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Bundesrepublik: Erstmals mehr als eine Million Sterbefälle

Wiesbaden – Erstmals seit dem Bestehen der Bundesrepublik hat es mehr als eine Million Sterbefälle innerhalb eines Jahres gegeben. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 1,02 Millionen Sterbefälle gemeldet, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden unter Berufung auf erste vorläufige Ergebnisse mitteilte. Grund dafür dürften die Alterung der Bevölkerung und die Folgen der Corona Pandemie sein. (aerzteblatt.de, 11.01.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130787/Bundesrepublik-Erstmals-mehr-als-eine-Million-Sterbefaelle

WHO entscheidet über Verlängerung des Coronagesundheitsnotstands

Genf – Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf erörtert ein unabhängiger Expertenaus­schuss heute, ob die Coronalage weiterhin als internationaler Gesundheitsnotstand eingestuft wird. Dieser Notstand – genannt „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ – gilt inzwischen schon seit fast zwei Jahren. (aerzteblatt.de, 13.01.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130850/WHO-entscheidet-ueber-Verlaengerung-des-Coronagesundheitsnotstands

Stärkerer Anstieg der Todesfälle unter Ausländern in Coronapandemie

Berlin – Seit Beginn der Coronapandemie sind in Deutschland Ausländer deutlich häufiger gestorben als Menschen mit deutschem Pass. Das geht aus einer aktuellen Studie des Mediendienstes Integration hervor. Darin wird vor allem die Zeit in den Blick genommen, als hierzulande noch kein Impfstoff verfügbar war. (aerzteblatt.de, 22.12.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130342/Staerkerer-Anstieg-der-Todesfaelle-unter-Auslaendern-in-Coronapandemie

Hohe Impfquoten gehen mit niedrigerer Übersterblichkeit einher

Jena – Die vom Bundesamt für Statistik gemessene Übersterblichkeit im Jahr 2021 schwankt deutlich zwischen den Bundesländern. Ursache dafür könnte die Coronaimpfquote sein. Das zeigt eine Korrelationsanalyse von Forschenden der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Eine Publikation der Daten sei in Arbeit, teilte Thomas Wöhner vom Fachbereich Betriebswirtschaft dem Deutschen Ärzteblatt mit. (aerzteblatt.de, 14.01.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130903/Hohe-Impfquoten-gehen-mit-niedrigerer-Uebersterblichkeit-einher

Statistik: Pandemie führte zu Übersterblichkeit

Wiesbaden – Die Coronapandemie hat in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt. Zu diesem Befund kommt das Statistische Bundesamt (Destatis) nach der Auswertung der Sterbefallstatistik seit Beginn der Pandemie. (aerzteblatt.de, 10.12.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/129914/Statistik-Pandemie-fuehrte-zu-Uebersterblichkeit

Fast die Hälfte der COVID-19-Infektionen verläuft asymptomatisch

Peking – Auch ohne Symptome geht von vielen Menschen ein Risiko aus, das SARS-CoV-2-Virus zu übertragen. Darauf weisen Forschende der Peking University basierend auf einer jetzt in Jama Network Open publizierten Metaanalyse hin (2021; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2021.37257). In der getesteten Bevölkerung kam es bei 0,25 % zu asymptomatischen Infektionen mit SARS-CoV-2. In der positiv getesteten Bevölkerung verliefen sogar 40,5 % der Infektionen ohne Symptome. (aerzteblatt.de, 17.12.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130083/Fast-die-Haelfte-der-COVID-19-Infektionen-verlaeuft-asymptomatisch

Global Percentage of Asymptomatic SARS-CoV-2 Infections Among the Tested Population and Individuals With Confirmed COVID-19 Diagnosis: A Systematic Review and Meta-analysis. 

Ma Q, Liu J, Liu Q, et al. 

JAMA Netw Open. 2021;4(12):e2137257. doi:10.1001/jamanetworkopen.2021.37257

https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2787098

WHO. WHO stuft Omikron vorsorglich als „sehr hohes“ globales Risiko ein

Wien – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das globale Risiko der neue Coronavariante Omikron von SARS-CoV-2 vorsorglich als „sehr hoch“ ein. In einem Dokument, das heute veröffentlicht wurde, betont die UN-Behörde jedoch auch, dass die Wissenschaft noch sehr wenig darüber wisse, wie sich Omikron auf den Verlauf der Pandemie auswirken wird. Die Risikobewertung sei deshalb mit einem sehr hohen Unsicherheitsfaktor behaftet und könne sich noch ändern. (aerzteblatt.de, 29.11.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/129514/WHO-stuft-Omikron-vorsorglich-als-sehr-hohes-globales-Risiko-ein

WHO. Update on Omicron

On 26 November 2021, WHO designated the variant B.1.1.529 a variant of concern, named Omicron, on the advice of WHO’s Technical Advisory Group on Virus Evolution (TAG-VE).  This decision was based on the evidence presented to the TAG-VE that Omicron has several mutations that may have an impact on how it behaves, for example, on how easily it spreads or the severity of illness it causes. Here is a summary of what is currently known. (WHO, Genf, 28.11.2021)

https://www.who.int/news/item/28-11-2021-update-on-omicron

The impact of public health interventions in the Nordic countries during the first year of SARS-CoV-2 transmission and evolution. 

