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Covid-19 und die Auswirkungen auf die Behandlung von opioidabhängigen Menschen 
In Deutschland waren Menschen, die von Heroin und anderen Opioiden abhängig sind und sich in bio-psychosozialer Behandlung befunden haben, in der Vor-Corona-Zeit in ständigem Kontakt mit medizinischen und psychosozialen Hilfeeinrichtungen. Erste Studien belegen, dass mit dem Ausbruch der Pandemie 2020 und den diversen Lockdown-Phasen Veränderungen stattgefunden haben. Die medizinische Behandlung hat in gewisser Weise mehr Freiräume geschaffen. Die psychosozialen Angebote haben sich teilweise digitalisiert. 

Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS), Forschungsbrief Nr. 58 / Juli 2021, Seten 8-10

https://www.hls-online.org/service/materialien/

Berlin. Substitutionsbehandlung während der Corona-Pandemie

Die Nachrichten von einer neuen, bedrohlichen Infektionskrankheit versetzten Anfang 2020 insbesondere Mitarbeiter*innen der Substitutionsbehandlung und ihre Klient*innen in Sorge. Befürchtet wurden viele Ansteckungen mit möglichen Todesfällen unter der vulnerablen Personengruppe, ein Ansturm auf die Substitutionspraxen und flächendeckende Schließungen der Praxen als Zentren der Verbreitung des Virus. Die erwartete Katastrophe ist ausgeblieben. Schnell wurden zur Aufrechterhaltung der Angebote Hygienekonzepte erstellt und neue Arbeitsweisen umgesetzt. Veränderungen der gesetzlichen Vorgaben führten zu mehr Flexibilität in der Behandlung und zu vereinfachten Verfahren. Auch die Klient*innen haben durch Corona nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht. Antje Matthiesen (Notdienst für suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin e.V., Anm.) berichtet aus der Praxis über die Auswirkungen der Pandemie auf die Substitutionsbehandlung. (Konturen online, 09.09.2021)

https://www.konturen.de/fachbeitraege/substitutionsbehandlung-waehrend-der-corona-pandemie/

Frankfurt/Main. Was Corona für Drogenabhängige bedeutet 

Zu den Menschen, die durch die Coronakrise in große Not geraten sind, gehören auch Drogenabhängige. Dr. Marion Friers vom Eastside, Europas größter niedrigschwelliger Drogenhilfeeinrichtung in Frankfurt, schildert die schwierige Situation nach mehr als einem Jahr Pandemie. (Medical Tribune, 10.07.2021)

https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/was-corona-fuer-drogenabhaengige-bedeutet/

Veränderungen in der Hamburger Suchthilfe in Zeiten der Corona-Pandemie - Eine Bestandsaufnahme

Linda Heitmann, Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen

Juni 2021

https://www.konturen.de/fachbeitraege/veraenderungen-in-der-hamburger-suchthilfe-in-zeiten-der-corona-pandemie/

Corona und Drogenhilfe – Zur Situation in ‚harten Drogenszenen‘ (Sachbericht)

B. Werse, G. Kamphausen

Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung, Centre for Drug Research, Juni 2021

Sachbericht CuD Werse_final.pdf

Hamburg. Coronavirus: Große Impfbereitschaft drogenabhängiger Menschen in St. Georg und Altona

Nach langer Zeit hat jetzt auch die Impfung von drogenabhängigen Menschen begonnen, einer Bevölkerungsgruppe mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Infektion durch das Corona-Virus. Das Interesse war groß: 204 drogenabhängige Klient*innen sind jetzt geimpft. (Jugendhilfe e.V., Hamburg, 24.05.2021)

http://jugendhilfe.de/pdf/PI-Jugendhilfe%202021.05.24_.Corona-Impfung.pdf

Hilfe für Drogensüchtige: Impfen im "Drob Inn"

Bis zu 400 Männer und Frauen kommen täglich zu Hamburgs größter Beratungs- und Anlaufstelle für Drogensüchtige, dem "Drob Inn" am Hauptbahnhof. Nicht wenige aus der Drogenszene leben in sehr schwierigen Wohnverhältnissen oder auf der Straße - ein zusätzliches Risiko in der Pandemie. Doch nun geht das Impfen auch hier los. (NDR, Hamburg-Journal, 22.05.2021)

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Hilfe-fuer-Drogensuechtige-Impfen-im-Drob-Inn,drobinn110.html

Availability of Illegal Drugs During the COVID-19 Pandemic in Western Germany. 

