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Tuberkulose: Isoniazid und Rifampicin könnten besser mit Vitamin C wirken

Washington – Die Antituberkulotika Isoniazid und Rifampizin könnten noch besser wirken, wenn sie in Kombination mit Vitamin C eingenommen werden. Die Therapie mit den bakteriostatischen Medikamenten könnte mithilfe des Vitamins verkürzt werden, vermuten die Forscher um William Jacobs vom Einstein College of Medicine in New York in ihrer Publikation, die in Antimicrobial Agents and Chemotherapy erschienen ist (2017; doi: 10.1128/AAC.02165-17). Klinische Studien stehen jedoch noch aus. (aerzteblatt.de, 11.01.2018)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87340/Tuberkulose-Isoniazid-und-Rifampicin-koennten-besser-mit-Vitamin-C-wirken

Ansatz für neue Tuberkulosetherapie

München – Einen neuen Ansatz für die Tuberkulosetherapie hat ein internationales Wissenschaftlerteam aus München und den USA beschrieben. Danach können Beta-Laktone als Membranbestandteile in die Mykomembran der Erreger eingebaut werden und so unter anderem die Wirkung konventioneller Antibiotika erheblich steigern. Die Autoren haben ihre Arbeit in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht (2017; doi: 10.1002/ange.201709365). (aerzteblatt.de, 27.12.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87188/Ansatz-fuer-neue-Tuberkulosetherapie

Fortschritte im Kampf gegen Tuberkulose reichen nicht aus

Genf – Der Kampf gegen die Tuberkulose-Epidemie geht verloren, wenn die interna­tionalen Anstrengungen nicht verstärkt werden. Das hat heute die Weltgesund­heitsorganisation (WHO) in Genf betont. Ziel ist es, die Zahl der Todesfälle bis 2030 um 90 Prozent und die Zahl der Neuansteckungen um 80 Prozent im Vergleich zu 2015 zu senken. „Der Fortschritt ist nicht groß genug, um diese Ziele zu erreichen“, resümieren die Autoren des Welt-Tuberkulose-Berichts. (aerzteblatt.de, 30.10.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83177/Fortschritte-im-Kampf-gegen-Tuberkulose-reichen-nicht-aus

Doppelschlag gegen Tuberkulose

Auf der Suche nach neuen Strategien gegen lebensgefährliche Tuberkulose-Infektionen hat ein Team der Technischen Universität München (TUM), der Harvard University und der Texas A&M University in den USA einen neuen Verbündeten entdeckt: Sie fanden eine Substanz, die den Aufbau der Zellmembran des Bakteriums stört. Es wirkt selbst schon in geringer Konzentration und in Kombination mit einem bereits bekannten Antibiotikum verstärkt es die Wirkung um den Faktor 100. (Technische Universität München, 28.12.2017)

https://idw-online.de/de/news686976

A score to predict and stratify risk of tuberculosis in adult contacts of tuberculosis index cases: a prospective derivation and external validation cohort study

Saunders, Matthew J et al.

The Lancet Infectious Diseases , Volume 17 , Issue 11 , 1190 - 1199

http://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(17)30447-4/fulltext

Cough Due to Tuberculosis and Other Chronic Infections: CHEST Guideline and Expert Panel Report.

Field SK, Escalante P, Fisher DA, Ireland B, Irwin RS, on behalf of the CHEST Expert Cough Panel

CHEST (2017), doi: 10.1016/j.chest.2017.11.018.

http://journal.chestnet.org/article/S0012-3692(17)33131-8/pdf

Ein neuer Assay kann multiple Resistenzen von Tuberkulose-Erregern schneller und fast genauso zuverlässig identifizieren wie eine Gensequenzierung. Der Test soll sich daher insbesondere für die Diagnose in Entwicklungsländern eignen. Zu diesem Ergebnis kommt eine prospektive Studie von einem Team um Dr. Yingda L. Xie und Dr. Soumitesh Chakravorty vom National Institutes of Health bzw. der Rutgers New Jersey Medical School, publiziert im New England Journal of Medicine [1]. (Medscape, 04.10.2017)

http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4906411

Studie: PPI Lansoprazol könnte vor Tuberkulose schützen

London – Patienten, die mit dem Protonenpumpeninhibitor (PPI) Lansoprazol behandelt werden, erkranken seltener an einer klinischen Tuberkulose. Dies ergab die Auswertung von elektronischen Krankenakten in PloS Medicine (2017; doi: 10.1371/journal.pmed.1002457). Sie bestätigt frühere Laborbefunde, nach denen Lansoprazol, nicht aber andere PPI, ein Enzym in der Atmungskette von Mycobacterium tuberculosis hemmt. (aerzteblatt.de, 28.11.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83608/Studie-PPI-Lansoprazol-koennte-vor-Tuberkulose-schuetzen

