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Niedrigschwellige Substitution unabhängig vom Versicherungsstatus - Das Modell des Drob Inn während der Corona-Pandemie

DROGENKURIER Nr. 125, März 2021

Herausgeber: JES*-Bundesverband e. V.

https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2021/03/Kurier-125-internet.pdf

Webinar. Opioidabhängigkeit aktuell vor dem Hintergrund der COVID19 Pandemie (Aufzeichnung, Video, 60:00)

Referenten: Prof. Jens Reimer, Dr. Thomas Poehlke

Die Veranstaltung ist von der BLÄK mit 1 CME-Punkt anerkannt

https://step-initiative.de/demand_page/video_page.html

Hamburg. Fixerstuben in Hamburg. Süchtige leben seit Corona gefährlicher

In sogenannten Fixerstuben können drogenabhängige Menschen in einem geschützten Raum Drogen konsumieren. Wegen Corona können dort weniger Menschen betreut werden und ihr Alltag ist noch härter geworden, so die Erfahrung in Hamburg. (Deutschlandfunk Kultur, 22.02.2021, Text und Audio, 07:30)

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fixerstuben-in-hamburg-suechtige-leben-seit-corona.976.de.html

Webinar. Opioidabhängigkeit aktuell vor dem Hintergrund der COVID19 Pandemie - Donnerstag 18. Februar 2021, Fortbildung von 18:00 – 18:45 Uhr

Interaktives Webinar mit anschließendem “Meet the Expert“ über gesonderten Link, von 18:45 – 19:15 Uhr

Referenten: Prof. Jens Reimer, Dr. Thomas Poehlke

Die Veranstaltung ist von der BLÄK mit 1 CME-Punkt anerkannt

Veranstalter: (StEP-Initiative, eine Initiative unterstützt von Camurus, Februar 2021)

https://stream.luxav.de/webinars/step-initiative/

Suchtstörungen und Covid – wie Substanzgebrauch und Sars-CoV-2 synergistisch eine Covid-Erkrankung befördern 

Prof. Dr. med. Jens Reimer

Veröffentlicht auf der Seite von StEP-Initiative, eine Initiative unterstützt von Camurus, Februar 2021

https://www.step-initiative.de/pdf/Suchtstoerungen_und_Covid_Jens_Reimer_StEP_2021.pdf

Coronapandemie: Nachfrage nach Psychotherapie hat zugenommen

Berlin – Die Nachfrage nach Psychotherapie hat während der Coronapandemie stark zugenommen. Gleichzeitig fehlen Behandlungskapazitäten. Eine Blitzumfrage der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) mit 4.693 Teilnehmern zeigte, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Patientenanfragen in Praxen um durchschnittlich 40 Prozent angestiegen sind. (aerzteblatt.de, 12.02.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121113/Coronapandemie-Nachfrage-nach-Psychotherapie-hat-zugenommen

Hamburg. Wie das "Drob Inn" Süchtigen auch in der Corona-Zeit hilft (Video)

Hinter dem Hamburger Hauptbahnhof stehen oft viele Menschen, auch dichtgedrängt. Dort befindet sich die Drogenberatungsstelle und der Konsumraum "Drob Inn". Und dass so viele Menschen dort auf einmal sind, wird von Stadt und Polizei geduldet, denn die Abhängigen erhalten hier wichtige Hilfe, die sie woanders nicht in dieser Form erhalten. 

Der Arzt Fabian Vorberg und seine Kollegen versorgen täglich 100 Männer und Frauen, die von Opioiden wie Heroin abhängig sind, mit Methadon - ohne Krankenversicherung. Das ist bundesweit in dieser Größenordnung einmalig. (NDR-Fernsehen, Abendjournal Hamburg, 19.01.2021, 03:10)

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Wie-das-Drob-Inn-Suechtigen-auch-in-der-Corona-Zeit-hilft,drobinn108.html

Berlin. Drogennotdienst berät auch per Video und Chat - Terminslots einfach online buchen

Lockdown, eingeschränkte Besucherregelungen und verschärfte Hygienemaßnahmen – die Corona-Pandemie verändert nachhaltig auch die Arbeit in den Berliner Suchtberatungsstellen. Der Drogennotdienst bietet nun Hilfen auf digitalem Wege. Mit zunehmendem Erfolg. (Drogennotdienst, 12.01.2021)

https://drogennotdienst.de/

Hamburg. Flexibilisierung der Substitution: Niedrigschwellige Substitutionsambulanz Hamburg (Präsentation)

Christine Tügel, Jugendhilfe e.V. Hamburg, Vorstand 

Fabian Vorberg, Hamburg, Arzt

6. NaSuKo – Nationale Substitutionskonferenzm 16.12.2020

Veranstalter akzept e.V.