Scherbaum N, Bonnet U, Hafermann H, Schifano F, Bender S, Grigoleit T, Kuhn J, Nyhuis P, Preuss UW, Reymann G, Schneider U, Shibata J, Specka M. 

Front Psychiatry. 2021 Apr 23;12:648273. doi: 10.3389/fpsyt.2021.648273. PMID: 33967857; PMCID: PMC8102785.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8102785/

Dortmund. Zelt vor dem Gesundheitsamt: Neue Corona-Teststelle in der City

In der Dortmunder City gibt es eine weitere Corona-Schnellteststelle. Seit dem 1. Mai bietet der Drogenhilfe-Verein „Pur“ Schnelltests an - an Wochenenden in einem Zelt vor dem Gesundheitsamt. (Ruhrnachrichten, 02.05.2021)

https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/schnelltestzentrum-in-dortmund-soll-drogenabhaengige-erreichen-1629667.html

Corona-Pandemie: Druck auf Drogenkonsumräume und Kontaktläden

Drogenkonsumräume – Einrichtungen, die Platz für Konsum oder Aufenthalt bieten – sind zentrale Anlaufstellen für Drogennutzer*innen. Knotenpunkte in ihren sozialen Netzen, die Safer Use gewährleisten, in denen die Mitarbeiter*innen zuhören, beraten und über HIV und Hepatitis aufklären. Scharnierstellen, die von der Straße in Entgiftung und Substitution führen.

Doch die Corona-Pandemie hat diese niedrigschwelligen Angebote stark ausgedünnt und den Ablauf eingeschränkt – mit negativen Folgen für die Klient*innen. Eine Bestandsaufnahme. (DAH – Deutsche AIDS-Hilfe, 24.04.20219

https://magazin.hiv/2021/04/24/corona-drogenkonsumraeume/

Auswirkungen der COVID-19-Krise auf Präventionsangebote zu durch Blut und sexuell übertragenen Infektionen bei Drogengebrauchenden 

Im Rahmen einer Kurzbefragung zur aktuellen Situation in niedrigschwelligen Drogenhilfeeinrichtungen in der COVID-19-Krise wurden 41 Einrichtungen angeschrieben. Die zusammengefassten Rückmeldungen der niedrigschwelligen Einrichtungen der Drogenhilfe zeigen, dass es gravierende Einschränkungen hinsichtlich der Präventionsangebote für durch Blut und sexuell übertragene Infektionskrankheiten durch die COVID-19-Krise gibt. Die Krise hat zeitweise zu einer vollständigen Schließung von Einrichtungen geführt, wobei viele mittlerweile unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen konnten. Dies hat auch aktuell noch Auswirkungen auf die Beratungsmöglichkeiten, Testangebote, Konsum- und Aufenthaltsmöglichkeiten. (RKI-Robert Koch Institut, Epidemiologisches Bulleting 42/2020, 15.10.2020)

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/42_20.pdf

Emergency hospital admissions for psychiatric disorders in a German-wide hospital network during the COVID-19 outbreak. 

Fasshauer JM, Bollmann A, Hohenstein S, Hindricks G, Meier-Hellmann A, Kuhlen R, Broocks A, Schomerus G, Stengler K. 