Resistente Tuberkulose in Osteuropa weiter auf dem Vormarsch

Berlin – Auf die besondere Bedrohung durch resistente Formen der Tuberkulose (TB) hat das Hilfswerk Ärzte ohne Grenzen hingewiesen. „Rund 1,7 Millionen Menschen sind im Jahr 2016 an TB gestorben. Sie ist damit die derzeit tödlichste Infektionskrankheit. Die Behandlung resistenter Formen von TB ist immer noch mit extremen Nebenwirkungen verbunden, die Heilungsrate liegt bei unter 50 Prozent“, berichtet die Organisation. (aerzteblatt.de, 15.11.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83497/Resistente-Tuberkulose-in-Osteuropa-weiter-auf-dem-Vormarsch

Tuberculosis and latent tuberculous infection screening of migrants in Europe: comparative analysis of policies, surveillance systems and results.

Kunst H, Burman M, Arnesen TM, Fiebig L, Hergens MP, Kalkouni O, Klinkenberg E, Orcau À, Soini H, Sotgiu G, Zenner D, de Vries G.

Int J Tuberc Lung Dis. 2017 Aug 1;21(8):840-851. doi: 10.5588/ijtld.17.0036.

http://www.ingentaconnect.com/content/iuatld/ijtld/2017/00000021/00000008/art00004

Closing the gap in surveillance of tuberculosis and HIV co-infection: a European perspective on the need for clinician–public health alliances

Marieke J. van der Werf, Giovanni Sotgiu, Masoud Dara

European Respiratory Journal 2017 50: 1701758; DOI: 10.1183/13993003.01758-2017

http://erj.ersjournals.com/content/50/5/1701758.long

Effect of HIV on the frequency and number of Mycobacterium tuberculosis-specific CD4+ T cells in blood and the airways in latent tuberculosis infection.

Bunjun R, Riou C, Soares AP, Thawer N, Müller TL, Kiravu A, Ginbot Z, Oni T, Goliath R, Kalsdorf B, von Groote-Bidlingmaier F, Hanekom W, Walzl G, Wilkinson RJ, Burgers WA.

J Infect Dis. 2017 Oct 5. doi: 10.1093/infdis/jix529.

https://academic.oup.com/jid/article/doi/10.1093/infdis/jix529/4348682/Effect-of-HIV-on-the-frequency-and-number-of

What We Know About Tuberculosis Transmission: An Overview.

Gavin Churchyard, Peter Kim, N Sarita Shah, Roxana Rustomjee, Neel Gandhi, Barun Mathema, David Dowdy, Anne Kasmar, Vicky Cardenas

The Journal of Infectious Diseases, Volume 216, Issue suppl_6, 3 November 2017, Pages S629–S635, doi.org/10.1093/infdis/jix362

https://academic.oup.com/jid/article-lookup/doi/10.1093/infdis/jix362

Injecting drug use predicts active tuberculosis in a national cohort of people living with HIV from 2000 to 2014.

Winter JR, Stagg HR, Smith CJ, Brown AE, Lalor MK, Lipman M, Pozniak A, Skingsley A, Kirwan P, Yin Z, Thomas HL, Delpech V, Abubakar I.

AIDS. 2017 Aug 28. doi: 10.1097/QAD.0000000000001635. [Epub ahead of print]

Abstract

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28857827

Tuberkulose: Häufige Erkrankung unter Asylbewerbern - geringes Risiko für Einheimische

Berlin – Jede fünfte Tuberkulose-Erkrankung in Deutschland wird durch das aktive Screening von Asylsuchenden diagnostiziert. Dies geht aus Untersuchungen im Epidemiologischen Bulletin (2017; 43: 487-491 und 491-494) hervor, nach denen sich das umstrittene aktive Röntgenscreening in vielen Erstaufnahme-Einrichtungen bewährt hat. Die Infektionsrate lag generell höher, als nach den bekannten Prävalenzen in den Heimatländern erwartet worden war. (aerzteblatt.de, 30.10.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83194/Tuberkulose-Haeufige-Erkrankung-unter-Asylbewerbern-geringes-Risiko-fuer-Einheimische