Drob Inn_Substitutionsambulanz_04__112020.pdf

6.NaSuKo – Nationale Substitutionskonferenz (Mitschnitt) - Bericht aus der Hamburger Substitutionsambulanz für Nichtversicherte

Themen rund um die Substitutionsbehandlung, niedrigschwellige Drogenhife, die Rolle der Apotheken u.a.m. standen zur Diskussion. In einem mehrstündigen Mitschnitt des Internet-gestützten Kongresses findet sich auch die Präsentation aus der zu Beginn der Pandemie in Hamburg eingerichteten Substitutionsambulanz am Hauptbahnhof, vorgetragen von Christine Tügel (Geschäftsführerin Jugendhilfe e.V.) und Fabian Vorberg (Arzt in der Ambulanz vom Drob Inn). (akzept e.V. 6.NaSuKo, 16.12.2020, Videoaufzeichnung, 35:20 – 01:08:21

https://www.akzept.eu/nasuko6/

Frankfurt/M. Hilfsprogramm soll Situation im Bahnhofsviertel verbessern

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Um die Situation der Drogenabhängigen in Frankfurt zu verbessern und einen Anstieg der Corona-Infektionen im Bahnhofsviertel zu verhindern, hat die Stadt einen Notfallplan auf den Weg gebracht. Dazu zählen eine bessere medizinische Versorgung, mehr Notschlafplätze und offene Konsumräume rund um die Uhr, wie Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) am Donnerstag mitteilten. Der Plan soll Anfang 2021 greifen und für zunächst ein halbes Jahr gelten. (Zeit online, 17.12.2020)

https://www.zeit.de/news/2020-12/17/hilfsprogramm-soll-situation-im-bahnhofsviertel-verbessern

Frankfurt/M. Zusätzliche Hilfe für Drogenabhängige im Bahnhofsviertel - Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld und Gesundheitsdezernent Stefan Majer stellen Corona-Notfallpaket für Drogenabhängige vor

Bessere medizinische Versorgung, mehr Notschlafplätze und offene Konsumräume rund um die Uhr: Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) und Sozialdezernentin Birkenfeld (CDU) haben ein Notfallpaket auf den Weg gebracht, um die Situation Drogenabhängiger zu verbessern und einem Anstieg von Corona-Infektionen im Bahnhofsviertel vorzubeugen. Der Verwaltungsstab der Stadt hat die Maßnahmen bereits beschlossen. Sie gelten ab Anfang 2021 zunächst für ein halbes Jahr.

Zwischen 100 und 200 obdachlose Abhängige leben im Bahnhofsviertel, viele von ihnen ohne Ansprüche auf Sozialleistungen. Darunter sind EU-Ausländer*innen, Osteuropäer*innen, Geflüchtete und Haftentlassene. Viele von ihnen sind nicht versichert, leiden aber unter schweren seelischen und körperlichen Erkrankungen. Vom 4. Januar an startet eine zusätzliche humanitäre Sprechstunde im Drogennotdienst Elbestraße des Trägers „Jugendberatung und Jugendhilfe e.V.“. Erstmals können dort auch Drogenabhängige ohne Krankenversicherung in die Substitution aufgenommen werden.  Das ist Gesundheitsdezernent Majer (Grüne) besonders wichtig: „Alle Hilfebedürftige werden behandelt oder bei Bedarf substituiert – auch ohne Versicherungskarte.“ Neu ist auch eine psychiatrische Sprechstunde zweimal pro Woche. (Stadt Frankfurt am Main, 17.12.2020)

https://frankfurt.de/aktuelle-meldung/sondermeldungen/zusaetzliche-hilfe

DGS-Kongress 2020. Auswirkungen der Pandemie auf die Substitutionsbehandlung (Präsentation)

Christel Lüdecke, ASKLEPIOS Fachklinikum Göttingen, Chefärztin der Abteilung für Psychiatrie, Mitglied im Vorstand der DGS

29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin, Berlin, 6.11.2020

DGS 2020 - Chr. Lüdecke - Pandemie und Substitution, 6.11.2020

SARS-CoV-2 Pandemie und Suchterkrankungen: Schwerpunkt Opioidabhängigkeit und Substitution - Ein Erfahrungsbericht aus Bayern 