Duchene Sebastian, Featherstone Leo, Freiesleben de Blasio Birgitte, Holmes Edward C, Bohlin Jon, Pettersson John H-O.

Euro Surveill. 2021;26(44):pii=2001996.doi.org/10.2807/1560-7917.ES.2021.26.44.2001996 Received: 25 Nov 2020;   Accepted: 04 Jun 2021 

https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES.2021.26.44.2001996

How an outbreak became a pandemic: a chronological analysis of crucial junctures and international obligations in the early months of the COVID-19 pandemic

Singh, Sudhvir et al.

The Lancet, Volume 0, Issue 0 

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)01897-3/fulltext

SARS-CoV-2-Seroprävalenz im Pandemieverlauf in Deutschland

Köln – Die Informationen über das Ausmaß der SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland beruhen bisher hauptsächlich auf den Daten zu den COVID-19-Fällen, die den Gesundheitsbehörden gemeldet wurden. Ein Teil der unerkannten asymptomatischen oder milde verlaufenden Infektionen wird hier wahrschein­lich nicht erfasst.

Um die Datenlücke zur Verbreitung von SARS-CoV-2 zu schließen und bessere Vergleiche mit anderen Ländern zu ermöglichen, wurde die „Multilokale und serielle Prävalenzstudie von Antikörpern gegen das SARS-2-Coronavirus in Deutschland“ (MuSPAD) ins Leben gerufen. (aerzteblatt.de, 04.11.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/128803/SARS-CoV-2-Seropraevalenz-im-Pandemieverlauf-in-Deutschland

Lebenserwartung sinkt durch Corona in vielen Ländern

Rostock/Wiesbaden – Die Lebenserwartung ist in der Zeit der Coronapandemie in den meisten Industriestaaten gesunken. Ein Team von Bevölkerungswissenschaftlern hat für 37 Länder mit hohem und mittlerem Einkommen berechnet, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Sterblichkeit im Jahr 2020 ausgewirkt hat. (aerzteblatt.de, 05.11.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/128811/Lebenserwartung-sinkt-durch-Corona-in-vielen-Laendern

Deutschland: Keine erhöhte Sterberate durch COVID-19

Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben mit Kollegen die Zahl der Sterbefälle in Deutschland, Spanien und Schweden der Jahre 2016 bis 2020 analysiert. Sie wollten herausfinden, ob dort im vergangenen „Corona-Jahr“ mehr Menschen gestorben sind, als dies ohne den Ausbruch einer Pandemie erwartet worden wäre. Das Ergebnis: 2020 gab es keine Übersterblichkeit in Deutschland, auch wenn es etwa 34.000 Todesfälle gab, die mit COVID-19 assoziiert werden. (Universität Duisburg-Essen, 21.10.2021)

https://idw-online.de/de/news777907

Sterblichkeit in der EU weiter höher als durchschnittlich vor Corona

Luxemburg – Noch immer liegt die Zahl der Todesfälle in der Europäischen Union über dem Durchschnittsniveau der Jahre zuvor – aber nur noch knapp. Im Juli dieses Jahres starben gut vier Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der Coronapandemie, wie aus den heute veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat mit Sitz in Luxemburg hervorgeht. (aerzteblatt.de, 15.09.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127330/Sterblichkeit-in-der-EU-weiter-hoeher-als-durchschnittlich-vor-Corona

Origins of SARS-CoV-2: window is closing for key scientific studies

Authors of the March WHO report into how COVID-19 emerged warn that further delay makes crucial inquiry biologically difficult. (Nature, 25.08.2021)

https://www.nature.com/articles/d41586-021-02263-6

„Superspreading Events“ als Treiber der Evolution von SARS-CoV-2

Wie verlief die Evolution des SARS-CoV-2 seit dem Beginn der Pandemie? Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Applied Biomedical Science Institute, San Diego, USA, analysierten dies für die US-Bevölkerung an den Daten der nationalen US-amerikanischen SARS-CoV-2 Sequenzdatenbank. Die Kombination von Mutationen plus „Super Spreading Events“ befeuert die Verbreitung genetischer Virusvarianten in der Bevölkerung. (Deutsches Krebsforschungszentrum, 18.08.2021)

https://idw-online.de/de/news774385

Hohe Sterblichkeit bei schwer erkrankten Covid-Patienten auch nach dem Krankenhausaufenthalt

Mehr als ein Viertel der stationär behandelten Patientinnen und Patienten mit Covid-19 mussten nach ihrem Klinikaufenthalt erneut im Krankenhaus behandelt werden. Das zeigt die erste bundesweite Langzeitstudie, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) auf Basis der Abrechnungsdaten von AOK-versicherten Patientinnen und Patienten durchgeführt hat. Die Ergebnisse sind jetzt im medizinischen Fachmagazin „PLOS ONE“ veröffentlicht worden. (Wissenschaftliches Institut der AOK, 10.08.2021)

https://idw-online.de/de/news774059

6-month mortality and readmissions of hospitalized COVID-19 patients: A nationwide cohort study of 8,679 patients in Germany. 

