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DGS: Ergänzende Erläuterungen zu den neuen EBM – Ziffern in der Substitutionsbehandlung

Quelle: dgs-info, Ausgabe 108, Januar 2018 (Herausgeber: Vorstand der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin)

http://www.dgsuchtmedizin.de/newsletter/fruehere-ausgaben/dgs-info-ausgabe-108-januar-2018/

BtM Substitution: 23 Tage Sichtvergabe für 26 Cent?

Seit dem 22. Mai 2017 ist die dritte Verordnung zur Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) in Kraft. Ebenfalls im Mai 2017 wurde die Dokumentationsvergütung je BtM-Abgabe von zuvor 26 Cent auf 2,91 Euro offiziell im § 7 der AMPreisV erhöht. Ein Anlass für manche Krankenkassen, sich nochmals ältere BtM-Abgaben genauer anzusehen (für die noch die alte Vergütung galt), um künftig „ausufernden“ Abrechnungen vorzubeugen? (deutschesapothekenportal.de, 07.09.2017)

https://www.deutschesapothekenportal.de/rezept-retax/apothekenfragen-archiv/vollstaendiger-beitrag/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bnews%5D=3674&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=247fddcafe146b35ac7f654d7f7fa032

Die Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen wird ab 1. Oktober besser vergütet. Mehr Honorar erhalten Ärzte für die Take-Home-Vergabe und die konsiliarische Untersuchung. Zudem kann eine Substitutionsbehandlung nun auch im Rahmen eines Hausbesuches erfolgen und über den EBM abgerechnet werden. (KBV, 06.07.2017)

http://www.kbv.de/html/1150_29872.php

BtM-Gebühr. Substitution: 2,91 Euro pro Dokumentation

Berlin - Die Änderungen zur Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) sind seit 2. Oktober in Kraft und mit ihnen stellt sich eine Frage: Darf die Dokumentationsgebühr von 2,91 Euro pro abgegebenem Substitut abgerechnet werden?

Im Gesetz heißt es: „Bei der Abgabe eines Betäubungsmittels, dessen Verbleib nach § 1 Absatz 3 der BtMVV nachzuweisen ist, sowie bei der Abgabe von Arzneimitteln nach § 3a der Arzneimittelverschreibungsverordnung können die Apotheken einen zusätzlichen Betrag von 2,91 Euro einschließlich Umsatzsteuer berechnen.“

Fraglich ist, ob die Abrechnung des Honorars pro Zeile oder pro Abgabe und notwendiger Dokumentation erfolgen darf. Vor allem bei der Sichtvergabe spielt dies eine große Rolle. Denn die Honorarerhöhung sowie die Erhöhung des Rezepturhonorars könnten die Kassen etwa 100 Millionen Euro kosten. (APOTHEKE ADHOC, 17.10.2017)

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apo-tipp/substitution-291-euro-pro-dokumentation-btm-gebuehr/

Der Bewertungsausschuss hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 drei wesentliche Änderungen im EBM zur Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger beschlossen. Diese betreffen die Take-Home-Vergabe, die Substitutionsbehandlung bei Hausbesuchen (unter bestimmten Voraussetzungen) und die Konsiliarverfahren. (KVH – KV Hessen, Oktober 2017)

https://www.kvhessen.de/fileadmin/media/documents/Mitglieder/Abrechnung_und_Honorar/Alles_fuer_Ihre_Abrechnung/EBM/EBM-Aenderungen_01-10-2017/170921_Substitution_ebm_aktuell.pdf

EBM und Substitution: Kommentar des DSÄ – Dachverband substituierender Ärzte zur Take-Home Ziffer 01949

https://www.dsae.de/kcfinder/upload/files/Newsletter_10_17.pdf

In Baden-Württemberg erhalten Apotheker künftig Geld, wenn sie Süchtige bei der Einnahme von Substitutionsmitteln überwachen. Eine entsprechende Vereinbarung haben der Landesapothekerverband (LAV) und die Krankenkassen in der vergangenen Woche getroffen. (pharmazeutische-zeitung.de, Ausgabe 39/2013)

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=48840

Online-Version des EBM

Hier finden Sie den EBM in der Fassung mit Wirkung vom 01. Oktober 2017. (KBV)

http://www.kbv.de/html/online-ebm.php

Durch eine besondere Vereinbarung zwischen den gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg und dem Landesapothekerverband wird es möglich, im Südwesten eine flächendeckende, ausreichend lange und adäquate Behandlung suchtkranker Menschen mit Drogenersatzmitteln, den sogenannten Substitutionsmitteln, weiterhin sicherzustellen. Aufgrund eines zurückgehenden ärztlichen Angebots hatte es in Baden-Württemberg vor allem in den ländlichen Gebieten Probleme gegeben, diese Art der Behandlung flächendeckend zu gewährleisten. (Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), Landesvertretung Baden-Württemberg, 18.09.2013)

https://www.vdek.com/LVen/BAW/Presse/Pressemitteilungen/2013/Gem_PM_Drogenersatztherapie.html

„Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses im Rahmen einer Take-Home-Vergabe, gemäß § 5 Abs. 9 Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtmVV) je Behandlungstag 69 Punkte“ (DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, 11.10.2017)

http://www.dgsuchtmedizin.de/vorstandsnews/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=179&cHash=83440506365ac4467674f10806731603

Mit Ihrem Smartphone – ob Android oder iPhone – erhalten Sie alle aktuellen Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für niedergelassene Psychotherapeuten und Ärzte nun auch im mobilen Taschenformat. Die App KBV2GO! umfasst neben einem Nachrichtenticker die vollständigen Kataloge von EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) und ICD (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) sowie praktische Qualitätsmanagement-Checklisten – jederzeit und überall.

http://www.kbv.de/html/kbv2go.php

Seit der vergangenen Woche gelten die neuen Regeln zur Substitution. Viele Apotheker haben noch offene Fragen zum Verfahren. Der Hamburger Apothekerverein hat nun darüber informiert, dass die Dokumentationsgebühr von 2,91 Euro für Betäubungsmittel pro Abgabe gilt. Bei mehreren Sichtvergaben oder mehreren Take-home-Abgaben auf einem Rezept wird die Gebühr daher mehrfach fällig. (DAZ online, 11.10.2017)

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/10/11/apotheker-koennen-dokumentationsgebuehr-mehrfach-abrechnen

EBM-Substitutionsziffern: B E S C H L U S S des Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 1 Satz 1 SGB V in seiner 397. Sitzung am 21. Juni 2017 zur Änderung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) mit Wirkung zum 1. Oktober 2017

http://www.forum-substitutionspraxis.de/images/Download/PDF/Bewertungsausschuss--2017-06-21_Substi-ziffern.pdf

Berlin – Für die Verordnung von medizinischem Cannabis an schwerstkranke Patienten hat der Bewertungsausschuss sich auf drei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) verständigt. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. (aerzteblatt.de, 19.10.2017)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83005/Verguetung-fuer-Verordnung-von-medizinischem-Cannabis-geregelt