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Suchterkrankungen: Medizinisch-psychologische Grundlagen der Entstehung

Suchterkrankungen zählen mit mehr als 3 Millionen Betroffenen in Deutschland zu den häufigsten psychischen Störungen in der Bevölkerung. Mehr als 180.000 Menschen sterben jährlich vorzeitig an einer Alkohol- oder Tabakabhängigkeit. Die sozioökonomischen Schäden belaufen sich auf mindestens 50 Mrd. €. Es ist erstaunlich, wie wenig gesamtgesellschaftlich und gesundheitspolitisch bislang gegen Suchterkrankungen getan wird. Dass die strenge Prohibition keine taugliche Lösung darstellt, ist aufgrund des Scheiterns der US-dominierten Drogenpolitik des 20. Jahrhunderts schon lange klar (siehe hierzu auch „Deutsche Drogenpolitik im Dornröschenschlaf?“). Aber es fehlen nach wie vor smarte Politiklösungen gegen übermäßigen Substanzkonsum und Sucht, vor allem auf den Ebenen Prävention und Therapie. Alles in allem Grund genug, mehr zu den Entstehungsursachen und Hintergründen der meist im Verborgenen und mit starken Schamgefühlen ablaufenden Suchterkrankungen zu erfahren. (Michael Klein in: addiction.de, 29.01.2021)

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