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INSIDE SUBSTITUTION (Video, Jes-Bundesverband)...

...so lautet der Titel des neuen JES Videos, in dem 4 aktuell substituierte Frauen und Männer Auskunft über ihre Beweggründe zum Beginn einer Substitutionsbehandlung geben.

Darüber hinaus findet eine sehr authentische Betrachtung der positiven Effekte der Substitutionsbehandlung statt. Allerdings werden auch Punkte, die deutlich verbesserungswürdig sind, nicht verschwiegen.

Nun stellt sich vielleicht die Eine oder der Andere die Frage, warum wir diesen Film eigentlich gemacht haben? Es werden doch schließelich knapp 80.000 Menschen in Deutschland substituiert und die Behandlungsform ist gut bekannt.

Wir meinen, JA es werden ca. 80.000 opiatkonsumierende Frauen und Männer behandelt, allerdings sind dies lediglich 30-40% aller Heroinkonsument_innen in Deutschland. Die Mehrzahl wird somit noch nicht behandelt. Wir meinen, dass die soeben beschlossenen neuen rechtlichen und medizinischen Rahmenbedingungen zur Substitutionsbehandlung eine sehr gute Basis sind um die Zahl der Ärzt_innen und Patient_innen zu erhöhen. Hierzu soll dieser Film beitragen. (JES-Bundesverband, Dezember 2017, Video, 09:46)
https://www.youtube.com/channel/UCV3nK97XFepZDoUwegiVqdg/videos

Neues Substitutionsrecht 2017 - Was bringt die Reform an Änderungen für Patient*innen?

Nach langer Vorbereitung wurden zum 2. Oktober 2017 die rechtlichen und ärztlich medizinischen Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung durch der Gesetzgeber verändert. Sowohl der JES Bundesverband und die Deutsche AIDS-Hilfe als Patient*innenorganisationen als auch der Akzept Bundesverband sowie die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin waren von Beginn in die Beratungen auf Bundesebene eingebunden. Viele Änderungsvorschläge unserer Verbände wurden in die Gesetzestexte sowie die Richtlinien übernommen. Durch die Veränderungen gibt es mehr Rechtssicherheit für Ärzt*innen und die Möglichkeit, Patient*innen individueller zu behandeln. (JES, DAH,akzept e.V., 06.12.2017)

http://www.forum-substitutionspraxis.de/images/Download/PDF/Patientenrechte-in-der-OST_____-Handreichung_patienten.pdf

Datenschutz und patient involvement in der Substitutionsbehandlung - Die Ergebnisse einer Patient_innenbefragung von JES und der Deutschen AIDS-Hilfe

Data protection and patient involvement in opioid substitution treatment – Results of a patient survey conducted by JES and the German AIDS Organization

DIRK SCHÄFFER, MARIA PRIEBE & JES-BUNDESVORSTAND

Akzeptanzorientierte Drogenarbeit/Acceptance-Oriented Drug Work 2017;14:1-7

„Die Ergebnisse dieser Befragung lassen ahnen, dass die Einbeziehung von Patient_innen sowie eine gemeinsame Entscheidungsfindung in der Substitution noch wenig ausgeprägt sind.

http://www.indro-online.de/schaefferpriebe2017.pdf

Herausgegeben von JES - Junkies, Ehemalige und Substituierte (online und gedruckt)

http://www.jes-bundesverband.de/drogenkurier.html

Pressemitteilung JES Bundesverband und JES NRW zum Welt AIDS-Tag

Beunruhigende Entwicklung: Seit 2010 ist unter DrogengebraucherInnenn ein Anstieg der HIV-Infektionen zu verzeichnen. In den zehn Jahren davor sind die Zahlen der HIV-Infektionen in dieser Gruppe hingegen leicht rückläufig gewesen. Die geschätzte Zahl der Neuinfektionen in 2016 beträgt bei intravenös Konsumierenden 240. Die Anzahl der tatsächlichen HIV Neudiagnosen durch den intravenösen Drogenkonsum lag bei 127 Fällen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort.

Nicht sehr viel besser bei der Hepatitis C (HCV): Laut RKI steigt der Anteil HCV-Infizierter mit der Dauer des intravenösen Drogenkonsums, z.B. auf 72% nach einer Konsumdauer von 10 Jahren. HCV ist potentiell tödlich aber heilbar. So sind heute etwa 60% der Fälle von Leberkrebs und 63% der Lebertransplantationen auf eine HCV-Infektion zurückzuführen. Weltweit starben an den Spätfolgen der Infektion 2015 knapp 400.000 Menschen. (alle Zahlen RKI) (JES - , 01.12.2017)

https://jesnrw.de/pressemitteilung-jes-bundesverband-und-jes-nrw-zum-welt-aids-tag/

JES: FENTANYLBROSCHÜRE IN AKTUALISIERTER FASSUNG WIEDER VERFÜGBAR

Der intravenöse Konsum von Fentanyl, das aus Pflastern gekocht wird, bleibt trotz einiger wichtger Maßnahmen zur Risikominderung eine hochriskante Konsumform.

Dennoch haben wir uns entschlossen in einer übersichtlichen Broschüre Maßnahmen zur Risikominderung vorzustellen und grundsätzliche Informationen zum Umrechnung von Morphin, Metahdon und Fentanyl zu publizieren.

Die nun vorliegende Version der Broschüre wurde überarbeitet und enthält eine weitere Safer Use Strategie. In wenigen Wochen wird die Broschüre über die Deutsche AIDS-Hilfe auch kostenlos bestellbar sein. (JES-Bundesverband, 2017)

http://www.jes-bundesverband.de/fileadmin/user_upload/PDF/Medien/JES_Fentanyl-Booklet-2017_web.pdf

Angesichts des bleibend hohen Konsums von Kokain auch innerhalb der Gruppe von Drogengebraucher*innen, die ihre Drogen injizieren, besteht eine ganz spezielle Gefahr:

Bei den nicht seltenen aber gefährlichen bakteriellen Verunreinigungen des Kokains, etwa durch den Transport im Mund oder andere hygienische Defizite des Schwarzmarkts, kann sich die Tatsache, dass die Kokain/Wasser-Lösung von der Szene nur in den seltensten Fällen vor dem Spritzen aufgekocht wird, fatal auswirken. Dem lässt sich effektiv entgegen wirken, denn:

Kokain darf man kochen! Man sollte es vor der Injektion sogar unbedingt tun! Alles andere ist ein hartnäckiges Gerücht.

Dies gilt auch beim „Cocktail“ (Kokain und Heroin): Zum Schluss alles noch mal kurz aufkochen!

Viele Keime sind auf diese Weise abzutöten und die Qualität bzw. die Wirkung des Kokain`s leidet nicht.

Falls die Droge mit stark alkalischen Stoffen gestreckt wurde, kann zur Sicherheit auch beim reinen Kokain-Druck vor dem Aufkochen etwas Ascorbinsäure zufügt werden. So vermeidet man, dass aus einem Teil des Kokains freie Basen werden. Aber Letzteres ist wohl eher ein theoretisches Problem.

(JES NRW e. V., 06.02.017)

http://jesnrw.de/kokain-vor-der-injektion-moeglichst-aufkochen/