Berliner Aufruf für eine menschliche Drogenpolitik
Der aktuelle weltweite Drogenkrieg hat sich in eine immer destruktivere Spirale verwandelt. Die Prinzipien, auf die sich die Drogenprohibition beruft, haben sich als ein politisches und humanitäres Fiasko erwiesen. (...)
Die unterzeichnenden Organisationen, Gruppen und Personen unterstützen eine Reform der aktuellen Drogenpolitik. Ihr Ziel ist ein Weg, der sich auf soziale und gesundheitliche Aspekte stützt. Als Grundlage der Drogenpolitik müssen die Normen der Menschenrechte gelten. Diese Reform muss sich darauf konzentrieren, die negativen Konsequenzen der aktuellen Drogenpolitik zu mindern. Der Schwerpunkt muss sein, den Missbrauch des Konsums jeglicher psychoaktiver Stoffe vorzubeugen und den kriminellen, globalen Drogengroßhandel zu bekämpfen.
In Vielfalt geeint, im Einklang mit der Gerechtigkeit und der Liebe, die uns bewegt, bekräftigen wir:
“Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.” (Gründungsversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1948 in Amsterdam)
Wir fügen hinzu: Auch Drogenkrieg soll nach Gottes Willen nicht sein!
Wir fordern: Beendet den weltweiten Drogenkrieg! (“Christen fordern: Stoppt den Drogenkrieg! Ein unkonventioneller Beitrag zum Kirchentag”. Verabschiedet auf einer Veranstaltung zum Evangelischen Kirchentag 2017)