Oliver Pogarell, Heike Wodarz von Essen und Norbert Wodarz 

SUCHT (2020), 66, pp. 271-277. Onlineveröffentlichung: Oktober 1, 2020. doi.org/10.1024/0939-5911/a000679

Abstract

https://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1024/0939-5911/a000679

Coronakrise und Suchtmedizin: Ein Praxisbericht 

Stephan Walcher 

Onlineveröffentlichung: Oktober 1, 2020. SUCHT (2020), 66, pp. 286-290. doi.org/10.1024/0939-5911/a000685

Abstract

https://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1024/0939-5911/a000685

Psychosomatische und Suchtrehabilitation: Psychosoziale Faktoren wirksam

Dtsch Arztebl 2020; 117(40): A-1850 / B-1578

Vogelgesang, Monika

Die Kliniken der Psychosomatischen und Suchtrehabilitation haben unter Pandemiebedingungen Wege gefunden, die einerseits das Infektionsrisiko minimieren und andererseits eine erfolgreiche Therapie für psychisch kranke und suchtkranke Menschen ermöglichen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/215973

Frankfurt/M. Drogenabhängige und Corona : Sie waren schon vorher gesichtslos 

Die Corona-Krise trifft Drogenabhängige mit voller Wucht. Tanja Pöss ist eine der Klientinnen der Integrativen Drogenhilfe in Frankfurt, die ihr Leben auch während der Pandemie weiter in den Griff bekommen wollen. (faz.net, 26.05.2020)

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/wie-drogenabhaengige-durch-die-corona-krise-kommen-16784386.html

Coronavirus und Drogenhilfe – Erhebung und Dokumentation der Situation in „harten“ Drogenszenen - Update, September 2020: Aufruf an alle Mitarbeiter*innen der ambulanten Drogenhilfe in Deutschland

Im März 2020 startete das Centre for Drug Research (CDR, Goethe-Universität, Frankfurt a.M.) eine Studie zu den Folgen der Corona-Krise für marginalisierte Menschen, die ‚harte Drogen‘ konsumieren. Trotz der diversen Lockerungen ist es nach wie vor notwendig, die Situation zu dokumentieren, um die Basis für entsprechende Verbesserungen zu schaffen. Daher bitten wir Sie, auch weiterhin an unserer Studie teilzunehmen.

Wir benötigen weiterhin Einschätzungen von Expert*innen aus der ambulanten Drogenhilfe in ganz Deutschland. Das können jegliche Mitarbeiter*innen aus Streetwork, Kontaktläden, Beratung u.a. sein, die Kontakt mit der entsprechenden Klientel haben. Bitte schicken Sie uns Ihre Kurzberichte, um uns über die aktuelle Lage in Ihrer Stadt zu informieren. Wir werden weiterhin – unter Wahrung der Anonymität von Personen und Einrichtungen – Zwischenergebnisse online veröffentlichen. Zudem werden die Daten am Ende der Krise ausführlich ausgewertet, um einen Bericht zu erstellen, der dabei helfen soll, in zukünftigen Krisen besser reagieren zu können.

Luise Klaus und Dr. Bernd Werse, Goethe-Universität, FB 04, WE V, Centre for Drug Research

Corona_Drogenhilfe_Befragung_IV_CDR.pdf

Hannover. Coronavirus: Drogenszene unter Druck 

Das Leben von Süchtigen war schon schwierig – dann kam die Pandemie. Wie das Coronavirus den Alltag von Drogenabhängigen und der Polizei in Hannover verändert. (Zeit online, 25.06.2020)

https://www.zeit.de/wissen/2020-06/coronavirus-drogenszene-sucht-abhaengigkeit-polizei-hannover

Corona, ‚harte‘ Szenen und Drogenhilfe – Zwischenergebnisse einer qualitativen Erhebung - 2. Zwischenbericht (Juni 2020) 

Bernd Werse und Luise Klaus, Centre for Drug Research an der Frankfurter Goethe-Universität, 24.06.2020

Am 1. April 2020 startete das Centre for Drug Research an der Frankfurter Goethe-Universität einen Online-Aufruf an die ambulante Drogenhilfe, ihre Erfahrungen im Hinblick auf Szenealltag und Hilfsmaßnahmen in Zeiten der Corona-Krise zu teilen. Schwerpunkt sind dabei urbane Szenen von marginalisierten Konsument*innen „harter“ Drogen. Als Grundlage dient ein Leitfaden mit acht halb offenen Fragen zu diversen Aspekten des Themas; Antworten können entweder per E-Mail, Kurznachricht oder Sprachnachricht eingeschickt werden. 