Günster C, Busse R, Spoden M, Rombey T, Schillinger G, Hoffmann W, et al. (2021) 

PLoS ONE 16(8): e0255427. doi.org/10.1371/journal.pone.0255427

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0255427

WHO. Bei der WHO gemeldete Coronatodeszahlen stark gestiegen

Genf – Die Zahl der gemeldeten COVID-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69.000 in sieben Tagen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern in Genf berichtete. (aerzteblatt.de, 29.07.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125960/Bei-der-WHO-gemeldete-Coronatodeszahlen-stark-gestiegen

Globale Studie zur Sterblichkeit in der COVID-19-Pandemie

Forscherteam der Universität Tübingen und der Hebräischen Universität Jerusalem ermöglicht Ländervergleich unabhängig von offiziell gemeldeten Corona-Zahlen. (Eberhard Karls Universität Tübingen, 03.08.2021)

https://idw-online.de/de/news773782

Tracking excess mortality across countries during the COVID-19 pandemic with the World Mortality Dataset

Ariel Karlinsky, Dmitry Kobak  

eLife 2021;10:e69336, 30. June 2021, doi: 10.7554/eLife.69336

https://elifesciences.org/articles/69336

WHO dringt bei Suche nach Ursprung von SARS-CoV-2 auf Laborinspektionen

Genf – Auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus SARS-CoV-2 macht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Druck: In einem Brief an die Mitgliedsländer hat sie die Forschungsprioritäten aufgelistet und eine neue ständige Arbeitsgruppe angekündigt, die sich mit der Suche nach dem Ursprung neuer Pathogene befassen soll. (aerzteblatt.de, 19.07.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125665/WHO-dringt-bei-Suche-nach-Ursprung-von-SARS-CoV-2-auf-Laborinspektionen

Dating first cases of COVID-19. 

Roberts DL, Rossman JS, Jarić I (2021) 

PLoS Pathog 17(6): e1009620. doi.org/10.1371/journal.ppat.1009620

https://journals.plos.org/plospathogens/article?id=10.1371/journal.ppat.1009620

Pflege-Report 2021: Deutlicher Anstieg der Sterblichkeit in Pflegeheimen während der ersten und zweiten Pandemiewelle

Die Sterblichkeit von Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeheime in Deutschland ist in den ersten beiden Pandemiewellen drastisch angestiegen. Lag die Letalität in Pflegeheimen bereits rund drei Wochen nach Start des ersten Lockdowns (6. bis 12. April 2020) um 20 Prozent höher als im Mittel der Vorjahre, so überstieg sie in den ersten drei Monaten der zweiten Pandemiewelle von Oktober bis Dezember 2020 das Niveau der Vorjahre um durchschnittlich 30 Prozent. In der Spitze lag die Übersterblichkeit in der 52. Kalenderwoche 2020 sogar bei 80 Prozent. Dies zeigt der Pflege-Report 2021 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Er enthält zudem die Ergebnisse einer Angehörigen-Befragung. (Wissenschaftliches Institut der AOK, 29.06-2ß21)

https://www.wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/pflege-report/2021/

COVID-19: 1 Million zusätzliche Todesfälle in 29 OECD Ländern in 2020

Oxford – Im letzten Jahr sind in 29 Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zusammen etwa 1 Million mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Jahre zuvor. (aerzteblatt.de, 20.05.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/124023/COVID-19-1-Million-zusaetzliche-Todesfaelle-in-29-OECD-Laendern-in-2020

Expertenkommission: WHO und Länder haben bei Corona zu langsam reagiert

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im vergangenen Jahr zu langsam auf erste Alarmzeichen einer möglichen Gesundheitsbedrohung reagiert. Zu diesem Schluss kommt eine von der WHO bestellte unabhängige Expertenkommission. Auch Regierungen kommen in ihrem heute in Genf veröffentlichten Bericht nicht gut weg. (aerzteblatt.de, 12.05.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123810/Expertenkommission-WHO-und-Laender-haben-bei-Corona-zu-langsam-reagiert

How the world failed to curb COVID

Communication breakdown among the World Health Organization, national leaders and the public caused the pandemic to explode in February 2020, investigation says. (Nature News, USA, 12.05.2021)

https://www.nature.com/articles/d41586-021-01284-5

WHO: Mehr als eine Million Coronatodesfälle in Region Europa

Kopenhagen – Europa hat nach Angaben des Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine traurige Marke überschritten. Mittlerweile sind in den Ländern der europäischen WHO-Region mehr als eine Million Todesfälle in Verbindung mit Coronainfektionen registriert worden. (aerzteblatt.de, 15.04.2021)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123009/WHO-Mehr-als-eine-Million-Coronatodesfaelle-in-Region-Europa