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Mehr als eine Million Sterbefälle im vergangenen Jahr verzeichnet

Wiesbaden – Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 1,06 Millionen Menschen gestorben. Die Zahl der Sterbefälle ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent gestiegen. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen einer Sonderauswertung des Statistischen Bundes­amtes hervorgeht, die heute veröffentlicht wurde. (aerzteblatt.de, 10.01.2023)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/140144/Mehr-als-eine-Million-Sterbefaelle-im-vergangenen-Jahr-verzeichnet

Jahresrückblick: Das Jahr von Omikron

Berlin – Im Jahr 2022 wurde die COVID-19-Pandemie von der SARS-CoV-2-Variante Omikron dominiert, die sich zunehmend in Subgruppen aufspaltete. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte Omikron (B.1.1.529) im November 2021 zur „Variant of Concern“ erklärt. Bereits Anfang Januar wurde klar, dass sich Omikron genetisch weiter entwickelt. (aerzteblatt.de, 02.01.2023)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/139964/Jahresrueckblick-Das-Jahr-von-Omikron

Global estimates of excess deaths from COVID-19. 

Acosta E. 

Nature. 2022 Dec 14. doi: 10.1038/d41586-022-04138-w. Epub ahead of print. PMID: 36517677.

https://www.nature.com/articles/d41586-022-04138-w

The WHO estimates of excess mortality associated with the COVID-19 pandemic. 

Msemburi W, Karlinsky A, Knutson V, Aleshin-Guendel S, Chatterji S, Wakefield J. 

Nature. 2022 Dec 14. doi: 10.1038/s41586-022-05522-2. Epub ahead of print. PMID: 36517599.

https://www.nature.com/articles/s41586-022-05522-2

Missing data mean we'll probably never know how many people died of COVID. 

Nature. 2022 Dec;612(7940):375. doi: 10.1038/d41586-022-04422-9. PMID: 36517717.

https://www.nature.com/articles/d41586-022-04422-9

WHO aktualisiert Schätzung: Woher kommt die hohe Übersterblichkeit? 

Fast 15 Millionen zusätzliche Todesfälle: Die Übersterblichkeit ist weltweit deutlich höher als die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten. Woran das liegen könnte. (Spiegel online, 14.12.2022)

https://www.spiegel.de/gesundheit/uebersterblichkeit-who-veroeffentlicht-aktualisierte-schaetzung-a-4dd75615-b29c-47b0-b254-1673d901edfb

Sieben Prozent aller Todesfälle wegen COVID-19 als Grundleiden

Wiesbaden – Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent gestiegen. 2021 starben laut Statistischem Bundesamt insgesamt rund 1,02 Millionen Menschen, 2020 hatte das Amt rund 990.000 Verstorbene gezählt.

Wie aus der heute veröffentlichten Todesursachenstatistik hervorgeht, war bei sieben Prozent aller Verstorbenen COVID-19 als ausschlaggebende Todesursache angegeben. An COVID-19 als Grundleiden starben demnach 2021 in Deutschland insgesamt 71.331 Menschen, 2020 waren es 39.758 gewesen. (aerzteblatt.de, 16.12.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/139700/Sieben-Prozent-aller-Todesfaelle-wegen-COVID-19-als-Grundleiden

Gesamtmortalität nach COVID-19-Impfungen geringer als nach Infektionen mit SARS-CoV-2

Indianapolis – Offenbar schützen Impfungen gegen COVID-19 besser vor gesundheitlichen Folgen als SARS-CoV-2-Infektionen. So fiel in einer Kohortenstudie mit mehr als 500.000 Personen die Gesamtmortalität nach COVID-19-Impfungen deutlich niedriger aus als nach SARS-CoV-2-Infektionen. (aerzteblatt.de, 22.12.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/139802/Gesamtmortalitaet-nach-COVID-19-Impfungen-geringer-als-nach-Infektionen-mit-SARS-CoV-2