Soc Psychiatry Psychiatr Epidemiol. 2021 Apr 17:1–7. doi: 10.1007/s00127-021-02091-z. Epub ahead of print. PMID: 33866383; PMCID: PMC8053025.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8053025/

Niedrigschwellige Substitution unabhängig vom Versicherungsstatus - Das Modell des Drob Inn während der Corona-Pandemie

DROGENKURIER Nr. 125, März 2021

Herausgeber: JES*-Bundesverband e. V.

https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2021/03/Kurier-125-internet.pdf

Webinar. Opioidabhängigkeit aktuell vor dem Hintergrund der COVID19 Pandemie (Aufzeichnung, Video, 60:00)

Referenten: Prof. Jens Reimer, Dr. Thomas Poehlke

Die Veranstaltung ist von der BLÄK mit 1 CME-Punkt anerkannt

https://step-initiative.de/demand_page/video_page.html

Hamburg. Fixerstuben in Hamburg. Süchtige leben seit Corona gefährlicher

In sogenannten Fixerstuben können drogenabhängige Menschen in einem geschützten Raum Drogen konsumieren. Wegen Corona können dort weniger Menschen betreut werden und ihr Alltag ist noch härter geworden, so die Erfahrung in Hamburg. (Deutschlandfunk Kultur, 22.02.2021, Text und Audio, 07:30)

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fixerstuben-in-hamburg-suechtige-leben-seit-corona.976.de.html

Webinar. Opioidabhängigkeit aktuell vor dem Hintergrund der COVID19 Pandemie - Donnerstag 18. Februar 2021, Fortbildung von 18:00 – 18:45 Uhr

Interaktives Webinar mit anschließendem “Meet the Expert“ über gesonderten Link, von 18:45 – 19:15 Uhr

Referenten: Prof. Jens Reimer, Dr. Thomas Poehlke

Die Veranstaltung ist von der BLÄK mit 1 CME-Punkt anerkannt

Veranstalter: (StEP-Initiative, eine Initiative unterstützt von Camurus, Februar 2021)

https://stream.luxav.de/webinars/step-initiative/

Suchtstörungen und Covid – wie Substanzgebrauch und Sars-CoV-2 synergistisch eine Covid-Erkrankung befördern 

Prof. Dr. med. Jens Reimer

Veröffentlicht auf der Seite von StEP-Initiative, eine Initiative unterstützt von Camurus, Februar 2021

https://www.step-initiative.de/pdf/Suchtstoerungen_und_Covid_Jens_Reimer_StEP_2021.pdf

Coronapandemie: Nachfrage nach Psychotherapie hat zugenommen

Berlin – Die Nachfrage nach Psychotherapie hat während der Coronapandemie stark zugenommen. Gleichzeitig fehlen Behandlungskapazitäten. Eine Blitzumfrage der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) mit 4.693 Teilnehmern zeigte, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Patientenanfragen in Praxen um durchschnittlich 40 Prozent angestiegen sind. (aerzteblatt.de, 12.02.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121113/Coronapandemie-Nachfrage-nach-Psychotherapie-hat-zugenommen

Hamburg. Wie das "Drob Inn" Süchtigen auch in der Corona-Zeit hilft (Video)

Hinter dem Hamburger Hauptbahnhof stehen oft viele Menschen, auch dichtgedrängt. Dort befindet sich die Drogenberatungsstelle und der Konsumraum "Drob Inn". Und dass so viele Menschen dort auf einmal sind, wird von Stadt und Polizei geduldet, denn die Abhängigen erhalten hier wichtige Hilfe, die sie woanders nicht in dieser Form erhalten. 

Der Arzt Fabian Vorberg und seine Kollegen versorgen täglich 100 Männer und Frauen, die von Opioiden wie Heroin abhängig sind, mit Methadon - ohne Krankenversicherung. Das ist bundesweit in dieser Größenordnung einmalig. (NDR-Fernsehen, Abendjournal Hamburg, 19.01.2021, 03:10)

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Wie-das-Drob-Inn-Suechtigen-auch-in-der-Corona-Zeit-hilft,drobinn108.html

Berlin. Drogennotdienst berät auch per Video und Chat - Terminslots einfach online buchen

Lockdown, eingeschränkte Besucherregelungen und verschärfte Hygienemaßnahmen – die Corona-Pandemie verändert nachhaltig auch die Arbeit in den Berliner Suchtberatungsstellen. Der Drogennotdienst bietet nun Hilfen auf digitalem Wege. Mit zunehmendem Erfolg. (Drogennotdienst, 12.01.2021)

https://drogennotdienst.de/

Hamburg. Flexibilisierung der Substitution: Niedrigschwellige Substitutionsambulanz Hamburg (Präsentation)

Christine Tügel, Jugendhilfe e.V. Hamburg, Vorstand 

Fabian Vorberg, Hamburg, Arzt

6. NaSuKo – Nationale Substitutionskonferenzm 16.12.2020

Veranstalter akzept e.V.