https://www.forum-substitutionspraxis.de/covid-und-substitution/fachartikel/25004-update-coronavirus-und-drogenhilfe-erhebung-und-dokumentation-der-situation-in-harten-drogenszenen-aufruf-an-alle-mitarbeiter-innen-der-ambulanten-drogenhilfe-in-deutschland

In diesem zweiten Kurzbericht werden weitere Ergebnisse vorgestellt. Es werden weiterhin sehr gerne zusätzliche Berichte entgegengenommen, um die weiteren Entwicklungen verfolgen und dokumentieren zu können. Die Erhebung wird weitergeführt, solange signifikante Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Pandemie in Kraft sind. 

https://www.uni-frankfurt.de/89612037/Corona_und_Drogenhilfe___Kurzanalyse_2.pdf

Moers. Sparkasse spendet Trinkflaschen für den Schluck Wasser nach dem Substitut

Moers. „Methadon schmeckt nicht gut.“ Monika Schremm von der Drogenhilfe der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers, hat das Medikament zwar noch nie probiert. Sie weiß es aber von den vielen Suchterkrankten, die das Substitut einmal am Tag einnehmen: 200 sind es aktuell. Ein großer Schluck Wasser tut nach der Einnahme von Methadon also gut. „Aufgrund der Corona-Einschränkungen dürfen die Vergabestellen keine Becher mehr zur Verfügung stellen, so kamen wir auf die Idee mit den Trinkflaschen“, sagt Britta Dietrich-Aust, die Fachleiterin der Drogenhilfe. Die Sparkasse am Niederrhein spendete 100 Flaschen und will bei Bedarf noch mehr zur Verfügung stellen. (Lokalklick.de, 06.06.2020)

https://lokalklick.eu/2020/06/05/sparkasse-spendet-trinkflaschen-fuer-den-schluck-wasser-nach-dem-substitut/

„Erfahrungen aus der Substitutionspraxis in Coronazeiten“: Interview mit Dr. med. Stefanie Schmitz, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Suchtmedizin in Montabaur (Rheinland-Pfalz)

Durch die Corona-Virus-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen bestehen nach wie vor besondere Herausforderung für Substitutionspraxen. Die Vergabe der Substitutionsmittel und die gleichzeitige Sicherstellung einer kontinuierlichen Patientenbetreuung finden trotz Infektionsschutz und sozialer Distanzierung statt. 

Dr. med. Stefanie Schmitz, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Suchtmedizin in Montabaur (Rheinland-Pfalz), berichtet in einem Interview über ihre Erfahrungen der Substitution in Coronazeiten und den Umgang in der Arztpraxis. Dabei setzt sie auch auf die Delegation der Sichtvergabe an die Apotheken und nutzt die derzeit flexiblen Regeln zu Take-Home-Verordnungen. Dennoch ist es gerade in Zeiten wie diesen wichtig, den Kontakt mit den Patienten aufrechtzuerhalten. 

Interview_DrStSchmitz Corona_FINAL

Suchthilfe in Zeiten der Corona-Pandemie - Interviews mit Expertinnen und Experten aus der Praxis

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die stationäre und ambulante Suchthilfe? Und welche Bedeutung hat die Suchthilfe (noch) in Zeiten von Corona? KONTUREN online hat Einrichtungsleiterinnen und -leiter gefragt, wie sie ihre Kliniken und Beratungsstellen durch das Meer von neuen Vorschriften, Empfehlungen, Notfallplänen und Gesetzen steuern und wie sie zukünftige Entwicklungen einschätzen. Damit möchten wir Ihnen eine Momentaufnahme aus der Praxis von Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen der Suchthilfe zeigen. Die Interviews haben wir als Videos und Podcasts aufgezeichnet, die wir in loser Reihenfolge sukzessive veröffentlichen werden. (Konturen, Mai 2020)

https://www.konturen.de/fachbeitraege/suchthilfe-in-zeiten-der-corona-pandemie/

Frankfurt/Main. Corona und die Drogenhilfe Risikogruppe: Abhängige (Audio)

Die meisten Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, erkranken nicht schwer. Aber es gibt sogenannte Risikogruppen. Zu denen zählen auch Drogenabhängige. (Hessenschau, 27.03.2020, Podcast, 02:43)

https://www.hr-inforadio.de/programm/themen/corona-und-die-drogenhilfe,corona-drogen-100.html

Koblenz. Koblenz. Covid-19 und Substitutionsbehandlung –  Gründung einer Coronaambulanz

Durch den Wegfall der täglichen Substitutvergabe bzw. der Ausweitung der Take-Home Rezepte sind zeitliche Kapazitäten frei geworden, die ich in Koblenz in Kooperation mit einem weiteren hausärztlichen Kollegen zur Gründung einer Coronaambulanz genutzt habe. 