OECD: Lebenserwartung in EU 2021 wegen Corona um ein Jahr gesunken

Paris – Durch die Coronapandemie ist die Lebenserwartung im EU-Raum 2021 laut der Industriestaaten-Organisation OECD um mehr als ein Jahr im Vergleich zum Stand vor der Krise gesunken. Das sei für die meisten Länder der höchste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute mit. (aerzteblatt.de, 05.12.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/139392/OECD-Lebenserwartung-in-EU-2021-wegen-Corona-um-ein-Jahr-gesunken

WHO-Regionaldirektor sieht Ende der Coronapandemie noch nicht erreicht

Berlin – Aus Sicht des Europadirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Ende der Coronapandemie noch nicht erreicht. Man befinde sich in einer günstigeren Phase als je zuvor, aber dies sei immer noch eine Pandemie, sagte Hans Kluge der Deutschen Presse-Agentur. (aerzteblatt.de, 05.12.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/139368/WHO-Regionaldirektor-sieht-Ende-der-Coronapandemie-noch-nicht-erreicht

WHO: 90 Prozent weniger Coronatote als im Februar

Genf – Die Zahl offiziell erfasster Coronatoter ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit dem vergangenen Winter stark gesunken.

Vorige Woche wurden weltweit rund 9.400 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gestern in Genf berichtete. Das seien fast 90 Prozent weniger als im Februar, als der diesjährige Wochenhöchststand von 75.000 erreicht worden war. (aerzteblatt.de, 10.11.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/138724/WHO-90-Prozent-weniger-Coronatote-als-im-Februar

Europäische Arzneimittelagentur sieht Pandemie als nicht beendet an

Den Haag – Die Coronapandemie ist nach Einschätzung der Europäischen Arznei­mittelagentur (EMA) noch nicht vorbei. Zwar sei die Gesamtzahl der Neuinfektionen und Todesfälle in Europa in den vergangenen Wochen zurückgegangen, sagte der EMA-Beauftragte für Impfstrategie, Marco Cavaleri, heute.

Mit dem beginnenden Herbst müsse sich Europa jedoch auf neue Infektionswellen einstellen, wie es sie auch in den beiden vergangenen Wintern gegeben hatte. (aerzteblatt.de, 21.09.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137572/Europaeische-Arzneimittelagentur-sieht-Pandemie-als-nicht-beendet-an

WHO-Chef sieht nahendes Ende der Coronapandemie

Genf – Ein Ende der Coronapandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Sicht. „Wir waren noch nie in einer besseren Position, um die Pandemie beenden zu können“, sagte gestern WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. (aerzteblatt.de, 15.09.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137432/WHO-Chef-sieht-nahendes-Ende-der-Coronapandemie

Corona-Pandemie: Lebenserwartung in Teilen Deutschlands stark gesunken

Deutschland hat bei der Lebenserwartung im zweiten Pandemiejahr 2021 etwas stärkere Rückgänge verzeichnet als 2020. Im internationalen Vergleich steht das Land aber weiterhin relativ gut da. Allerdings zeigen erstmalige Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) für die Bundesländer, dass der nationale Durchschnitt erhebliche regionale Unterschiede verdeckt. In einigen Teilen Deutschlands ist die Lebenserwartung stark gesunken. (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), 17.08.2022)

https://idw-online.de/de/news799835

Excess deaths in the United States during the first year of COVID-19. 

Ruhm CJ. 

Prev Med. 2022 Jul 22;162:107174. doi: 10.1016/j.ypmed.2022.107174. Epub ahead of print. PMID: 35878708; PMCID: PMC9304075.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9304075/

RKI. Informationen zur Studie "Corona-Monitoring bundesweit" (CoMoBu-Studie) - Corona-Monitoring bundesweit – Welle 2 (2021/2022)

Datenerhebung: November 2021 bis Februar 2022

Stichprobe: Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene in Deutschland aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) bzw. der Studie "Leben in Deutschland". Das SOEP ist eine Langzeitstudie, die auf einer Zufallsstichprobe der Wohnbevölkerung in Deutschland basiert. Menschen in Gemeinschaftsunterkünften wie beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen werden nicht systematisch in das Panel eingeschlossen.