Drob Inn_Substitutionsambulanz_04__112020.pdf

6.NaSuKo – Nationale Substitutionskonferenz (Mitschnitt) - Bericht aus der Hamburger Substitutionsambulanz für Nichtversicherte

Themen rund um die Substitutionsbehandlung, niedrigschwellige Drogenhife, die Rolle der Apotheken u.a.m. standen zur Diskussion. In einem mehrstündigen Mitschnitt des Internet-gestützten Kongresses findet sich auch die Präsentation aus der zu Beginn der Pandemie in Hamburg eingerichteten Substitutionsambulanz am Hauptbahnhof, vorgetragen von Christine Tügel (Geschäftsführerin Jugendhilfe e.V.) und Fabian Vorberg (Arzt in der Ambulanz vom Drob Inn). (akzept e.V. 6.NaSuKo, 16.12.2020, Videoaufzeichnung, 35:20 – 01:08:21

https://www.akzept.eu/nasuko6/

Frankfurt/M. Hilfsprogramm soll Situation im Bahnhofsviertel verbessern

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Um die Situation der Drogenabhängigen in Frankfurt zu verbessern und einen Anstieg der Corona-Infektionen im Bahnhofsviertel zu verhindern, hat die Stadt einen Notfallplan auf den Weg gebracht. Dazu zählen eine bessere medizinische Versorgung, mehr Notschlafplätze und offene Konsumräume rund um die Uhr, wie Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) am Donnerstag mitteilten. Der Plan soll Anfang 2021 greifen und für zunächst ein halbes Jahr gelten. (Zeit online, 17.12.2020)

https://www.zeit.de/news/2020-12/17/hilfsprogramm-soll-situation-im-bahnhofsviertel-verbessern

Frankfurt/M. Zusätzliche Hilfe für Drogenabhängige im Bahnhofsviertel - Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld und Gesundheitsdezernent Stefan Majer stellen Corona-Notfallpaket für Drogenabhängige vor

Bessere medizinische Versorgung, mehr Notschlafplätze und offene Konsumräume rund um die Uhr: Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) und Sozialdezernentin Birkenfeld (CDU) haben ein Notfallpaket auf den Weg gebracht, um die Situation Drogenabhängiger zu verbessern und einem Anstieg von Corona-Infektionen im Bahnhofsviertel vorzubeugen. Der Verwaltungsstab der Stadt hat die Maßnahmen bereits beschlossen. Sie gelten ab Anfang 2021 zunächst für ein halbes Jahr.

Zwischen 100 und 200 obdachlose Abhängige leben im Bahnhofsviertel, viele von ihnen ohne Ansprüche auf Sozialleistungen. Darunter sind EU-Ausländer*innen, Osteuropäer*innen, Geflüchtete und Haftentlassene. Viele von ihnen sind nicht versichert, leiden aber unter schweren seelischen und körperlichen Erkrankungen. Vom 4. Januar an startet eine zusätzliche humanitäre Sprechstunde im Drogennotdienst Elbestraße des Trägers „Jugendberatung und Jugendhilfe e.V.“. Erstmals können dort auch Drogenabhängige ohne Krankenversicherung in die Substitution aufgenommen werden.  Das ist Gesundheitsdezernent Majer (Grüne) besonders wichtig: „Alle Hilfebedürftige werden behandelt oder bei Bedarf substituiert – auch ohne Versicherungskarte.“ Neu ist auch eine psychiatrische Sprechstunde zweimal pro Woche. (Stadt Frankfurt am Main, 17.12.2020)

https://frankfurt.de/aktuelle-meldung/sondermeldungen/zusaetzliche-hilfe

DGS-Kongress 2020. Auswirkungen der Pandemie auf die Substitutionsbehandlung (Präsentation)

