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Berlin - „Bessere Therapiemöglichkeiten und mehr Rechtssicherheit für Ärzte – dieses Ziel verfolgt  die neue Substitutions-Richtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) zur Behandlung Opioidabhängiger, die am kommenden Montag in Kraft tritt.“ Darauf weist Dr. Josef Mischo hin, der als Vorsitzender der BÄK-Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ gemeinsam mit dem Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, und einer ärztlichen Expertengruppe die Richtlinie erarbeitet hat. Den Patienten könne nun ärztlicherseits noch besser geholfen werden, ihr Leben zu ordnen, nicht mehr straffällig zu werden und einen Weg zurück ins Arbeitsleben zu finden. (Bundesärztekammer, 29.09.2017)

http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/bessere-therapiemoeglichkeiten-und-mehr-rechtssicherheit-fuer-aerzte/

ABDA: Leitlinien und Arbeitshilfen zur -> Opioidsubstitution

Arbeitshilfe: Vereinbarung zur Überlassung von Substitutionsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch (Sichtbezug) im Rahmen der Opioidsubstitution in der Apotheke

Zu beachten: Nr.11!

Arbeitshilfe: Beispiel für eine Erklärung zur Schweigepflichtsentbindung im Rahmen der Opioidsubstitution

Arbeitshilfe: Vorbereitung des Sichtbezugs im Rahmen der Opioidsubstitution

Arbeitshilfe: Patientenbezogene Dokumentation im Rahmen der Opioidsubstitution

(ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V., 2017)

https://www.abda.de/themen/apotheke/qualitaetssicherung0/leitlinien/leitlinien0/

Alarmierender Pregabalin-Missbrauch: Prävalenz im Münchener Raum, Konsummuster und Komplikationen

Alarming Pregabalin Abuse in Munich: Prevalence, Patterns of Use and Complications

Nicolas Zellner, Florian Eyer, Tobias Zellner

Dtsch med Wochenschr 2017; 142(19): e140-e147; DOI: 10.1055/s-0043-104228

Abstract

https://www.thieme-connect.com/DOI/DOI?10.1055/s-0043-104228

In Baden-Württemberg erhalten Apotheker künftig (seit 2013, Anm.) Geld, wenn sie Süchtige bei der Einnahme von Substitutionsmitteln überwachen. Eine entsprechende Vereinbarung haben der Landesapothekerverband (LAV) und die Krankenkassen in der vergangenen Woche getroffen. (pharmazeutische-zeitung.de, Ausgabe 39/2013)

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=48840

Advances in the delivery of buprenorphine for opioid dependence.

Rosenthal RN, Goradia VV.

Drug Des Devel Ther. 2017 Aug 28;11:2493-2505. doi: 10.2147/DDDT.S72543. eCollection 2017. Review.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5584886/

Die Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen wird ab 1. Oktober besser vergütet. Mehr Honorar erhalten Ärzte für die Take-Home-Vergabe und die konsiliarische Untersuchung. Zudem kann eine Substitutionsbehandlung nun auch im Rahmen eines Hausbesuches erfolgen und über den EBM abgerechnet werden. (KBV, 06.07.2017)

http://www.kbv.de/html/1150_29872.php

„Patienten ändern sich – wir uns auch.“ lautete das Motto der diesjährigen Jahrestagung der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V.). Dieses Motto passt auch zu den neuen Trends bei der Hepatitis C. Das Patientenprofil ist im Wandel und es gibt auch neue pagenotypische Therapieregime. Glecaprevir/Pibrentasvir (Maviret®) beispielsweise ist zugelassen zur 8-Wochen-Therapie bei therapienaiven Hepatitis-C-Patienten ohne Zirrhose für alle Genotypen (GT1-6).

Interview mit Prof. Dr. med. Christoph Sarrazin, Chefarzt Medizinische Klinik II am St. Josefs-Hospital und Leiter des Leberzentrums Wiesbaden. (hepatitisandmore, 18.09.2017)

http://www.hepatitisandmore.de/aktuell/2017-09/interview-mit-prof-christoph-sarrazin.shtml

Immer mehr Menschen sterben infolge ihres Drogenkonsums. Die Behandlung mit Ersatzstoffen soll deshalb verbessert werden. Substitutionsarzt Johannes Ditz aus Dillingen ist aber bislang einer der wenigen, der bereit ist, Drogensüchtigen zu helfen. (Bayerischer Rundfunk, 02.10.2017)

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/heroin-substitution-methadon-100.html

An international conference bringing together hepatitis C experts from around the world is today calling for strategies to prioritise people who use drugs, saying hepatitis C elimination is impossible without them.

"The number of people around the world dying from hepatitis C is increasing. We have the tools to reverse this trend, to eliminate this disease and save millions of lives. But it will not happen until people who use drugs become a focus of our efforts," said Associate Professor Jason Grebely, President of the International Network of Hepatitis C in Substance Users (INHSU), the convenors of the conference. (International Network for Hepatitis C in Substance Users, 06.09.2017)

https://eurekalert.org/pub_releases/2017-09/infh-pwu090517.php

Düsseldorf. Christian Plattner hilft Suchtkranken mit Methadon

In seiner Praxis auf der Itterstraße in Holthausen gibt Christian Plattner Methadon an Drogenabhängige aus. Dabei kämpft er gegen Vorurteile an.

(...) Seit neun Monaten geben Plattner und seine Kollegen in ihrer Praxis in der Bendemannstraße Diamorphin an die schwerstabhängigen Patienten aus – reines Heroin, kein Ersatzmittel wie Methadon. „Methadon wird in Deutschland immer als Goldstandard verkauft. Das ist absoluter Schwachsinn. Es ist das, was am verbreitesten und am günstigsten ist“, sagt er. Man bekomme die Patienten damit aus der Illegalität raus und die Konsumform, die so extrem gesundheitsschädigend ist, falle somit auch weg. „Trotzdem haben diese Patienten immer wieder Beikonsum, immer wieder Heroin. Die Wirkung ist einfach nicht zu vergleichen“, sagt Plattner. „Heroin hat eine sehr vernünftige Wirkung bei psychischen Erkrankungen – wenn man es in der richtigen Weise konsumiert.“ (NRZ – 18.09.2017)

https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/christian-plattner-hilft-suchtkranken-mit-methadon-id211954141.html

Drug addiction stigma in the context of methadone maintenance therapy: an investigation into understudied sources of stigma.

Earnshaw V, Smith L, Copenhaver M.

Int J Ment Health Addict. 2014;11(1):110–22.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3743126/

Beigebrauchdetektion in der Substitutionstherapie - Speichelproben versus Urinscreening

[Substance abuse detection in substitution therapy : Oral fluid versus urine screening].

Stein J, Geraedts M.

Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2017 Sep 19. doi: 10.1007/s00103-017-2630-x.

Abstract

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-017-2630-x

Nur 50 Wochen, dann heißt es wieder "O'zapft is!" Wie sich die Zeit bis dahin möglichst ohne Entzugserscheinungen verbringen lässt. (sueddeutsche.de, 04.10.2017)

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/oktoberfest-ersatz-methadon-fuer-wiesnsuechtige-1.3694412