(…)

Ergebnisse
Seroprävalenz von IgG-Antikörpern gegen SARS-CoV-2 • Der Bevölkerungsanteil, bei dem IgG-Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisbar waren (Seroprävalenz), wurde bei Erwachsenen bis zum Jahreswechsel 2021/22 auf 92 Prozent geschätzt. Bei den 14- bis 17-Jährigen betrug die geschätzte Seroprävalenz 86 Prozent. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Frauen und Männern festgestellt. Bei den Berechnungen wurden die Werte für Testeigenschaften korrigiert.

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/lid/Factsheet-CoMoBu-Welle-2.pdf

WHO Europa befürchtet schwierigen Corona-Herbst und -Winter

Kopenhagen – Angesichts schnell ansteigender Infektionszahlen rechnet das Europa-Büro der Weltgesund­heitsorganisation WHO mit einer herausfordernden Coronalage im Herbst und Winter. (aerzteblatt.de, 19.07.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/136061/WHO-Europa-befuerchtet-schwierigen-Corona-Herbst-und-Winter

 

Coronapandemie weiter internationale Gesundheitsnotlage

Genf – Die Coronapandemie ist nach wie vor eine „Gesundheitsnotlage internationaler Tragweite“. Das befand die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute und folgte damit dem unabhängigen Notfallausschuss, der die aktuelle Gefahrenlage bei einer Tagung vergangene Woche untersucht hatte. (aerzteblatt.de, 12.07.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/135889/Coronapandemie-weiter-internationale-Gesundheitsnotlage

Covid-19-Infektion vor allem von Sozialstatus abhängig - Studie untersucht, welche Faktoren das Infektionsgeschehen beeinflussen

Der soziale Status und migrationsbezogene Faktoren wirken unabhängig auf die Verbreitung von Corona-Infektionen. Das zeigt eine heute (13.06.2022) veröffentlichte Studie zur regionalen Verteilung der gemeldeten Infektionen über die ersten drei Wellen der Pandemie. „Im Verlauf der Pandemie hat der soziale Status als Faktor für das Infektionsgeschehen an Bedeutung gewonnen“, sagt der Epidemiologe Professor Dr. med. Kayvan Bozorgmehr von der Universität Bielefeld. (Universität Bielefeld, 13.06.2022)

https://idw-online.de/de/news795417

Zwei Millionen bestätigte COVID-19-Todesfälle in WHO-Region Europa

Kopenhagen – In den 53 Ländern der WHO-Region Europa sind mittlerweile mehr als zwei Millionen Men­schen nachweislich im Zuge einer COVID-19-Erkrankung gestorben.

Obwohl diese Zahl verheerend sei, stelle sie nur einen Bruchteil der gesamten Todesfälle dar, die direkt oder indirekt mit COVID-19 in Verbindung stünden, teilte das europäische Regional­büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern in Kopenhagen mit. (aerzteblatt.de, 13.05.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/134187/Zwei-Millionen-bestaetigte-COVID-19-Todesfaelle-in-WHO-Region-Europa

Erhöhte Sterblichkeit in Deutschland und seinen Bundesländern während der SARS-CoV-2-/COVID-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021

Morfeld, Peter; Timmermann, Barbara; Lewis, Philip; Erren, Thomas

Increased mortality in Germany and in the individual German states during the SARS-CoV-2-/COVID-19 pandemic in 2020 and 2021

Dtsch Arztebl 2022; 10. Mai 2022; DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0208; ONLINE first

https://www.aerzteblatt.de/archiv/225107

Schätzung der Weltgesundheitsorganisation Fast 15 Millionen Menschen in Zusammenhang mit der Coronapandemie gestorben 

Weniger als die Hälfte der Opfer kam direkt durch Covid-19 ums Leben. Vor allem die überlasteten Kliniken und Ärzte trieben die Todeszahlen nach oben, bilanziert die WHO. (Spiegel online, 05.05.2022)