(…) In Zusammenarbeit mit der Drogenambulanz haben wir vor 2 Wochen nun damit begonnen, die Substitutionspatienten auf Corona zu testen, bisher die mit entsprechenden Symptomen. Glücklicherweise waren bisher alle getesteten Patienten negativ. (Dr.Astrid Weber, Koblenz, den 26. April 2020)

Koblenz. Covid-19 und Substitutionsbehandlung – Gründung einer Coronaambulanz

München. Sucht und Corona: Steigt jetzt die Zahl der Drogentoten?

Drogenabhängige gehören zu den besonders von Corona betroffenen Risikogruppen, weil sie anfälliger für Infektionen sind. Zur höheren Gefährdung kommt hinzu, dass Suchthilfeeinrichtungen wegen der Krise ihre Hilfsangebote zurückfahren mussten. Doch die Mitarbeiter kämpfen aufopferungsvoll. (web.de, 24.04.2020)

https://web.de/magazine/news/coronavirus/sucht-corona-zahl-drogentoten-34637986

Hessen. Therapie in Zeiten von Corona: Weshalb Abhängige große Mengen Methadon nun "to go" bekommen 

Täglich und immer unter Aufsicht: Heroinabhängige Patienten dürfen den Ersatzstoff Methadon nur unter Auflagen konsumieren. Wegen Corona wurden die Regeln nun gelockert. Das birgt Risiken. (hessenschau.de, 26.04.2020)

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/weshalb-abhaengige-grosse-mengen-methadon-nun-to-go-bekommen,methadontherapie-in-zeiten-von-corona-100.html

Corona, ‚harte‘ Szenen und Drogenhilfe – erste Ergebnisse einer qualitativen Erhebung

  Bernd Werse und Luise KlausCentre for Drug Research an der Frankfurter Goethe-Universität

21. April 2020

Am 31.3.2020 startete das Centre for Drug Research an der Frankfurter Goethe-Universität einen Online-Aufruf an die ambulante Drogenhilfe, ihre Erfahrungen im Hinblick auf Szenealltag und Hilfsmaßnahmen in Zeiten der Corona-Krise zu teilen. Schwerpunkt sind dabei urbane Szenen von marginalisierten Konsument*innen „harter“ Drogen. Als Grundlage dient ein Leitfaden mit acht halb offenen Fragen zu diversen Aspekten des Themas; Antworten können entweder per E-Mail, Kurznachricht oder Sprachnachricht eingeschickt werden[1]. In diesem Kurzbericht werden erste Ergebnisse vorgestellt. Es werden weiterhin sehr gerne zusätzliche Berichte entgegengenommen, um die weiteren Entwicklungen verfolgen und dokumentieren zu können.

Werse/Klaus_2020_Corona und Drogenhilfe Zwischenbericht

Berlin. Suchtmediziner über Coronakrise: „Wie der Feldmarschall“ 

79.400 Menschen in Deutschland sind in einer Substitutionsbehandlung. Mediziner:innen und Ambulanzen geraten an ihre Grenzen. (taz, 16.04.2020)

https://taz.de/Suchtmediziner-ueber-Coronakrise/!5676363/

Goslar. Corona-Virus-Pandemie erfordert Umdenken – Bericht aus einer Substitutionspraxis

(...)

In unserer Substitutionspraxis in Goslar (ca. 200 Patienten) haben wir folgende Regelungen getroffen:

  • Die Ausgabezeiten wurden verlängert und Patienten nur einzeln in die Praxis gelassen.
  • Die MFA´s arbeiten in abwechselnden Schichten, um durch die Erkrankung einer Mitarbeiterin nicht den gesamten Praxisbetrieb zu gefährden.
  • Auf Alkoholatemproben und Speicheltest wird verzichtet. Urinproben stellen hinsichtlich des Corona Virus ein sehr geringes Infektionsrisiko dar und werden weiterhin durchgeführt. 
  • Für alle Patienten, bei denen es medizinisch vertretbar ist, werden großzügige Take Home Regelungen erfolgen. Patienten werden bei TH Verordnungen an unterschiedlichen Tagen einbestellt.
  • Bei instabilen Patienten wird versucht, eine möglichst wohnortnahe Apotheke zu finden, die Sichteinnahmen durchführen kann, um längere Anfahrtswege zu reduzieren. 

Goslar Substitution Corona 17.04.2020