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| Hans-Günter Meyer-Thompson | National

Dgsuchtmedizin: Deutschland unterschätzt die Fentanyl-Gefahr 

Dgsuchtmedizin: Deutschland unterschätzt die Fentanyl-Gefahr 

Was in den USA längst Realität ist, zeichnet sich auch hier ab: hochpotente synthetische Opioide wie Fentanyl und Nitazene tauchen zunehmend auf dem illegalen Markt in Deutschland auf – oft unbemerkt, oft mit tödlichen Folgen. 

Der Berliner Suchtmediziner Dr. Norbert Lyonn berichtet aus seiner täglichen Praxis: 

Fentanyl wird immer häufiger beikonsumiert – teils bewusst, teils unwissentlich 

Methadon wirkt bei Fentanyl-Abhängigkeit oft nur eingeschränkt 

Intoxikationen und Todesfälle nehmen zu, die Dunkelziffer ist hoch 

Gleichzeitig wird Heroin knapper. Der erwartbare Effekt: eine weitere Verdrängung durch synthetische Opioide, die leichter, billiger und unabhängig von Mohnanbau herzustellen sind.

Was jetzt nötig ist: 

✔️ Ausbau und Entstigmatisierung der Suchtmedizin 

✔️ Flächendeckende Diamorphin-Behandlung und Weiterentwicklung der Darreichungsformen

✔️ Drug-Checking & Frühwarnsysteme bundesweit 

✔️ Bessere suchtmedizinische Ausbildung im Medizinstudium 

✔️ Realistische Drogenpolitik statt falscher Sicherheit 

Die Erfahrungen aus der Versorgung zeigen klar: Abwarten ist keine Option. Die DGS setzt sich dafür ein, dass Deutschland vorbereitet ist – medizinisch, strukturell und politisch. (dgsuchtmedizin auf instagramm, 19.01.2026

https://www.instagram.com/dgsuchtmedizin/