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/weltgesundheitsorganisation-fast-15-millionen-menschen-in-zusammenhang-mit-der-coronapandemie-gestorben-a-37652a2e-63fb-4f12-a89f-691d88ae287d

WHO warnt vor schnellen Coronalockerungen

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft Länder nach dem Lockern von Coronaschutzmaßnahmen dazu auf, weiterhin rigoros Menschen auf das Virus zu testen. „Die Pandemie ist sicherlich noch nicht vorbei“, sagte heute Kate O'Brien, Direktorin der WHO-Abteilung für Impfungen. (aerzteblatt.de, 11.04.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133327/WHO-warnt-vor-schnellen-Coronalockerungen

Epidemic waves caused by SARS-CoV-2 omicron (B.1.1.529) and pessimistic forecasts of the COVID-19 pandemic duration. 

Nesteruk I. 

MedComm (2020). 2022;3(1):e122. Published 2022 Mar 9. doi:10.1002/mco2.122

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8906450/

The demography of COVID-19 deaths database, a gateway to well-documented international data. 

Caporali A, Garcia J, Couppié É, Poniakina S, Barbieri M, Bonnet F, Camarda CG, Cambois E, Hourani I, Korotkova D, Meslé F, Penina O, Robine JM, Sauerberg M, Torres C.

Sci Data. 2022 Mar 22;9(1):93. doi: 10.1038/s41597-022-01191-y. PMID: 35318326.

https://www.nature.com/articles/s41597-022-01191-y

WHO. WHO erwartet Trend zu milderen COVID-Verläufen

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass Coronainfektionen mit der Zeit zu schwächeren Krankheitsverläufen führen.

Das sei nach derzeitigem Wissensstand das wahrscheinlichste Szenario, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gestern in Genf. Die Schwere der COVID-Erkran­kungen werde wahrscheinlich trotz weiterer Virusmutationen weiter abnehmen, da die Immunität der Bevölkerung durch Impfungen und Infektionen zunehme. (aerzteblatt.de, 31.03.2022)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133035/WHO-erwartet-Trend-zu-milderen-COVID-Verlaeufen

Variation in global COVID-19 symptoms by geography and by chronic disease: A global survey using the COVID-19 Symptom Mapper

Kadirvelu, Balasundaram et al.

eClinicalMedicine, Volume 45, 101317 

https://www.thelancet.com/journals/eclinm/article/PIIS2589-5370(22)00047-5/fulltext

COVID's true death toll: much higher than official records. 

Adam D. 

Nature. 2022 Mar 10. doi: 10.1038/d41586-022-00708-0. Epub ahead of print. PMID: 35277684.

https://www.nature.com/articles/d41586-022-00708-0

Estimating excess mortality due to the COVID-19 pandemic: a systematic analysis of COVID-19-related mortality, 2020–21

Wang, Haidong et al.

The Lancet, Volume 0, Issue 0

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)02796-3/fulltext

Pandemic of greed - A wake-up call for vaccine equity at a grim milestone

The human and economic cost of the COVID-19 pandemic has been staggering, in terms of lives lost, human suffering, and economic damage. As we enter the third year of the pandemic, we still find ourselves on a rollercoaster of lockdowns, variants, and broken promises. Inequality has actively prolonged the pandemic, devastating lives and livelihoods. Women have shouldered an especially heavy burden.

While effective vaccines provide hope, their rollout has tipped, from a natural desire to protect citizens, into nationalism, greed, and self-interest. Large numbers of people in low-income countries face the virus unprotected and millions of people would still be alive today if they had had access to a vaccine. Big pharmaceutical corporations have been given free rein to prioritize profits ahead of vaccine equality. As we mark two years since the official pandemic was declared, we still have a chance to gain the upper hand on the virus, but only if everyone, everywhere has access to vaccines and treatments. (Oxfam, UK, 03.03.2022)

https://oi-files-d8-prod.s3.eu-west-2.amazonaws.com/s3fs-public/2022-03/Pandemic%20of%20greed-Oxfam%20media%20briefing-March2022.pdf