gesundheitsgefährlicher als durch Erwachsene. In dieser Frage sind sich ausnahmsweise alle Expertinnen und Experten aus allen irgendwie berührten Fachgebieten vollkommen einig. Selbst die meisten der von der Alkoholindustrie finanzierten Gefälligkeits“experten“ stimmen in dieser Frage zu. All das konnte zwar bislang keine Bundesregierung davon überzeugen, den Schutz aller Minderjährigen vor Alkohol umfassend ernst zu nehmen. Auch vor diesem Hintergrund unterzeichnen immer mehr renommierte Organisationen des Gesundheitswesens aus dem In- und Ausland die Expertise der DHS. So unlängst auch die Bundespsychotherapeutenkammer. (DHS)

www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/dhs_stellungnahmen/KeinAlkoholUnter18_deutsch.pdf

Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat Län­der und Kommunen dazu aufgerufen, ihre Aufsichtspflicht über Glücksspielautomaten in Gaststätten wahrzunehmen. (aerzteblatt.de, 30.03.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73889/Kommunen-muessen-Aufsichtspflicht-bei-Glueckspielen-wahrnehmen

Cannabis ist in der Gesellschaft angekommen, sagt Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer. Die Liberalisierung sei auch nicht mehr aufzuhalten. „Wir haben den Turning Point bereits überschritten“. (taz.de, 28.03.2017)

http://www.taz.de/!5392391/

Deutschland ist der einzige EU-Staat, in dem Tabakkonzerne auf Plakaten werben dürfen. CSU-Minister Christian Schmidt will ein Werbeverbot - doch das Vorhaben wird von Teilen der Union blockiert. (Spiegel online, 07.03.2017)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zigarettenlobby-volker-kauder-blockiert-gesetz-gegen-tabakwerbung-a-1137549.html

Die Berliner Regierung will den Besitz kleiner Mengen Cannabis im Görlitzer Park nicht mehr verfolgen. Der CDU passt das nicht. (Der Tagesspiegel, 08.03.2017)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-kreuzberg-rot-rot-gruen-beendet-nulltoleranz-politik-im-goerli/19490638.html

Die Berliner SPD will die "Null-Toleranz-Zonen" in Berlin so schnell wie möglich abschaffen. Zudem soll die kontrollierte Freigabe von Cannabis an Erwachsene in einem Modellprojekt verwirklicht werden. (Der Tagesspiegel, 23.02.3017)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/drogenpolitik-in-berlin-berliner-spd-will-cannabis-legalisieren/19437408.html

Berlin. Interview mit Emmi Zeulner, Drogenpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag. (Berliner Zeitung, 18.01.2017)

http://www.berliner-zeitung.de/politik/interview-mit-emmi-zeulner-medizinisches-cannabis-soll-schmerzpatienten-helfen-25571860

Heidelberg – Die Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle dringt auf ein Verbot von Außenwerbung für Zigaretten und Tabak noch vor der Bundestagswahl 2017. Ein solches Verbot sei längst überfällig, sagte die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum, Ute Mons, heute in Heidelberg. (aerzteblatt.de, 30.11.2016)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71738

Berlin. Koalitionsvertrag – Drogenpolitik

Koalitionsvereinbarung

zwischen Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Landesverband Berlin und DIE LINKE. Landesverband Berlin und BÜNDNIS 90/ Die Grünen Landesverband Berlin für die Legislaturperiode 2016-2021

III. Ein bürgernahes und lebenswertes Berlin

(...) Drogenpolitik liberalisieren und Suchtprävention stärken

Riskanter Gebrauch und Abhängigkeit von legalen und illegalen Drogen sowie von Medikamenten etc. verursacht erhebliche soziale und gesundheitliche Schäden. Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung zu helfen bedeutet insbesondere, ihnen Angebote bereitzustellen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Die Koalition setzt einen Schwerpunkt darauf, besonders riskantem Drogenkonsum und Abhängigkeit vorzubeugen. Im Rahmen eines integrierten Handlungskonzepts wird sie die Fachstelle für Suchtprävention auch in ihrer koordinierenden Funktion ausbauen. Die Koalition will Projekte zur Förderung von Lebens-, Eltern- und Risikokompetenzen auch an Grund- und weiterführenden Schulen ausbauen. Sie wirkt darauf hin, die individuelle und soziale Konsumkompetenz zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Prävention von Arzneimittelmissbrauch sein. (...) (die-linke-berlin.de, 16.11.2016)

http://www.die-linke-berlin.de/politik/positionen/politik_fuer_berlin/koalitionsvereinbarung/gesundes_berlin/

Berlin – Nach Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), Ernährungsminister Christian Schmidt und der Drogenbeauftragten Marlene Mortler (beide CSU) hat jetzt auch der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) an den Bundestag appelliert, Außen- und Kinowerbung für Tabakprodukte zu verbieten. „Wirtschaftsinteressen dürfen nicht vor Jugendschutz gehen“, sagte BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery vor der heutigen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. (aerzteblatt.de, 08.11.2016)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71340/BAeK-draengt-auf-Verbot-von-Aussen-und-Kinowerbung-fuer-Tabakprodukte 

Berlin – Der geplante rot-rot-grüne Senat in Berlin will einen neuen Anlauf zum regulierten Verkauf sogenannter weicher Drogen starten. Das kündigten Vertreter von SPD, Linken und Grünen heute nach Koalitionsverhandlungen an. Geplant sei „ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene“, sagte der Grünen-Politiker Benedikt Lux. Ziel sei auch, bereits bestehende Möglichkeiten zur Behandlung von Schmerzpatienten mit Cannabis auszuweiten. (aerzteblatt.de, 09.11.2016)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71362 

Tagung in Hamburg, 21. und 22. Oktober 2016

Die Beiträge, Pressemeldungen u.a. sind auf der Homepage der AG Dropo zu finden

http://ag-dropo-hamburg.de/

Handlungsempfehlungen zu Internetsucht und Teilhabe von Suchtkranken am Arbeitsleben. (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 26.09.2016)

http://drogenbeauftragte.de/presse/pressemitteilungen/2016-03/handlungsempfehlungen-zu-internetsucht-und-teilhabe-von-suchtkranken-am-arbeitsleben.html

Dieter Ameskamp, Dr. med. Thomas Kuhlmann, Astrid Leicht, Hans-Günter Meyer-Thompson, Dr. med. Sibylle Quellhorst, Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Dr. Theo Wessel

Unter den Flüchtlingen, die in den zurückliegenden Jahren Deutschland erreicht haben, findet sich eine nennenswerte Gruppe von Menschen mit riskantem, schädlichem oder abhängigem Konsummuster von psychoaktiven Substanzen. Dies betrifft nach unserer Beobachtung sämtliche gebräuchliche legale wie illegale Substanzen. Für die Suchthilfe ergeben sich hierdurch neue Herausforderungen. Zusätzlich bestehen etliche Hürden, die eine angemessene Behandlung dieser Patienten erschweren. In besonderem Maße gilt dies für Flüchtlinge mit einer Opioidabhängigkeit.

https://www.konturen.de/fachbeitraege/fluechtlinge-und-opioid-abhaengigkeit/