Christel Lüdecke, ASKLEPIOS Fachklinikum Göttingen, Chefärztin der Abteilung für Psychiatrie, Mitglied im Vorstand der DGS

29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin, Berlin, 6.11.2020

DGS 2020 - Chr. Lüdecke - Pandemie und Substitution, 6.11.2020

SARS-CoV-2 Pandemie und Suchterkrankungen: Schwerpunkt Opioidabhängigkeit und Substitution - Ein Erfahrungsbericht aus Bayern 

Oliver Pogarell, Heike Wodarz von Essen und Norbert Wodarz 

SUCHT (2020), 66, pp. 271-277. Onlineveröffentlichung: Oktober 1, 2020. doi.org/10.1024/0939-5911/a000679

Abstract

https://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1024/0939-5911/a000679

Coronakrise und Suchtmedizin: Ein Praxisbericht 

Stephan Walcher 

Onlineveröffentlichung: Oktober 1, 2020. SUCHT (2020), 66, pp. 286-290. doi.org/10.1024/0939-5911/a000685

Abstract

https://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1024/0939-5911/a000685

Psychosomatische und Suchtrehabilitation: Psychosoziale Faktoren wirksam

Dtsch Arztebl 2020; 117(40): A-1850 / B-1578

Vogelgesang, Monika

Die Kliniken der Psychosomatischen und Suchtrehabilitation haben unter Pandemiebedingungen Wege gefunden, die einerseits das Infektionsrisiko minimieren und andererseits eine erfolgreiche Therapie für psychisch kranke und suchtkranke Menschen ermöglichen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/215973

Frankfurt/M. Drogenabhängige und Corona : Sie waren schon vorher gesichtslos 

Die Corona-Krise trifft Drogenabhängige mit voller Wucht. Tanja Pöss ist eine der Klientinnen der Integrativen Drogenhilfe in Frankfurt, die ihr Leben auch während der Pandemie weiter in den Griff bekommen wollen. (faz.net, 26.05.2020)

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/wie-drogenabhaengige-durch-die-corona-krise-kommen-16784386.html

Coronavirus und Drogenhilfe – Erhebung und Dokumentation der Situation in „harten“ Drogenszenen - Update, September 2020: Aufruf an alle Mitarbeiter*innen der ambulanten Drogenhilfe in Deutschland

Im März 2020 startete das Centre for Drug Research (CDR, Goethe-Universität, Frankfurt a.M.) eine Studie zu den Folgen der Corona-Krise für marginalisierte Menschen, die ‚harte Drogen‘ konsumieren. Trotz der diversen Lockerungen ist es nach wie vor notwendig, die Situation zu dokumentieren, um die Basis für entsprechende Verbesserungen zu schaffen. Daher bitten wir Sie, auch weiterhin an unserer Studie teilzunehmen.

Wir benötigen weiterhin Einschätzungen von Expert*innen aus der ambulanten Drogenhilfe in ganz Deutschland. Das können jegliche Mitarbeiter*innen aus Streetwork, Kontaktläden, Beratung u.a. sein, die Kontakt mit der entsprechenden Klientel haben. Bitte schicken Sie uns Ihre Kurzberichte, um uns über die aktuelle Lage in Ihrer Stadt zu informieren. Wir werden weiterhin – unter Wahrung der Anonymität von Personen und Einrichtungen – Zwischenergebnisse online veröffentlichen. Zudem werden die Daten am Ende der Krise ausführlich ausgewertet, um einen Bericht zu erstellen, der dabei helfen soll, in zukünftigen Krisen besser reagieren zu können.

Luise Klaus und Dr. Bernd Werse, Goethe-Universität, FB 04, WE V, Centre for Drug Research

Corona_Drogenhilfe_Befragung_IV_CDR.pdf