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Frankfurt/Main. Stefan Majer präsentiert bundesweit einmaliges Drogen-Monitoring in Frankfurter Konsumräumen

Die Stadt Frankfurt hat ein systematisches Drogen-Monitoring in den drei Konsumräumen in Frankfurt gestartet.
In einem bundesweit einmaligen Projekt werden Rückstände aus Drogenverpackungen und Spritzenfiltern regelmäßig von Wissenschaftlern der Uni Freiburg auf Reinheitsgehalt, Beimischungen und sonstige Auffälligkeiten hin analysiert. Unter großer Medienaufmerksamkeit stellte Stefan Majer, Dezernent für Gesundheit und Personal, am Montag, 19. März, gemeinsam mit Professor Volker Auwärter, Forensischer Toxikologe am Institut für Rechtsmedizin der Uni Freiburg, und Regina Ernst, Leiterin des Drogenreferates, das bundesweit einmalige Monitoring und die Ergebnisse aus den bislang mehr als 400 Analysen vor.

(...) Auffallend war, dass mit durchschnittlich 9 Prozent der Reinheitsgehalt bei Heroin deutlich geringer ist als erwartet, während bei Kokain vom Frankfurter Straßenhandel mit durchschnittlich 70 Prozent der Reinheitsgehalt über dem europäischen Durchschnitt liegt.

Aufhorchen ließ, dass an zwei Verpackungen Anhaftungen des synthetischen Opioids Fentanyl gefunden wurden, wie Regina Ernst betont: „Fentanyl spielte 2017 bei mindestens drei Frankfurter Drogentoten eine Rolle. Fentanyl sei so unberechenbar und damit gefährlich, da es 120 mal stärker sei als Heroin und sich deshalb nur schwer dosieren lasse. (frankfurt.de, 20.03.2018)

http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3003&_ffmpar[_id_inhalt]=33624218